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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 06.10.2020

Die ganze Welt der Sterne

Mein Sternenhimmel
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Das Buch "Mein Sternenhimmel" startet mit einer kurzen Einführung zu den Themen Das Universum und Unser Sonnensystem. Danach geht es an Die Erforschung des Himmels. Es wird kurz erklärt, wie man am besten ...

Das Buch "Mein Sternenhimmel" startet mit einer kurzen Einführung zu den Themen Das Universum und Unser Sonnensystem. Danach geht es an Die Erforschung des Himmels. Es wird kurz erklärt, wie man am besten selbst die Sterne beobachten kann, wie man ein Stern-Tagebuch anlegt und wie man den Sternenhimmel fotografiert. Da es sich um ein Kinderbuch handelt dürfen auch Bastelideen nicht fehlen. Gemeinsam basteln wir ein Konstellarium und ein Sonnensystem. Wir erfinden eigene Sternbilder.

Doch dann geht es um den echten Sternenhimmel. Welche Sternbilder gibt es da zu entdecken? Es werden 48 Sternbilder und 12 Tierkreiszeichen vorgestellt, die am mitteleuropäischen Himmel zu sehen sind. Wer gezielt nach einem bestimmten Sternbild sucht, findet dieses am Buchanfang im Inhaltsverzeichnis.

Die Sternbilder werden kurz erklärt und zu jedem gibt es einen Steckbrief. Zusätzlich gibt es tolle Fotos. Zu mehreren Sternbildern gibt es außerdem eine ganzseitige Illustration, in der die Sterne zum Sternbild verbunden sind. Klappt man nun noch die Nachbarseite, die aus einer Folie besteht, über das Sternbild, sieht man eine tolle Grafik des Sternbildes.

Uns gefällt das Buch sehr gut. Mit ihm können die Kinder den Himmel erkunden und auch Erwachsene können noch etwas lernen. Das Buch macht auch bei Antolin mit.

Hinweis: Wir haben uns zunächst gewundert, warum die Folien so merkwürdig strukturiert sind. Ursache hierfür war eine dünne Schutzfolie, die man erst noch abziehen muss. Danach sind die Folien klar.

Veröffentlicht am 04.10.2020

Ideen für einen abwechslungsreichen Herbst

JahresZeiten-Mappe: Igel-Herbst
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Die Jahreszeiten-Mappe beinhaltet 12 Blätter mit unterschiedlichen Unterthemen zum Herbst. So z.B. Kürbisse, Nebel, Pflaumen, Erntezeit, natürlich Igel und vieles mehr. Die 12 Ideenblätter sind sehr unterschiedlich. ...

Die Jahreszeiten-Mappe beinhaltet 12 Blätter mit unterschiedlichen Unterthemen zum Herbst. So z.B. Kürbisse, Nebel, Pflaumen, Erntezeit, natürlich Igel und vieles mehr. Die 12 Ideenblätter sind sehr unterschiedlich. Es gibt Geschichten, Bastelideen, Kniereiter, Spiellieder und Spieltänze, Bewegungsgeschichten, Klanggeschichten, Malvorlagen und Rezepte. Für die Bastelideen gibt es jeweils eine Materialliste, eine Altersangabe sowie eine Anleitung.

Die Jahreszeiten-Mappe bietet Ideen für unterschiedliche Altersgruppen. Sie unterstützt Projekte und Angebote im pädagogischen Alltag. Man findet in der Mappe jede Menge Ideen und Anregungen.

Uns gefällt die Jahreszeiten-Mappe sehr gut und wir empfehlen sie gerne weiter.

Veröffentlicht am 03.10.2020

Der Venustransit im 18. Jahrhundert

Die Vermessung des Himmels
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Venustransit nennt man das Vorbeiziehen der Venus vor der Sonne, wodurch die Venus als dunkler Fleck sichtbar wird. Mit entsprechender Schutzbrille und einfachen Fernrohren kann man dieses astronomische ...

Venustransit nennt man das Vorbeiziehen der Venus vor der Sonne, wodurch die Venus als dunkler Fleck sichtbar wird. Mit entsprechender Schutzbrille und einfachen Fernrohren kann man dieses astronomische Ereignis gut beobachten. Doch leider passiert dies nur selten. So das letzte mal am 06. Juni 2012. Der nächste Transit ist erst am 11. Dezember 2117.

Im 18. Jahrhundert gab es zwei Gelegenheiten, über die dieses Buch berichtet. Im Jahre 1761 sollte der Venustransit stattfinden. Bereits 1716 rief der britische Astronom Edmond Halley seine Kollegen auf, den Transit zu beobachten. Er sollte dazu genutzt werden, um die Entfernung zwischen Erde und Sonne zu ermitteln. Dazu war es erforderlich den Transit von möglichst weit voneinander entfernen Punkte zu beobachten und die genauen Uhrzeiten für den Eintritt und den Austritt zu dokumentieren.

Was in der heutigen Zeit dank moderner Transportmittel innerhalb kurzer Zeit möglich ist, bedeutete zu jener Zeit monatelange Vorbereitung sowie Reisezeiten von mehreren Monaten, da die ausgewählten Ziele an entlegenen Orten der Erde lagen.

In ihrem Buch berichtet Andrea Wulf, wie in vielen Ländern der Welt nach Geldgebern gesucht wurde, um die Expeditionen zu finanzieren. Außerdem mussten auch die entsprechenden Wissenschaftler gefunden werden und nicht zuletzt die nötige Ausrüstung beschafft werden. Die erste Hälfte des Buches befasst sich mit den Vorbereitungen und der Beobachtung des Venustransits am 6. Juni 1761.

Nachdem die Ergebnisse nicht ganz so zufriedenstellend ausfielen, waren die Wissenschaftler bestrebt am 3. Juni 1769 einen erneuten Versuch zu starten. Doch diesmal blieben gerade mal acht Jahre der Vorbereitung. Doch die Zeit musste reichen, denn die nächste Gelegenheit sollte erst im Jahre 1874 sein. Diese erneuten Versuche werden im zweiten Teil des Buches beschrieben.

Zwischendurch gibt es immer wieder passende Skizzen aus der damaligen Zeit.

Das Buch liest sich wie ein Reisebericht. Die Art und Weise der Reisebeschreibungen gefällt mir gut, doch ich hatte mehr Augenmerk auf den wissenschaftlichen Aspekt erwartet. Man lernt beim Lesen viel über die damalige Zeit und auch etwas über den Venustransit. Schade, dass wir den nächsten nicht mehr erleben werden.

Veröffentlicht am 03.10.2020

Mein Name ist Janus, und ich will ein Spiel mit dir spielen ...

Raum der Angst
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Heutzutage gibt es so einige von ihnen. Gemeint sind Escape Rooms. Ich selbst war bisher in keinem, würde aber gern einmal mit den richtigen Leuten einen besuchen. Das Grundprinzip ist recht simpel. Mehrere ...

Heutzutage gibt es so einige von ihnen. Gemeint sind Escape Rooms. Ich selbst war bisher in keinem, würde aber gern einmal mit den richtigen Leuten einen besuchen. Das Grundprinzip ist recht simpel. Mehrere Menschen werden in einen Raum eingeschlossen und müssen durch das Lösen von Rätseln den Ausgang finden und öffnen.

So auch im "Raum der Angst". Wobei es sich hier nicht um einen normalen Escape Room handelt. Professor Andreas Zargert hat sich ein spezielles Experiment ausgedacht. Aus einer Vielzahl von Bewerbern hat er sich sieben Menschen ausgesucht, die sich nicht kennen. Sie haben sehr unterschiedliche Eigenschaften. Unter den Bedingungen eines Escape Rooms will er erforschen, wie diese Eigenschaften zum Tragen kommen. Die Teilnehmer werden in einem Bus an einen unbekannten Ort gebracht, an dem sich der bzw. die Escape Rooms befinden. Denn es gilt mehrere Räume zu durchqueren. Auf ihrem Weg zum Experiment ahnen die Teilnehmer nicht, was sie wirklich erwartet, denn der Bus wählt einen anderen Kurs und am Ziel erwartet sie Janus, der Gott der Ein- und Ausgänge und er will mit ihnen ein Spiel spielen, bei dem es um das nackte Überleben geht.
Parallel hierzu wird die Psychologiestudentin Hannah aus ihrer Wohnung entführt. Sie wacht in einem dunklen Raum wieder auf und wird zur Schlüsselfigur des "neuen" Experiments.

Marc Meller erzählt die Geschichte im Wechsel aus Sicht der Teilnehmer und aus Sicht der Polizei. Letztere wird eingeschaltet, als Professor Zargert seine Teilnehmer vermisst und ein leerer Bus gefunden wird. Der Schreibstil gefällt mir sehr gut. Das Buch ist von Anfang bis Ende spannend geschrieben. Am Ende des Buches ergaben sich für mich noch ein paar Fragen, auf die ich nicht näher eingehen will, da ich sonst spoilern würde.

Insgesamt ist es aber ein spannendes Buch, das mich gut unterhalten hat. Das Ende des Buches deutet stark auf eine Fortsetzung hin, auf die ich mich schon freue. Vielleicht gibt es in diesem auch einen Rückblick, der meine Fragen klärt.

Nach dem Lesen des Buches muss ich nochmal darüber nachdenken, ob ich wirklich in einen Escape Room will. ;)

Veröffentlicht am 03.10.2020

Die Hebamme und der Kommissar

Fräulein Gold. Schatten und Licht
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Wir schreiben das Jahr 1922. Die Berliner Hebamme Hulda Gold geht ihrer Arbeit nach. Sie liebt ihre Arbeit und versucht den Frauen so gut wie möglich zu helfen. An allen Enden sind die Nachwirkungen des ...

Wir schreiben das Jahr 1922. Die Berliner Hebamme Hulda Gold geht ihrer Arbeit nach. Sie liebt ihre Arbeit und versucht den Frauen so gut wie möglich zu helfen. An allen Enden sind die Nachwirkungen des 1. Weltkrieges noch zu spüren. Als Hulda eine der Schwangeren im Bülowbogen, einem Elendsviertel, besucht, erfährt sie vom Tot der Nachbarin. Diese wurde tot im Landwehrkanal aufgefunden. Man spricht von einem tragischen Unfall oder gar Selbstmord.

Die Polizei ermittelt zwar in dem Fall, doch Hulda findet, dass der Kriminalkommissar nicht gründlich genug ermittelt. Als sie selbst Nachforschungen anstellt, kreuzt sich ihr Weg mehrmals mit dem Kommissar. Dabei stellt sie fest, dass Karl North eigentlich ein anständiger und noch dazu gutaussehender Mann ist. Doch durch ihre eigenen Ermittlungen gerät sie mehrfach in Gefahr.

Anne Stern erzählt in "Schatten und Gold" eine interessante Geschichte. Es ist eine Mischung aus historischem Roman, Kriminalroman und Liebesroman. Man bekommt beim Hören einen guten Einblick in das Berlin der 1920er Jahre.

Gelesen wird das Buch von Anna Thalbach. Sie gehört zu meinen Lieblingssprecherinnen und macht auch diesmal ihre Sache sehr gut. Es hat Spaß gemacht, ihr knapp 8 Stunden zuzuhören. Das Buch hat 5 Sterne verdient und ich freue mich schon auf die Fortsetzung.