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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 14.03.2026

Mord im Lost Place

Giftiger Grund
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In "Giftiger Grund" von Thomas Knüwer geht es um die drei Personen Joran, Edda und Charu. Aus verschiedenen Gründen zieht sie etwas zu einer verlassenen Tankstelle hin. Was wollen sie da? Welche Geheimnisse ...

In "Giftiger Grund" von Thomas Knüwer geht es um die drei Personen Joran, Edda und Charu. Aus verschiedenen Gründen zieht sie etwas zu einer verlassenen Tankstelle hin. Was wollen sie da? Welche Geheimnisse haben sie?
Als eine Leiche gefunden wird, stellt sich die Frage, was wohl passiert ist und es gibt noch zahlreiche andere offene Fragen.

Ich finde das Buch insgesamt echt gut. Es kommt ohne viel Übertreibung aus und ist lebhaft und anschaulich erzählt ohne den Fokus zu sehr auf das Brutale oder Sensationslüsterne zu legen. Es ist außerdem leicht verständlich geschrieben, baut trotzdem einiges an Spannung auf, bezieht sich auf das Wesentliche und ist nicht künstlich in die Länge gezogen, was ich sehr angenehm fand. Gerne würde ich noch mehr vom Autor lesen, weshalb ich mir als nächstes "Das Haus in dem Gudella stirbt" anschauen werde, mit dem Knüwer 2024 auch den Deutschen Krimi Preis gewonnen hat. Das spricht ja für sich.

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Veröffentlicht am 28.01.2026

Make Revenge sexy again

Das Signal
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In "Das Signal" von Ursula Poznanski geht es um Viola, die bei einem Unfall in einem eingestürzten Weinkeller ein Bein verliert. Ihr Ehemann Adam kümmert sich liebevoll um sie und stellt sogar eine Pflegerin ...

In "Das Signal" von Ursula Poznanski geht es um Viola, die bei einem Unfall in einem eingestürzten Weinkeller ein Bein verliert. Ihr Ehemann Adam kümmert sich liebevoll um sie und stellt sogar eine Pflegerin names Otilia ein, die aber alles andere als freundlich zu sein scheint. Nach und nach bemerkt Viola, dass die vermeintliche Fürsorge Adams wohl nicht ganz ernst gemeint ist und sie beginnt heimlich ihm und einigen anderen Personen Mini-Tracker unterzujubeln und ihre Bewegungen auf ihrem Smartphone mitzuverfolgen. So erkennt sie schnell, dass ihr Ehemann sie über seinen Tagesablauf belügt und während sie mit Rollstuhl und Krücken versucht sich wieder zurück ins Leben zu kämpfen, macht sie es sich auch zur Aufgabe Adams Geheimnis zu lüften bevor dieser ihr eigenes herausfindet.

Nachdem ich bereits "Die Burg" und "Elanus" von der Autorin gelesen und für fabelhaft befunden habe (hier geht es um KI und Drohnen), wusste ich, dass mir auch "Das Signal" zusagen würde und genauso war es dann auch.
Ich liebe es, wie Poznanski ihre Thriller quasi mit moderner Technik ausstattet. Wieder einmal erwartet uns einiges an Spannung und obwohl sich der "Plot-Twist" für mich diesmal schon ab der Hälfte des Buches abgezeichnet hat, fand ich es dennoch schwer es aus der Hand zu legen. Mit Viola haben wir eine sehr starke Frau als Hauptcharakter, die sich durch nichts unterkriegen lässt und clever und besonnen für ihre Ziele kämpft. Das beklemmende Gefühl in diesem abgeschiedenen Haus am Waldrand durch die Folgen des Unfalls gefesselt und gleichzeitig der immer näher rückenden drohenden Gefahr schutzlos ausgeliefert zu sein, hat sich mir beim Lesen immer wieder aufgezwängt.
Klare Kaufempfehlung für Fans des Genres.

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Veröffentlicht am 16.01.2026

Verliebt in einen Mörder?

Firewatch
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In "Firewatch" vom österreichischen Bestseller-Autor Colin Hadler, geht es um Robin, der den Mord an seinen besten Freund Aaron auf eigene Faust aufklären will, nachdem die Polizei nach 10 Monaten die ...

In "Firewatch" vom österreichischen Bestseller-Autor Colin Hadler, geht es um Robin, der den Mord an seinen besten Freund Aaron auf eigene Faust aufklären will, nachdem die Polizei nach 10 Monaten die Ermittlungen daran ohne nennenswerte Hinweise einstellt. Aaron verschwand bei einem Ferienjob in einem Nationalpark, indem er als einer von zwei Männern die "Firewatch" übernahm, unter mysteriösen Umständen. Bis auf eine Blutspur im Wald konnte nichts gefunden werden. Robin ist sich sicher, dass Kian, der im zweiten Tower arbeitete und als letzter mit Aaron Kontakt hatte, für sein Verschwinden verantwortlich ist und plant kurzerhand diesen zu daten, um an die nötigen Beweise dafür zu kommen. Ein gefährliches Katz und Maus Spiel beginnt.

Dieser Thriller lässt einem wirklich das Blut in den Adern gefrieren. Je näher sich Robin und Kian kommen, je mehr Details der Wahrheit ans Licht treten, desto angespannter fühlt man sich als Leser. Hat Kian wirklich etwas mit dem Mord zu tun? Was ist sein Motiv? Wieso verheimlicht und lügt er so viel? Hier ist wirklich niemand, wer er zu sein scheint und zwischen Geheimnissen und falschen Fährten ertappt man sich immer wieder dabei wie man zwischen Kians Schuld und Unschuld hin und herspringt und auf jeder Seite einen anderen Verdächtigen im Visier hat.
Für mich ein absoluter Page-Turner, wie auch bereits "Seven Ways to tell a lie".
Besonders positiv heben sich hier für mich auch die tiefgründigen Charaktere hervor, die glaubwürdig handeln und von Wünschen und Ängsten getrieben werden. Allen voran der sympathische Hauptcharakter. Der Plot Twist ist nicht gleich durchschaubar und durchaus realistisch und die Beziehungen zwischen den Figuren sind komplex und authentisch. Ein absolutes Muss für alle Thriller Fans, die auf Spannung von der ersten bis zur letzten Seite, Herzrasen und schweißnasse Hände stehen.

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Veröffentlicht am 21.12.2025

Bleibt hinter den Erwartungen zurück

Belladonnas
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In Liann Zhangs' "Belladonnas" geht es um die Zwillinge Julie und Chloe, deren Eltern bei einem Umfall ums Leben kommen.
Chloe wird von wohlhabenden Leuten adoptiert und lebt in Luxus. Sie ist eine berühmte ...

In Liann Zhangs' "Belladonnas" geht es um die Zwillinge Julie und Chloe, deren Eltern bei einem Umfall ums Leben kommen.
Chloe wird von wohlhabenden Leuten adoptiert und lebt in Luxus. Sie ist eine berühmte Influencerin und hat Millionen von Followern.
Julie ist bei ihrer Tante aufgewachsen und arbeitet als Kassiererin in einem Supermarkt. Sie folgt ihrer Schwester auf Social Media. Eines Tages erhält sie einen Anruf von dieser, danach findet sie Chloe tot in ihrer Wohnung.
Sie ergreift die Chance und schlüpft in die Rolle ihrer Schwester.

Hätte ich eine Zwillingsschwester und könnte ich mit ihr ab und zu mal die Rollen tauschen, wäre das in der Tat sehr verlockend. Die Erlebnisse mit den Belladonnas auf der Insel weichen für mich doch schon sehr vom Genre "Thriller" ab. Trotzdem ist es unterhaltsam, manchmal flackert ein wenig Spannung auf und man hofft, dass es endlich interessant wird, aber es endet dann doch wieder in einer Flaute. Vielleicht mag die Handlung dem ein oder anderem gefallen, aber für mich war es leider eher nichts.

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Veröffentlicht am 04.11.2025

London im 19. Jahrhundert

Joshua Jackelby
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In Benedict Mirows Abenteuerroman "Joshua Jackelby" geht es um einen Zeitungsjungen aus ärmlichen Verhältnissen, der sich mit seinen beiden Freunden Leroy und Charlotte und seiner Hündin Hazel durch das ...

In Benedict Mirows Abenteuerroman "Joshua Jackelby" geht es um einen Zeitungsjungen aus ärmlichen Verhältnissen, der sich mit seinen beiden Freunden Leroy und Charlotte und seiner Hündin Hazel durch das viktorianische London schlägt. Als sie eines Abends einen verletzten Mann auf der Straße finden, dem seine bahnbrechende Erfindung gestohlen wurde, geraten sie in ein Komplott, dass schon bald lebensgefährlich für die Freunde wird.

Diese Geschichte bietet wirklich alles, was man sich nur wünschen kann. Ich war sehr positiv überrascht von den genauen Beschreibungen der Orte, den interessanten und vielschichtigen Charakteren und dem spannenden Plot. Auch die eingebaute Gesellschaftskritik ist zum Glück nicht zu stark präsent, aber dennoch greifbar und nachvollziehbar. Vor allem die Geschwister und die Zirkusleute bringen viel frischen Wind in die Erzählung und mit dem Arzt und dem Professor hat man den direkten Vergleich zwischen der armen und reichen Bevölkerung. Die Antagonisten haben Gründe für ihr Handeln, auch wenn diese meiner Meinung nach leider etwas zu kurz kamen und das Ende etwas gehetzt wirkte. Dennoch fühlte ich mich auf den rund 400 Seiten überaus gut unterhalten und hoffe wir dürfen eventuell bald wieder von Joshua & Co. lesen.

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