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Veröffentlicht am 21.05.2023

Schweigen schafft oft nur Unverständnis und Leid

Als Großmutter im Regen tanzte
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Die beiden Stränge von Tekla und Juni sind von Trude Teige sehr emotional beschrieben worden. Mir ging die Geschichte der Großmutter sehr unter die Haut. Ihre Erlebnisse der letzten Kriegszeit und Nachkriegsjahre ...

Die beiden Stränge von Tekla und Juni sind von Trude Teige sehr emotional beschrieben worden. Mir ging die Geschichte der Großmutter sehr unter die Haut. Ihre Erlebnisse der letzten Kriegszeit und Nachkriegsjahre waren nur schwer zu ertragen. Vor allem, das sie damals ja nicht die einzige Frau war, die solche Dinge erfahren hat. Trotz der furchtbaren Geschehnisse schafft die Autorin es aber, dass „Als Großmutter im Regen tanzte“ nicht in Schwermut versinkt.
Im Gegensatz zu Tekla hat ihre Enkelin Probleme in ihrer Ehe. Der Leser kann sehr schön Parallelen zwischen Großmutter und Enkelin ziehen und deren Leben vergleichen.
Der Aufbau ist je nach Strang verschieden. So wird die Geschichte von Tekla aus der Sicht eines Erzählers beschrieben und die von Juni von ihr selbst. Meistens handeln ein paar Kapitel aufeinanderfolgend von einer der Frauen, bevor wieder gewechselt wird.
Ich habe das Buch gerne gelesen und die Leben der beiden Frauen mit Interesse verfolgt. Wir haben hier einen empfehlenswerten Roman um eine sehr starke Frau und wie sie das Leben ihrer Enkelin beeinflusst.

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Veröffentlicht am 16.05.2023

Viele gleichwertige Figuren, interessante Liebesgeschichten

Emerald Beach
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Wenngleich es in „Emerald Beach“ relativ viele, gleichwertige Protagonisten gibt, so ist mir doch jeder einzelne auf seine Art und Weise sympathisch geworden. Natürlich bedingt die Vielzahl der Figuren ...

Wenngleich es in „Emerald Beach“ relativ viele, gleichwertige Protagonisten gibt, so ist mir doch jeder einzelne auf seine Art und Weise sympathisch geworden. Natürlich bedingt die Vielzahl der Figuren auch eine entsprechende Anzahl an Ereignissen, da jede Figur ihre Geschichte mitbringt. Dania Mari Hugo verbindet diese Geschichten aber geschickt durch den Umstand, dass alle Jungs in einer Clique befreundet sind, sich gegenseitig wenn notwendig unterstützen und beistehen.
Der Schreibstil der Autorin ist sehr leicht zu lesen, der Aufbau des Buches eher untypisch. Ich sehe nicht den einen wichtigen Strang, sondern würde es mit einem Rad vergleichen. Die Nabe ist die Freundschaft der Protagonisten, die Speichen sind die Wege der Jungs. Sie bewegen sich immer wieder aufeinander zu, drehen sich um ihren Mittelpunkt, leben aber jeder sein Leben.
Zusammenfassend halte ich fest, dass ich hier einen Liebesroman in Händen halte, den ich nicht so schnell einmal zwischendurch lesen konnte, weil ich sonst vielleicht den Überblick über die Figuren verloren hätte. Trotzdem fand ich die Geschichten sehr interessant, die Erzählweise spannend gehalten und die Figuren sympathisch. Es war ein Lesegenuss.

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Veröffentlicht am 10.05.2023

Cosykrimi, Sammlerleidenschaft, Liebe, taffe Ermittlerin

Lorbeerglanz
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Ein Périgord-Krimi mit einer überaus sympathischen Ermittlerin inmitten ihrer liebevoll, witzigen Familie. Marie hat aber nicht nur zwei Mordfälle zu lösen, auch privat ziehen Wolken auf. Michel und sie ...

Ein Périgord-Krimi mit einer überaus sympathischen Ermittlerin inmitten ihrer liebevoll, witzigen Familie. Marie hat aber nicht nur zwei Mordfälle zu lösen, auch privat ziehen Wolken auf. Michel und sie müssen ihre erste, richtige Kriese bewältigen. Ob sie es schaffen? Da kommt ihre Verwandtschaft aus Deutschland einerseits gerade recht, andererseits auch wieder unpassend. Für mich tauchte die Familie erst sehr spät auf. Da sie sogar in der Kurzbeschreibung erwähnt wurde, dachte ich sie spielen eine größere Rolle. Aber ok, das ist wohl Ansichtssache.
Jedenfalls bezieht sich „Lorbeerglanz“ auf das Thema prähistorischer Artefakte, den Kreis der leidenschaftlichen Sammler, aber es wird auch herzhaft gekocht und genussvoll gegessen.
Marie leitet die Untersuchung der Morde mit ruhiger Hand und sehr besonnen, auch ihrem Partner gegenüber. Ihre einzelnen Schritte kann ich logisch nachvollziehen. Auch fügen sich Nebenereignisse passend ins Bild, ohne gewollt zu wirken.
Julie Dubois zaubert ein herrliches Stück Frankreich zwischen die Seiten und lässt es spielend leicht vor dem inneren Auge entstehen.
Von einigen Seiten mit fehlender Spannung mal abgesehen, kann ich das Buch durchaus empfehlen. Es handelt sich um einen Cosy-Krimi mit authentischen Figuren von gut bis unsympathisch. Wie im Leben eben auch.



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Veröffentlicht am 08.05.2023

Akku aufladen in einem Antiquariat, herrliche Szenerie

Die Tage in der Buchhandlung Morisaki
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Die Welt der 25jährigen Takako scheint zusammenzubrechen, da fängt sie ihr Onkel mit dem Antiquariat auf. Für Takako vorerst nur eine Notlösung entdeckt sie dort nicht nur die Liebe zu den Büchern, sondern ...

Die Welt der 25jährigen Takako scheint zusammenzubrechen, da fängt sie ihr Onkel mit dem Antiquariat auf. Für Takako vorerst nur eine Notlösung entdeckt sie dort nicht nur die Liebe zu den Büchern, sondern auch einen Weg zu sich selbst und zurück in die Welt.
Satoshi Yagisawa beschreibt ihren Weg sehr gefühlvoll. Der Schreibstil war für mich etwas gewöhnungsbedürftig. Teilweise besteht er aus sehr einfachen, kurzen Sätzen. Dennoch, oder vielleicht gerade deswegen, hatte ich das Gefühl gut zurechtzukommen. Er lässt ein paar Gewohnheiten einfließen, die für die westliche Welt ungewohnt sind. Doch gerade nur soviel, dass der Leser nicht den Überblick verliert.
Gut gefallen hat mir die Beschreibung der Straße mit all den Buchhandlungen. Oder die Reise in die Berge. Hier werden auch kleine Landschaftseindrücke vermittelt.
Durch das Cover bin ich auf das Buch aufmerksam geworden und es passt hervorragend zur Geschichte.
Zusammenfassend empfehle ich das Buch allen Leseratten und jenen, die es vielleicht werden wollen.

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Veröffentlicht am 21.04.2023

Heiße Erotik verknüpft mit sehr poetisch verfasster Weisheit

Geile Spiele der Wollust | Erotischer Roman
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Mit „Geile Spiele der Wollust“ habe ich ein Buch in Händen, das ich in einer gewissen Weise sehr einzigartig finde. Einerseits beschreibt Tizian Amando die erotischen Szenen sehr detailliert, in einer ...

Mit „Geile Spiele der Wollust“ habe ich ein Buch in Händen, das ich in einer gewissen Weise sehr einzigartig finde. Einerseits beschreibt Tizian Amando die erotischen Szenen sehr detailliert, in einer anregenden und der jeweiligen Situation angepassten Sprache. So ist hier durchaus auch Dirty Talk zu finden. Andererseits lässt er den männlichen Protagonisten auf eine Reise gehen. Eine Reise zu sich selbst und diese liest sich beinahe poetisch. So wird Tristan immer wieder mit seinen Glaubenssätzen, Ansichten und der Erwartung unserer Gesellschaft konfrontiert. Der Leser darf mitverfolgen, wie er Verbindungen und Lehren für sein Leben zieht.
Zusammenfassend muss ich sagen, dass es mir sehr gefallen hat, wie hier Erotik und Lebensreise verbunden wurden. Weder haben wir einen gutgemeinten Ratgeber voller Weisheiten noch ein reines Erotikbuch. Die Mischung ist ausgewogen und die heißen Szenen gehen unter die Haut. Auch finden wir immer wieder neue Ideen der Protagonisten, vom zärtlichen Sex bis zur BDSM Session, von privaten Räumlichkeiten bis zu Öffentlichkeit.


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