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Veröffentlicht am 14.07.2024

Mücken sorgen für Chaos in Florida

Der Stich
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Das Mücken mal ein Hauptthema für einen Roman sein könnten, war für mich bisher nur sehr schwer vorstellbar. In diesem Wissenschaftsthriller sorgen diese kleinen Insekten für viel Chaos in Key West. In ...

Das Mücken mal ein Hauptthema für einen Roman sein könnten, war für mich bisher nur sehr schwer vorstellbar. In diesem Wissenschaftsthriller sorgen diese kleinen Insekten für viel Chaos in Key West. In der Handlung lernen wir Quito Matezza kennen. Dieser versucht mit einer Klage vor Gericht gegen das Ende seines Stipendiums an einem College zu verhindern. Während der Verhandlung bricht sein Anwalt nach einem Mückenstich tot zusammen. Auch die Richterin wird nach einem weiteren Mückenstich ohnmächtig. Quito hat einen schrecklichen Verdacht gegen das Unternehmen DANN Artist. Diese sorgen mit ihren Versuchen an Mücken nicht nur für positive Resonanz in der Presse. Doch Quito steht fast allein da mit seinen Vorwürfen, welche er nicht beweisen kann. Zusammen mit der flüchtigen Inez steht er einer Übermacht gegenüber. Wird er eine Lösung finden oder geht seine Heimat endgültig zu Grunde?

Quito ist ein junger Mann, dem der Umweltschutz über alles geht. Er genießt den Aufenthalt in der Natur und der Schutz der Tiere und Pflanzen aus seiner Umgebung ist für ihn ein Lebenselixier. Neben Quito können Inez, sein Vater Roberto, dessen Kollege Randy Ferris sowie die Unternehmerin Madeleine genannt werden. Gerade zwischen Roberto und Randy gibt es so einige Zwistigkeiten, welche dem Roman eine gewisse dauerhafte Spannung geben.

Der Schreibstil des Autors ist flüssig, gehoben und sehr gut lesbar. Eine Stärke des Romans ist die gute detaillierte sehr einfach gehaltene Beschreibung der biologischen Fakten rund um die Mückenwelt bzw. ihre gentechnischen Veränderungen. Ich konnte mich sehr gut in die Problematik beim Lesen einfinden. Einzig und allein in der Schlussphase der Erzählung nimmt die Dynamik des Romans etwas abrupt ab. Ich hätte mir ein etwas anderes Ende gewünscht. Im Vergleich zu den ersten 80% des Romans gibt es einen kleinen Bruch was die Spannung und die Thematik Tiefe betrifft, welche mich etwas gestört hat.

Als Fazit kann, festgehalten werden, dass ein interessantes noch nicht oft behandeltes Thema spannend bis zu einem gewissen Punkt aufbereitet wurde. Eine Leseempfehlung für alle Freunde von Wissenschaftsthrillern.

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Veröffentlicht am 14.07.2024

Eine Kommissarin kämpft an mehreren Fronten

Mörderisches Barcelona
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Eine Kommissarin, die an mehreren Fronten kämpfen muss. Beruflich ist sie sehr eingespannt und privat bringt ihre Familie sie an die Grenzen ihrer Belastbarkeit. Ich bin sehr gut unterhalten worden. In ...

Eine Kommissarin, die an mehreren Fronten kämpfen muss. Beruflich ist sie sehr eingespannt und privat bringt ihre Familie sie an die Grenzen ihrer Belastbarkeit. Ich bin sehr gut unterhalten worden. In der Story geht es um die Kommissarin Dolors Canovas, welche zu einem Mord in Barcelonas Hauptbahnhof gerufen wird. Dort wurde eine junge Frau vor eine einfahrende U-Bahn gestoßen. Von den Tätern fehlt jede Spur und auch auf den Videoaufzeichnungen im Bahnhof ist nicht sehr viel zu erkennen. Zusammen mit ihrem neuen Kollegen Xavi macht sich Dollors auf die Suche nach den Tätern. Eine Spur führt in das Tanz-Milieu oder ist das alles eine Sackgasse? Eine spannende Suche nach den Mördern oder dem Mörder beginnt.

Dolors ist eine Frau im mittleren Lebensalter und Mutter zweier Kinder. Sie versucht den Spagat zwischen Beruf und Privatleben und dies fällt ihr sehr schwer. Sie kann sich auf ihre gute Freundin Anna verlassen, welche ihr mit Rat und Tat zur Seite steht. Sehr gut hat mir der Charakter ihres Kollegen Xaxi gefallen. Am Anfang wirkt er etwas überheblich und arrogant, beweist im Laufe der Erzählung doch sehr viel Feingefühl und kann Dolors sehr gut in den Ermittlungen unterstützen. Die Handlung spielt im Barcelona der heutigen Zeit und ist somit gut zeitlich einordbar. Die Autorin schafft es die Atmosphäre der Stadt sehr gut in die Handlung zu transportieren. Die vielen lokalen Orte der Handlung werden sehr gut erzählt und als Leserin oder Leser kann man sich sehr gut die beschriebenen Orte vorstellen. Auch die Nebengeschichte von Dolors Familienleben mit ihren Besonderheiten und Eigenarten hat mir sehr gut gefallen. Die Spannung der Handlung wird stetig entwickelt und erlangt am Ende noch einmal einen interessanten Turn. Sehr detailliert und gut erzählend ist der Sprachstil der Autorin. Das Fazit ist sehr positiv. Eine neue Krimireihe mit facettenreichen Ermittlern und einem großartigen Flair, welche Lust auf mehr macht.

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Veröffentlicht am 14.07.2024

Tolle Sprache

Songs of Emerald Hills
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Wow, ich hätte mir nicht träumen lassen, dass mein erster Romance / New Adult-Titel so bei mir einschlagen würde. Aber Anabelle Stehl hat mich von der ersten Seite an verzaubert, sodass ich die Geschichte ...

Wow, ich hätte mir nicht träumen lassen, dass mein erster Romance / New Adult-Titel so bei mir einschlagen würde. Aber Anabelle Stehl hat mich von der ersten Seite an verzaubert, sodass ich die Geschichte von Caroline und Connor gar nicht mehr aus der Hand legen wollte.

Carolines Leben ist geprägt von der Trauer über den Tod ihrer besten Freundin, sie findet einfach nicht mehr ins Leben zurück. Sie sieht keinen Sinn mehr in dem, was sie tut, und das Studium der Rechtswissenschaften will sie auch nur aufnehmen, weil sie schon so viele abgebrochene Ausbildungen bzw. Studien hat und ihre Eltern ebenfalls Juristen sind. Aber irgendwie wird ihr München zu eng und sie flieht nach Irland, weil sie eine Anzeige im Netz gesehen hat, wo eine Betreuung einer älteren Dame gesucht wird. Doch diese Reise wird Carolines Leben verändern, denn sie trifft auf Conor, der ebenfalls mit einem Verlust klarkommen muss und genau wie sie an einem Scheideweg seines Lebens steht.

Caroline und Conor erzählen die Geschichte abwechselnd, jeder aus der Ich-Perspektive. Diese ist eigentlich nicht meine bevorzugte Erzählweise, aber hier hat es für mich gepasst. Denn so konnte ich den beiden Protagonisten sehr nahekommen. Selten habe ich einen Roman gelesen, der so intensiv und emotional war, wie dieser. Ich war ergriffen, hatte eine Klos im Hals und musste ein paar Tränen mir aus den Augenwinkeln wischen, so berührt hat mich diese Geschichte.

Ich konnte mich sehr gut mit den beiden identifizieren, weil ich auch selbst sehr früh Trauer und Verlust erfahren musste. Aber dieser Roman macht auch Mut, dass ein Neuanfang möglich ist und wir uns vor allen Dingen selbst so akzeptieren dürfen, so wie wir sind.

Die Sprache des Romans ist gehoben und sehr intensiv, kurz gesagt, sie ist der Hammer. Hut ab, vor Anabelle Stehl, aber dies ist ganz großes Kino. Selten habe ich so tiefgründige Beschreibungen und philosophische und wortgewaltige Sätze gelesen, wie hier. Komplexen Gedanken und Emotionen Worte zu geben und dabei den Leser / die Leserin mitzunehmen und ihm / ihr die Chance zu geben sich damit auseinander zu setzen, ist eine ganz hohe Kunst.
Authentisch wird das ganze noch durch die Gälische Sprache, die sich in Redewendungen und Namen wiederfindet.
Von mir gibt es eine absolute Leseempfehlung und ich freue mich jetzt schon sehr auf den zweiten Teil der Irland Reihe, welcher im März 2024 erscheinen wird.

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Veröffentlicht am 14.07.2024

Mord im Karnevalstrubel

Tödlicher Aschermittwoch (Gustav Zabel ermittelt 2)
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Mit vielen Anekdoten und Anspielungen zur Entstehung des Karnevals ist auch dieser historische Krimi sehr unterhaltsam. Gustav Zabel seines Zeichen Mitglied im kleinen Komitee zur Organisation der Karnevalstradition ...

Mit vielen Anekdoten und Anspielungen zur Entstehung des Karnevals ist auch dieser historische Krimi sehr unterhaltsam. Gustav Zabel seines Zeichen Mitglied im kleinen Komitee zur Organisation der Karnevalstradition wird im Morgengrauen zu den verkohlten Überresten einer Leiche geführt. Zabel ist schnell klar, dass der Tote ein von der Stadt verwiesener Schwerverbrecher ist. Gustav Zabel führen die Ermittlungen in alle Richtungen, die auch nicht vor seinen Kameraden aus dem Karnevalskomitee halt machen. Bald muss Zabel sich entscheiden, wem er mehr Glauben schenkt, den Fakten oder seinem Gefühl.

Gustav Zabel ist ein Ermittler, welcher gebürtig aus Berlin nach Köln gezogen ist. Er hat die typischen preußischen Tugenden verinnerlicht und hat mit Hilfe seiner Frau Eva sich schnell in das rheinische Leben eingefunden. Dennoch ist er innerlich zerrissen und hat den Drang sein eigenes Leben immer mehr in Frage zu stellen. Da ist diese Frau, welche ihm nicht mehr aus dem Kopf geht und seine eigene erscheint ihm immer mehr fremd. Auch privat muss er Entscheidungen treffen.

Der Aufbau der Story ist sehr stringent und es finden keine nennenswerten Zeitsprünge statt. Sehr detailliert und gut beschreibend ist der Schreibstil des Autors. Durch die vielen Charaktere schafft es der Autor immer wieder für Abwechslung in der Erzählung zu sorgen. Auch die historische Atmosphäre in Köln zu dieser Zeit wird durch die Erzählung des Autors sehr gut transportiert. Ebenso der Einbau von historischen Persönlichkeiten dieser Zeit aus Kunst und Kultur sorgt für Kurzweile beim Lesen. Einzig und allein das Ende war mir persönlich etwas zu schnell abgehandelt, aber dies soll nur ein kleiner Kritikpunkt an diesem Krimi sein. Mit sehr großem Detailwissen über das Brauchtum des Karnevals sticht auch dieser historische Krimi heraus. Ein Glossar am Ende sorgt für eine transparente Darstellung, welche Charaktere historisch und welche eher fiktiv angelegt wurden. Ein spannender Krimi mit viel historisch lokalem Hintergrundwissen der nicht nur zur Karnevalszeit für gute Unterhaltung sorgt.

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Veröffentlicht am 14.07.2024

Lustiger Lokalkolorit

Prost, auf die Pfennigfuchser
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Sehr lustig und mit viel Lokalkolorit ist auch dieser Tischler-Krimi wie im Flug vergangen. Diesmal ermittelt der charismatische Kommissar zusammen mit seinem Team im lokalen Bankgewerbe. Die Filialleiterin ...

Sehr lustig und mit viel Lokalkolorit ist auch dieser Tischler-Krimi wie im Flug vergangen. Diesmal ermittelt der charismatische Kommissar zusammen mit seinem Team im lokalen Bankgewerbe. Die Filialleiterin einer renommierten Bank wird tot in ihrem Wohnhaus aufgefunden. Schnell ist nach ersten spurentechnischen Untersuchungen klar, dass es sich um ein Kapitalverbrechen handelt. Wer hatte einen Grund, die auch in der Gemeinde sehr engagierte Frau umzubringen?

Im Laufe der Ermittlungen müssen Tischler und Fink feststellen, dass es mehr Kandidaten oder Kandidatinnen gibt als ihnen lieb ist. Eine spannende Suche nach den Tätern beginnt. Constantin Tischler ist ein charismatischer Kommissar, der sein Herz am rechten Fleck hat. Er ist sehr zufrieden mit seinem Privatleben und nach seiner Meinung sollte sich an den gelebten Gewohnheiten am besten nichts ändern. Doch seine Freundin Britta drängt auf Veränderungen, die ihn ins Grübeln bringen. Erneut selbstlos hütet er die Dackeldame Resi, weil ihr Herrchen gesundheitlich etwas angeschlagen ist. Auch sein Kollege Fink hat mir erneut sehr gut gefallen. Im Vergleich zu früheren Fällen hat sich sein Charakter gut und interessant weiterentwickelt was mir sehr gut gefallen hat. Auch die vielen zahlreichen Nebencharaktere sorgen für stete Abwechslung in diesem Fall.

Sehr gut hat der Autor verschiedene Spuren zu Verdächtigen gelegt, was die Suche nach den eigentlichen Tätern spannend gemacht hat. Der Schreibstil des Autors ist sehr humorvoll und mit einem typischen bayerischen Unterton versehen, was den Umgebungsort sehr authentisch erscheinen lässt. Die Spannung ist stetig auf einem guten Niveau und die Auflösung des Falls war ebenfalls gut beschrieben worden. Ich bin erneut gut unterhalten worden und bin traurig das ich noch ein wenig auf den nächsten Fall von Kommissar Tischler warten muss.

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