Profilbild von DetlefKnut

DetlefKnut

Lesejury Star
offline

DetlefKnut ist Mitglied der Lesejury

Melde dich in der Lesejury an, um dich mit DetlefKnut über deine Lieblingsbücher auszutauschen.

Anmelden

Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 04.07.2025

in Familiendrama in einer ruhigen Landschaft

Das Nest
0

Dies ist ein Kriminalroman der sehr leisen Töne, den der bielefelder Pendragon-Verlag gerade hat übersetzen lassen und herausgebracht hat.

Fran lebt mit ihrer kleinen Familie im Marschland Englands. Sie ...

Dies ist ein Kriminalroman der sehr leisen Töne, den der bielefelder Pendragon-Verlag gerade hat übersetzen lassen und herausgebracht hat.

Fran lebt mit ihrer kleinen Familie im Marschland Englands. Sie betreibt dort einen Campingplatz. Die nächste Stadt ist ein ödes Provinznest. Das tägliche Jahraus und Jahrein – Essen kochen, Kinder umsorgen, Haushalt machen, Campinggäste betreuen etc. – hat Fran mittlerweile zermürbt. Sie ist dieses Lebens so überdrüssig. Hinzu kommen Probleme der Kinder in der Schule. Fran hat sich schon lange zurückgezogemn in ihre Welt der Vögel. Sie beobachtet die Vögel im Marschland.

Dann lassen sich nahe des Camplingplatzes ein ganzer Tross Reisender oder Roma nieder. Diese beobachten die Gäste auf dem Campingplatz, aber auch Fran und ihr Mann behalten die neuen „Nachbarn“ im Auge.

Doch dann fällt die trostlose Welt, in der Fran sich zu leben wähnte, plötzlich auseinander. Die Lehrerin von Bruno, Frans Sohn, ist plötzlich verschwunden. Ab jetzt werden Gerüchte und Anschludigungen verbreitet, als würde kein Stein mehr auf dem anderen bleiben. Und zwischen alldem werden Geheimnisse enthüllt, die eigentlich tief verborgen waren und besser dort hätten bleiben sollen. Fran würde ihnen am liebsten entfliehen.

Die Dramarturgie dieses Kriminalromans »Das Nest«, der sich ganz langsam zu einem Familiendrama entwickelt. ist unspektakulär. Mir war er teils zu langsam, zu langatmig. Leser, die gerne einen Pageturner wälzen, werden diesen Roman schnell aus der Hand legen, denn bis man aus der Geschichte heraus weiß, worum es geht, sind schon etliche Seiten umgeschlagen.

Die Geschichte von »Das Nest« wird von Beginn an aus zwei Perspektiven erzählt. Abwechseln aus der Sicht der Roma und aus der Sicht von Fran. Als Leser erfährt man also von dem stetigen Belauern der Campingplatzbetreiber und der neuen „Nachbarn“. Doch erst, als die Lehrerin verschwindet, wird dieses Belauern für die Leser enorm wichtig. Denn nun möchte man wissen wie es weiter fegt und was hinter dem Verschwinden der Lehrerin steckt.

Zusammengefasst kann ich sagen, dass »Das Nest« ein Roman ist, der in einer ruhigen Atmosphäre und in einer beeindruckenden Landschaft, die einer Einöde gleicht, auf ein Familiendrama zusteuert, dessen Geheimniss man so nicht erwartet hätte.

© Detlef Knut, Düsseldorf 2025

  • Einzelne Kategorien
  • Cover
Veröffentlicht am 02.07.2025

Der Kampf um das Erbe

Ein verhängnisvolles Testament
0

Dieser neue Roman von Iny Lorentz ist ein Soloroman und gehört somit nicht zu einer Reihe von Büchern dieses Schriftstellerpaares.

Das Erbe derer von Thannberg ist bedroht. Ein Ahne hatte dem Kurfürsten ...

Dieser neue Roman von Iny Lorentz ist ein Soloroman und gehört somit nicht zu einer Reihe von Büchern dieses Schriftstellerpaares.

Das Erbe derer von Thannberg ist bedroht. Ein Ahne hatte dem Kurfürsten vor langer Zeit seinen Besitz vertraglich zugesichert, dass er an das Kurfürstentum von Trier fällt für den Fall, dass die Linie der Thannbergs auf männlicher Seite ausstirbt. Nun tritt dieser Umstand ein. Leopold hat nur eine Tochter, seine Frau Elisabeth ist zwar schwanger, aber ob sie einen Jungfen gebären wird, steht in den Sternen.

Die Geier aus Trier, die sich den Besitz der Thannbergs unter den Nagel reißen wollen, beginnen zu kreisen. Nach dem Tod Leopolds nisten sie sich auf Thannberg ein und bestehen sogar darauf, bei der Entbiundung dabeizusein, denn sie befürchten, dass die Thannbergs ihnen vielleicht einen Buben unterschieben wollen, um nicht ihren Landbesitz zu verlieren. Sie schrecken auch nicht von Mordanschlägen zurück, um die Geburt zu verhindern.

Doch die Frauen um Elisbeth und ihre Tochter, allen voran Anna von Rabenweiler, suchen fieberhaft, den Verlust des Besitzes zu verhindern. Sie wälzen Urkunden und Dokumente auch in Klöstern, um nach einem männlichen Erben zu suchen. Und es gelingt ihnen zum Teil. Doch ihre Gegner versuchen weiterhin mit Gewalt und Hinterlist, das Land an sich zu reißen.

Erneut gelingt es dem Schriftstellerehepaar, den Leser nahtlos in die Geschichte gleiten zu lassen und ein sofortiges Eintauchen in die Handlung zu ermöglichen. Durch die von ihnen gewohnt erzeugte Atmosphäre wird die Vergangenheit lebendig. Die detaillierten Charakterbeschreibungen lassen uns scheinbar sofort erkennen, wer gut und wer böse ist. Dennoch warten noch viele Überraschungen im Verlauf der Handlung.

Trotz der bereits spannenden Kriminalhandlung wird die Spannung vor allem durch die kürzeren Kapitel gesteigert. Der Roman ist in mehrere Teile unterteilt, wobei jeder Teil aus zehn bis zwanzig Kapiteln besteht, die nur ein bis fünf Seiten lang sind. Das resultierte in einem raschen Lesefluss. Die Handlung und ihre Spannung zogen mich mit.

In ihrem Werk über die Güter entlang von Rhein und Mosel entfalten Iny Lorenz ein fesselndes Intrigenspiel. Die Geschichte ist geprägt von gut ausgearbeiteten Charakteren und einem aufregenden Plot, der die Leser mit unzähligen Details in die Vergangenheit entführt. Auch wenn die Unterscheidung zwischen Gut und Böse recht klar ist, erwarten die Leser dennoch einige überraschende Wendungen, wenn sich manche Figuren als Wölfe im Schafspelz entpuppen.

Ich empfehle den historischen Roman Ein verhängnisvolles Testament als fesselnden Soloband, der die Leser mit spannender Unterhaltung begeistert. Er eignet sich hervorragend als unterhaltsame Lektüre zum Jahresende unter dem Weihnachtsbaum.

© Detlef Knut, Düsseldorf 2025

Veröffentlicht am 21.06.2025

dem Schlächter von Riga auf der Spur

Die Akte ODESSA
0

In Anbetracht dessen, dass dieses Jahr nach über fünfzig Jahren die Fortsetzung von »Die Akte ODESSA« erscheinen wird, habe ich mir nochmal den ursprünglichen Roman in der deutschen Übersetzung angeschaut, ...

In Anbetracht dessen, dass dieses Jahr nach über fünfzig Jahren die Fortsetzung von »Die Akte ODESSA« erscheinen wird, habe ich mir nochmal den ursprünglichen Roman in der deutschen Übersetzung angeschaut, der einst 1987 und dann 2013 erschienen war. Dieser Roman ist weniger ein Spionageroman, denn der Protagonist versteht nicht ganz, was es heißt, undervover in einer Verbrecherorganisation zuz arbeiten, als vielmehr ein Roman zur Aufarbeitung der Greueltaten der der SS-Nazi-Verbrecher im zweiten Weltkrieg.

Erschreckend an diesem Roman ist vor allem die Brisanz und die Aktualöität in der heutigen Zeit. Ich freue mich schon auf das Erscheinen von „Revenge of ODESSA„, welches der britische Thrillerautor Tony Kent zusammen mit dem Altmeister Frederick Forsyth geschrieben hat.

Fast wäre der Selbstmord von Salomon Tauber, einem älteren Juden, unbemerkt geblieben, wenn der Zufall nicht Peter Miller, einem jungen Reporter der Hamburger Illustrierten, ein vergilbtes Tagebuch überreicht hätte.

Indem er die detaillierten Aufzeichnungen liest, hegt er den grauenvollen Verdacht, dass der ehemalige Lagerkommandant Eduard Roschmann, der 80.000 Juden auf dem Gewissen hat, möglicherweise noch am Leben ist. Die Verfolgung von Roschmann wird zu einem lebensgefährlichen Abenteuer. Miller ist jedoch offensichtlich nicht allein auf der Jagd. Der israelische MOSSAD unterstützt ihn, indem sie ihn in eine immer noch aktive Nazi-Organisation einschleusen wollen. Letztendlich wird Miller in die Machenschaften der mächtigen Geheimorganisation ODESSA verwickelt, einer Organisation Der Ehemaligen SS–Angehörigen. Unter ihrem Befehl und Schutz entwickelt Roschmann ein Fernsteuersystem für Raketen, die letztendlich Israel zerstören sollen.

Aber wer verbirgt sich hinter den Decknamen Vulkan und Werwolf? Wie wird ODESSA finanziert? Was enthält die ominöse schwarze Akte? Ein spannender Wettlauf beginnt …

Wer steckt hinter den Aliasnamen Vulkan und Werwolf? Wie erfolgt die Finanzierung von ODESSA? Welche Informationen sind in der geheimnisvollen schwarzen Akte enthalten? Es beginnt ein fesselnder Wettlauf gegen die Zeit und Miller hätte vielleicht auf seinen Sportwagen verzichten sollen …

Zu Beginn des Romans hielt ich die politischen Beschreibungen für zu ausführlich, aber später erkannte ich ihre Bedeutung als wichtiges Hintergrundwissen, um die Handlungen einiger Personen zu verstehen. Das Geschehen lässt sich besser im Kontext der Naziherrschaft, Judenverfolgung und der aktuellen Konflikte im Nahen Osten einordnen. Es wird verständlich, warum der Protagonist Unterstützung vom israelischen Geheimdienst erhält. Zudem wird deutlich, dass die Bundesrepublik Deutschland kein Interesse hatte, die Verbrecher zu verurteilen und sie weiter im Beamtenapparat zu belassen.

Auch wenn der Protagonist, ein Jouranlist, der erst im Verlauf seiner Recherchen Erstaunliches über die Naziherrschaft erfährt, manchmal etwas naiv wirkt, wird man als Leser am Ende doch so manche Überraschung erleben. Die Zeit, in der der Roman spielt, tritt natürlich deutlich hervor, was aber kein Wunder ist, denn der Roman entstand zu dieser Zeit.

Um euch beim Einordnen zu helfen, möchte ich zuerst auf einige bekannte Werke dieses britischen Autors hinweisen. Einer seiner berühmtesten Thriller ist Der Schakal, der bereits mehrmals verfilmt wurde. Die Hauptrollen wurden in einer erfolgreichen Verfilmung von dem britischen Schauspieler Edward Fox gespielt, während Bruce Willis in einem späteren Remake die Hauptrolle übernahm.

Fast genauso berühmt und erfolgreich wie die Verfilmung mit Jon Voight in der Hauptrolle ist der Thriller Die Akte Odessa.

© Detlef Knut, Düsseldorf 2025

Veröffentlicht am 31.05.2025

Was geschah mit den drei Freundinnen?

Der Kuckuck
0

Erneut entführt uns Gina Mayer mit diesem Roman in vergangene Zeiten. Dabei deckt sie dieses Mal eine enorme Zeitspanne ab, die in den 1920er Jahren beginnt uns bis in die 1990er Jahre reicht.

Davon mal ...

Erneut entführt uns Gina Mayer mit diesem Roman in vergangene Zeiten. Dabei deckt sie dieses Mal eine enorme Zeitspanne ab, die in den 1920er Jahren beginnt uns bis in die 1990er Jahre reicht.

Davon mal abgesehen, dass der Roman mit einem Handlungsstrang in 1994 beginnt, geht es um drei Freundinnen, die im Jahre 1919 gemeinsam in die Schule gehen. Während Babette vom Maurerhof und Rosl sich schon länger kennen, kommt Evelin nun in die Klasse.

Evelin stammt aus einem reichen Hause und ist die Tochter vom Gruberhof. Evelin ist Besseres gewohnt und zeigt immer wieder eine herablassende Arroganz. Doch die beiden anderen Mädchen genießen eine Freiheit, die sie im reichen Hause nie erlangen würde. Babette und Rosl nehmen sie dennoch gerne in ihrer Gemeinschaft auf. Schließlich bekommen ihre Puppen dank Evelin neue Kleider aus hochwertigen Stoffen.

Rosl steht in diesem Dreiergespann scheinbar auf der untersten Stufe, nicht zuletzt wegen ihrer Mutter, die als Trinkerin im Dorf verschrien ist. Rosl leidet unter dem Ansehen ihrer Familie.

Rosl bewundert heimlich Evelins Eleganz und Anmut, während Babette mit ihrer fröhlichen Art das Trio zusammenhält. Die Mädchen erleben gemeinsam kleine Abenteuer und schmieden Pläne für die Zukunft. Trotz ihrer Unterschiede verbindet sie eine tiefe Freundschaft und Verbundenheit. Ihre Kindheit auf dem Land prägt sie und hinterlässt unvergessliche Erinnerungen.

Gina Mayer erzählt mit viel Liebe zum Detail und schönen Bildern die Geschichte dieser drei Freundinnen, die bald jede ihren eigenen Weg ins Erwachsenenleben geht.

Die Spannung in »Der Kuckuck« wird durch das Auftauchen von Findelkindern in den verschiedenen Zeitepochen generiert. 1994 lernen wir Ella kennen, die in einer Medien-Agentur arbeitet und gerade feststellt, dass sie ein Kind unter dem Herzen trägt. Während sie mit ihrem Freund Pläne über die ZUkunft schmiedet, erfährt sie von Ihrer Mutter im Alter von knapp dreißig Jahren, dass die geliebten Eltern nicht ihre leiblichen Eltern sind. Sie fühlt sich belogen und beginnt, nach ihren leiblichen Eltern zu suchen und den Grund herauszufinden, warum sie als Säugling vor einer Wohnungstür abgelegt wurde.

In den 1930er Jahren gebährt Babette ihr erstes KInd. Sie ist verheiratet, von ihren Freundinnen Rosl und Evelin hat sie lange nichts mehr gehört. Hin und wieder hatten sie sich Briefe geschrieben. Da liegt an ihrer Haustür ein Säugling in einer Decke, mit einem Zettel, auf dem steht, dass er Kaspar heißt. Kaspar ist nur drei Monate jünger als Anna, doch Babette kümmert sich auch um Kaspar wie um ihr eigenes Kind.

Die Frage, was es mit den beiden Findelkindern in den unterschiedlichen Zeitepochen auf sich hat, ist der Kleister, der die Leser an der Geschichte fesselt. Das Leben der drei Freundinnen läuft so unterschiedlich, dass alles Mögliche denkbar ist. Und obwohl es so viel Unausgesprochenes in den Familien gibt, schafft Gina Mayer ein wunderbar zufriedenstellendes Ende.

Auch wenn nicht alle Romanfiguren in »Der Kuckuck« vom Schicksal der anderen Figuren erfahren, so wissen zumindest die Leser, wie es allen ergangen ist. Ein wunderbarer Roman mit spannenden und interessanten Lebensgeschichten, die einen in den Bann ziehen und auch nach dem Ende zum Nachdenken anregen.

© Detlef Knut, Düsseldorf 2025

Veröffentlicht am 21.05.2025

Einen Mord vertuschen und dann so viele Tote

Dunkelste Nacht
0

Mit dem Thriller mit seinen 770 Seiten hat mich Karen Rose wieder nach New Orleans geführt, eine Stadt, die ich nur zu gut aus den Robicheaux-Romanen von James Lee Burke kenne. Es war ein bisschen wie ...

Mit dem Thriller mit seinen 770 Seiten hat mich Karen Rose wieder nach New Orleans geführt, eine Stadt, die ich nur zu gut aus den Robicheaux-Romanen von James Lee Burke kenne. Es war ein bisschen wie Nach-Hause-Kommen. Alleine schon die französisch angehauchten Nachnamen der Figuren und dann natürlich die Orts-, Bayou- und Straßennamen kommen einem sehr bekannt vor. Das hat mich von der ersten Seite an sofort eingenommen.

Der Roman spielt zwar in der Gegenwart, führt aber seine Spuren zurück zum Hurikan Katrina. Es wird ein Ex-Polizist des New Orleans Police Departments getötet. Die Polizei will dieseine Leiche als Selbstmord „zu den Akten“ legen. Doch sein Sohn, der als Starkoch ein erfolgreiehes Restaurant führt, bekommt einen Tipp und wird darin bestätigt, dass sein Vater keinen Selbstmord gemacht hatte. Er sucht sich Hilfe bei der Suche nach dem Mörder seines Vaters.

Diese Hilfe bekommt er von dem ehemaligen Partner des Vaters beim NOPD. Der ehemalige Marine Burke Broussard hat inzwischen selbst die Polizei verlassen und eine Privatdetektei eröffnet. In seinem TEam hat er langjährige Freunde verein, die allesamt Spezialisten auf den verschiedensten Gebieten sind, um ausreichend umfassende Ermittlungen anstellen zu können.

Kaum hat die Detektei die Ermittlungen aufgenommen, wird der Koch zur Zielscheibe von wem auch immer. Parallel gerät auch ein junger farbiger Mann von 22 Jahren im weit entfernten Houston in das Ziel von KIllern. Er hatte zu Zeiten des Hurrikans auf dem Dach sitzend die Ermordung einer jungen Frau im Nachbarhaus beobachtet.

Doch welche Beziehung hatte der Junge zu dem Vater des Kochs, der in New Orleans ermordet worden war?

Die Tatsache, dass Karen Rose fesselnde Thriller in ihrer Thriller-Reihe nun auch aus New Orleans schreibt, ist einfach klasse. Sie baut nicht nur auf einen Handlungsstrang als Herzstück der Spannung, sondern webt die Spannung geschickt in mehrere separaten Handlungsstränge ein. Die Figuren, die man bei dieser Autorin erwarten kann, berühren mich stets aufs Neue und lassen mich in ihre Geschichten eintauchen. In ihrer Thriller-Reihe hat sie eine Vielzahl von liebenswerten und sympathischen Figuren geschaffen, die mit großer Brutalität konfrontiert werden und in Extremsituationen geraten.

Das Team rund um die Privatdetektei von Ex-Cop Burke Broussard zeichnet sich durch eine starke menschliche Komponente aus und verfügt über umfangreiche personelle und technische Ressourcen. Zudem pflegt es enge Beziehungen zu einigen Polizisten. Leser werden außerdem Zeugen der aufkeimenden Liebe zwischen der ermittelnden Privatdetektivin und dem kriminaltechnisch unerfahrenen Starkoch des Le Petit Cheaux.

Karen Rose hat mit dem Thriller »Dunkelste Nacht« wirklich Spannung pur erschaffen. Das Buch vereint ein faszinierendes Figurenensemble, das einen bis zum Schluss gefesselt hält. Erst gegen Ende kann man entspannt zurücklehnen, wenn alle offenen Fragen aufgelöst werden und man erfährt, wie es mit den Charakteren aus Dunkelste Nacht weitergeht. Eine absolute Empfehlung für alle Leserinnen und Leser!

© Detlef Knut, Düsseldorf 2025

  • Einzelne Kategorien
  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere