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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 17.03.2022

Gelungener Beginn einer vielversprechenden Reihe !

Octavia, Tochter Roms – Gefahr in Germanien (Octavia, Tochter Roms 1)
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Das Buch ist nicht nur von außen ein richtiger Hingucker, sondern bietet inhaltlich eine sehr unterhaltsame, lustige und spannende, aber auch lehrreiche Geschichte.

Octavia ist eine sehr mutige, willensstarke ...

Das Buch ist nicht nur von außen ein richtiger Hingucker, sondern bietet inhaltlich eine sehr unterhaltsame, lustige und spannende, aber auch lehrreiche Geschichte.

Octavia ist eine sehr mutige, willensstarke und pfiffige Protagonistin. Mit ihren Einfällen, Handlungen und Werten konnte sie mich überzeugen, begeistern und beeindrucken. Auch die anderen Charaktere wurden sehr schön skizziert. Sie bieten genau das was eine gute Geschichte braucht. Jede Figur ist einzigartig und trägt so etwas zu der Geschichte bei. Neben den tollen Figuren gelingt es dem Autor die Lebensweisen der Römer und der Germanen gekonnt darzustellen.

Das Buch setzt keine Vorkenntnisse voraus. Besonders gefielen mir die Anmerkungen, die ein paar sehr interessante Nebeninformationen bereithalten.
Der schmale Grat zwischen realistischem Darstellen der Zeit und einer kinderfreundlichen Umsetzung ist hier wirklich gelungen. Die Brutalität wird gut dargestellt, jedoch wird ihr ihre Heftigkeit durch verschiedene Methoden genommen.

Es hat einfach alles gestimmt: vom Spannungsaufbau, der Charakterentwicklung bis hin zum gelungenen perfekten letzten Satz.
Das Buch ist absolut zu empfehlen.

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Veröffentlicht am 14.03.2022

Eine (Liebes-)Geschichte, die sich ihre Zeit nimmt

Golden Hill Touches
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Nach elf Jahren kehrt Parker zurück nach Montana und will das Grundstück seiner Großeltern zurück erwerben. Dabei hat er große Pläne: er will auf der Golden Hill Ranch eine Pferdetherapiestätte aufbauen. ...


Nach elf Jahren kehrt Parker zurück nach Montana und will das Grundstück seiner Großeltern zurück erwerben. Dabei hat er große Pläne: er will auf der Golden Hill Ranch eine Pferdetherapiestätte aufbauen. Doch die Dorfbewohner sing gegen sein Vorhaben. Nicht nur seine Jugendliebe Clay hat er damals verletzt, sondern dazu das ganze Dorf gegen sich aufgehetzt. Parker versucht Fuß zu fassen und vielleicht dabei Clay zurückzugewinnen, doch kann sie ihm nach all dem noch vertrauen ?

Das Cover strahlt für mich Wärme aus und das ist auch das was das Buch vermittelt (obwohl es tatsächlich im Winter spielt). Aber es ist eine Geschichte, die eine angenehme Atmosphäre entstehen lässt.

Die Geschichte wird aus der Sicht von Parker und Clay erzählt, einmal zur heutigen Zeit und vor elf Jahren. Dadurch werden die einzelnen Entwicklungen der Charaktere sehr schön deutlich. Das hat mir sehr gut gefallen. Manchmal empfand ich die Sprache als etwas holprig und auch an einer Stelle wurde ein Verb sehr komisch gewählt, so wimmert Parker an einer sehr eigenartigen Stelle (wobei ich glaube, dass das gar nicht gewollt war, denn es passte einfach nicht). Aber ansonsten war der Schreibstil locker, einfach und gut zu lesen.

Die Geschichte nimmt sich ihre Zeit und es wird eher ruhig erzählt. Es geht daher eher langsam voran und der Fokus liegt hier auf Wiedergutmachung und der Renovierung der Ranch. Dabei kam für mich manchmal die Liebesgeschichte ein wenig zu kurz. Der Leser ist hautnah am Bauprojekt dabei, teilweise wird es recht detailliert erzählt. Das war für mich manchmal etwas langatmig und langweilig.
Es handelt sich wie schon erwähnt um eine weniger spannungsgeladene und unaufgeregte, seichte, reflektierende und ruhige Zweite-Chance-(Liebes-)Geschichte
Wer sowas aber gerne liest, wird nicht enttäuscht.

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Veröffentlicht am 08.03.2022

Wieder mal ein Liebling

Keeper of the Lost Cities – Der Verrat (Keeper of the Lost Cities 4)
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Endlich der langersehnte vierte Band der Reihe. Zum Inhalt will ich nicht wirklich was sagen. Die Geschichte beginnt genau da, wo sie im dritten Band endete. Die Bücher sollten daher unbedingt in der richtigen ...

Endlich der langersehnte vierte Band der Reihe. Zum Inhalt will ich nicht wirklich was sagen. Die Geschichte beginnt genau da, wo sie im dritten Band endete. Die Bücher sollten daher unbedingt in der richtigen Reihenfolge gelesen werden.

Nach dem Ende von Band 3 wollte ich unbedingt ganz schnell den Nächsten lesen.
Was soll ich sagen, es ist schon wieder das gleiche Spiel bei Band 4… (ein Glück muss man ja nicht so lange auf den Nächsten warten: nur bis zum 29.4.2022).

Zu Anfangs hatte ich etwas Sorge, dass wie im Vorgänger ebenfalls sehr viel wiederholt wird (was ich auch damals bemängelt hatte). Jedoch war dies diesmal nicht der Fall. Dennoch kam ich sehr gut wieder in die Geschichte hinein.


Das Worldbuilding ist unglaublich, allein in diesem Band sehen wir wieder viel Neues und die Autorin übertrifft sich mit ihren Ideen. Man kann richtig mitfiebern, miträtseln und mitleiden.

Und endlich passiert das, worauf ich so lange (drei Bände) gewartete habe: Es werden Antworten geliefert, so wird auch die Identität des Mr. Forkle enthüllt.
Bei einigen Enthüllungen hat die Autorin Hinweise in ihrer Geschichte versteckt, sodass man selbst draufkommt, andere wiederum erwartet man so nicht. Das schafft perfekt die Balance von Miträtseln und Spannung halten.

Wir lernen einige neue Orte, Personen und Traditionen kennen. Dazu gehören auch zwei neue Elfen, die uns wohl auch im weiteren Verlauf der Geschichte begleiten werden - und deren Fähigkeiten sind ja mal wirklich sehr interessant. Einfach nur großartig was Shannon Messenger hier erschaffen hat.

Es hat wieder richtig Spaß gemacht in die Geschichte einzutauchen. Nach wie vor gehört Keeper of the lost Citites zu einer meiner Lieblingsreihen und ist die Entdeckung 2021/2022 für mich und das - nebenbei bemerkt - obwohl ich nicht zu der eigentlichen Zielgruppe gehöre. Ich kann einfach nur empfehlen die Reihe zu lesen und für diejenigen, die damit schon angefangen haben, unbedingt dranzubleiben und auch diesen vierten Band zu lesen.

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Veröffentlicht am 06.03.2022

schlaflose Nacht vorprogrammiert

Boston Belles - Monster
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Er ist das Monster der Unterwelt, sie die vermeintlich wohlbehütete Tochter eines Öl-Milliardären. Aisling traf mit 17 Jahren auf Sam und verlor ihr Herz an ihn. Doch ihre Familie bezahlt ihn dafür, die ...

Er ist das Monster der Unterwelt, sie die vermeintlich wohlbehütete Tochter eines Öl-Milliardären. Aisling traf mit 17 Jahren auf Sam und verlor ihr Herz an ihn. Doch ihre Familie bezahlt ihn dafür, die Finger von ihr zulassen. 10 Jahre später will Aisling endlich ihrer Besessenheit nach Sam nachgeben. Doch kann Sam überhaupt lieben ?


Nach (meinem Liebling) Villian hatte ich gespannt auf den nächsten Teil gewartet. Voller Vorfreude und weil ich es kaum erwarten konnte, hatte ich zunächst die Leseprobe ein Monat vor Erscheinungstermin gelesen. Zwar fing es sehr herzzerreißend an, jedoch dämpfte es auch meine Hochstimmung zum Ende hin bezüglich der Story.
Dennoch musste ich dieses Buch lesen und es war wieder einmal überwältigend. Nach der Leseprobe ging es steil bergauf und konnte mich absolut fesseln.

Aber von vorn: Anders als in ihren Büchern zuvor, kann sich der Leser gleich zu Beginn ein Bild von dem damaligen Leben unseres (Anti-)Helden machen. Das ist auf jeden Fall keine leichte Kost. In der Hinsicht haben es Shens Bücher in sich.
Zudem haben wir diesmal mit Aisling eine Protagonistin, die ebenfalls Geheimnisse verbirgt.
Die Charaktere wurden wie gewohnt und gekonnt ins Leben gerufen. Sams soziale Unfähigkeit war irgendwie auch wieder liebenswert. Und auch ein Monster kann eine romantische Seite haben. Mir persönlich haben sie als Paar gefallen.
Die Geschichte rund um Aisling und Sam bot zudem einen ganz neuen Blick auf die Eltern der drei Geschwister: den Fitzpatricks - Schockmomente bis hin zu gravierende Skandale werden dem Leser geboten. Es war ein Buch voller Verrat, Rache, Entscheidungen, Hass und Liebe.

Endlich wieder eine Geschichte, wo ich nach jeder Zeile gelechzt habe. Ich musste richtig mit mir kämpfen, nicht die Nacht durchzulesen, weil der darauffolgende Tag, das nicht gebot. Das ist das erste Buch dieses Jahres, dass sowas mal wieder bei mir auslösen konnte- selbst bei meinen Jahreshighlights passiert mir das wirklich sehr selten. Folglich ist eine schlaflose Nacht vorprogrammiert und daher zu empfehlen das Buch am Wochenende zu lesen.


4,5 Sterne von mir, denn am Ende wurde es mir dann doch zu einfach gelöst. Ich kenne mich jetzt nicht in der Szene aus, aber ganz so einfach stelle ich mir die Situation am Ende nicht vor.
Dennoch eine große Leseempfehlung. L.J. Shens Bücher schaffen es immer wieder mich zu packen und mich von allem anderen abzulenken. Für mich heißt es wieder warten bis zum 27.05.2022: diesmal die Geschichte rund um Emmabelle Penrose.

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Veröffentlicht am 27.02.2022

Regency (nicht nur) für Jugendliche

#London Whisper – Als Zofe ist man selten online
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Die fünfzehnjährige Zoe, die neben der Schule einen Instagram-Account führt, der viele Tipps und Tricks vermittelt, geht für ein Austauschjahr nach London. Dort geschieht das Undenkbare: Plötzlich findet ...

Die fünfzehnjährige Zoe, die neben der Schule einen Instagram-Account führt, der viele Tipps und Tricks vermittelt, geht für ein Austauschjahr nach London. Dort geschieht das Undenkbare: Plötzlich findet sie sich im Jahr 1816 wieder als Zofe Traudelwald. Sie ist auserkoren die schüchterne Miss Lucy für den Auftaktball vorzubereiten. Im Jahr 1816 trifft Zoe auf viele Menschen, findet ihre Aufgabe und begegnet den anziehenden Hayden, der ihr Schicksal teilt. Können sie den Weg zurück ins 21. Jahrhundert finden ?


Die Regency-Zeit ist gerade im „Trend“. Auch ich bin ein Fan dieser Zeit, den Bällen und den Dramen, die die Damen durchleben mussten. Mit #London Whisper macht die Autorin diese Zeitspanne auch für jüngere Leser schmackhaft.

Das Buch ist sehr schön aufbereitet. Die kleinen Zeichnungen, die eine Zäsur der Geschichte kennzeichnen, sind schön anzusehen und haben mich angesprochen. Daneben bilden die zwischen den Kapiteln abgedruckten Whisper Whisper Briefe einen echten Hingucker.

Die Sprache ist sehr jugendlich gehalten – was schon der Titel verrät - und deshalb besonders für jüngere Leser geeignet. Empfohlen ist das Buch ab 12 Jahre. Obwohl ich (definitiv) nicht mehr zur Zielgruppe zähle, hat mich das Buch dennoch ansprechen können. Es ist daher meiner Meinung nach auch für ältere Leser geeignet, sofern der Leser nicht der (durchaus sehr frischen) jugendlichen Sprache abgeneigt ist.

Die Grundidee ist nichts Neues, kann aber mit einigen sehr schönen Einfällen punkten. Es blieben am Ende noch Fragen offen, auf deren Auflösung ich sehr gespannt bin.
Neben der schönen Geschichte und dem Regency-Zeitalter, hat das Buch tolle Charaktere zu bieten.
Zoe ist eine großartige Protagonistin, die sehr einfühlsam ist. Gerade für junge Leser sind die Whisper-Whisper Briefe sehr ansprechend, weil sie ein paar wertvolle Tipps, Werte und Zusprüche beinhalten. Zoe erscheint sehr reif für ihr Alter und agiert mit ihrem Instagram-Account und den Whisper-Whisper Briefen wie eine große Schwester. Das hat mir sehr gut gefallen.
Daneben ist der Protagonist Hayden zwar arrogant, dennoch handelt er stets korrekt. Mit seinen Allüren fällt er immer wieder aus der Reihe und vor allem der Gesellschaft auf.
Ansprechend empfand ich zudem die Nebencharaktere. Miss Lucy ist eine richtige Freundin für Zoe geworden und nicht nur sie. Ich habe die Stunden mit Lucy, Emy und Charlotte, genauso genossen wie Zoe.

Die Spannung steigt zum Ende hin deutlich an. Leider hört das Buch genau zum Beginn eines (hoffentlich) tollen Abenteuers auf.
Alles in allem ein schöner Auftakt, der einen gespannt auf den nächsten Band warten lässt. Eine Leseempfehlung von mir.

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