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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 08.07.2025

Gemütlich fließender Soft-Krimi mit sympathischem Ermittler-Quartett

Inspector Pescadores und der Tote im Pool
4

Dieser gemütlich fließende Soft-Krimi besticht durch seine Figuren. Alle vier sind mir sympathisch und wirken alltagstauglich. Natürlich hat jeder von ihnen sein Geheimnis, das bisher noch nicht ganz gelüftet ...

Dieser gemütlich fließende Soft-Krimi besticht durch seine Figuren. Alle vier sind mir sympathisch und wirken alltagstauglich. Natürlich hat jeder von ihnen sein Geheimnis, das bisher noch nicht ganz gelüftet wurde. Das passt aber für mich, da ja weiter Bände angekündigt sind.
Auch wenn er kein Kriminalbeamter mehr ist, so hat Markus Fischer in „Inspector Pescadores und der Tote im Pool“ seine lange antrainierten Fähigkeiten noch intus. Hilfreich für ihre private Ermittlung, hinderlich, da er vor seinen Freunden seinen früheren Job verbergen möchte. Noch haben sie keinen Verdacht, oder doch jemand? Hat vielleicht noch jemand aus der Gruppe bei seiner Vergangenheit etwas zurückgehalten?
Daniel Verano schreibt in einem leichten Stil. Das Lesen macht Spaß und lässt die Insel vor dem geistigen Auge auftauchen. Der Fall ist logisch aufgebaut, die Ermittlungen fühlen sich nicht gekünstelt an. Einzig waren mir, die ich der spanischen Sprache nicht mächtig bin, etwas zu viele spanische Sätze und Ausdrücke vorhanden. Zugutehalten möchte ich aber, dass diese sofort übersetzt oder erklärt werden.
Ich persönlich hätte mir vielleicht etwas mehr Landschaftsbeschreibung gewünscht, und dafür etwas weniger Gerichte und kochen im Allgemeinen. Aber das ist eben meine Auffassung und wäre zulasten der angenehmen Seitenzahl gegangen. Also grundsätzlich bin ich mit dem Kriminalfall im reinen und kann ihn nur weiterempfehlen.

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Veröffentlicht am 05.07.2025

Zart, behutsam, berührend und mit Tiefgang

Sunbirds
0

Dieser Roman über loslassen, festhalten, suchen, finden, Liebe, Verzweiflung, Hoffnung, Wut, Angst, Trauer und verloren sein, wird von Penelope Slocombe mit Nachdruck erzählt. Einerseits diese zarte und ...

Dieser Roman über loslassen, festhalten, suchen, finden, Liebe, Verzweiflung, Hoffnung, Wut, Angst, Trauer und verloren sein, wird von Penelope Slocombe mit Nachdruck erzählt. Einerseits diese zarte und gefühlvolle Herangehensweise an das Thema und andererseits spürt man die Verzweiflung, das Nichtwahrhaben wollen von Anne.
Schön finde ich, dass es nicht nur den einen Strang über die Suche nach Torran gibt, sondern zeitgleich auch den mit Esther und ihrer Beziehung zu Anne. Hier wird die Entwicklung sehr deutlich und nach und nach aufgezeigt. Beim Strang über Torran eher spontan.
Die Vögel spielen ebenfalls immer wieder eine Rolle, sodass auch der Titel „Sunbirds“ nicht von ungefähr kommt.
Einzig nicht ganz nachvollziehen konnte ich Annes letzte Entscheidung. Gerade an ihrer Stelle hätte ich anders reagiert. Aber so sind alle unterschiedlich.
Grundsätzlich sind für alle Figuren die Enden abgerundet und fühlen sich stimmig an. Ich habe das Buch relativ schnell gelesen. Obwohl es kein leichtes Thema betrifft, fehlt dem Roman die Schwere. Interessanterweise hatte ich eher das Gefühl von Leichtigkeit, aber schon mit emotionaler Tiefe. Eine spannende Kombination.

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Veröffentlicht am 24.06.2025

Liebesgeschichte mit Agentenroman kombiniert, Witz und Emotion runden ab

Never Trust Your Fake Husband
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Mir gefällt diese Kombination sehr gut. In „Never Trust Your Fake Husband“ musste ich immer wieder lachen. Gerade wenn es ums Zwischenmenschliche geht, wird Jake sehr witzig beschrieben. Der gestandene ...

Mir gefällt diese Kombination sehr gut. In „Never Trust Your Fake Husband“ musste ich immer wieder lachen. Gerade wenn es ums Zwischenmenschliche geht, wird Jake sehr witzig beschrieben. Der gestandene Agent beginnt verlegen nach Worte zu suchen und so ähnliches. Herrlich. Aber auch die weibliche Figur bringt ihren trockenen Humor gekonnt ein. Diese Art von Humor zieht sich durch fast den ganzen Roman. Dazu kommt noch die Agentengeschichte, die Grundidee nicht sehr neu, aber mit kreativen Lösungen, damit beide Protagonisten die Sache überleben.
Im Ganzen gesehen, fand ich es manchmal etwas zu viel, zu viel an Schießerei, bei der Menge an Kugeln wird keiner der beiden ernsthaft verletzt? Zu viel an Gegnern. Naja. Aber es dient auf jeden Fall der Unterhaltung.
Beide Hauptfiguren fand ich greifbar. Immer wieder wurden die Perspektiven gewechselt, man konnte auch ihre Gedanken und Überlegungen erfahren. Das macht für mich eine Person glaubwürdig oder eben auch nicht. Hier hat es für mich gepasst. Die Gedanken, Sorgen und Emotionen runden für mich die Geschichte ab.
Ally Carter schreibt in einem flüssigen Stil, ich habe das Buch gerne und rasch gelesen. Von mir gibt es sehr gute vier Punkte, da auch das Cover ein richtiger Blickfang und der Farbschnitt traumhaft ist.

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Veröffentlicht am 21.06.2025

Sehnsuchtsmomente für das Kopfkino

Vorstandssitzung im Paradies
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Warum sage ich Sehnsuchtsmomente für das Kopfkino? Einfach aus dem Grund, weil ich mir beim Lesen immer wieder dachte, dass ich auch dorthin will. So schön, so romantisch aber auch anstrengend, so friedlich ...

Warum sage ich Sehnsuchtsmomente für das Kopfkino? Einfach aus dem Grund, weil ich mir beim Lesen immer wieder dachte, dass ich auch dorthin will. So schön, so romantisch aber auch anstrengend, so friedlich aber auch gefährlich, so ruhig aber auch unruhig, so mitten in der Natur ihr ausgesetzt. Aber wenn ich den Gedanken weiterspinne, bin ich eher dafür, dass er im Kopfkino bleibt und ich nicht wirklich ein Jahr so leben muss ohne zu wissen, ob ich von dort je wieder wegkomme.
Die Geschichte ist ja nicht neu, sie kam in den 70igern schon raus, aber ist mit viel Humor geschrieben. Manches davon kann ich mir zwar nicht vorstellen, dass sich real umsetzen lassen würde. Zum Glück schien auch niemand einen Zahnarzt gebraucht zu haben. Doch Arto Paasilinna hat einen flüssigen Schreibstil, der mich einfach mitgenommen und nicht mehr ausgelassen hat.
Auf meinem Buch ist das Cover mit fünf Menschen, die ein Boot tragen, dabei sieht einer in die andere Richtung. Auch in der Geschichte geht nicht immer alles glatt. Wäre auch fad. „Vorstandssitzung im Paradies“ hat mich abtauchen lassen. Einfach eine witzige Geschichte genießen und ein paar Momente lang die Vorstellung genießen, dass man so wirklich leben könnte. Hat schon seinen Reiz – irgendwie.

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Veröffentlicht am 17.06.2025

Sehr viele Quellenangaben, weder anklagend noch wertend

Die Impf-Illusion
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Das Buch „Die Impf-Illusion; Infektionskrankheiten, Impfungen und die unterdrückten Fakten“ erlaubt Einblicke in ein Thema, das so möglicherweise noch nicht aufgerollt und der Öffentlichkeit zugänglich ...

Das Buch „Die Impf-Illusion; Infektionskrankheiten, Impfungen und die unterdrückten Fakten“ erlaubt Einblicke in ein Thema, das so möglicherweise noch nicht aufgerollt und der Öffentlichkeit zugänglich gemacht wurde.

Die Entwicklung von verschiedenen Impfungen, aber auch die Zeit davor wird sehr gut beschrieben. Somit erhält der Leser auch einen Eindruck davon, wie weit Impfungen tatsächlich wirkungsvoll sind oder sogar schädlich waren und bis in die Gegenwart sind (siehe „Antigene Erbsünde“, etc.).

Obwohl das Buch sehr medizinisch und voller Fakten ist, ist es gut erklärt und kann auch von Medizin- Laien ohne Probleme verstanden werden.

Auf dem Cover ist ein Kleinkind zu sehen, jedoch geht es hier nicht (nur) um Kinder, sondern auch um die Auswirkungen im Erwachsenen- und hohen Alter, sowie Schwangerschaft.

Die Gliederung in insgesamt 17 Kapitel erlaubt einem, auf ein für sich selbst wichtiges Kapitel vorzugreifen. Auch sind neue Themen und Erkrankungen mit Überschriften markiert, so dass man leicht vor- oder zurückspringen kann.

Viele Grafiken - allesamt mit Quellen belegt - visualisieren die Fakten und laden ein, sich noch mehr mit dem Thema zu beschäftigen. Mit 800 Quellen über mehrere Jahrhunderte gestaltet sich das Verzeichnis unglaublich umfassend.

Mir hat das Buch insgesamt sehr gut gefallen. Besonders der kritische Blick, nicht klagend, nicht verschwörerisch, sondern vielmehr als Anregung zum selber Nachdenken hat mir gefallen.
Gerade am Anfang hätte ich zwar nicht so viel geschichtlichen Anteil benötigt. Ich verstehe aber, dass dies für das Buch von großer Bedeutung ist, dennoch kennt man schon viel aus dem Schulunterricht.

Eine Aussage hat Eindruck hinterlassen, nämlich: "Noch heute macht man die nicht geimpften oder nur zum Teil geimpften Personen dafür verantwortlich, wenn es zu Ausbrüchen in der geimpften Bevölkerung kommt. (Seite 330)". Da das Buch vor der Corona Pandemie geschrieben wurde, würde es mich brennend interessieren, was die Autoren, Dr. Suzanne Humphries und Roman Bystrianyk,
zu den letzten Jahren sagen würden.

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