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Veröffentlicht am 21.01.2026

Interessantes Magiesystem mit vorhersehbarem Plot 🧪

House of Blight
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Edira ist eine Threadmenderin.
Unter Einsatz ihrer eigenen Lebensenergie kann sie wie eine der drei Moiren (Beeinflussung der Lebensfasern) fast jede Krankheit heilen.
Bis auf die mysteriöse, faulige Seuche, ...

Edira ist eine Threadmenderin.
Unter Einsatz ihrer eigenen Lebensenergie kann sie wie eine der drei Moiren (Beeinflussung der Lebensfasern) fast jede Krankheit heilen.
Bis auf die mysteriöse, faulige Seuche, die ihre Heimatstadt Willowfell und ganz Glaes seit vielen Jahren heimsucht (diese kann man sich ein bisschen wie bei „The Last of Us“ vorstellen 🤢).
Auch Ediras Eltern sind der Seuche zum Opfer gefallen und nun haben sich auch noch ihre beiden Brüder infiziert!

Das Magiesystem hat mir wirklich gut gefallen und das verwunschene Anwesen mit seiner düsteren Atmosphäre war eine tolle Kulisse. Willowfell wirkte wie ein kleines Städtchen aus dem viktorianischen Zeitalter.
Es war jedoch kein Buch, dass mich von Seite 1 an so stark gefesselt hat, dass ich nicht aufhören konnte zu lesen.
Der Plot war für mich insgesamt relativ vorhersehbar und kam auch erst am Ende so richtig in Fahrt.

Positiv hervorheben möchte ich allerdings, dass es der Autorin wunderbar gelungen ist, queere Liebe in dieser Geschichte ganz selbstverständlich einzuweben.
Besonders süß war Ywena - eine kleine Motte und die Gefährtin von Edira. Und ein kleiner, goldener Käfer hat ebenfalls eine ganz besondere Rolle 🪲

Dass körperliche Gewalt an mehreren Stellen verharmlost wurde und als legitime Reaktion auf Provokation, Frustration oder Wut dargestellt wurde, war für mich leider ein echter Dämpfer.
Bei den fayeähnlichen „Evers“ kann ich es mir noch durch ihre wilden, ungezügelten Züge erklären, die ihrem natürlichen Wesen entsprechen.
Bei der Hauptprotagonistin hat mich dies leider sehr gestört.

Wer im Bezug auf ekelige Beschreibungen zart besaitet ist, für den ist dieses Buch vermutlich nicht das Richtige.

Es sind zum Ende hin noch einige Fragen offen geblieben, die hoffentlich ab dem 19.01.2027 in Band 2 „Manor of Decay“ beantwortet werden 👀

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Veröffentlicht am 16.01.2026

Was ein wilder (Wellen-) Ritt! 🌊

Metal Slinger – Dunkle Verheißung
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Metal Slinger war ein Buch, bei dem ich mehrfach zurückgeblättert habe.
„Wie war das noch mal?“
„Was hat die Person in der Situation nochmal genau gesagt?“
Nicht unbedingt, weil ich es nicht verstanden ...

Metal Slinger war ein Buch, bei dem ich mehrfach zurückgeblättert habe.
„Wie war das noch mal?“
„Was hat die Person in der Situation nochmal genau gesagt?“
Nicht unbedingt, weil ich es nicht verstanden habe, sondern weil ich dauerhaft das Gefühl hatte, dass jedes noch so kleine Detail entscheidend sein könnte 🔍

Wer die klassischen, aktuell beliebtesten Romantasy-Tropes sucht, kann hier sehr viele Häkchen setzen - sie kommen fast alle vor ✔️🤭

Das Worldbuilding ist nicht überladen, besitzt dennoch ein paar außergewöhnliche Elemente.
Das Volk der Alaha lebt bspw. in einem Baum-Hain auf dem offenen Meer, wobei ihre 🛖 mit Hängebrücken und Plateaus verbunden sind.
Liebe @rachelschneiderauthor können wir im nächsten Band bitte bitte eine Weltkarte bekommen? 🥺🌎

Zu Acker als MMC habe ich eine sehr gespaltene Meinung. Einerseits handelt er an einigen Stellen ziemlich übergriffig und egoistisch, andererseits haut er dann solche Sprüche raus:

„Sobald wir im Palast sind schlafe ich, wo immer du willst. Ob auf dem Boden, im Dreck oder in deinem Bett, ich werde da sein, wenn du mich willst.“ (S. 301) 🥵

Insgesamt hat mich das Buch sehr gut unterhalten, auch wenn ich mir nicht so ganz sicher bin, ob sich viele Zusammenhänge erst in den späteren Bänden offenbaren, oder ob es einige Logik-Lücken enthält.

Ich höre oft, dass die Ich-Perspektive in Büchern bevorzugt wird. Mir persönlich ist das meistens nicht so wichtig. Bei diesem Buch bin ich aber absolut überzeugt davon, dass es in der Erzähl-Perspektive stärker gewirkt hätte.

Den Plott-Twist habe ich so nicht kommen sehen und stehe ihm mit gemischten Gefühlen gegenüber.
Ich könnte mir vorstellen, dass ein Re-Read bei diesem Buch auch ganz spannend sein könnte…

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Veröffentlicht am 14.01.2026

Eine romantisch-winterliche Schnitzeljagd mit geheimnisvollen Briefen 💌

Mistletoe Letters
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Olivia ist eine wahnsinnig sympathische Protagonistin. Sie ist tierlieb, witzig, tollpatschig, vegan und seid sie ein Teenager ist unsterblich in Yash verliebt. Blöd nur, dass es sich dabei um den Freund ...

Olivia ist eine wahnsinnig sympathische Protagonistin. Sie ist tierlieb, witzig, tollpatschig, vegan und seid sie ein Teenager ist unsterblich in Yash verliebt. Blöd nur, dass es sich dabei um den Freund ihrer Schwester handelt 🤭

Freunde, ich sag euch ehrlich, als ich diese Prämisse gelesen habe war ich unsicher, ob ich darüber lesen möchte. Denn eine Geschichte wo der Freund der Schwester ausgespannte wird - darauf hatte ich gar keine Lust. Aber lasst euch gesagt sein:
Am Ende seid ihr auch moralisch gesehen fine mit der Story - das verspreche ich euch! 🤞🏻

Die englische Smalltown „Granbury“ und ihre Einwohner habe ich sofort ins Herz geschlossen. Lea (und Jonas) haben es einfach drauf, Orte zu erschaffen, die sich absolut echt anfühlen und in die man am liebsten direkt ziehen würde 💕

Auch der Hund „Pudding“ 🐕 und das Olivias Auto „Roast Beef“ sind eine tolle Ergänzung zu dieser herzerwärmenden Geschichte 🚗

Huch! Am Ende wurde es dann auf einmal ziemlich derbe spicy. Das hat mich irgendwie ziemlich überrascht, weil die Geschichte bis dahin recht cute und unschuldig war. Für mich hat es nicht ganz so gut zum Rest gepasst.

Da das Buch über 24 Kapitel verfügt, ließ es sich wunderbar als Adventskalender lesen. Kleine Empfehlung für 2026 😉

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Veröffentlicht am 08.01.2026

Puh, hier musste mich wirklich durchbeißen…😓

Royal Heist
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Der Klappentext versprach einen Raubüberfall bei den englischen Royals, kombiniert mit einer Liebesgeschichte. Irgendwie hatte ich mir dabei mehr „Oceans Eleven“- Feeling erhofft.

Die Crew rund um die ...

Der Klappentext versprach einen Raubüberfall bei den englischen Royals, kombiniert mit einer Liebesgeschichte. Irgendwie hatte ich mir dabei mehr „Oceans Eleven“- Feeling erhofft.

Die Crew rund um die Geschwister Linus und Darcy ist eine berühmte Trickbetrügerbande mit dem Namen „The Robbin‘ Hood“.
Sie haben bereits „spektakuläre“ Raubzügen begangen, bei denen sie Personen, denen Unrecht getan wurde, durch ihre Raubüberfälle zu Gerechtigkeit verhalfen. Am Anfang bekommt man hierzu einen kleinen Einblick, aber je weiter man liest, umso mehr Raum nimmt die Liebesgeschichte ein.

Neben den Geschwistern sind auch Hawk, Lorelai und Theo Teil der Gruppe.
Darcy und besonders Linus drängen sich jedoch derart in den Vordergrund, sodass die anderen eigentlich mehr „Beiwerk“ sind, als dass sie eine tragende Rolle haben.
Zu Beginn heißt es, dass alles gemeinsam geplant wird und jedes Mitglied ein Veto-Recht hat, wenn jemandem ein Coup „zu heiß“ wird.
Im Laufe des Buches gibt es mehrere (!) Situationen, in dem nicht nach diesem Prinzip gehandelt wird 🫤

Es fühlte sich zudem nicht „rund“ an, dass die Truppe ein derart krasses Budget für Equipment, Flüge, Fake-Wohnungen, teure Kleidung und Technik zur Verfügung hat, wenn sie ihre Raubüberfälle normalerweise uneigennützig durchführen 🤷🏻‍♀️

Besonders schwer gemacht haben es mir auch die vielen unsympathischen Charaktere. Ich habe wenig Freude daran, Zeit mit einem Buch zu verbringen, bei dem ich ständig über egozentrische Charaktere lese.

Wer eine royale Romance-Story sucht, bei der es hauptsächlich darum geht, dass die Protagonistin Gefühle für den „falschen Royal“ (zumindest im Hinblick auf den Raubüberfall) entwickelt, wird sich hier vielleicht trotzdem gut unterhalten fühlen.

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Veröffentlicht am 08.01.2026

Super cute Cozy-Romance-Story bei der mich das Ende leider nicht ganz überzeugen konnte.

Cat People
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In „Cat People“ geht es um Mia und Alfie, die plötzlich am Silvesterabend beide zusammen auf die zwei Katzen Specki und Möhrchen aufpassen sollen 🐈‍⬛🐈
Der Vor- und Nachsatz ist mit einer zuckersüßen Kurzvorstellung ...

In „Cat People“ geht es um Mia und Alfie, die plötzlich am Silvesterabend beide zusammen auf die zwei Katzen Specki und Möhrchen aufpassen sollen 🐈‍⬛🐈
Der Vor- und Nachsatz ist mit einer zuckersüßen Kurzvorstellung der beiden Fellnasen gestaltet! 😍

So verbringen sie mit Punsch und Raclette gemütlich Zeit miteinander, versuchen herauszufinden, wer der/die bessere Katzensitter*in ist und um Mitternacht sprühen über den Dächern der Stadt Funken - nicht nur beim Feuerwerk! 💖

Lea Melcher ist es in dieser Graphic Novel durch ihren einzigartigen Zeichenstil gelungen, eine ausdrucksstarke und herzerwärmende Geschichte zu erzählen, die ohne viele Worte auskommt.

Es ist besonders beeindruckend, mit welcher Hingabe und Liebe zum Detail Lea Melcher die einzelnen Szenen erschaffen hat. Alfis linke Socke hat zum Beispiel ein Loch am großen Zeh 🧦🤭

Das Ende hat mir persönlich leider nicht so gut gefallen, weil es zum Teil offen geblieben ist und meiner Meinung nach eine Handlung romantisiert, die ich nicht gutheißen kann.

Das Büchlein eignet sich aus meiner Sicht perfekt als kleine Geschenkbeigabe, wenn man einer (Tier-)lieben Person eine kleine Freude bereiten möchte 💝

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