Ein Leben zwischen New York und Föhr
Das Licht in den WellenEin Leben zwischen New York und Föhr, ein Leben voller Höhen und Tiefen, mit unvorhergesehenen Wendungen. Inge Martensen blickt kurz vor ihrem 100 Geburtstag auf ihr Leben zurück.
Mit ihrer Urenkelin ...
Ein Leben zwischen New York und Föhr, ein Leben voller Höhen und Tiefen, mit unvorhergesehenen Wendungen. Inge Martensen blickt kurz vor ihrem 100 Geburtstag auf ihr Leben zurück.
Mit ihrer Urenkelin Swantje fährt sie ein letztes Mal per Schiff nach New York, eine Stadt, die sie sehr geprägt hat. In der quirligen Metropole hat sie die große Liebe gefunden. Zuvor ist sie aber ins kalte Wasser gesprungen und ohne ein Wort Englisch zu können nach NY gefahren, um in einem Diner zu arbeiten. Doch die Stadt hat so viel mehr für sie bereitgehalten.
Ein sehr unterhaltsamer Roman, der vor allen Dingen durch die stillen Momente überzeugt. Aber auch das Verweben von historischen Ereignissen mit der fiktiven Lebensgeschichte von Inge ist dem Autor gut gelungen. So begegnet Inge John F. Kennedy, das Woodstock Festival spielt eine Rolle und natürlich das quirlige Leben in New York in den vierziger und fünfziger Jahren des zwanzigsten Jahrhunderts.
Die Figurenzeichnung ist dem Autor ausgezeichnet gelungen, gerade Inge, Karolina und Giovanni habe ich plastisch vor Augen gehabt und bin mit ihnen durch New York gestreift. Wobei der Gemüsehändler Giovanni meine Lieblingsfigur ist, denn er macht einfach eine unglaubliche Entwicklung durch und ist Inge ein echter Freund bis zum Schluss.
Es ist interessant wie viele Verbindungen es zwischen Föhr und New York gibt und man lernt einiges dazu. So zum Beispiel das Föhrer Nationalgetränk der “Manhattan”, aber auch dass es einen Verein gab, der Menschen aus Föhr half in New York Fuß zu fassen.
Die Sprache des Romans ist sehr authentisch, denn auch in New York wird Fering gesprochen und nicht nur auf Föhr. Aber auch viele amerikanische Ausdrücke finden in den Roman einen Platz und schlagen auch so sprachlich eine Brücke zwischen den Kontinenten.
Der Roman wird größtenteils aus der Sicht von Inge erzählt, später fließen aber Passagen ein in der wir den Blickwinkel von ihrem Sohn einnehmen.
Für mich eine berührende Geschichte, die mir nicht nur sehr gut gefallen hat, sondern die mich mitgenommen hat und die zeigt, dass wir mehr im Leben können, als wir selbst anfangs glauben. Wer gerne etwas mehr über die Verbindung von Föhr und New York erfahren möchte oder gerne Romane über starke Frauen liest, der ist bei diesem Roman genau richtig.