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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 26.02.2025

Gedankenstrich

Schwimmen im Glas
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Der Roman, Schwimmen im Glas, ist ein Erinnerungsroman der Schriftstellerin Eva Lugbauer.
Mit ruhigem Ton wird erst Lores Empfindungen als Kind erzählt. Später erfahren wir, wie es der erwachsenen Lore ...



Der Roman, Schwimmen im Glas, ist ein Erinnerungsroman der Schriftstellerin Eva Lugbauer.
Mit ruhigem Ton wird erst Lores Empfindungen als Kind erzählt. Später erfahren wir, wie es der erwachsenen Lore geht.
Besonders ansprechend waren die Gespräche, die die kleine Lore mit ihrem Großvater führte. Ihre Fragen beantwortete er immer mit Bedacht mit einigen Gedankenstrichen.
Diesen Roman hat die Autorin klug und liebevoll gestaltet.
Mir hat die Geschichte gut gefallen.

Veröffentlicht am 24.02.2025

Martas Leben

Rückkehr nach Budapest
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Die Schriftstellerin Nikoletta Kiss ist in Ungarn geboren und in Ostberlin aufgewachsen.
In ihrem Roman, Rückkehr nach Budapest werden die politischen Empfindungen und Erlebnisse in Ungarn und der ...



Die Schriftstellerin Nikoletta Kiss ist in Ungarn geboren und in Ostberlin aufgewachsen.
In ihrem Roman, Rückkehr nach Budapest werden die politischen Empfindungen und Erlebnisse in Ungarn und der DDR in der Zeit um 1986 geschildert..
Es ist eine Geschichte über konfliktreiche Beziehung.
An die Protagonistin Marta musste ich mich erst gewöhnen, dann ist sie mir ans Herz gewachsen.
Sie lebt als Kind am Plattensee und geht zum Studium nach Budapest.
Ihre Cousine Therese lebt in Ostberlin. In dem Bruderland Ungarn waren die Bewohner nicht so stark eingesperrt. In der DDR war es gefährlicher eine eigene Meinung zu haben. Thereses Freund Konstantin ist ein Opfer der politischen Erziehung.
Dadurch ist er ziemlich verkorkst. Ich glaube dadurch war er beziehungsgestört. Marta ist in ihn verliebt.
Marta erzählt ihre Erlebnisse aus der Erinnerung.
Die Autorin hat diesen Roman mit sehr viel Wissen und Einfühlungsvermögen ausgezeichnet.
Der Roman ist gut gestaltet und lesenswert.


Veröffentlicht am 22.02.2025

Unbedingt Lesenswert.

Unter Grund
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Die Schriftstellerin Annegret Liepold zeigt in ihrem Roman,
Unter Grund, wie leicht Jugendliche in die rechte Szene schlittern können.
Da spielt Einsamkeit, falsche Freunde und so weiter, mit.
In diesem ...



Die Schriftstellerin Annegret Liepold zeigt in ihrem Roman,
Unter Grund, wie leicht Jugendliche in die rechte Szene schlittern können.
Da spielt Einsamkeit, falsche Freunde und so weiter, mit.
In diesem Roman ist die Schullehrerin Franka Zimmermann mit ihrer Klasse bei einem NSU Prozess. Der nimmt sie stark mit, denn wie leicht hätte sie da auch kommen können.
Daraufhin fährt sie in das fränkische Dorf, aus dem sie kommt. Da erfahren wir von ihrer Jugend. Sie wollte dazugehören und machte bei Demos und kleinen Untaten mit.
Sie fragt sich noch heute, ob sie noch mehr mitgemacht hätte, wenn die Freunde , sie gefragt hätten.
Da war die Familie in der viel geschwiegen wurde. Der Vater ist früh gestorben, die Mutter war viel unterwegs und die Großmutter, war ein Fall für sich.
Die Autorin hat ein wichtiges Thema angesprochen, das schon immer aktuell war.
Gut gemacht.


Veröffentlicht am 21.02.2025

Alleinerziehende Mutter

Vermissen auf Japanisch
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Vermissen auf Japanisch ist ein fesselnder Roman von Yukiko Tominaga. Die Autorin stammt aus Japan und lebt jetzt in San Francisco.
Ihre Protagonistin Kyoko hat den gleichen Hintergrund. Wunderbar schildert ...



Vermissen auf Japanisch ist ein fesselnder Roman von Yukiko Tominaga. Die Autorin stammt aus Japan und lebt jetzt in San Francisco.
Ihre Protagonistin Kyoko hat den gleichen Hintergrund. Wunderbar schildert Yukiko die Gedanken und Ängste Kyokos.. Ihr Mann ist verunglückt, als der Sohn Alex zwei Jahre alt ist. Sie lebt jetzt von einer kleinen Rente. Toll ist die Schwiegermutter beschrieben, die immer mal wieder zu Besuch kommt.
Gut lernt man auch die japanischen Frauen kennen, ihre Ansichten sind erfrischend. Witzig ist, als Alex fünfzehn ist und eine Freundin hat. Da macht sich Kyoko so ihre Gedanken.
Der Schreibstil ist mitreißend und Amüsant. Ich war von diesem Roman gefangen.

Veröffentlicht am 20.02.2025

Barbara und Bär

Der Gott des Waldes
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In dem Roman, Der Gott des Waldes, von Liz Moore werden viele Personen beschrieben. In den Kapitelüberschriften wird die jeweilige Person genannt und das Datum. Das ist etwas unglücklich, da immer alle ...



In dem Roman, Der Gott des Waldes, von Liz Moore werden viele Personen beschrieben. In den Kapitelüberschriften wird die jeweilige Person genannt und das Datum. Das ist etwas unglücklich, da immer alle Zeiten erwähnt werden
Die meisten Mitspielenden gefallen mir gut.
Durch die vielen hin und her Sprünge ist es etwas verzwickt.
Es beginnt mit der 13jährigen Barbara, die die aus einem Camp verschwindet. Dann kommt noch ein entflohener Häftling ins Spiel.
Dann erfährt man fast nur von der Suche, nach Barbaras kleinem Bruder, der vor Jahren verschwunden ist. Da kam mir oft in den Kopf, und was ist mit Barbara? Vater und Großvater empfinde ich einfach ätzend.
Die Autorin hat sich da eine verzwickte Geschichte einfallen lassen.
Der Roman war dann trotzdem fesselnd zu lesen und ich möchte ihn gerne weiter empfehlen.