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Veröffentlicht am 23.07.2022

Wo ist Tshala?

Das vermisste Mädchen
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In Menden im Sauerland verschwindet die siebenjährige Tshala. Die Tochter von Upenyu und Feza Kiwanika kommt nach der Schule nicht mehr zuhause an. Da vor kurzen ein anderes Mädchen in der Region tot aufgefunden ...

In Menden im Sauerland verschwindet die siebenjährige Tshala. Die Tochter von Upenyu und Feza Kiwanika kommt nach der Schule nicht mehr zuhause an. Da vor kurzen ein anderes Mädchen in der Region tot aufgefunden wurde, hat die Polizei schnell einen Verdächtigen. Doch Upenyu glaubt nicht, dass es der selbe Täter war. Daher beauftragt er Helena Briest, seine Tochter zu finden. Helena hat gerade erst ihre Detektei im Haus der Afrikaner eröffnet. Dies ist ihr erster Fall. Obwohl die Familie kaum Geld hat, um sie zu bezahlen, nimmt sie den Auftrag an.

Ihr Freund ist gar nicht davon begeistert, das Helena eine Entführungsfall angenommen hat. Während ihrer Recherchen holt sie immer mehr ihre eigene Vergangenheit ein. Hinzu kommt, dass die Polizei alles andere als froh darüber ist, dass eine Detektivin sich in ihre Arbeit einmischt. Kommissar Nienstedt will ihr auch keinen Einblick in die Ermittlungen geben. Bei ihren eigenen Befragen, speziell innerhalb der Familie Kiwanika, wird sie das Gefühl nicht los, dass sie ihr nicht alles sagen. Im Gegenzug macht Upenyu aber ständig druck und will ihr sagen, wie sie ihre Arbeit machen soll.

Der einzige, der ihr scheinbar die Wahrheit sagt, ist Fezas Sohn Mugambi. Mit der Zeit erfährt sie, dass Feza aus dem Kongo und Upenyu aus Kenia stammen. Sie haben sich in Deutschland kennengelernt. Diese Konstellation sorgt offenbar für Spannungen innerhalb der Familie, die nicht direkt etwas mit dem Verschwinden von Tshala zu tun haben.

Im Laufe der Geschichte stößt Helena auf einen ausländerfeindlichen Nachbarn. Auch der Hausmeister äußert sich sehr herablassend über die Familie. Steckt einer der beiden hinter der Entführung? Doch wo könnte das Mädchen versteckt sein.

Die Tage vergehen und die Gefahr, dass Tshala nicht mehr lebt, steigt immer mehr.

Bettina Lausen lässt den Leser bis zum Ende im Ungewissen. Zum Ende klärt sich aber alles auf und alle offenen Fragen werden geklärt. Mit hat das Buch gut gefallen. Der Schreibstil der Autorin ist flüssig und sie schafft es, die Spannung bis zum Ende aufrecht zu halten. Im Rückblick lässt sich sagen, dass ein wichtiges Thema angesprochen wird, unter dem auch in der heutigen Zeit noch viele afrikanische Mädchen und Frauen zu leiden haben. Mehr kann ich leider nicht verraten, ohne zu spoilern. Von mir gibt es 4 Sterne.

Veröffentlicht am 16.07.2022

Sind unsere Wälder noch zu retten?

Unsere Wälder
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Früher gab es auf der Erde riesige Urwälder. Doch über die Jahre wurden die Wälder immer kleiner. Dabei sind sie lebenswichtig für die Tiere und Pflanzen und uns Menschen.

Im Buch "Unsere Wälder" erfahren ...

Früher gab es auf der Erde riesige Urwälder. Doch über die Jahre wurden die Wälder immer kleiner. Dabei sind sie lebenswichtig für die Tiere und Pflanzen und uns Menschen.

Im Buch "Unsere Wälder" erfahren die Kinder zunächst, welche Wälder es auf der Erde gibt. Die borealen Nadelwälder, gemäßigten Wälder und tropischen Regenwälder werden jeweils auf einer Doppelseite vorgestellt. Danach wird das Thema der Entwaldung angesprochen. An konkreten Beispielen wird aufgezeigt, wie stark Waldgebiete im letzten Jahrhundert geschrumpft sind. Es werden auch die unterschiedlichen Gründe der Entwaldung erklärt.

Nach dem die Ursachen der Entwaldung besprochen wurden, geht es mit den Folgen weiter. Was passiert, wenn die Bäume verschwunden sind? Welche Auswirkungen hat das auf unser Klima und die Tiere. Was passiert mit den indigenen Völkern, die vom und mit dem Wald leben?

Nun folgt der wichtigste Teil des Buches. Was können die Menschen gegen die Entwaldung unternehmen? Es wird über Renaturierung, Schutzgebiete, Ökotourismus und Gemeinschaftswälder gesprochen. Wie funktionieren nachhaltige Holzwirtschaft und Bergbau? Was kann die Landwirtschaft tun? Wie können erneuerbare Energien helfen?

"Die beste Zeit, einen Baum zu pflanzen, war vor zwanzig Jahren.
Die zweitbeste Zeit ist jetzt."

Chinesisches oder ugandisches Sprichwort


Zum Abschluss des Buches gibt es noch Vorschläge, was jeder von uns tun kann. Wie können wir z.B. bereits durch unser Einkaufsverhalten die Wälder schützen?

Jess French beleuchtet viele Aspekte zum Thema Wald. Alles wird kindgerecht erklärt und durch schöne Illustrationen von Alexander Mostov veranschaulicht. Uns gefällt das Buch für Kinder ab 9 Jahren sehr gut und wir vergeben 5 Sterne. Das Buch eignet sich für Familien, aber ich könnte mir auch gut einen Einsatz im Unterricht vorstellen.

Veröffentlicht am 10.07.2022

Oumuamua, der interstellare Gast

Außerirdisch
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Im Oktober 2017 reiste ein unbekanntes Flugobjekt durch unser Sonnensystem. Das besondere hierbei war, dass es von außerhalb des Sonnensystems kam und dieses auch wieder verließ. Unter den Wissenschaftlern ...

Im Oktober 2017 reiste ein unbekanntes Flugobjekt durch unser Sonnensystem. Das besondere hierbei war, dass es von außerhalb des Sonnensystems kam und dieses auch wieder verließ. Unter den Wissenschaftlern gab es rege Diskussionen, worum es sich bei "Oumuamua", wie das Objekt genannt wurde, wohl handelt. Der renommierte Astronom Avi Loeb vertritt die These, dass es sich um kein natürliches Objekt handelt, sondern um Weltraumschrott einer außerirdischen Kultur.

In seinem Buch "Außerirdisch" berichtet Avi Loeb von den gesammelten Fakten zu Oumuamua. Leider gibt es keine scharfen Aufnahmen des Objektes. Doch anhand der Daten wurden einige Anomalien aufgezeigt, die den Astronomen zu der Annahme führen, dass es sich nicht um ein natürliches Objekt handeln kann.

Doch das Buch handelt nicht nur von diesem Objekt. Es ist eine Mischung aus Biografie und wissenschaftlicher Arbeit. Der Leser erfährt, wie Avi Loeb zum Astronom geworden ist. Neben seiner Professur an der Harvard University hat er noch weitere Funktionen, die letztlich alle mit der Astronomie zu tun haben. Dies macht ihn zu einem der renommiertesten Astronomen unserer Zeit. Im Laufe des Buches kommt er immer wieder auf Oumuamua zurück. Dabei stellt er auch einige wissenschaftlichen Arbeiten vor, die Grundlage für seine Überlegungen zu Oumuamua waren. Dabei macht er wiederholt deutlich, dass ein Astronom demütig sein sollte.

"Besonders Astronomen sollten von Bescheidenheit beseelt sein. Wir sind gezwungen, uns mit unserer Bedeutungslosigkeit im kosmischen System des Universums auseinanderzusetzen, und wie begrenzt ist doch unser Verständnis im Vergleich zum unermesslichen Umfang aller physikalischen Phänomene."

Avi Loeb stellt fest, dass es auf der Erde inzwischen zwar zahlreiche großartige Teleskope gibt, dass die Nutzungszeiten aber begrenzt sind und streng kontrolliert werden. Dabei kritisiert er die Art der Vergabe dieser Nutzungszeiten. Gerade Wissenschaftler, die mit ihren Arbeiten nicht dem Mainstream folgen, haben es oft schwer für ihre Beobachtungen entsprechende Zeitfenster zu bekommen. Dabei beruft er sich auch auf alte Astronomen wie Galilei oder Kopernikus. Letzterer hat gegen die damals allgemeingültige Ansicht seine Meinung vertreten, dass sich die Erde um die Sonne dreht. Auch wenn das heliozentrische Kosmos-Modell lange ignoriert wurde, ist es heute allgemein anerkannt. Avi Loeb wünscht sich daher in der heutigen Zeit, mehr Offenheit gegenüber neuen Ideen. So auch die Möglichkeit, dass wir nicht allein im Universum sind.

Das Buch hat mir gut gefallen. Auch als Nichtfachmann, ist alles gut verständlich erklärt. Worum es sich bei Oumuamua genau handelt, werden wir wohl nie erfahren, aber vielleicht wird man zukünftige Objekte bereits eher entdecken und entsprechend untersuchen können. Ich vergebe 4 Sterne.

"Nur wer nicht sucht, ist vor Irrtum sicher."
Albert Einstein

Veröffentlicht am 01.07.2022

Kinderleichtes Programmieren mit Scratch

Coole Spiele mit Scratch 3
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Kinder lieben Spiele. Doch wie wäre es, selbst einmal ein Spiel zu programmieren? Mit Scratch können das sogar Kinder. Das Scratch-Projekt wurde im Jahr 2002 ins Leben gerufen. Es ist in über 70 Sprachen ...

Kinder lieben Spiele. Doch wie wäre es, selbst einmal ein Spiel zu programmieren? Mit Scratch können das sogar Kinder. Das Scratch-Projekt wurde im Jahr 2002 ins Leben gerufen. Es ist in über 70 Sprachen verfügbar und völlig kostenlos. Kinder von 8 bis 16 Jahren sind die Zielgruppe dieses Projektes. Es kann auf dem Smartphone, Tablet oder Laptop genutzt werden.

Das Buch "Coole Spiele mit Scratch 3" bietet einen guten Einstieg in das Scratch-Projekt. Es setzt keine Vorkenntnisse voraus und ist so vor allem für Anfänger geeignet. Die Kinder sollten lediglich das Prinzip der Grundrechenarten Addition, Subtraktion, Multiplikation und Division verstanden haben, da diese in den Programmen benutzt werden.

Um alle Projekte aus dem Buch nachzuvollziehen, benötigt ihr noch einige Zusatzdateien. Diese lassen sich über eine im Buch angegebenen Website herunterladen.

Nun könnt ihr den Schritt-für-Schritt-Anleitungen aus dem Buch folgen und eure ersten Projekte starten. Der Autor beschreibt alles ausführlich und es ist leicht ihm zu folgen. Durch zahlreiche Grafiken ist es ein Kinderspiel. Natürlich könnt ihr die Programme nach euren eigenen Ideen anpassen. Unserer Tochter macht vor allem das Entwerfen eigener Spiele oder auch einfach nur kleiner Filmchen viel Spaß. So hat sie schon eigene Figuren gemalt und diese mit eigenen Tonaufnahmen kombiniert.

Da sich die Programme aus Blöcken zusammensetzen und man diese hin- und herschieben kann, lassen sich auch gut neue Sachen ausprobieren. Im Buch ist gut beschrieben, wie man die jeweiligen Blöcke an die eigenen Bedürfnisse anpassen kann.

Uns gefällt das Buch sehr gut. Es ist ideal für die ersten Schritte sowie für Anregungen für neue Projekte gut geeignet. Bereits Grundschüler, ggfs. mit etwas Unterstützung eines Erwachsenen, können so erste Erfahrungen beim Programmieren machen. Von uns gibt es 5 Sterne.

Veröffentlicht am 01.07.2022

Auf der Suche nach Udos Mörder

Affenhitze (Ein Kluftinger-Krimi 12)
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Im 12. Fall von Kommissar Kluftinger geht es heiß her. Die Sonne brennt und alle Welt ist am schwitzen. Während dessen sind Archäologen dabei, in einer Tongrube seltene Knochen auszugraben. Professor Udo ...

Im 12. Fall von Kommissar Kluftinger geht es heiß her. Die Sonne brennt und alle Welt ist am schwitzen. Während dessen sind Archäologen dabei, in einer Tongrube seltene Knochen auszugraben. Professor Udo Brunner hat Knochen eines Urzeitaffens entdeckt, die beweisen sollen, dass die ersten aufrecht gehenden Affenmenschen aus dem Allgäu kommen. Sollte sich dies bestätigen, wäre es eine Sensation. Bisher war man davon ausgegangen, dass die 1974 gefundene Lucy der älteste bekannte Affenmensch sei.

Natürlich lockt so ein Fund auch den Ministerpräsidenten an und Kluftinger muss mit seinem Team für die Sicherheit sorgen. Ausgerechnet an diesem Tag taucht in der Tongrube die Leiche von Udo auf. Und zwar die des Professors und nicht des Affen.

Kluftinger nimmt sofort die Ermittlungen auf. Bei diesen rückt auch eine Sekte ins Visier der Ermittlungen, die in der Nachbarschaft der Tongrube lebt und die wohl schon öfters mit dem Grubenbesitzer und den Archäologen aneinander geraten sind. Doch auch der Grubenbesitzer bzw. Pächter zählt zu den Verdächtigen, da der Tote mit einem seiner Bagger überrollt wurde und er einen Hass auf die Archäologen hat. Weiterhin taucht noch ein Amerikaner auf, der fachlich nicht mit Prof. Brunner einer Meinung war. Da Kluftinger zur Zeit auch noch das Amt des Polizeipräsidenten inne hat, weiß er nicht mehr, was er zuerst machen soll.

Und als wenn das noch nicht genug wäre, soll er auch noch die Tagesmutter seines Enkelkindes im Auge behalten.

Es ist also viel los im aktuellen Fall von Kommissar Kluftinger. Die beiden Autoren gönnen dem Hörer keine Ruhe. Von Anfang bis Ende hat der Kommissar alle Hände voll zu tun. Dabei bleibt es bis zum Ende spannend, bevor der Täter entlarvt wird. Zwischendurch sorgen nicht nur Kluftis erste Versuche bei Facebook für zahlreiche Lacher. Natürlich ist auch sein "Freund" Herr Dr. Langhammer wieder mit dabei.

Mir hat das Hörbuch sehr gut gefallen. Der Schreibstil der Autoren gefällt mir gut und auch die akustische Umsetzung ist hervorragend. Von mir gibt es daher volle 5 Sterne und eine Hörempfehlung.