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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 25.02.2022

Optisch und inhaltlich sehr gelungen

Glücksfisch: Weißt du, was die Tiere machen? Kleine Biene
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Für Kinder ab zwei Jahre hat der Fischer Verlag die Reihe „Weißt du, was die Tiere machen?“ und in diesem Fall die „Kleine Biene“ herausgebracht.
Auf den einzelnen Seiten werden jeweils verschiedene Themen ...

Für Kinder ab zwei Jahre hat der Fischer Verlag die Reihe „Weißt du, was die Tiere machen?“ und in diesem Fall die „Kleine Biene“ herausgebracht.
Auf den einzelnen Seiten werden jeweils verschiedene Themen aus dem Leben der Biene in sehr kindgerechten Worten erklärt. Unter anderem wird dargestellt, was die Biene den ganzen Tag über macht und warum sie überhaupt summt.
Passend finde ich diese wunderbaren, einfachen Illustrationen von Fhiona Galloway. Sie sind farbenfroh und konzentrieren sich auf das Wesentliche. Mehr können Kinder in diesem Alter auch noch nicht erfassen.
Sehr gut wird ihr Spiel- und Forschertrieb mit Schieber und Klappen bedient, sodass es nicht als „Lehrbuch“ erscheint.
Die feste Pappe der Seiten hält auch so manchen ungestümen Umgang kleiner Hände aus. Das Format hat eine auf Kinder abgestimmte Größe. Einzig würde mir gefallen, wenn noch die eine oder andere Seite mehr wären.
Davon abgesehen gefällt mir das Buch sehr gut und ich werde es meinen Kleineren in der Kinderbetreuung sicherlich näherbringen.

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Veröffentlicht am 20.02.2022

Fesselnder Krimi auf geschichtlichen Spuren

Ein Giro in Triest
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Vor dem Hintergrund der Ermordung des österreichischen Thronfolgerpaares in Sarajevo muss sich Ispettor Gaetano Lamprecht beweisen. Aber nicht nur mit einem kleinen Selbstmord oder Mordfall. Er wird auf ...

Vor dem Hintergrund der Ermordung des österreichischen Thronfolgerpaares in Sarajevo muss sich Ispettor Gaetano Lamprecht beweisen. Aber nicht nur mit einem kleinen Selbstmord oder Mordfall. Er wird auf etwas angesetzt, das sich schon bald als viel größer erweist. Ob es für Gaetano zu groß werden wird? Wie im Klappentext erwähnt, muss er sich nicht nur einmal aus einer Lebensgefahr retten. Zu oft? Schafft er es jedesmal?
Im Jahre 1914 einen Krimi spielen zu lassen, erfordert nicht nur ein Gespür die Figuren der damaligen Zeit entsprechend auftreten zu lassen, sondern auch die Ermittlungen nach damaligen Erkenntnissen und Möglichkeiten anzulegen. Eine spannende Aufgabe, die Christian Klinger in meinen Augen hervorragend gelöst hat.
Einzig der Seitenstrang des Onkels kam mir am Ende des Buches nicht sehr zeitgerecht vor. Ja, man kann es natürlich nie wissen, wie eine Familie reagiert. Aber irgendwie passt für mich dieses Vorgehen nicht in die damalige Zeit.
„Ein Giro in Triest“ fesselt und bezieht die geschichtlichen Eckdaten gekonnt mit ein. Gerade die Figur des Gaetano erfährt in meinen Augen eine spürbare, positive Entwicklung. Aber mir gefällt auch seine Schwester, zu der er im Laufe der Seiten eine stärkere Bindung aufbauen kann.
Das Cover war mir auf den ersten Blick zu düster. Doch bedenkt man in welchem Jahr der Krimi spielt und welche Kreise er zieht, dann darf es durchaus etwas mysteriöser wirken.
Mir lag der Schreibstil sehr, auch wenn natürlich immer wieder italienische Begriffe und kurze Sätze eingestreut wurden. Obwohl ich der Sprache nicht mächtig bin, hatte ich nicht das Gefühl dadurch etwas nicht zu verstehen.
Mein Fazit ist eine volle Leseempfehlung für alle Krimifans, die gerne auch auf geschichtlichen Spuren unterwegs sind.

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Veröffentlicht am 11.02.2022

Gegensätze ziehen sich an, humorvoll und auch mit Tiefe

Wehe, du küsst mich!
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In „Wehe, du küsst mich!: Football-Liebe in L.A.“ darf der Leser zwei gegensätzliche Protagonisten begleiten, die sich allerdings wunderbar ergänzen. Beide wirken sehr sympathisch und natürlich. Alex ist ...

In „Wehe, du küsst mich!: Football-Liebe in L.A.“ darf der Leser zwei gegensätzliche Protagonisten begleiten, die sich allerdings wunderbar ergänzen. Beide wirken sehr sympathisch und natürlich. Alex ist die quirlige, die energiegeladene, bei der man denkt, sie kann nie ruhig sitzen. Myles dagegen ein Footballspieler mit viel Körperumfang wirkt zu Beginn etwas behäbig, langsam im Denken und Tun. Doch man soll sich nicht täuschen lassen.
Der Roman von Ella J. Mink ist keineswegs oberflächlich und seicht. Es fließen harte, tiefe Themen mit ein. Durch die direkte Art und witzige Kommunikation der Figuren wirkt das Buch aber zu keinem Zeitpunkt drückend. Es strotzt vor Energie und Lebenslust.
Auch wenn ich mich mit Football so überhaupt nicht auskenne, hatte ich keine Probleme der Geschichte zu folgen. Die Autorin hat es geschickt geschafft auch Unwissende das Wichtigste des Sportes so im Vorbeigehen mitzuteilen.
Für mich war das Lesen leicht und flüssig. Ein paar Informationen über diesen Sport konnte ich mir mitnehmen, aber immer stand die zwischenmenschlichen Beziehungen der verschiedenen Mitspieler untereinander im Vordergrund, sodass ich nie das Gefühl einer Sportstunde hatte.
Der Titel am Cover hat mich im ersten Moment durch seine Wucht etwas irritiert, doch bei genauerer Betrachtung findet man alle passenden Teile für die Geschichte wieder.
Auch wenn ich nicht der sportbegeisterte Leser bin, gebe ich im Gesamtüberblick alle Punkte, da es für mich einfach stimmig zu lesen war.

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Veröffentlicht am 07.02.2022

Auszeit in der Vergangenheit

Liebe beginnt, wo Pläne enden
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Um Abstand zu gewinnen und zu sich selbst finden zu können, geht Kristin mit ihren Töchtern für sechs Wochen in ein Freilichtmuseum, als lebendes Inventar. Die Gruppe mit der sie in einem Hof einquartiert ...

Um Abstand zu gewinnen und zu sich selbst finden zu können, geht Kristin mit ihren Töchtern für sechs Wochen in ein Freilichtmuseum, als lebendes Inventar. Die Gruppe mit der sie in einem Hof einquartiert wird, findet wunderbar schnell zu einer Gemeinschaft zusammen. Es herrscht Witz und Schlagfertigkeit vor. Kristin und ihre Kinder erleben eine unbeschwerte Zeit. Naja, so unbeschwert für Kristin auch wieder nicht. Muss sie sich doch mit dem Betrug ihres Mannes und ihrer Zukunft auseinandersetzten. Nicht unbedingt erleichtert wird ihr das durch ihre Gefühle zu einem Mann, den sie eigentlich ganz und gar unmöglich finden will. Ist er unmöglich, oder ziehen sich die beiden mehr an, als es Kristin in ihrer Situation lieb ist?
„Liebe beginnt, wo Pläne enden“ ist ein vor Witz aber auch tiefgründigen Lebensweisheiten durchzogener Roman. Wunderbar um aus dem Alltag in eine andere Welt abzutauchen und doch die Probleme der Gegenwart nicht ganz vergessen zu lassen.
Mir lag der Schreibstil von Sandra Poppe sehr. Der Roman ist locker zu lesen, wenn man die Zeit hat, sicherlich auch beinahe in einem durch. Wortwitz und Humor sind manchmal leicht schräg, aber von den Figuren immer liebevoll gemeint.
Das Cover wirkt etwas verspielt romantisch. Im Ganzen finde ich es für das Buch passend, auch wenn Probleme durchaus nicht ausgeblendet oder verschönt werden.
Als grobes Fazit kann ich sagen, dass mir am Ende der momentane Standpunkt jeder Figur glaubwürdig erscheint. Sie haben sich gefunden, viel miteinander erlebt, voneinander gelernt, Freundschaften sind gewachsen und Stärken erkannt und ausgebaut. All das, ohne ins Kitschige abzugleiten. Der Schluss ist in meinen Augen abgerundet, wenn ich mir persönlich eine Lösung in dieser Art allerdings nicht vorstellen kann. Dennoch gibt es von mir eine volle Leseempfehlung. Ich hatte viel Spaß mit Kristin und ihren neuen Freunden.

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Veröffentlicht am 23.01.2022

Theorie und Praxis – Buch und derzeitige Situation in Österreich

Mein neues Österreich
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Ich muss hier erstmals eine etwas andere Rezi schreiben, denn ich gebe zu das Buch nur quergelesen zu haben. Alleine schon die momentane Situation in unserem Land lässt so manche Aussage im Buch als Hohn ...

Ich muss hier erstmals eine etwas andere Rezi schreiben, denn ich gebe zu das Buch nur quergelesen zu haben. Alleine schon die momentane Situation in unserem Land lässt so manche Aussage im Buch als Hohn wirken. Vielleicht war es irgendwann einmal anders gedacht. Dann ging etwas schief.
Um meinen Buchleichen in den Griff zu bekommen, habe ich mich über dieses gebeugt und aufgegeben. Es tut mir leid. Vielleicht meine Einstellung, vielleicht die Situation in meinem geliebten Land, ich weiß es nicht. Mit jeder Zeile fühle ich mich mehr veräppelt. Daher habe ich das Buch nur überflogen und abgehakt.

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