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Veröffentlicht am 09.12.2021

Händler-, Abenteuer- und Kolonialgeschichten

Ein Sohn der Sonne
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Wir finden hier acht unterhaltsame Geschichten, die alle unabhängig voneinander gelesen werden können. In jeder ist der „Sohn der Sonne“ David Grief der Held und siegt am Ende über jegliche Ungerechtigkeit. ...

Wir finden hier acht unterhaltsame Geschichten, die alle unabhängig voneinander gelesen werden können. In jeder ist der „Sohn der Sonne“ David Grief der Held und siegt am Ende über jegliche Ungerechtigkeit. Das wirkt irgendwie etwas unnatürlich, ist aber für den Lesespass kein Hinderniss.
Der Zeit des Autors Jack London (1876 – 1916) geschuldet, ist mit Sicherheit so manche Ausdrucksweise, sowie die Bezeichnungen und der Umgangston mit den Einheimischen der Südseeinseln, aber auch die Begriffe der Schifffahrt waren mir natürlich nicht bekannt. Letztere stören den Lesefluss zwar nicht, wenn man nicht jedes Wort nachlesen will, mit dem Umgangston muss man allerdings schon besser umgehen können.
David Grief war ein Held, ein Alleskönnen. Einerseits hatte er einige eigene Schiffe. Diese konnte er selbst offenbar steuern, navigieren. Er war ein erfolgreicher Händler und so nebenbei konnte er auch einige Sprachen der Inseln. Tiefes Tauchen in haiverseuchten Gewässern, der Umgang mit Karten und kreativen Ideen, um sein Eigentum zu schützen oder retten, waren ihm ebenso geläufig wie der Umgang mit Waffen.
Meine Rezi bezieht sich auf die urheberrechtsfreie Ausgabe des Ebooks von September 2020 mit 189 Seiten bezogen auf die Print-Ausgabe.

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Veröffentlicht am 06.12.2021

Ungewöhnliche Liebesgeschichte, humorvoll und kurzweilig

Aber der Sex war gut
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Annie und Henry, die beiden Protagonisten in „Aber der Sex war gut“, sind beide gleichermaßen auf sich bezogen. Ebenso gemeinsam haben sie die Abneigung dem anderen gegenüber. Und plötzlich sind sie aufeinander ...

Annie und Henry, die beiden Protagonisten in „Aber der Sex war gut“, sind beide gleichermaßen auf sich bezogen. Ebenso gemeinsam haben sie die Abneigung dem anderen gegenüber. Und plötzlich sind sie aufeinander angewiesen? Na das kann heiter werden. Und wurde es auch.
Von Aly Mennuti wird die Geschichte der beiden in witziger, unterhaltsamer Form dem Leser dargeboten. Immer wieder finden wir uns in Situationen, die einfach nur zum Lachen sind. Um schon ein kleine Stück weiter wieder den Groll auf den anderen zu spüren.
Dennoch schaffen es beide Figuren innerhalb des Buches ihre Persönlichkeit zu entwickeln und ihren Weg zu finden. Natürlich dürfen Verwicklung und Geheimnis nicht fehlen, die beleben die Geschichte zusätzlich.
Der Schreibstil der Autorin ist sehr lesefreundlich, fließend und angenehm. Im letzten Drittel des Buches werden viele Fäden verknüpft und Fragen geklärt. Kurzzeitig war mir diese Informationsflut im Vergleich zum Anspruch des restlichen Buches, etwas zu geballt. Doch am Ende hat sich alles aufgelöst. Der Aufbau wird aus der Ich-Perspektive erzählt, allerdings wechseln sich hier Annie und Henry ab, sodass man als Leser auch die gedanklichen Hintergründe beider erfährt.
Das Cover ist insofern ansprechend, da es vom derzeitigen Trend, Figuren in Rückenansicht zu zeigen, völlig abweicht.
Meine Leseempfehlung ergeht an alle jene Leser, die einen witzigen Roman mit sehr guter Figurenentwicklung und nicht gewöhnlicher Liebesgeschichte, lesen wollen.

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Veröffentlicht am 30.11.2021

Schweres Thema, gut verpackt in spannendem Roman

Zeit der Pfirsichblüte
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Das farbenfrohe, fröhlich wirkende Cover hat mich verführt den Klappentext zu lesen. Ich dachte, einen schönen Urlaubsroman vor mir zu haben, vielleicht mit einem netten kleinen Geheimnis aus der Vergangenheit. ...

Das farbenfrohe, fröhlich wirkende Cover hat mich verführt den Klappentext zu lesen. Ich dachte, einen schönen Urlaubsroman vor mir zu haben, vielleicht mit einem netten kleinen Geheimnis aus der Vergangenheit. Doch siehe da, das Thema war ein sehr viel ernsteres und tiefer gehendes Geschehen. Unvorstellbar ist wohl das treffende Wort.
Dennoch wird rund um ein so bewegendes Kapitel durch Anja Saskia Beyer ein gefühlvoller Roman. Die Emotionen nehmen den Leser mit, fesseln ihn, halten ihn in der Schwere der Thematik aber nicht fest.
Auch aus diesem Grund hat mir „Zeit der Pfirsichblüte“ wirklich gut gefallen. Ich hatte das Buch innerhalb von zwei Tagen ausgelesen.
Die Figuren wurden von der Autorin sehr unterschiedlich angelegt, durften sich auch individuell entwickeln, und waren für mich immer glaubwürdig. Ihr Schreibstil ist leicht lesbar. Sie bringt ein, zumindest mir unbekanntes, Thema auf den Tisch, wühlt auf, aber deprimiert dennoch nicht. Am Ende findet der Leser sogar noch das eine und andere Rezept zum Nachmachen.

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Veröffentlicht am 29.11.2021

Gefühl, Wärme, etwas Witz, kann zum Nachdenken anregen

Barbara stirbt nicht
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Die Rollen in einer Jahrzehnte dauernden Ehe sind verteilt. Denkt man. Bis dann plötzlich das Schicksal eingreift und man sich von heute auf morgen umstellen muss. Soweit die nüchterne Tatsache.
Wie Alina ...

Die Rollen in einer Jahrzehnte dauernden Ehe sind verteilt. Denkt man. Bis dann plötzlich das Schicksal eingreift und man sich von heute auf morgen umstellen muss. Soweit die nüchterne Tatsache.
Wie Alina Bronsky an diese Situation herangeht, zeigt Wärme und teilweise einen Anflug von Humor. Im Klappentext wird „Barbara stirbt nicht“ mit bitterbösem Witz, warmherzig, berührend und urkomisch tituliert. Ich kann diesen bitterbösen Witz immer wieder erkennen, aber urkomisch ist diese Geschichte in meinen Augen definitiv nicht. Sie mag an die Realität heranreichen. Sie zeigt auf, wie schwer diese Neudefinierung sein kann. Sie zeigt wie Gefühle aufbrechen.
Herr Schmidt macht eine starke Entwicklung durch. Erkennt seinen Teil in der Vergangenheit an. Er versucht sogar zum Ende hin, das schier Undenkbare wieder gut zu machen. Oder zumindest soll es wohl seine Art sein, Barbara zu zeigen, dass er ihr einen letzten großen Wunsch erfüllen will.
Der Schreibstil ist locker leicht lesbar, sodass die Seiten nur so dahinfliegen. Umso überraschter war ich über das Ende, das mir persönlich zu abrupt kam. Fast wie ein Magenhieb. Irgendetwas hat mir hier gefehlt. Eine Abrundung. So hatte ich das Gefühl ein loses Ende in der Hand zu halten. Eigentlich mehrere. Einerseits kann sich der Leser so den Ausgang selbst konstruieren, andererseits hängt man – oder zumindest ich – in der Luft.
Zusammenfassend beurteile ich das Buch mit vier Sternen. Hier fließt auch mit ein, dass dieses Buch den Leser vielleicht dazu anregt, nachzudenken, wie denn eine gravierende Lebensumstellung bei ihm aussehen würde.

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Veröffentlicht am 24.11.2021

Ein atemberaubender Roman mit prickelnder Energie und Dramatik

Bullheart: Wenn die Arena dich ruft
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Bull Riding scheint am ersten Blick der Mittelpunkt in Lara Kalenborns Roman zu sein. Doch auch wenn sich die Figuren diesem Sport verschrieben haben, stehen für mich Avanna Archer und Eliu Valdez im Zentrum. ...

Bull Riding scheint am ersten Blick der Mittelpunkt in Lara Kalenborns Roman zu sein. Doch auch wenn sich die Figuren diesem Sport verschrieben haben, stehen für mich Avanna Archer und Eliu Valdez im Zentrum. Gemeinsam ist ihnen die Liebe zum Bull Riding. Sie brennen und leben dafür. Aber auch Verantwortungs- und Ehrgefühl, sowie einen faszinierenden, lebhaften Charakter zeichnen beide Figuren aus. Avanna stellt ihre Wünsche in den Hintergrund, um sowohl die elterliche Ranch, als auch ihren Bruder Ty zu retten. Bei Eliu ist es sein Zwiespalt, zwischen dem professionellen Bull Riding und dem Führen der eigenen Ranch, der ihn immer weiter in ein emotionales Dunkel zieht. Kann die aufkeimende Leidenschaft füreinander den beiden einen Weg zeigen, oder stehen sie sich im Weg?
Mit „Bullheart: Wenn die Arena dich ruft“ ist der Autorin ein faszinierendes Werk gelungen. Einerseits wirkte hier beim Lesen die Magie des Bull Riding, ein für mich sehr unbekannter Sport, auf mich fesselnd ein. Andererseits lassen diese starken Figuren, die ein emotionales Auf und Ab erleben, den Leser mitleiden und –leben.
Immer wieder kommt es zu lebensgefährlichen Ritten oder anderen heftigen Szenen. Die Beschreibung dieser hat mich öfter die Luft anhalten lassen, so gefangen war ich in den Handlungen.
Wie bei Lara Kalenborn zu erwarten, finden wir auch die eine oder andere heiße Begegnung. Dennoch dominiert in diesem Buch nicht die Erotik, sondern die Begegnung, die Gefühle, die Entwicklung der Figuren. Ich habe sie als nachvollziehbar und authentisch empfunden. Insoferne wird hier das eher erotische Cover der Geschichte nicht ganz gerecht.
Von mir gibt es aber auf jeden Fall eine volle Leseempfehlung. Avanna und Eliu haben mir entspannte und gleichzeitig fesselnde Stunden bereitet.

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