Das Theater des Grauens
Nachts am Askanischen PlatzAuch dieser Fall vom Leo Wechsler hat mir sehr gut gefallen. Für mich ist es ähnlich wie bei Anne Sterns Hulda Gold ein Abtauchen in das historische Berlin.
Ein Toter im Sportgeräte-Schuppen eines Gymnasiums, ...
Auch dieser Fall vom Leo Wechsler hat mir sehr gut gefallen. Für mich ist es ähnlich wie bei Anne Sterns Hulda Gold ein Abtauchen in das historische Berlin.
Ein Toter im Sportgeräte-Schuppen eines Gymnasiums, direkt daneben befindet sich das “Theater des Grauens”. Leo Wechsler und seine Kollegen setzen alles daran, dem Leichnam einen Namen zu geben. Wer war der Tote und was hat die junge Russin damit zu tun, die nach Fjodor fragt?
Ein wieder überaus spannender Fall, der mich fesseln konnte. Dabei mag ich auch sehr die privaten Geschichten von Leo Wechsler und seinen Kollegen. Leos Sohn wird langsam erwachsen und geht seinen eigenen Weg, auch wenn dieser Weg dem Vater so gar nicht gefällt.
Das historische Setting ist von Susanne Goga wieder meisterhaft eingefangen worden. Berlin wird lebendig und wir tauchen ein in eine vergangene Welt. Die 20er Jahre werden lebendig, die Menschen müssen sich mit dem aufkommenden Nationalsozialismus auseinandersetzen, aber auch mit der Armut und Bedürftigkeit in der Bevölkerung. Das Sensationstheater passt von daher gut in die Zeit. Weitere Themen des Romans sind der 1. Weltkrieg, die Ostgebiete und die Migration aus diesen Gebieten sowie das Judentum.
Für mich wieder ein exzellent recherchierter Roman aus der Feder von Susanne Goga, wie gut, dass der nächste Fall schon bereit liegt.