Der größte Finanzbetrug des 19. Jahrhunderts
Poyais. Ein Land, das es nie gabPoyais war für mich bis zu diesem Buch kein Begriff und der Klappentext klang sehr vielversprechend. Der Schreibstil ist einfach gehalten, was ich sehr lobe, denn ich mag dieses Hochgestochene in historischen ...
Poyais war für mich bis zu diesem Buch kein Begriff und der Klappentext klang sehr vielversprechend. Der Schreibstil ist einfach gehalten, was ich sehr lobe, denn ich mag dieses Hochgestochene in historischen Romanen gar nicht. Hier klingt es schon eher nach unserer heutigen Sprache. Der Fall "Gregor MacGregor" wird hier ausführlich erläutert in Form einer fiktiven Story rund um die Protagonistin Julie Rother. Der erste Teil der Story hatte mich voll und auch die Insel mit dem versprochenen Land war noch spannend. Jedoch war sie irgendwie nur kurzer Bestandteil des Buches und somit der Handlung. Das hätte ich mir gerne ein wenig länger gewünscht. Weiterhin wirken die Charaktere alle ein wenig zu kalt. So auch Julie und ihr Geliebter Carl. Beide konnten mich mit ihrer Liebesgeschichte leider nicht überzeugen. Die Kapitelaufteilung ist auch seltsam, denn statt die zwei Zeitlinien zu trennen, wurde es einfach mittendrin geschrieben. Das hätte der Verlag mit der Autorin besser kommunizieren sollen, finde ich. Nichtsdestotrotz ein wunderbares historisches Werk über einen Fall, der mir noch nie untergekommen ist. Leseempfehlung geht raus.