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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 03.02.2023

Sehr kontrastreiche Welt, sympathische Ermittler

Knochen & Dampf
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"Ihr könnt die Menschen nicht einsperren, nur weil ihr euch um eine Zukunft sorgt, die vielleicht nie eintreffen wird." Dieses Zitat einer Figur aus „Knochen und Dampf“ beschreibt ein Problem der dortigen ...

"Ihr könnt die Menschen nicht einsperren, nur weil ihr euch um eine Zukunft sorgt, die vielleicht nie eintreffen wird." Dieses Zitat einer Figur aus „Knochen und Dampf“ beschreibt ein Problem der dortigen Welt, aber gleichzeitig ist es immer aktuell. Zumindest der Teil mit dem Angst haben.
Im Buch ermitteln Mary und Max als sehr gegensätzliches Duo. Im Laufe der Geschichte holt der quirlige Max die sehr ernste Mary immer öfter aus ihrer tristen Stimmung. Auch hatte ich das Gefühl, dass sie als Team zusammenwachsen. Es ist ja ihr erster gemeinsamer Fall. Mir hat ihre Ermittlungsarbeit gut gefallen, ebenso ihre unterschiedlichen Wesenszüge.
Spannend fand ich persönlich diese spezielle Welt. Einerseits scheint sie hochentwickelte Technologie zu besitzen, andererseits haben sie noch Dampfmaschinen und können Blut nicht analysieren. Auch das allgemeine Männer/Frauenbild ist sehr rückständig und dennoch war Mary General. Der Kontrast, vor allem der technologische, ist faszinierend und mir völlig neu. Vielleicht auch, weil es mein erster Steampunk-Krimi war.
Der Schreibstil von Jasmin Jülicher ist flüssig und verständlich. Die Geschichte ist sehr angenehm zu lesen. Hauptaugenmerk legt die Autorin auf den Kriminalfall.
Das Cover wirkt auf den ersten Blick etwas düster, passt aber herrlich zum Geschehen in der Geschichte.
Als Fazit kann ich sagen, dass mir das Buch gut gefallen hat. Und wer weiß, vielleicht gibt es ja bald einen weiteren Band.

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Veröffentlicht am 30.01.2023

Gut gegliedert, wenig Neues

Einfach gut sortiert
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Einfach mal vorneweg. Die Gliederung der Themen ist wirklich übersichtlich. Verschiedene Tätigkeiten sind in einem Überthema zusammengefasst. Erin Zammett Ruddy beginnt am Morgen und endet mit dem zu Bett ...

Einfach mal vorneweg. Die Gliederung der Themen ist wirklich übersichtlich. Verschiedene Tätigkeiten sind in einem Überthema zusammengefasst. Erin Zammett Ruddy beginnt am Morgen und endet mit dem zu Bett gehen. Dazwischen sollen alle Tätigkeiten angesprochen werden, die im Laufe einer Woche anfallen können. Naja. Irgendwie bin ich mit diesem Ratgeber etwas im Zwiespalt.
Viele Themen waren für mich wirklich uninteressant. Aber das ist völlig persönlich und mit Sicherheit bei jedem anders: Make up, Gesichtspflege, Kochen, ist vielleicht meinem Alter geschuldet, dass ich es mittlerweile können muss, ebenso ein Auto betanken. Oder aber Thema Garten, nicht jeder will einen blumenfreien Rasen. Und dass ich beim Einkauf eines guten Weines jemanden fragen kann, dafür brauche ich keinen Ratgeber.
Andere Themen waren mir bekannt, haben sich hier aber wieder bemerkbar gemacht und meinen Fokus darauf gelegt. Das finde ich gut. Zum Beispiel wie man eine Schublade oder den Kleiderkasten ausmistet, wie man abends zur Ruhe kommt, wie man mit der Atmung runterkommen kann, wie man sich auf Gespräche vorbereitet, Ziele setzen usw.
Meine Erwartung war vielleicht etwas zu hoch, beziehungsweise hatte ich mehr praktische Tips für Ordnung und Strukturierung erwartet, eben „Einfach gut sortiert“. Aber es fehlten mir auch neue Ideen. Ich hatte immer wieder mal das Gefühl, es ist eine Aneinanderreihung schon bekannter Thesen und eigener Wichtigkeiten (siehe Thema Rasen) der Autorin, aufgelockert mit versuchtem Humor und Werbeeinschaltungen.
Die paar wenigen Auffrischungen habe ich mir wieder einmal notiert, doch deren Umfang würde wahrscheinlich nur ein kleineres Büchlein ergeben.

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Veröffentlicht am 25.01.2023

Zwei getrennte Fälle, trotzdem hohe, schaurige Spannung

Grenzfall - In der Stille des Waldes
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Im dritten Band von „Grenzfall – In der Stelle des Waldes“ ermitteln Alexa und Krammer in zwei völlig voneinander unabhängigen Fällen. Für mich ist es das erste Buch der Reihe.
Die Figuren gefallen mir ...

Im dritten Band von „Grenzfall – In der Stelle des Waldes“ ermitteln Alexa und Krammer in zwei völlig voneinander unabhängigen Fällen. Für mich ist es das erste Buch der Reihe.
Die Figuren gefallen mir einerseits weil sie ihren Beruf ernst nehmen, vollen Einsatz zeigen, aber dabei auch menschlich bleiben und auch Fehler begehen. Ob einer der Fälle aus einem vorigen Band stammt, könnte sein, kann ich nicht beurteilen. Doch dieses Buch kann auf jeden Fall ohne Vorwissen gelesen werden.
Einzig was ich etwas schade finde, ist, dass sich Alexa und Krammer eigentlich so gar nicht über den Weg laufen. Es fühlt sich fast an, als würde man zwei Bücher gleichzeitig lesen. Die Fälle wechseln sich kapitelweise ab, sodass der Leser ständig springen muss. Dazwischen werden kurze Auszüge mit den Überschriften ER und SIE eingefügt. Hier war ich mir lange nicht sicher, aus Sicht welcher Figur geschrieben wurde. Am Ende löst sich aber auch das auf.
Der Schreibstil von Anna Schneider ist für mich sehr gut lesbar. Auch fand ich den Spannungsbogen gut gebaut, trotz des ständigen Wechsels zwischen den Taten.
Für mich war das Buch ein kurzweiliger Ausflug in die Berge, mit zeitweise schaurigen Momenten. Und jedenfalls werde ich in nächster Zeit mit anderen Augen durch dunkle Wälder gehen.

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Veröffentlicht am 18.01.2023

Was will mir die Geschichte eigentlich sagen?

Frankie
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Leider hat sich mir der Sinn hinter dieser Geschichte nicht wirklich erschlossen. Ja, es geht um einen Großvater und seinen Enkel. Beziehung kann man das hier nicht nennen. Aber wie es im Klappentext heißt, ...

Leider hat sich mir der Sinn hinter dieser Geschichte nicht wirklich erschlossen. Ja, es geht um einen Großvater und seinen Enkel. Beziehung kann man das hier nicht nennen. Aber wie es im Klappentext heißt, es handle sich um eine Initiation, von Rebellion und Befreiung und der ewigen Faszination des Bösen, würde ich eher nur Letzteres mit dem Buch verbinden.
„Frankie“ kommt durch den Großvater mit dem Bösen in Kontakt und entdeckt sie für sich. Aber hat das mit Initiation oder Rebellion zu tun? Ich kann den Gedankengang des Autors nicht nachvollziehen beziehungsweise nicht einmal finden.
Erzählt wird aus der Sicht von Frankie. Seine Überlegungen, Handlungen, Gefühle werden in einer Art und Weise beschrieben, al s kämen die Worte ungefiltert aus seinem Kopf. Andere Menschen werden durch seine Augen wiedergegeben, die Umgebung mehr oder weniger nebenbei kurz erwähnt.
Michael Köhlmeier erzählt in einem hohen Tempo. Manchmal ist auch keine Zeit für ganze Sätze. Es liest sich allerdings trotzdem sehr leicht.
Schade, dass ich hier keinen wirklichen Zugang gefunden habe.

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Veröffentlicht am 15.01.2023

Viele Figuren, aber sehr spannender Fall

Kuckuckskinder (Ein Falck-Hedström-Krimi 11)
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Dadurch, dass in „Kuckuckskinder“ sehr viele Figuren vorkommen, wird es zu Beginn etwas schwer. Jeder will vorgestellt werden. Aber sich alle Namen und wie sie zueinander in Beziehung stehen, zu merken, ...

Dadurch, dass in „Kuckuckskinder“ sehr viele Figuren vorkommen, wird es zu Beginn etwas schwer. Jeder will vorgestellt werden. Aber sich alle Namen und wie sie zueinander in Beziehung stehen, zu merken, verlangt vom Leser Konzentration. Zumindest von mir. Doch wenn man diese Hürde gemeistert hat, dann nimmt der Krimi einen gefangen.
Für mich war es der erste Fall von Erica Falck. Ich finde sie sympathisch und sehr realistisch angelegt. Auch ihre Schlussfolgerungen konnte ich nachvollziehen. Der Leser erfährt auch privates in wohl dosierter Menge.
Auffallend an diesem Buch war für mich, dass es Paare in jeder erdenklichen Kombination gibt. Von der herkömmlichen Familie und Patchworkfamilie, Stiefkinder / -eltern, gleichgeschlechtlichen Paaren mit Kindern, verwitweten und wiederverheirateten, bis hin zu Transfrauen und Dragqueens finden wir hier alle vertreten.
Der Kriminalfall selbst ist gut aufgebaut. Teilweise sehr emotional und auch schrecklich. Aber zu jeder Zeit war die Spannung hoch.
Camilla Läckberg hat einen sehr gut lesbaren Schreibstil. Das Cover selbst gefällt mir, alleine davon hätte ich jetzt nicht unbedingt etwas vom Fall ableiten können.
Ich war ein paar Stunden sehr gefesselt und kann diesen Krimi nur empfehlen.

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