Profilbild von DoraLupin

DoraLupin

Lesejury Star
offline

DoraLupin ist Mitglied der Lesejury

Melde dich in der Lesejury an, um dich mit DoraLupin über deine Lieblingsbücher auszutauschen.

Anmelden

Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 14.11.2025

Wieder ein beeindruckendes Werk

Das Antiquariat am alten Friedhof
0

Ich kenne bereits alle Vorgängerbücher der "Geheimnisse des Graphischen Viertels"-Reihe von Kai Meyer und wurde davon immer sehr gut unterhalten. Deshalb war ich auch auf sein neuestes Werk mit ...

Ich kenne bereits alle Vorgängerbücher der "Geheimnisse des Graphischen Viertels"-Reihe von Kai Meyer und wurde davon immer sehr gut unterhalten. Deshalb war ich auch auf sein neuestes Werk mit dem Titel „Das Antiquariat am alten Friedhof“ sehr gespannt. Und was soll ich sagen? Ich bin wieder mal regelrecht durch das Buch geflogen und habe es in nur wenigen Tagen verschlungen, trotz der Dicke des Buches.

Inhaltlich führt das Buch den Leser in die Bücherstadt Leipzig, 1930: Inmitten unruhiger Zeiten versammeln sich vier junge Männer in einem Antiquariat im Graphischen Viertel. Alle sind Söhne aus gutem Haus, alle sind vom Leben gelangweilt. Statt ihrem Studium nachzugehen, gründen Felix, Vadim, Julius und Eddie den „Club Casaubon“. Getrieben von ihrer Leidenschaft für Literatur und der Lust am Abenteuer werden sie zu Bücherdieben, spezialisiert auf kostbare, okkulte Bände. Doch als Eddies rätselhafte Schwester Eva zum Club stößt, werden sie immer tiefer in die Pläne erbarmungsloser Mächte hineingezogen. Fünfzehn Jahre später, 1945: Nach dem Krieg arbeitet Felix als Bibliothekar für die Amerikaner, um Millionen von geraubten Büchern zu katalogisieren. Seine Mission führt ihn zurück in das zerstörte Leipzig. Die Freunde von damals sind verschollen – oder nicht wiederzuerkennen. Und ist Eva wirklich tot? Während die Stadt unter dem Druck der nahenden sowjetischen Besatzung steht, gerät Felix in ein Netz aus Verrat und tödlichen Geheimnissen, das seinen Ursprung in den finstersten Winkeln seiner Vergangenheit hat.

In die Geschichte habe ich ohne Probleme hineingefunden. Der Schreibstil ist schön bildlich, passt sehr gut zu dem Genre und es hat sich ein schöner Lesefluss ergeben, der die Seiten regelrecht dahinfliegen lässt. So hatte ich das Buch in nur wenigen Tagen verschlungen. Die Geschichte wird im Wechsel in beiden Zeitebenen erzählt, dies hat die Handlung abwechslungreich gemacht und man konnte die Geschehnisse durch die Vergangenheit oft noch besser nachvollziehen. Die verschiedenen Personen sind authentisch beschrieben worden und mit manchen der Personen konnte mich wirklich gut identifizieren, mit anderen weniger, aber das war ja auch so beabsichtigt. Die Geschichte selbst blieb von Anfang bis zum Ende einfach nur spannend. War es anfangs noch eher mysteriös und rätselhaft, wurde gegen Ende die Spannungsschraube immer weiter hochgeschraubt und es gab auch überraschend actionreiche Szenen. Manche Passagen waren aber auch sehr harter Tobak und mit der Auflösung hatte ich auch so nicht gerechnet.

Wieder ein tolles Buch das der Autor hier erschaffen hat, vielleicht hier- und da etwas schwächer als die ersten Bücher aber das ist jammern auf hohem Niveau und ich wurde richtig gut unterhalten. Deshalb erhält die Geschichte auch 4,5 Sterne und eine Leseempfehlung.

  • Einzelne Kategorien
  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 13.11.2025

Witziges, kurzes Hörbuch

Der Tag, an dem Max dreimal ins Auto gekotzt hat
0

Mein Sohn und ich hören sehr gerne die Hörbücher von Marc-Uwe Kling, denn sie bringen und immer wieder zum lachen. Das Hörbuch ist mit ungefähr 20 Minuten nicht sehr lang, aber wirklich humorvoll und kann ...

Mein Sohn und ich hören sehr gerne die Hörbücher von Marc-Uwe Kling, denn sie bringen und immer wieder zum lachen. Das Hörbuch ist mit ungefähr 20 Minuten nicht sehr lang, aber wirklich humorvoll und kann kommt aus dem grinsen kaum raus!

Inhaltlich geht es um folgendes: Großtante Ilse will heiraten! Zum vierten Mal. Da müssen alle hin. Mit dem Auto. Nach Wuppertal. Das ist scheinbar glasklar. Auch wenn Tiffany der Grund nicht ganz ersichtlich ist, hat sie gute Laune. Als Einzige übrigens. Mama ist genervt vom Packen, Papa davon, dass er einen Kratzer ins Auto gefahren hat. Die Oma sucht ihr Handy, Luisa hat Hormone, der Opa will eigentlich lieber mit dem Zug fahren und Tiffanys großer Bruder Max, nun ja, Max, der sieht irgendwie gar nicht gut aus. Er war letzte Nacht auf der Party eines Freundes. Und jetzt ist Max ein bisschen grün im Gesicht. Als Tiffany ihre große Schwester fragt, woran das liegen könnte, bekommt sie eine sehr rätselhafte Antwort: „Kleiner Feigling.“

Das Hörbuch ist deshalb so urkomisch, da es schon sehr aus dem Leben erzählt ist und alles so herrlich mit Humor nimmt. Egal ob es der arme Max ist, dem der "Feigling" so gar nicht gut tut, oder der Vater, der die Bons von der Tankstellen- Toilette unbedingt einlösen muss, ob der Kaffee schmeckt oder nicht. Mein Sohn und ich haben uns königlich amüsieren können und warten voller Ungeduld auf das nächste witzige Abenteuer! Besonders schon fanden wir das Ende, denn man sieht im Hörbuch...auch wenn etwas nicht so ist wie erwartet, kann man als Familie doch immer Spaß haben!

Der Sprecher war wieder Marc-Uwe Kling selbst und er liest das Hörbuch mit so viel Humor, es ist einfach klasse! Große Lacher für Klein und Groß!

  • Einzelne Kategorien
  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 13.11.2025

Toller Auftakt der Reihe

Elbnächte. Die Lichter über St. Pauli
0

Ich kenne die Autorin bereits von ihrer Reihe rund um "Die Hafenärztin" und wurde von diesen Büchern immer mitgerissen. Auch dieser erste Teil der „Elbnächte“-Reihe habe ich regelrecht verschlungen und ...

Ich kenne die Autorin bereits von ihrer Reihe rund um "Die Hafenärztin" und wurde von diesen Büchern immer mitgerissen. Auch dieser erste Teil der „Elbnächte“-Reihe habe ich regelrecht verschlungen und freue mich schon darauf den zweiten Teil zu lesen.

Das Buch führt den Leser nach Hamburg, 1913. Von einem Tag auf den anderen wird Louise bettelarm: Ihr Mann verschwindet spurlos und mit ihm das letzte Geld. Zusammen mit Ella, einer ehemaligen Prostituierten, wagt sie einen Neuanfang und eröffnet auf Sankt Pauli eine Bar.
Schnell geraten sie in Konflikt mit den Autoritäten: Ein Juwelier wird in der Nachbarschaft ermordet, Louise und Ella retten den vermeintlichen Mörder vor der Polizei, weil sie ihn für unschuldig halten. Da taucht Paul in der Bar auf, ein ehemaliger Polizist, der auf eigene Faust eine Bande gewalttätiger Straßenkinder jagt. Aber haben die verwahrlosten Seelen wirklich etwas mit dem Mord zu tun?

In die Geschichte habe ich wieder ohne Probleme hineingefunden und der Schreibstil ist einfach toll! Er ist locker und leicht, dabei auch schön bildlich und es hat sich ein schöner Lesefluss ergeben, der die Seiten nur so dahinfliegen lässt. Man findet sich mitten im Geschehen wieder und hat Hamburg 1913 sehr präsent vor Augen. Da die Autorin es versteht sehr lebendig zu schreiben wird nichts beschönigt und ich musste einige male auch schlucken. Die Geschichte wird zudem im Wechsel aus verschiedenen Perspektiven erzählt. Das fand ich gut, da ich mich so mit den einzelnen Personen besser identifizieren konnte. Vor allem Louise und Ella sind mir dabei richtig ans Herz gewachsen, denn die Beiden sind herzensgute Menschen, die aber auch einiges mitmachen müssen.

Die Geschichte blieb auch von Anfang bis zum Ende mitreißend mit zahlreichen überraschenden Wendungen, ich wurde richtig gut von dem Buch unterhalten und freue mich schon darauf auch den nächsten Band zu lesen. Natürlich gibt es die volle Punktzahl und eine Leseempfehlung für Fans von historischen Romanen und historischen Krimis.

  • Einzelne Kategorien
  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 11.11.2025

Berührend und schockierend

Die verlorenen Kinder vom Fjord
0

Bereits nachdem ich den Klappentext zu dem Buch gelesen habe, war ich total gespannt auf das Buch. Die Schicksale der Frauen im besetzten Norwegen waren mir bisher noch nicht so präsent und ich wollte ...

Bereits nachdem ich den Klappentext zu dem Buch gelesen habe, war ich total gespannt auf das Buch. Die Schicksale der Frauen im besetzten Norwegen waren mir bisher noch nicht so präsent und ich wollte mehr darüber erfahren. Etwas dazulernen zu können ist deshalb natürlich ein weiterer Pluspunkt für das Buch.

Die Geschichte führt den Leser nach Narvik, 1940: Als im Fjord Kriegsschiffe auftauchen, ändert sich Lailas Leben für immer. Sie schließt sich dem Widerstand an, verliebt sich aber in einen deutschen Soldaten. Josef ist anders, unterstützt sie bei ihren Aktivitäten. Dann wird er nach Russland geschickt, und Laila stellt fest, dass sie schwanger ist. Ihr bleibt nur, Zuflucht in einem Heim zu suchen, in dem man ihr Unterstützung verspricht. Doch Laila gerät in die Fänge eines grausamen Systems und muss für ihr Kind alles riskieren.

In die Storyline habe ich ohne Probleme hineingefunden. Der Schreibstil ist schön bildlich, passt sehr gut zu dem Genre und es ist ein schöner Lesefluss gegeben, der die Seiten nur so dahinfliegen lässt. So hatte ich das Buch in nur wenigen Tagen regelrecht verschlungen. Die Geschichte selbst blieb die ganze Zeit über unterhaltsam und mitreißend. Ich habe richtig mitfiebern müssen und habe nicht erwartet das die Story so berührend aber auch schockierend sein würde. Das Schicksal der Frauen damals hat mich aufgewühlt und geht unter die Haut, dennoch ist es so wichtig das darüber erzählt wird und das ist der Autorin mit diesem Buch ganz fantastisch gelungen. Man ist als Leser mitten im Geschehen mit dabei und Geschichte wird hier richtig lebendig.

Die Geschichte wird nun noch länger in mir nachhallen und ich wurde sehr berührt von der Geschichte. Ich kann es nun kaum erwarten, mehr solche Bücher von der Autorin zu lesen. Ich vergebe ganz klar 5 von 5 Sternen.

  • Einzelne Kategorien
  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 11.11.2025

Unglaubwürdige und seltsame Story

Der Nachbar
0

Ich lese und höre sonst unheimlich gerne Thriller dieses Autors, und gerade die ersten Bücher die er geschrieben hat, haben mich immer faszinieren und in den Bann ziehen können. Diese waren wendungsreich ...

Ich lese und höre sonst unheimlich gerne Thriller dieses Autors, und gerade die ersten Bücher die er geschrieben hat, haben mich immer faszinieren und in den Bann ziehen können. Diese waren wendungsreich und atemlos spannend. Ich war deshalb auch auf sein neuestes Werk gespannt aber wurde doch ziemlich enttäuscht. Die Story wirkte sehr konstruiert und unglaubwürdig, teilweise auch langweilig.

Die Story dreht sich um die Strafverteidigerin Sarah Wolff, diese leidet an Monophobie, der Angst vor Einsamkeit. Was sie nicht weiß: Nachdem sie mit ihrer Tochter an den Stadtrand Berlins gezogen ist, hat sie einen unsichtbaren Nachbarn, der sie keine Sekunde lang allein lassen wird.

In die Geschichte habe ich recht gut hineingefunden, denn der Schreibstil ist locker und flüssig und so konnte ich mich bei diesem Hörbuch auch ganz auf die Story konzentrieren, diese war jedoch leider gar nicht mein Fall. Die ganze Geschichte wirkte für mich unglaubwürdig und an den Haaren herbei gezogen, es kam kaum Spannung auf, obwohl die Handlung durchaus sehr brutal gewesen ist, in Teilen. Mir fehlte allerdings komplett die psychologische Spannung und der wendungsreiche Thrill, die der Autor in seinen alten Thrillern gezeigt hat.

Der Sprecher hat wirklich sein Bestes gegeben und hat das Buch mitreißend vorgelesen, aber die Story konnte mich einfach nicht in den Bann ziehen.

Fazit: Hat mich ziemlich enttäuscht, nicht das Beste Werk des Autors, hat sich alles ziemlich konstuiert angefühlt. Der Sprecher hat jedoch gut gelesen, deshalb erhält das Hörbuch einen halben Stern mehr und kommt für mich auf 2,5 Sterne. Wirklich empfehlen kann ich es jedoch nur des Sprechers wegen.

  • Einzelne Kategorien
  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere