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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 10.03.2026

Sprachlos in Island

Moosland
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Moosland ist ein Roman der Schriftstellerin Katrin Zipse.
1949 konnten Frauen aus Landwirtschaft für ein Jahr nach Island gehen.
Die Autorin hat die karge Landschaft und die Wetterbedingungen perfekt ...



Moosland ist ein Roman der Schriftstellerin Katrin Zipse.
1949 konnten Frauen aus Landwirtschaft für ein Jahr nach Island gehen.
Die Autorin hat die karge Landschaft und die Wetterbedingungen perfekt erzählt.
Die Frauen konnten kein Wort Englisch, geschweige denn Isländisch.
Eigentlich sollten die Frauen Ahnung von der Landwirtschaft haben. Aber Elsa wurde von ihrer Freundin überredet mitzukommen. Elsa hat eine Freundin brutal nach dem Krieg verloren und allen Lebensmut verloren.
Auf ihrem Gasthof gab es zwei Söhne, die sich beide um Elsa streiten.
Der Roman ist gut gemacht.

Veröffentlicht am 09.03.2026

Erschütternd

Waisenkind
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Die israelische Schriftstellerin Galit Dahan Carlibach hat uns mit dem Roman, Waisenkind, eine besondere Geschichte gebastelt.
Sie erzählt uns von dem Waisenkind Avital. Sie wächst bei ihren Großeltern ...



Die israelische Schriftstellerin Galit Dahan Carlibach hat uns mit dem Roman, Waisenkind, eine besondere Geschichte gebastelt.
Sie erzählt uns von dem Waisenkind Avital. Sie wächst bei ihren Großeltern auf, das ist nicht besonders schön. Sie wird schon früh missbraucht. Sie ist schon so weit, das sie Selbstmord begehen will. Da erzählt ihr ein Freund, wie ihre Mutter bei einem Unfall mit Fahrerflucht ums Leben kam.
Als sie 17 Jahre alt ist gibt es einen Brand und die Großeltern sterben.
Sie hat nicht viel Glück und sie gibt sich für vieles die Schuld.
Sie schreibt für sich Briefe an die Staatsanwaltschaft, Sie glaubt sie soll verhaftet werden.
Diese Lebensgeschichte wird einfühlsam und brillant geschrieben. Ich hoffte immer, das Avital ihren Vater findet, das ist aber sehr schwierig.
Ich war von der Geschichte gefesselt und konnte das Buch fast nicht aus der Hand legen.

Veröffentlicht am 04.03.2026

Erinnerungen

Stimmen auf Abstand
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Von der rumänischen Schriftstellerin Gabriela Adamesteanu hatte ich bis jetzt noch nichts gelesen.

Der Roman Stimmen auf Abstand
literarisch brillant geschrieben.
Sie lässt das Leben in Rumänien
beklemmend ...



Von der rumänischen Schriftstellerin Gabriela Adamesteanu hatte ich bis jetzt noch nichts gelesen.

Der Roman Stimmen auf Abstand
literarisch brillant geschrieben.
Sie lässt das Leben in Rumänien
beklemmend aber auch fantasievoll erleben.
Es beginnt in der Zeit von Corona. Die ehemalige Ärztin Anda Movila kann sich mit ihren Töchtern nur telefonisch unterhalten, denn sie wohnen in Frankreich und den USA.
Man wird in ihre Erinnerungen direkt eingezogen.
Die Autorin ist eine glänzende Erzählerin.
Der Roman ist gute Literatur.

Veröffentlicht am 04.03.2026

Hannas Leben

Vergiss nicht zu tanzen, Hanna
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Mareike Busch ist das Psydomym eines Schriftstellers.
Sein Roman, Vergiss nicht zu tanzen, Hanna, ist auf seine Mutter bezogen.
Mit lockerem Schreibstil berichtet er von aus dem Raum Diepholz stammenden ...



Mareike Busch ist das Psydomym eines Schriftstellers.
Sein Roman, Vergiss nicht zu tanzen, Hanna, ist auf seine Mutter bezogen.
Mit lockerem Schreibstil berichtet er von aus dem Raum Diepholz stammenden Familien, die in Masuren angesiedelt wurden.
Diese katholischen Familien wurden von den evangelischen Einwohnern nichtt gern gesehen.
Wir erleben das Schicksal einer Familie mit fünf Kindern. Hanna ist acht Jahre alt, als wir sie begleiten durften. Genau schildert der Autor, wie die Jugend in die HJ gepresst wurde, egal ob es denen gefällt. Dann gibt es wieder Jungen, die total begeistert sind.
Dann heben die Mütter Angst, das sie zu früh in den Krieg ziehen müssen.
Hanna hat nie mit ihren Kindern über die Erlebnisse des Krieges und der Flucht erzählt. Aber sie hat aufgeschrieben, das es noch eine kleine Schwester gab, die verloren gegangen ist.
Diese Lebenserinnerung war perfekt dargestellt.
Nur das Ende war etwas unwahrscheinlich, wenn es auch schön war.
Der Roman war fesselnd.

Veröffentlicht am 04.03.2026

Märchenhaft

Zwei in einem Bild
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Zwei in einem Bild, ist der Debütroman von Morgan Pager.
Es ist ein schönes fantasievolles Werk. Eine witzige Idee.
Da muss ich ja mal beim nächsten Besuch in der Kunsthalle, mal genauer hinsehen.
Das ...



Zwei in einem Bild, ist der Debütroman von Morgan Pager.
Es ist ein schönes fantasievolles Werk. Eine witzige Idee.
Da muss ich ja mal beim nächsten Besuch in der Kunsthalle, mal genauer hinsehen.
Das sich die Personen in einem Bild unterhalten und sich noch verlieben, ist ganz nett zu lesen.
Mit der Putzfrau Gracia gehe ich gern durchs Museum.
Allerdings hat es für mich Längen.
Gerade habe ich das empfunden, kam noch Spannung auf.
Die Autorin hat die Personen aus dem Bild, mit wunderbaren Charakteren versehen. Wie sie Jean seine Geschichte erzählen lässt, ist brillant. Die Liebesgeschichte ist anheimelnd.
Dann gibt es noch einen kleinen Krimiplott, der für die Geschichte wichtig ist und abrundet..
Die ganze Atmosphäre des Romans ist perfekt getroffen.
Es ist ein schönes lesenswertes Märchen, das bestimmt auch vielen Lesern gefallen wird.