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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 01.07.2018

Roadmovie

Signor Rinaldi kratzt die Kurve
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Lorenzo Licalzi ist der italienische Autor von dem tragikomischen Roman „Signor Rinaldi kratzt die Kurve,“er wurde übersetzt von Luis Ruby

Es geht um den granteligen Exschriftsteller Pierre Rinaldi, der ...

Lorenzo Licalzi ist der italienische Autor von dem tragikomischen Roman „Signor Rinaldi kratzt die Kurve,“er wurde übersetzt von Luis Ruby

Es geht um den granteligen Exschriftsteller Pierre Rinaldi, der meint, mit 80 Jahren ist er alt genug und will Selbstmord begehen. Er wägt die Art und Weise geanu ab.
Da passiert ein Unglück und er muss sich um seinen 15jährigen Enkel Diego und dessen Hund Sid kümmern.
Der Hund ist eine Mischung zwischen Berhardiner und Neufundländer. Pierre will die beiden zu Diegos Onkel nach Rom bringen und läßt sich überreden mit seinem Sportwagen zu fahren. Es beginnt eine Reise, mit Umwegen, Zwischenhalten und Emotionen, die beiden lernen sich erst jetzt richtig kennen. Der oft zynische Großvater ist ein eigenwilliger Charakter.

Der Autor versteht es dem Leser eine liebenswere Roadmovie mit viel Gefühl darzustellen. Man kann die verschiedenen Stimmungen nachvollziehen. Der Roman besticht durch seine hurzweilige humorvolle Unterhaltung.


Veröffentlicht am 26.06.2018

Annas Liebe

Der englische Liebhaber
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Annas Liebe

Federica de Cesco lässt uns, in ihrem Roman „Der englische Liebhaber“, an dem Leben in Deutschland nach dem zweiten Weltkrieg teilnehmen. Sie verarbeitet in ihm die Liebesgeschichte ihrer ...

Annas Liebe

Federica de Cesco lässt uns, in ihrem Roman „Der englische Liebhaber“, an dem Leben in Deutschland nach dem zweiten Weltkrieg teilnehmen. Sie verarbeitet in ihm die Liebesgeschichte ihrer Tante zu einem britischen Offizier.
Ihre Frauenfiguren lässt sie selbstbestimmt, leidenschaftlich und stark erscheinen.

Annas Familie lebt im zerstörten Münster, sie lebt wie die meisten Menschen zu der Zeit unter schweren Bedingungen. Sie findet Arbeit als Dolmetscherin bei der britischen Besatzungsmacht.
Da lernt sie den Captain Jeremy Fraiser kennen, die beiden verlieben sich ineinander und 1947 kommt Charlotte zur Welt. Die Autorin beschreibt anschaulich, wie schwer es solche unehelich Kinder hatten, wie sie litten und wie ihre Zukunft davon geprägt wurde. Anna ist gezwungen immer zu arbeiten um sie zu ernähren. Sie baut trotz allem immer auf ihre Liebe.

40 Jahre später bekommt Charlotte die Tagebücher ihrer Mutter und Tonbänder und Briefe ihres Vaters.

Federica de Cesco entwirft eine rührende Liebesgeschichte zwischen Hoffen und Bangen. Es ist eine Geschichte, wie das Leben sie schreibt.

Veröffentlicht am 26.06.2018

Wieder eine spannende Zeitreise

Wenn wir wieder leben
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Von Charlotte Roth habe ich bis jetzt 3 Romane gelesen. Sie schreibt zeigemäß und inreressant.
Wenn wir wieder leben, ist ein wunderbares, lebendiges Werk, mit tollen Dialogen, das Charlotte Roth geschaffen ...



Von Charlotte Roth habe ich bis jetzt 3 Romane gelesen. Sie schreibt zeigemäß und inreressant.
Wenn wir wieder leben, ist ein wunderbares, lebendiges Werk, mit tollen Dialogen, das Charlotte Roth geschaffen hat.

Es gibt zwei Erzählstränge. Ab 1963 heißt die Protagonistin Wanda, die in Berlin mit noch 2 Schwestern bei Tante Lore und ihrer Matti lebt. Ihr jüdischer Freund, der sich gegen die Ausschwitz Täter engadiert und Wanda fragt, wo ihre Eltern gestanden haben. So fragt Wanda ihre Matti, aber da kommt es zu einer Tragödie.

Dann erleben wir Gundi, ihre Schwester Lore und die Freunde Julius und Erik in den 1920er Jahre im Ostseebad Zoppot. Besonders liebevoll ist Gundis Beziehung zu ihrem Großvater. Die 4 Freunde gründen eine Band und werden von einem Gauleiter protegiert und sie spielen auf der Luxusdampfer Wilhelm Gustloff. Dann entwickeln sich einige verzwickte Liebesgeschichten.

Die Autorin versteht es gut die Empfindungen aller Personen und ihre politische Gesinnungen bis 1945 darzustellen.

Wanda will das Leben ihrer Mutterin Polen zu ergründen, zu der Zeit fast unmöglich.
Dann gibt es ein erstaunliches Ende.

Der Roman konnte mich wieder begeistern und fesseln. Ich möchte das Buch gerne empfehlen.


Veröffentlicht am 21.06.2018

Politthriller

Fake
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James Rayburn alias Roger Smith schreibt in dem Thriller Fake über die Vorkommnisse in Syrien.

Die Ärztin Catherinie Finch ist seit 4 Jahren ISGeisel. Sie wird zum Spielball. Sie hat keine Hoffnung mehr. ...

James Rayburn alias Roger Smith schreibt in dem Thriller Fake über die Vorkommnisse in Syrien.

Die Ärztin Catherinie Finch ist seit 4 Jahren ISGeisel. Sie wird zum Spielball. Sie hat keine Hoffnung mehr. Immer mal wieder wird sie im TV vorgeführt. Dadurch wird sie in den USA auch angefeindet. Jetzt soll sie entlassen werden, da gibt es einen Drohnenangriff bei denen es viele Tote gibt..
Um die Friedensverhandlungen nicht zu gefährden muss sich der CIA Agenten Pete Town etwas einfallen lassen.
Catherines Mann macht keine gute Figur, er hatte sich in den 4 Jahren an ihrem Unglück bereichert. 

Ein interessanter Roman, der mich fesselt, es ist dramatisch, man hört ja immer wieder von solchen Fällen. Hier geht es aber ziemlich brutal weiter und es gibt ein heilloses Durcheinander. Es wird zuviel gemordet. Einige Szenen sind ziemlich makaber.

Dem Autor gelingt es, die Geschichte realistisch darzustellen, man fühlt sich dabei, ganz schön aufregend und bedrohend. Nichts für Sensible Gemüter.

Ein gut gelungener politischer Thriller.

Veröffentlicht am 21.06.2018

Fesselnd

Das weibliche Prinzip
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Meg Wolitzer schreibt über Feminismus, Macht, und Liebe.
Im „Das weibliche Prinzip“ fängt es mit der Studentin Greer Kadetzky an.

Sie und einige andere werden von einem Komulitonen am College sexuel ...

Meg Wolitzer schreibt über Feminismus, Macht, und Liebe.
Im „Das weibliche Prinzip“ fängt es mit der Studentin Greer Kadetzky an.

Sie und einige andere werden von einem Komulitonen am College sexuel belästigt, sie meldet es, aber der Täter wird nur verwarnt. Über das amerikanische System muss ich mich manchmal wundern. Greer befreundet sich mit Zee und lernt die Faith Frank kennen, die als Schlüsselfigur in der Frauenbewegung gilt. Greer schreibt Reden für die Stiftung, die Faith leitet.

Interessant ist der Teil, als Zee Eisenstat an einer Schule in Chicago, versucht, unterprevilegierten Kinder gut zu unterrichten. Ein schwieriges Unterfangen.

Dann wird auch noch Faiths Vergangenheit und ihr Bestreben erzählt.

Meg Wolitzer hat einen guten, ausdrucksstarken, fesselnden Schreibstil. Sie geht auf die Probleme der Frauen ein. Auf ihren Roman musste ich mich ziemlich konzentrieren, Er liest sich gut aber nicht so einfach weg. Das Thema zwingt mich zum Nachdenken und er wird mir länger im Gedächtnis bleiben..
Ein guter empfehlenswerter Roman.