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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 16.11.2024

Spannend auf mehreren Schauplätzen

Eiskalt ist die Zärtlichkeit
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Dies ist der erste Band der sechsteiligen Chicago-Reihe dieser brillanten Thrillerautorin.

Der Ehemann von Grace Winters ist Polizist in einem kleinen Ort in North Carolina. Aber ihr Ehemann Robb ist ...

Dies ist der erste Band der sechsteiligen Chicago-Reihe dieser brillanten Thrillerautorin.

Der Ehemann von Grace Winters ist Polizist in einem kleinen Ort in North Carolina. Aber ihr Ehemann Robb ist auch ein unberechenbarer Psychopath. Keiner seiner Kollegen ahnt davon. Schließlich spielt Grace Winters die glückliche Ehefrau, die ihm sogar den Sohn Klein Rob gebärt. Doch nachdem er sie eine Treppe hinuntergestürzt hat und sie gerade noch dem Tode entkommen war, denkt sie an nichts anderes als ihm zu entkommen und den kleinen Rob vor seinem Vater zu schützen.

Schließlich setzt die junge Frau alles auf eine Karte: Sie täuscht ihren eigenen Tod vor, um endlich frei zu sein. Und der Plan geht dank der Hilfe von Krankenschwestern und einem Frauenhaus weit entfernt zunächst auch auf. Nach sieben Jahren stößt sie sogar auf eine große Liebe, die für sie unvorstellbar gewesen war, weil sie nie mehr einen Mann in ihre Nähe kommen lassen wollte.

Doch während Grace sich in ihrem neuen Leben einrichtet und sich schließlich sogar dieser neuen Liebe zu öffnen wagt, hat Robb Winters ihre Spur aufgenommen. Er will sich zurückholen, was ihm gehört!

Da ist zunächst die Jagd des Ehemanns und Psychopaten Robb Winters nach seiner Frau. Schnell wird klar, dass er so versessen auf seine geflohene Frau ist, dass er dabei über Leichen geht.

Der Polizist Robb Winters kam seiner Frau zunächst durch Zufall auf die Spur. Aber dieser Zufall ist auch der Grund, warum die Polizei erneut Ermittlungen zum Verschwinden von Grace Winters aufnimmt. Dabei holt sich die örtliche Polizeichefin Hilfe vom FBI, um keine ermittlungstechnischen Fehler zu begehen, weil sie vielleicht gegen einen ihrer Mitarbeiter vorgehen muss, der plötzlich ebenfalls verschwunden zu sein scheint. In diesem Strang jagt die Polizei also ihrem Mitarbeiter hinterher.

Parallel zu dem Ganzen erfahren die Leser von der erblühenden Liebe der „neuen“ Grace Winters, von ihrem sehr erwachsen scheinenden Sohn Rob, der seine Mutter beschützen will. Beide ahnen aber nicht, dass Robs Vater ihnen dicht auf den Fersen ist.

Karen Rose hat in diesem Thriller also bestens und in höchster Spannung einen Thriller mit einem Liebesroman verbunden. Erst am Ende kann man sich beruhigt zurücklehnen, wenn auf alles Schauplätzen die noch offenen Fragen geschlossen werden und man erfährt, wie es mit den einzelnen Figuren des Geschehens weitergehen wird. Also gerne eine höchste Empfehlung!

© Detlef Knut, Düsseldorf 2024

Veröffentlicht am 08.11.2024

wohldosierter Mix aus spanischem Flair und spannenden Ermittlungen in einem heiklen Thema

Roter Sommer
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Dies ist mein erster Roman von Berna González Harbour. Er wurde 2023 in Spanien verfilmt. Es macht immer wieder Spaß, neue Autorinnen zu entdecken. Vor allem, wenn man nach den ersten Seiten schon spürt, ...

Dies ist mein erster Roman von Berna González Harbour. Er wurde 2023 in Spanien verfilmt. Es macht immer wieder Spaß, neue Autorinnen zu entdecken. Vor allem, wenn man nach den ersten Seiten schon spürt, dass sie etwas vom Handwerk verstehen.

Es ist ein heißer Sommer in Madrid. Die Fußballnationalmannschaft kämpft um den Titel. Ganz Madrid läuft in roten Trikots durch die Straßen. Da wird mehr zufällig eine Leiche im See eines Parks gefunden. Eigentlich war der junge Mann beschwert und sollte gar nicht an die Oberfläche kommen, doch das ging wohl schief.

Comisaria María Ruiz wird mit ihren Leuten trotz Fußball zum Tatort gerufen. Die etwas ­eigenwillige Comisaria hat bislang jeden ihrer Fälle gelöst und ist bekannt dafür, mit allen Regeln zu brechen. Doch noch muss es gar nicht dazu kommen, da taucht eine zweite Leiche in einem anderen Ort auf. Ebenfalls ein sehr junger Mann. Doch können die beiden Toten und deren Tod etwas miteinander zu tun haben? Ein Tattoo, welches beiden Jungs tragen und vom Tattookünstler auf den Namen Roter Sommer getauft wurde, stellt einen Zusammenhang her.

Dieses rätselhafte Tattoo des Toten führt sie zu einer katholischen Schule, hinter deren Türen sie düstere Geheimnisse wittert. Kaum haben die Ermittlungen begonnen, wird eine zweite Leiche gefunden. Ein Wettlauf gegen die Zeit beginnt.

Das Thema der pädophilen Priester ist bereits eine Herausforderung für viele Menschen, so auch für Leser, aber auch im besonderen Maße für die Schriftstellerin. Es ist schockierend zu erfahren, dass die katholische Kirche die Taten dieser Priester oft verschleiert hat. Es ist auch beunruhigend, dass Missbrauch in Familien und sogar in Schulen stattfindet, wo Kinder eigentlich geschützt werden sollten. Um so interessanter ist es, dass Berna González Harbour sich dieses Themas annimmt, um auf unterhaltsamer und spannender Weise auf dieses düstere Thema der katholischen Kirche hinzuweisen.

Der Roman verfügt über ein breitgefächertes Figurenensemble, das den Leser in seinen Bann zieht. Da ist die Kommissarin, die hart und unnahbar wirkt und keinerlei Emotionen an sich herankommen lassen will. Ihr Assistent ist clever und intelligent, aber es ist oft schwierig, ihm Informationen zu entlocken. Der Journalist hatte früher eine Beziehung mit der Kommissarin und ist immer noch von ihr fasziniert. Der Mentor der Kommissarin hat ihr viel beigebracht und sie geprägt. Nicht zuletzt spürt auch der Kriminaltechniker eine gewisse Anziehungskraft zur Chefin. Zusammen bilden sie mit ihren Beziehungen untereinander ein fesselndes Geflecht aus sympathischen Menschen.

Die Dramaturgie des Romans ist spannend aufgebaut. Es beginnt langsam und steigert sich von Kapitel zu Kapitel. Anfangs wird nur ermittelt, aber die Akteure geraten schließlich mächtig unter Druck und in Gefahr. Der Showdown am Ende ist mit viel Action verbunden. Nachdem der Fall gelöst ist, wird auch das Beziehungsgeflecht zufriedenstellend abgeschlossen. Obwohl man immer wieder Kapitel zu lesen bekommt, die offensichtlich die Perspektive des Täters darstellen, bleibt dieser dennoch bis zum Ende verborgen, was mir besonders gut gefallen hat.

Der Erzählstil der Autorin ist bildhaft und fesselnd. Mit vielen Details, wie zum Beispiel einer kleines Echse, die durch einen Mauerspalt lugt. oder den Geranien und Pelargonien, auf dem Weg zur Haustür, schafft sie es, ein lebendiges Bild der spanischen Lebensweise zu vermitteln. Gleichzeitig zieht sich das Thema Fußball wie ein angenehmes Hintergrundrauschen durch den gesamten Roman.

»Roter Sommer« ist ein spannender spanischer Krimi, der mit einem wirklich schwierigen Thema aufwartet, aber ganz großartig aufbereitet ist. Die Charaktere sind super interessant und man hat das Gefühl, sie richtig kennenzulernen. Besonders gelungen sind die Beziehungen zwischen den Figuren, die der Geschichte eine zusätzliche Tiefe verleihen. Die Handlung ist packend und die Täter sind bis zum Schluss nicht erkennbar, was für richtig spannende Lesestunden sorgt. Ideal für Krimifreunde, die gerne in komplexe Geschichten eintauchen!

© Detlef Knut, Düsseldorf 2024

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Veröffentlicht am 03.11.2024

Jagd im Doppelpack

Gefährliches Komplott
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Dies ist mein erster Thriller von David Baldacci. Es ist erstaunlich, dass es so lange gedauert hat, bis ich ein Buch dieses Autors in die Hände bekommen habe. Es ist schade, aber jetzt kann ich endlich ...

Dies ist mein erster Thriller von David Baldacci. Es ist erstaunlich, dass es so lange gedauert hat, bis ich ein Buch dieses Autors in die Hände bekommen habe. Es ist schade, aber jetzt kann ich endlich damit anfangen. Es gibt jedoch schon Rezensionen zu seinen Romanen auf diesem Blog, also kann man gerne darin stöbern.

Wir machen uns mit Mickey vertraut, einer jungen Mutter, die gerade ihre beiden Kinder betreut. Früher war Mickey als Kriminaltechnikerin, Streifenpolizistin und Detective bei der Polizei tätig. Sie hat jedoch ihren Job aufgegeben und arbeitet nun bei einer renommierten Sicherheitsfirma, bei der sie online Geld von Kredit- und Steuerbetrügern aufspürt und ihnen wieder entzieht. Diese Aufgabe erledigt sie mit großem Erfolg und sie kann sie bequem von zu Hause aus erledigen.

Mickey erhält einen Anruf von einer Kollegin, die sie darum bittet, eine Inventarliste in einem Haus wenige Meilen entfernt anzufertigen. Der Grund dafür ist, dass Mickey in der Nähe des Hauses wohnt. Also beschließt sie, das Homeoffice zu verlassen. Doch als sie in dem Haus ankommt, entdeckt sie eine Leiche, die bereits seit einiger Zeit gefesselt auf einem Stuhl sitzt. Sofort benachrichtigt sie die Polizei und gerät selbst kurzzeitig unter Verdacht, da es nicht nach einem Unfall oder Selbstmord aussieht. Nachdem Mickey die Polizei informiert hat, nehmen diese die Ermittlungen auf und befragen sie ausführlich.

Währenddessen versucht Mickey auf eigene Faust herauszufinden, wer für den Mord verantwortlich sein könnte. Sie beginnt, Hinweise zu sammeln und verdächtige Personen in der Umgebung zu beobachten. Die Ermittlungen gestalten sich schwierig, da es keine offensichtlichen Spuren oder Zeugen gibt. Mickey ist entschlossen, den Fall zu lösen und den wahren Täter zur Rechenschaft zu ziehen, auch wenn sie dabei selbst in Gefahr gerät.

Wenn Mickey denkt, die kann den Verdacht schnell durch die Aufklärung ihrer Kollegin und des Vorgesetzten aus der Welt schaffen, dann hat sie sich getäuscht: Diese Kollegin gibt es gar nicht. Mickey hatte sich zu schnell für den Auftrag engagiert, ohne sich ausreichend rückzuversichern.

David Baldacci fokussiert in »Gefährliches Komplott« hauptsächlich auf zwei Hauptcharaktere, die miteinander interagieren. Diese Charaktere sind Mickey Gibson und ihre Auftraggeberin. Obwohl Mickey nicht weiß, wer ihre Auftraggeberin ist, finden sie dennoch Wege der Kommunikation. Letztendlich möchte Mickey jedoch auch herausfinden, wer ihre Auftraggeberin ist.

Die Spannung nährt sich also aus verschiedenen Quellen. Einerseits aus der Ermittlung um den Toten und dessen Mörder mit all seinen Motiven und Zielen. Andererseits soll aufgedeckt werden, wer die Gegenspielerin von MIckey ist. Beide Frauen sind offenbar sehr versiert in Ermittlungen und Online-Recherchen. Doch es ergibt sich immer wieder die Frage, warum Mickey für diesen Auftrag (letzten Endes den Toten zu finden) eingespannt wurde.

Der Roman ist ein perfides Katz-und-Maus-Spiel und so manche Figur gerät in einen Verdacht. Die ehemalige Polizistin Mickey Gibson macht als Mutter und Ermittlerin offenbar sehr gute Arbeit. Sie kann einem schnell ans Herz wachsen samt ihrer beiden Kinder. Es ist faszinierend, wie die beiden vom Autor immer wieder in die Handlung eingebunden werden. Das Homeoffice inklusive Kinder und Kindermädchen ist so lebhaft gestaltet, dass man sich dabei sogar die stressigen Ermittlungen vorstellen kann.

Ich kann diesen packenden Thriller wärmstens empfehlen. Er hat mir viel Spaß bereitet und ich hatte große Freude daran.

© Detlef Knut, Düsseldorf 2024


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Veröffentlicht am 03.11.2024

Ein gemütlicher und spannender Cornwall-Krimi mit Sandra Flemming

Die Braut sieht rot
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Rebecca Michéle präsentiert mit diesem Roman einen fesselnden Krimi, der im idyllischen Cornwall im Süden Englands spielt. Die Hauptprotagonistin, eine Hotelbesitzerin, steht der berühmten Miss Marple ...

Rebecca Michéle präsentiert mit diesem Roman einen fesselnden Krimi, der im idyllischen Cornwall im Süden Englands spielt. Die Hauptprotagonistin, eine Hotelbesitzerin, steht der berühmten Miss Marple in nichts nach und ermittelt mit beeindruckendem Geschick.

In Cornwall, wo der Sommer herrscht, sorgt Sandra Flemming als Inhaberin nicht nur für ihre Gäste im Higher Barton Romantic Hotel, sondern auch für ihr Zimmermädchen Imogen. Imogen ist unsterblich in einen Adeligen verliebt, doch dessen Mutter ist gegen ihre Beziehung. Um Lady Claire, die zukünftige Schwiegermutter, von Imogens Qualitäten zu überzeugen, planen die Liebenden einen gemeinsamen Urlaub im Hotel. Aber dann passiert ein Mord in der Gegend, und das Opfer sieht Lady Claire überraschend ähnlich.

Direkt danach passiert ein weiterer Angriff. Dieses Mal trifft es tatsächlich Lady Claire. Der Freund der Hotelbesitzerin und Hobbydetektivin Sandra Flemming, Detective Chiefinspector Christopher Bourke, war gerade noch besorgt um seine Polizeiwache in Lower Barton, als er plötzlich alle Hände voll zu tun hat. Er gibt liebevoll seiner Partnerin den Rat, sich von den Ermittlungen fernzuhalten. Die Braut sieht rot.

Auch dieser Kriminalroman von Rebecca Michéle ist ein gemütlicher und schöner virtueller Urlaub. Die Beschreibungen zu Landschaft, Sehenswürdigkeiten und Gepflogenheiten sind einfach hinreißend. Man erfährt sehr viel über diesen Landstrich und wenn man wie ich diese Region schon mehrfach bereist hat, dann ist das Eintauchen in diesen Roman wirklich wie ein kleiner Urlaub. Man wird an so viele Erlebnisse erinnert, denen man selbst dort begegnet ist. Einfach wunderschön.

Aber das bedeutet nicht, dass die Spannung eines Krimis vernachlässigt wird, ganz im Gegenteil! Die Geschichte ist voller Spannung und reines Cosy Crime. Es gibt viele überraschende Verknüpfungen zwischen den verschiedenen Handlungssträngen. Egal, ob es um die romantische Beziehung zwischen dem Zimmermädchen und dem jungen Adligen geht oder um die Angriffe auf die rothaarigen Damen in der Stadt – hier ist alles möglich und jede Wendung wird dich überraschen.

„Die Braut sieht rot“ ist ein fesselnder cornischer Kriminalroman, der nicht nur eine spannende Geschichte bietet, sondern auch die wunderschöne Landschaft der Region lebendig werden lässt. Die Figuren rund um das Ermittlerteam sind charmant und gut ausgearbeitet, was das Mitfiebern leicht macht. Besonders toll sind die vielen Sehenswürdigkeiten und Ausflugstipps, die man beim Lesen entdeckt – perfekt für Reisende!

Leider ist das Buch viel zu schnell zu Ende gelesen, und man möchte eigentlich gar nicht Abschied nehmen. Ein echtes Muss für Krimifans und Cornwall-Liebhaber!

© Detlef Knut, Düsseldorf 2024

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Veröffentlicht am 21.10.2024

Jack Reacher auf der Suche nach seinen Wurzeln …

Der Spezialist
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Dies ist Band 23 der Jack-Reacher-Reihe von Lee Child. Anders als in vorherigen Romanen gibt es hier keinen Verbrechensfall, der von Jack Reacher gelöst werden muss. Dass es am Ende schließlich doch anders ...

Dies ist Band 23 der Jack-Reacher-Reihe von Lee Child. Anders als in vorherigen Romanen gibt es hier keinen Verbrechensfall, der von Jack Reacher gelöst werden muss. Dass es am Ende schließlich doch anders ist, steht auf einem anderen Blatt.

»Der Spezialist« spielt bis weit über die Hälfte hinaus hauptsächlich in zwei getrennten Handlungssträngen. Der erste Handlungsstrang dreht sich um Jack Reacher und seine Vergangenheit. Auf seinem Weg in das südwestliche San Diego zwecks Überwinterung in einem wärmeren Landstrich entdeckt Reacher eher durch einen Zufall den Ort Laconia, an dem seine Großeltern gelebt und sein Vater geboren wurde. Ahnungslos begibt sich Reacher auf eine Reise in die Vergangenheit seiner Familie, um ein wenig herumzustöbern und die Umgebung zu erkunden. Auf den spuren seines Vaters tritt er unwissentlich einigen Leuten auf die Füße, was anfangs jedoch völlig unwichtig erscheint.

Im zweiten Handlungsstrang treffen wir auf Paddy und Shorty, zwei junge Menschen, die einen frischen Start anstreben und von zu Hause abgehauen sind, um im Süden etwas Neues aufzubauen. Während ihrer Reise in den Süden streikt plötzlich ihr Auto. Sie müssen nach einem Motel suchen und haben Glück, dass eins abseits im Wald zu finden ist. Dort planen sie, das Auto zu reparieren.

Allerdings hat ihr Aufenthalt im Motel unerwartete Konsequenzen. Bereits in der ersten Nacht geschehen mysteriöse Dinge, als Paddy versucht, nach draußen zu gehen und Luft zu schnappen. Für einen kurzen Moment hat sie das Gefühl, dass sich die Tür nicht öffnen lässt. Am nächsten Morgen erzählt sie Shorty davon, doch dieser hat überhaupt keine Probleme damit, die Tür zu öffnen.

Die Männer im Motel, die äußerst höflich und hilfsbereit erscheinen, wirken dennoch unheimlich auf die beiden jungen Leute und es scheint, dass sie sie daran hindern wollen, ihre Reise fortzusetzen.

Sowohl der Handlungsstrang von Reacher als auch der des Paares finden am selben Ort statt. Das ist zunächst die einzige Gemeinsamkeit. Obwohl sich das Motel einige Meilen außerhalb von Jacks Aufenthaltsort befindet, gehört es immer noch zum selben County. Erst in der zweiten Hälfte des Buches werden die Handlungsstränge miteinander verknüpft. Ganz sanft, denn man spürt, dass auch Jack nochmal einen Schlafplatz für eine Nacht benötigen wird.

Aber bereits zuvor war es spannend, wie die beiden Stränge zusammengeführt werden würden. Letzten Endes dreht es sich darum, ob Jack dem Pärchen helfen kann.

Es macht Spaß, Jack Reacher in »Der Spezialist« dabei zuzusehen, wie er bei den Recherchen den Ärger auf sich zieht. Und seine Partnerin in diesem Roman ist wieder eine Ermittlerin – Detective Amos. Typische Kleinstadtpolizistin, die wie ihr Chef keinen Ärger will. Sie setzt alles daran, Reacher aus der Stadt zu verbannen, kann letztendlich aber seine Argumente nicht ignorieren. Ein wunderbares Spielchen zwischen den Beiden, was beste Unterhaltung bietet.

In dieser Geschichte hat Reacher nicht nur die Spuren seiner Familie entdeckt, sondern auch eine aufregende Verbindung zu einer Polizistin in der Kleinstadt geknüpft. Währenddessen entpuppen sich die Motel-Besitzer als wahre Meister in perfiden Spielen mit ihren Gästen Paddy und Shorty. Es bleibt spannend, wie sich all diese Fäden miteinander verweben und was das für Reacher bedeutet. Wenn euch dieser Einblick in die packende Handlung gefallen hat, teilt den Blogpost doch mit euern Freunden in den sozialen Medien! Lasst uns wissen, was ihr denkt!

© Detlef Knut, Düsseldorf 2024

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