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Veröffentlicht am 05.08.2025

Dark Academia, Geister und die Yale University

Das neunte Haus
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Das war mein erstes Buch von Leigh Bardugo und ich hätte es vielleicht lieber lesen als hören sollen. Die Sprecherin hat es sehr gut gemacht, aber das Buch ist unfassbar komplex und nichts für zwischendurch. ...

Das war mein erstes Buch von Leigh Bardugo und ich hätte es vielleicht lieber lesen als hören sollen. Die Sprecherin hat es sehr gut gemacht, aber das Buch ist unfassbar komplex und nichts für zwischendurch. Man muss sich schon ganz schön konzentrieren und aktiv zuhören.

Das hier ist eine Urban Fantasy mit College-Setting. Eine Dark Academia Story an der Yale University. Die Uni wird hier in 9 Häuser unterteilt, die alle verschieden Magie wirken können. Das neunte Haus bewacht die Einhaltung der Regeln. In dieses Haus wurde Alex Stern rekrutiert von ihrem Mentor Darlington. Sie kann Graue (Geister) sehen und mit ihnen kommunizieren oder schwierige dunkle Magie zu wirken. Deshalb ist sie mit ihrem Deck-Namen "Dante" ein geeigneter Partner für die Polizei.

Das Buch enthält viel Crime, denn es geht hier insbesondere darum die Morde an Studentinnen aufzuklären. Die Polizeit tut den letzten Fall anfangs leicht ab, doch Alex ahnt, dass etwas ungewöhnlich ist. Sie geht selbst ermittelten Hinweisen nach. Zeitgleich wird auch ihr Mentor Darlington vermisst. Angeblich befindet er sich in Spanien, doch schnell stellt sich heraus, dass das eine Lüge ist.

Die Kapitel sind hier sehr lang und nicht alle spielen in der Gegenwart. Hin und wieder gibt es Rückblicke aus Alex`Jugend, ihren Abgründen und ihrer Ausbildung bei Darlington. Er weist sie in alles ein und obwohl er herausfindet, was sie getan hat, entsteht eine Zuneigung zwischen ihnen.

Es tauchen viele Personen in dem Buch auf und nie errät der Leser den wirklichen Mörder, weil es eine totale Verstrickung von Ereignissen und Personen ist und beinahe jeder hat Dreck am Stecken. Aber um dem Ganzen zu folgen, sollte man aufmerksam lesen oder hören. Das Buch ist sehr fordernd und für den einen oder anderen eventuell anstrengend.

Es ist durchweg spannend, da man sich als Leser am Campus zwischen Studenten, Drogendealern, Strebern, Dekanen und der Polizei befindet und stetig den Ermittlungen folgt. Allerdings ist die Story aus der Sicht des auktorialen Erzählers geschrieben, was ich persönlich nicht mag und ich konnte die Hauptprotagonistin nicht leiden. Ich fand Alex viel zu aufmüpfig, frech (ihrem Alter oft nicht angemessen) und zu kaputt. Deshalb gibt es auch einen Stern Abzug.

Da Leigh Bardugo für diese rund 500 Seiten aber so viel Finesse in die Details legte und offenbar sich die komplette Story mit Grundgerüst und Hintergründen ohne den kleinsten Fehler erdacht und umgesetzt hat, kann man dieses Werk nur wertschätzen.

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Veröffentlicht am 25.07.2025

Odell und Emmeline in der Welt der Parfüms

Delicate Dream
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In "Delicate Dream" geht es um die Familie Evergreen, die eine eigene Parfüm-Firma besitzt.

CEO der Firma ist Charles Evergreen, der seine Kinder Odell, Marigold und Keaton sowie Emmeline (die Tochter ...

In "Delicate Dream" geht es um die Familie Evergreen, die eine eigene Parfüm-Firma besitzt.

CEO der Firma ist Charles Evergreen, der seine Kinder Odell, Marigold und Keaton sowie Emmeline (die Tochter seiner Hausangestellten) ausbildet, Düfte zu erkennen oder zu kreieren.

Odell ist der Erstgeborene und wird daher zur meisten Verantwortung erzogen, während Mari das Nesthäkchen ist und man ihr am meisten durchgehen lässt. Die Mutter der drei ist bereits verstorben, was eine tiefe Wunde in der Familie hinterlässt und das Verhältnis der Geschwister zerbröseln lässt. Jeder geht seine eigenen Wege. Odell wird von seinem Dad vorbereitet der Kopf der Firma zu werden und die anderen zwei gehen fort um zu studieren. Als Kinder waren sie gemeinsam mit Emmeline unzertrennlich. Da Emmelines Mutter Darlene den Job als Haushälterin bei den Evergreens annahm, sind sie und ihre Tochter ebenfalls in das Haus gezogen. Emmeline ist daher quasi Teil der Evergreen-Familie.

Im Buch wird immer mal wieder behauptet, Mari wäre Emmelines beste Freundin, doch gemerkt habe ich davon nichts. Sie reden über nichts Tiefgründiges, stehen sich kaum bei und es gab auch nur zu Beginn eine Szene, die nur den beiden Freundinnen gehörte. Ich habe nichts von einer tiefen Freundschaft mitbekommen. Auch mochte ich Odell nicht wirklich. Er versucht seinem Vater nachzueifern, was natürlich auch an der Erziehung liegt, aber er ist ein absoluter Kopfmensch und immer kontrolliert, immer im Anzug und irgendwie steif.

Das Buch hatte mir alles in allem zu wenig Handlung dafür, dass es über 500 Seiten hat. Die Mutter von Emmeline kam für mich persönlich zu kurz in dem Buch und eigentlich haben Emmeline und Odell immer nur innere Monologe geführt. Der Grund für die erste Trennung im Teenageralter war mir auch etwas zu banal. Darum so ein Gewese zu machen, fand ich irgendwie komisch (also aus Odells Sicht, Emmeline wusste den Grund ja nicht). Odell ließ sich so sehr von seinem Vater beeinflussen und ich fragte mich auch, welcher Vater sich so sehr für eine Teenagerromanze interessiert, dass er das Gefühl hat sich so sehr einmischen zu müssen? Das kam mir schon seltsam vor.

Irgendwann nähern sich Emmeline und Odell natürlich wieder an. Sie hilft ihm einen Duft herzustellen, den er als Prüfung in der Firma seines Vaters präsentieren muss um CEO zu werden und er bringt sie dazu, zu hinterfragen was sie beruflich wirklich möchte und hilft ihr dabei. Als ihre Ziele sich dann klarer definieren, macht Odell erneut einen Rückzieher, den ich persönlich total nachempfinden kann und hier ging mir Emmeline etwas auf den Keks. Er hatte absolut berechtigte und erwachsene Argumente, die die zwei bedenken sollten und sie hat sie alle ignoriert. Ich dachte nur, diese Situation ist so eine Fiktion. Im wahren Leben würden sich diese zwei Menschen unter den gegebenen Umständen immer trennen bzw. während des Versuchs einer Fernbeziehung eines besseren belehrt werden. Das hat mich auch wieder gestört. Letztlich passiert leider nicht wirklich viel in dem Buch und die Probleme, die die zwei haben, sind hausgemacht und eigentlich unnötig.

Was aber super schön war, war die Welt der Düfte und Parfüms kennenzulernen. Ich habe nie zuvor ein Buch mit diesem Hintergrund gelesen und hätte gern mehr davon! Ich fands echt interessant und hätte gern noch mehr Details darüber gelesen.

Was man auch absolut erwähnen muss und weshalb ich auch letztlich 3 Sterne gebe, ist der einzigartige talentierte Schreibstil von Merit Niemeitz. Das ist ein klarer Vorteil für die Autorin, denn sie beherrscht Wortspiele wie keine andere. Sowas habe ich noch nie gelesen. Damit ist sie eine der wenigen, die mit einer faden Geschichte aufgrund ihres Geschicks viel rausholen kann. Und das bringt mich auch dazu mehr von ihr lesen zu wollen, nur nicht unbedingt über die Familie Evergreen.

Es gibt auch eine Triggerwarnung in dem Buch, ich weiß nur nicht warum.

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Veröffentlicht am 15.07.2025

im Reich der Fae, Kobolde und Magie

Court of Sun 1: Court of Sun
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Das Buch hat nicht ganz 500 Seiten und hier passiert so wahnsinnig viel, das ich regelrecht begeistert bin.

Die Story ist eine totale Empfehlung und ich warte nun sehnsüchtig darauf, dass ich mit Teil ...

Das Buch hat nicht ganz 500 Seiten und hier passiert so wahnsinnig viel, das ich regelrecht begeistert bin.

Die Story ist eine totale Empfehlung und ich warte nun sehnsüchtig darauf, dass ich mit Teil 2 beginnen kann.

Das Cover ist schon so dermaßen wunderschön und innen findet man auch eine Karte zur Orientierung der Reiche. In dem Buch geht es um Abriella (Brie). Sie ist ein Mensch und eine Diebin, die stiehlt um ihre Freunde und ihre Familie über Wasser zu halten. Sie wohnt mit ihrer Schwester Jas bei Madame Vivia. Doch da sie nie genug besitzen und mit der Miete im Rückstand sind, wird Jas ins Fae-Reich als Sklavin verkauft und Brie versucht sie zu retten. Als sie mithilfe eines Kobolds erfährt, dass der Schattenkönig Mordeus ihre Schwester hat, gelangt sie zu ihm und macht mit ihm einen Deal. Sie muss 3 magische Artefakte für ihn stehlen, niemanden davon etwas verraten und im Gegenzug lässt er Jas am Leben. Im Fae-Reich begegnet sie ihrem langjährigen Freund und Nachbarn Sebastian. Er ist Lehrling und wohnt in derselben Straße wie sie. Außerdem ist sie von Beginn an in ihn verliebt und er ist ihr bester Freund.

Es zeigt sich, dass er auch in sie verliebt ist und dass er nicht der ist, für den er sich ausgegeben hat Brie hat eine starke Abneigung gegen die Fae, da ihre Mutter sie und ihre Schwester verlassen hat um mit einem Fae zusammen sein zu können. Ausgerechnet ihr Sebastian ist der Fae-Prinz, der sich nur als Mensch ausgegeben hat .Doch er beschützt sie und verdient sich wieder und wieder ihr Vertrauen.

Brie lernt während ihres Aufenthalts im Königreich viel über die Fae. Sie muss mit anderen Kandidatinnen um die Gunst von Sebastian ringen um seine Frau werden zu dürfen. Andernfalls muss sie das Reich wieder verlassen. Ohne ihre Schwester zu retten will sie natürlich nicht gehen.

Sie lernt den Schattensohn Finn kennen, der sie trainiert als sich herausstellt, dass sie Kräfte besitzt. Und Pretha, eine Vertraute von Finn und spätere Freundin von Brie. Mehr will ich nicht verraten, denn es passiert so viel und ich will nicht spoilern.

Der Leser fiebert immer mit Brie mit. Wer ist Freund? Wer ist Feind? Was wollen die Kobolde mit ihren Haaren? Warum wollen die Prinzen, dass sie sich an sie bindet? Wie steht es wirklich um ihre familiäre Vergangenheit? Lebt Jas noch? Man ist immer wieder hin- und hergerissen. Noch dazu wird sie oft hinters Licht geführt, vergiftet oder entführt.

Man empfindet oft Mitgefühl für Brie. Ein bisschen endet Teil 1 wie erwartet, aber nicht komplett. Fünf Sterne für das Setting, die Magie, die Charaktere, die Wendungen und den krassen Inhalt/Verlauf auf dafür wenigen Seiten (es gibt so viele Wälzer, in denen weniger passiert). Ich fand, es war eine gelungene Fantasy-Geschichte. Es hat mir total gefallen.

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Veröffentlicht am 02.07.2025

Liv & Tristan

Words Like Feathers
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Ich hatte das große Glück bei einer Leserunde dieses wunderschöne Buch zu gewinnen! Vorab möchte ich gleich sagen: Ich hoffe, das Buch bekommt nie einen Farbschnitt, denn es ist seit langem ein Exemplar, ...

Ich hatte das große Glück bei einer Leserunde dieses wunderschöne Buch zu gewinnen! Vorab möchte ich gleich sagen: Ich hoffe, das Buch bekommt nie einen Farbschnitt, denn es ist seit langem ein Exemplar, das so romantisch, so vintage schön ist wie es eben ist. Ich würde nichts daran ändern, es gibt optisch nichts zu verbessern.

"Words like feathers" beinhaltet die Geschichte von Tristan und Olivia. Olivia zieht in Teenagerjahren mit ihren Eltern nach Bath und lernt dort an ihrer neuen Schule ihre beste Freundin Sienna kennen. Die zwei sind unzertrennlich, auch im Erwachsenenalter. Quasi sofort verliebt sich Liv in Siennas Bruder Tristan.

Liv ist süchtig nach Filmen und Serien. Sie lebt ihre Leidenschaft und beginnt einen Ferienjob im städtischen Kino Cine Heaven. Die Besitzer haben sie ins Herz geschlossen und schon bald sieht sie sich gemeinsam mit Tristan einen Film dort an und fortan kommen sie sich immer näher. Liv ist wahnsinnig glücklich. Sie hat ihre beste Freundin, ihren Freund, ihre Familie und das Kino. Doch dann stellt sie fest, dass etwas mit ihr nicht stimmt.

Hier möchte ich mal einwenden, dass ich es fantastisch finde, dass die Autorin dieses Thema gewählt hat. Vielen Dank dafür! Liv leidet nämlich fortan unter einer Zwangsstörung, Zwangsgedanken und innerer Unruhe. Da ich selbst mit einigen dieser Problemen vertraut bin und gar nicht wusste, dass mich das in dem Buch erwarten würde, war ich sehr gespannt. Ich dachte auch erst, es könnte mich triggern, aber das Gegenteil war der Fall. Dieses Buch vermittelt, dass niemand etwas dafür kann, wenn er psychich belastet ist oder gar krank wird. Bei Liv ist es allerdings auch sehr ausgeprägt. Sie hat bestimmte Routinen und Rituale, die sie nicht abändern oder unterbrechen kann. Als Tristan die Schule beendet und nach London geht um Musicaldarsteller zu werden, trennt sich Liv von ihm, da sie nicht möchte, dass er ihretwegen seine Träume aufgibt.

Sie begegnen sich bei einem Workshop wieder, für den Liv sich beworben hat. Eine Reise ins CineStage Hills, einem Schloss, in dem Bewerber ausgewählt werden, die am Film arbeiten/eine Ausbildung machen, Musicaldarsteller oder Schauspieler sind oder in anderer Weise filmbegeistert sind. Liv hat es zunächst schwer, da sie umgeben ist von wahren Talenten, die nach großem Erfolg streben, während sie ihr Leben so wie es ist mag und eines Tages das Kino übernehmen möchte. Einer der Kandidaten macht sich oft über sie lustig. Komischerweise wird er zum Ende hin nicht mehr erwähnt (einziger kleiner Kritikpunkt). Aber auch hier wird im Buch darauf hingewiesen, dass egal wie groß oder klein deine persönlichen Ziele sind: Solange sie dich zufrieden und glücklich machen, sind sie es wert. Kein "kleines" Ziel ist weniger wert als ein großes, denn wenn es ein Traum ist, ist es wunderbar.

Ich fand das Setting wunderbar. Es war mal was ganz anderes. Auch das Thema Film und die Leidenschaft für Kinos habe ich noch nie in einem Buch so gelesen. Ich fand toll, dass Liv neue Menschen bei dem Event und den Workshops kennenlernte (u. a. ihre Freundin Gracie, die mir total sympathisch war).

Ich liebte die schweren Themen, die positive Energie und Tristan :) Danke für dieses schöne Leseerlebnis!

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Veröffentlicht am 24.06.2025

Die Reise eines jungen Mannes, der Arzt und Heiler werden will

Der Medicus
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Dieses Buch ist irgendwie an mir vorbei gegangen. Ich habe nie davon gehört bis eine Kollegin mir davon erzählte und das Buch auslieh.

Es ist wirklich sehr gut geschrieben. Wer sich mit historischen Büchern ...

Dieses Buch ist irgendwie an mir vorbei gegangen. Ich habe nie davon gehört bis eine Kollegin mir davon erzählte und das Buch auslieh.

Es ist wirklich sehr gut geschrieben. Wer sich mit historischen Büchern schwer tut, findet hier einen guten Schreibstil, dem man leicht folgen kann. Das Buch ist wirklich sehr gut. Wir befinden uns hier im 11. Jh. in London und begleiten den jungen Robert Cole auf seiner Reise und Werdegang zum Medicus.

Der Junge verliert sehr früh seine Eltern und wird seinen Geschwistern entrissen, die er ein Leben lang suchen wird. Ein Bader taucht auf und nimmt ihn in die Lehre. Anfangs tut Rob sich schwer, aber er wird immer besser. Der Bader und er haben eine komplizierte Beziehung. Sie sind sich zugetan, aber nicht immer. Dennoch ist er alles was Rob hat und als seine Ausbildung abgeschlossen ist, empfindet der Bader Stolz für seinen Lehrling. Während seiner Ausbildung stellt er fest, dass er durch die Berührung eines Menschen erkennen kann, ob derjenige voller Leben oder gar dem Tod geweiht ist. Anfangs zweifelt der Bader daran, aber er Rob irrt sich nie und schließlich glaubt auch sein Meister an seine Gabe. Nachdem der Bader verstirbt und Rob in Trauer um ihn ist, lernt er einen Medicus kennen, der Kenntnisse aufzeigt, die Rob bisher unbekannt waren. Er verweist ihn an eine Universität in Persien und Rob reist dorthin um dort studieren zu dürfen.

Auf dieser Reise lernt er die Familie Cullen kennen und verliebt sich in Mary Cullen. Sie erwidert seine Gefühle und will unbedingt, dass er mit ihr und ihrem Vater fortreist, doch er verlässt sie, weil er an die Universität möchte. Rob ist in der Geschichte stets im Zwiespalt: ohne Mary ist er unglücklich, ohne jegliches Wissen aus dem Bereich der Medizin ebenfalls.

Als er die Uni erreicht, hat er es sehr schwer. Trotz seiner Vorkenntnisse muss er Jude sein um dort studieren zu dürfen. Und so gibt er sich als Jude aus und ändert seinen Namen. Als Student macht er sich sehr gut, und findet zwei Freunde dort, die ihm viel bedeuten. Doch sein Doppelleben wird ihm zum Verhängnis als er Mary wiedertrifft und sie nicht mehr gehen lassen will, denn die Liebe zwischen einem Juden und einem Christen wird von keiner Seite gut angesehen. Auch der König Ala spielt hier eine entscheidene Rolle und Rob ist gezwungen in den Krieg zu ziehen und Mary bei der Geburt ihres ersten gemeinsamen Kindes allein zu lassen. Die zwei stehen im Laufe der Geschichte vor so vielen Herausforderungen. Immer wieder leidet man mit ihnen mit und denkt sich, dass es erstaunlich ist, was eine Beziehung in diesen schwierigen Zeiten alles durchstehen kann.

Ich habe an dem Buch sehr geschätzt, dass man Rob von Kindheitstagen an begleitet hat. Es war eine richtige Lebensgeschichte, die einem das 11. Jh. näher bringt. Besonders in Bezug auf die Glaubensfrage merkt man, wie historisch die Geschichte ist. Rob ist sehr klug. Er hinterfragt alles: Glaubenssätze, die ihm unlogisch vorkommen ebenso wie Behandlungsmethoden von Todkranken. Auch damals gab es viele Menschen, die mit dem Wissen, das sie bereits hatten, zufrieden waren und keine neue Sichtweise auf die Dinge wünschten. Rob ist keiner von ihnen und so hat er es oft schwer sich gegen eben diese zu behaupten.

Mary hingegen leidet in Persien. Sie ist Christin und vermisst es, das frei auszleben zu dürfen und unter Gleichgesinnten zu sein. Als sie eines Tages endlich zurück nach London gehen und sie ihrer Heimat auf dem Lande näher kommt, trifft Rob auf seine Vergangenheit und muss sich ihr stellen.

Es ist sagenhaft gut geschrieben. Es hat mir unglaublich gut gefallen.

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