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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 06.12.2020

Klein, kompakt, überschaubar, erste Einblicke

Biber - 20. April-20. Mai
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Hinter der kleinen Fassade dieses Büchleins steckt doch eine ganze Menge. Auf gerade einmal 45 Seiten kann der interessierte Leser erste Einblicke in das indianische Horoskop gewinnen. Es deckt sich datumsmäßig ...

Hinter der kleinen Fassade dieses Büchleins steckt doch eine ganze Menge. Auf gerade einmal 45 Seiten kann der interessierte Leser erste Einblicke in das indianische Horoskop gewinnen. Es deckt sich datumsmäßig ungefähr mit unseren Sternzeichen.

Zu Beginn wird das indianische Medizinrad vorgestellt. Im indianischen Horoskop gibt es, wie bei uns auch, nicht nur 12 grobe Unterteilungen in die Geburtstotems, sondern auch die Richtungs- und die Elementtotems. Wichtig sind auch Edelsteine, und Bäume, die Himmelsrichtung, die Farben, Energiefluss und Elementaspekt.

Es klingt vielleicht verwirrend, aber Kenneth Meadows bringt einen roten Faden in dieses System. Natürlich kann er in diesem Umfang nicht vertiefend in die Materie einführen, aber für den ersten Eindruck habe ich bemerkenswerte Information erhalten. Interessant ist auch, dass die Horoskopbeschreibungen sehr im Einklang mit unserem stehen. Auch wenn die Entstehung so weit von einander entfernt stattgefunden hat und auf der Basis einer völlig anderen Annahme ausging.

Mit hat dieses Büchlein sehr gut gefallen.

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Veröffentlicht am 04.12.2020

Liebesgeschichte mit einigen sehr erotischen Szenen

Legal Love – An deiner Seite
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Wenn zwei starke Persönlichkeiten aufeinandertreffen, dann sprühen Funken. In diesem Fall auch erotische. Aber nicht nur. Nora und David geraten immer wieder aneinander und können doch nicht mehr voneinander ...

Wenn zwei starke Persönlichkeiten aufeinandertreffen, dann sprühen Funken. In diesem Fall auch erotische. Aber nicht nur. Nora und David geraten immer wieder aneinander und können doch nicht mehr voneinander lassen.

„Legal Love – An deiner Seite“ verlangt von den Protagonisten Durchhaltevermögen und Ehrlichkeit zu sich selbst. Die Figuren sind von Anbeginn der Geschichte stark und geben sich selbstsicher. Aber manchmal kann man sich auch selbst im Weg stehen. Schaffen beide den Schritt zueinander?

J.T. Sheridan erzählt aus Sicht von Nora. Immer wieder erfährt der Leser aktuell ihre Gedankengänge und kann so ihre Beweggründe mitgehen. Lange bleibt das besondere Verhältnis von Nora und Will im Dunkeln und bringt einige Verwirrungen mit sich. Die eingeflochtenen Gedanken behindern den Lesefluss keineswegs.

Zum Cover möchte ich nur sagen, dass es zwar gut aussieht, aber für einen Liebesroman in meinen Augen etwas zu kühl wirkt.

Grundsätzlich hat mir die Idee der Geschichte gut gefallen. Ich konnte mit Nora richtig mitleben, sie ist eine sympathische Figur, die den Leser in ihren Bann ziehen kann.

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Veröffentlicht am 30.11.2020

Möglichkeiten, auf größere Fragen Antworten zu bekommen

Out of body
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Astralreisen – Das letzte Abenteuer der Menschheit. William Buhlman unterteilt sein Buch in zwei Teile. Das erste Drittel besteht aus dem Erforschen und die letzten zwei Drittel aus dem Lösen des Rätsels. ...

Astralreisen – Das letzte Abenteuer der Menschheit. William Buhlman unterteilt sein Buch in zwei Teile. Das erste Drittel besteht aus dem Erforschen und die letzten zwei Drittel aus dem Lösen des Rätsels. So zumindest die Inhaltsangabe.

„Out of Body“ beschreibt Astralreisen des Autors über einen Zeitraum von zirka 20 Jahren. Ich habe sie als interessant empfunden. Die Reisen führten in Dimensionen mit höherer Schwingung, leichterer Dichte. Beschreibungen der Welten bleiben allerdings vage.

Der Leser erhält vom Autor Hilfsmittel an die Hand mit denen er mit viel Geduld ebenfalls außerkörperliche Reisen antreten kann.

Bei mir haben sich allerdings Fragen aufgetan und wurden bis zum Schluss nicht befriedigend beantwortet. Diese Art des Reisens und die Erfahrungen, Abenteuer und Antworten auf größere Fragen zu erhalten, sind vielleicht für Forscher nützlich. Ich streite nicht ab, dass sie auch die Neugierde jedes einzelnen Lesers reizen können. Mir wäre es hilfreicher vorgekommen, könnte ich dadurch Fragen auf dieses, jetzige, unmittelbare Leben hier finden. Vielleicht ist aber auch nur mein Blickwinkel zu klein.

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Veröffentlicht am 24.11.2020

Erste Liebe, erster Sex – positive Werte an (jugendliche) Leser gerichtet

Für einen Sommer unsterblich
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„Für einen Sommer unsterblich“ impliziert, dass es sich hier um eine Geschichte handeln dürfte, die nur einen Sommer lange andauert. Ob das so ist, darf jeder Leser selbst entscheiden. Jennifer Niven vermittelt ...

„Für einen Sommer unsterblich“ impliziert, dass es sich hier um eine Geschichte handeln dürfte, die nur einen Sommer lange andauert. Ob das so ist, darf jeder Leser selbst entscheiden. Jennifer Niven vermittelt gefühlvoll die erste Liebe und das erste Mal. Sie legt ihren Fokus auf positive Werte. Das hat mir sehr gut gefallen. Gerade da sich dieses Buch an die Zielgruppe der Jugendlichen richtet.

Die Trennung der Eltern spielt eine ebensogroße Rolle wie die Angst die beste Freundin zu verlieren, das Verlieben und die Sexualität. Alle diese Bereiche machen der Protagonistin Claude zu schaffen. Sie schwankt zwischen Wut, Ärger und Trotz, Liebe, Hoffnung und überschäumender Hormone. Eben eine Jugendliche.

Im Laufe des Buches kann man bei Claude die Entwicklung beobachten. Auch Miah verändert sich, wenn auch nicht so stark. Beide sind füreinander eine Lernerfahrung an der sie wachsen können.

Der Reibpunkt für Claude bleibt die Trennung der Eltern. Dabei hilft ihr nicht gerade, dass sie sich von ihrer besten Freundin räumlich trennen muss. Manche Entscheidungen der Eltern kann ich nicht nachvollziehen. Lassen für mich einen etwas konstruierten Beigeschmack aufkommen, auch wenn es solche Erwachsene geben mag, keine Frage.

Abgerundet möchte ich sagen, dass ein paar nicht nachvollziehbare Situationen vorhanden sind, aber die Landschaftsbeschreibungen dafür wundervoll sind. Die Entwicklung der Hauptprotagonistin kann der Leser kontinuierlich mitverfolgen. Der Schreibstil ist anfangs etwas gewöhnungsbedürftig. Claude denkt immer wieder, aber diese Stellen sind kursiv geschrieben. Das Cover ist eher für junge Mädchen gemacht, doch die Geschichte könnte auch lesenden Jungs viel mitgeben.

So ende ich mit einem Zitat von Claude, das wir uns öfter sagen sollten: „Dieser Moment ist genug. Jetzt ist genug. Wir brauchen nicht mehr als jetzt.“

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Veröffentlicht am 19.11.2020

Spannende, romantische Liebesgeschichte mit Blick fürs Detail

Fluss der Jahre
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Als Katrin bemerkt, dass sie dringend eine Auszeit braucht, erinnert sie sich an die wunderbare Zeit in Irland bei ihrer Brieffreundin Aoife und dem schüchternen Conor. Sie waren Teenager, wurden in diesen ...

Als Katrin bemerkt, dass sie dringend eine Auszeit braucht, erinnert sie sich an die wunderbare Zeit in Irland bei ihrer Brieffreundin Aoife und dem schüchternen Conor. Sie waren Teenager, wurden in diesen kurzen Wochen zu besten Freunden und verloren sich doch aus den Augen.
Was war wohl geschehen? Findet Katrin ihre Freunde wieder? Können sie an die alte Freundschaft anknüpfen?
Ambra Lo Tauro erzählt im „Fluss der Jahre“ die Geschichten der drei Freunde in zwei Zeitsträngen. Der Wechsel zwischen den Zeiten fällt leicht. Die Kapitel sind mitunter etwas länger, sodass der Leser die Protagonisten einen weiten Abschnitt begleiten kann.
Hier gibt es so viele Schauplätze, Figuren mit eigenen Problemen, wunderbar interessanten Nebenhandlungen, Verknüpfungen zwischen den Geschehnissen, Hinweisen auf das alte Irland mit seinen Einstellungen und Bräuchen, Gegenüberstellungen von damals und heute, dass die eigentlich etwas kurze Gegenwarts-Geschichte zu einem spannenden, romantischen Buch verbunden wurde. Ohne den Vergangenheits-Strang könnte die Geschichte nicht bestehen. Der Leser würde keinen Durchblick bekommen.
Auch wenn die Entwicklung Irlands, ob gesellschaftlich oder politisch, dem Leser in kleinen Portionen nähergebracht wird, dominieren durchgehend die drei Freunde. Ich habe die Erklärungen als ausgewogen, interessant, lehrreich und nicht überzogen empfunden. Die Mischung Geschichte und Gegenwart ist in meinen Augen gut abgestimmt.
Neben den Figuren hat mir die farbenfrohe Landschaftsbeschreibung sehr zugesagt. Immer wieder wird gezeigt, was Katrin sieht, erlebt, bestaunt und was sie berührt. So ist der Leser ständig mitten im Geschehen.
Die Figuren selbst erfahren im Laufe der Geschichte eine Entwicklung die nachvollziehbar und glaubhaft wirkt, ohne konstruiert und gezwungen zu erscheinen.
Mir liegt der Schreibstil der Autorin, die Seiten sind nur so geflogen und haben mein Fernweh nach Irland angeheizt. Von mir gibt es daher eine uneingeschränkte Leseempfehlung.

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