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Veröffentlicht am 17.03.2024

Krimi in der Holzindustrie

Im Herzen so kalt (Ein Fall für Maya Topelius 1)
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Spannend geschrieben und mit einer charismatischen Ermittlerin bestückt hat mich dieser Krimi an meine Couch gefesselt. Ich bin sehr gut unterhalten worden. In der Story geht es um die Stockholmer Kriminalinspektorin ...

Spannend geschrieben und mit einer charismatischen Ermittlerin bestückt hat mich dieser Krimi an meine Couch gefesselt. Ich bin sehr gut unterhalten worden. In der Story geht es um die Stockholmer Kriminalinspektorin Maya, welche zusammen mit ihrem Kollegen Pär zu einem Mordfall in Östersund gerufen wird. Dort wurde ein landesweitbekannter Umweltaktivist in einem Wald ermordet. Dort angekommen werden Maya und Pär mit ihren Östersunder Kollegen Sonny und Hilding zusammen mit den Ermittlungen betraut. Schnell merken Maya und Pär, dass die Uhren im beschaulichen Östersund anders ticken. Doch die Beschaulichkeit trügt alsbald, denn neue Gefahren lauern.

Maya ist ein tougher Frauencharakter. Sie hat keine Scheu hat ihre Emotionen zu zeigen. Sie ist Kampfsportbegeistert, ohne aber zu sehr ein Adrenalinjunkie zu sein. Gerade die Freundschaft zu ihren Jugendfreundinnen gibt Maya immer wieder neue Kraft und sie ist froh diese an ihrer Seite zu wissen. Ihr Partner Pär ist der ausgeglichene ruhige Pol, der ihr als älterer Kollege mit Rat und Tat zur Seite steht. Als besonderer Nebencharakter hat mir die junge Frida sehr gut gefallen. Sie sorgt mit ihrem mutigen, aber auch drolligen Auftreten als Charakter für Erheiterung beim Lesen.

Die Handlung ist mit wenigen Ausnahmen nicht durch Zeitsprünge gekennzeichnet und spielt in Östersund im Winter der Gegenwart. Sehr detailliert und schön beschreibend ist der Schreibstil der Autorin. Sie kreiert dabei eine Mischung aus Spannungskrimi mit Wohlfühlatmosphäre gespickt mit einer interessanten Schnitzeljagd nach den Tätern. Auch das Verweben eines aktuellen Themas bezüglich Nachhaltigkeit und Umweltaspekten hat mir in diesem Zusammenhang sehr gut gefallen. Als Leserin oder Leser erfährt man so einiges über die schwedische Holzindustrie. Der Spannungsbogen ist ein weiteres Highlight dieses Krimis. Durch geschickte Wendungen schafft es die Autorin bis zum Schluss die Spannung hochzuhalten. Auch die zahlreichen potenziellen verdächtigen Charaktere sorgen für Rätselraten bis zum Schluss. Ein Glossar über schwedische Begriffe und ein Kochrezept runden das schöne Leseerlebnis ab. Eine klare Leseempfehlung für diesen eiskalten Krimi mit Kaminatmosphäre aus Schweden.

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Veröffentlicht am 17.03.2024

Das Leben von Elizabeth II.

Elizabeth II. und die Lieben ihres Lebens
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Gabriele Diechler hat einen großartigen Roman über eine der bedeutsamsten Frauen des 20. Jahrhunderts geschrieben. Die Autorin gewährt uns Einblicke in das Leben von Elizabeth II., die das Leben der Monarchin, ...

Gabriele Diechler hat einen großartigen Roman über eine der bedeutsamsten Frauen des 20. Jahrhunderts geschrieben. Die Autorin gewährt uns Einblicke in das Leben von Elizabeth II., die das Leben der Monarchin, Ehefrau, Mutter, Großmutter und Ur-Großmutter geprägt haben.

Elizabeth II. ist eine Frau, die mich schon mein ganzes Leben beeindruckt, sieben Jahrzehnte hat sie die Geschicke Großbritanniens hautnah miterlebt und sie hat dabei nie ihre Haltung, ihren Humor und ihre Liebe verloren. Aus diesem Grund passt der Titel dieses Romans so hervorragend.

Das Buch beginnt mit dem Tod bzw. der Beerdigung von Philip, dem Duke of Edinburgh, ihrem über alles geliebten Ehemann. In Rückblicken und mit sehr viel Fingerspitzengefühl sowie Menschlichkeit beschreibt Gabriele Diechler wichtige Station aus dem Leben der Königin. Es sind die kleinen Anekdoten, die das Buch so glaubwürdig erscheinen lassen. Gleichzeitig ist so viel Wärme und Nähe in dem Buch zu finden etwas, was oft nicht an die Öffentlichkeit gedrungen ist. Denn oft wurde in der Queen nur die Regentin, das Staatsoberhaupt oder die Repräsentantin gesehen, aber nicht die Tochter, Ehefrau und Mutter, kurzum der Familienmensch „Lilibeth“, wie Elizabeth II. liebevoll von ihren engsten Angehörigen und Freunden genannt wurde.

Auch der Humor und die besondere Verbindung zwischen ihr und Philipp sind immer wieder Thema in dem Roman. Der britische Humor ist etwas, was die beiden Ehepartner zeitlebens verbunden hat, zudem hat Philip durch seine Witze immer ein wenig Leichtigkeit in das streng durch getaktete Leben seiner Frau gebracht. Er schaffte es zeitlebens in ihr den Menschen, die Frau zu sehen und konnte wohl, als einer der ganz wenigen gänzlich unbefangen mit ihr umgehen.

Der Roman verläuft bis auf den Prolog und den Epilog chronologisch, es gibt viele Zeitsprünge, die aber durch eine Datums- und Ortsangabe vor jedem Kapitel nicht weiter ins Gewicht fallen. Die Sprache der Autorin ist dem Thema angemessen und dennoch leicht und gut zu lesen. Es war für mich sehr interessant einen Blick hinter die Kulissen zu werfen und den Menschen „Lilibeth“ kennenlernen zu dürfen. Ich hätte gerne mit dem Paddington Bär getauscht und hätte mit der Queen Tee getrunken.
Eine absolute Leseempfehlung für alle die gerne Romanbiografien lesen und sich dabei an eine Frau annähern wollen, die das Europa des 20. Jahrhundert mitgeprägt hat.

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Veröffentlicht am 17.03.2024

Der ganz besondere Zauber

Das kleine Bücherdorf: Herbstleuchten
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Auch mit ihrem dritten Teil konnte mich Katharina Herzog nicht nur wieder überzeugen, sondern auch in eine ganz andere Welt entführen. Wenn ich morgens im Bus auf dem Weg zur Arbeit saß, träumte ich mich ...

Auch mit ihrem dritten Teil konnte mich Katharina Herzog nicht nur wieder überzeugen, sondern auch in eine ganz andere Welt entführen. Wenn ich morgens im Bus auf dem Weg zur Arbeit saß, träumte ich mich nach Swinton-on-Sea und genoss die heimelige Atmosphäre im kleinen Bücherdorf. Wir lernen zunächst die berühmte Betty Andrews kennen, ich muss gestehen, dass sie mir nicht direkt von Beginn an sympathisch war, aber im Laufe der Geschichte konnte ich immer besser eine Beziehung zu ihr aufbauen. Eliyah mochte ich schon aus den vorangegangenen Geschichten, sodass ich mich sehr freute, dass er nun diesmal mit im Mittelpunkt der Erzählung stand. Für das Verständnis der Geschichte ist es nicht zwingend von Nöten, die vorherigen Bände gelesen zu haben, allerdings kann man so die vielen Figuren in dem Roman besser zuordnen.

Das Bücher eine nicht unerhebliche Rolle in dem Roman spielen freut das Leserherz nun schon zum dritten Mal und man wünscht sich sehnlichst, dass es mehr Menschen geben möge, die Bücher so schätzen, wie die Bewohner Swintons. Auch die Geschichte um das Book-Festival erzählt die Autorin wieder mit viel Liebe zum Detail. Ein wunderbarer Hörgenuss durch die großartige Elena Wilms, die auch schon die vorherigen Bände so großartig eingesprochen hat. Eine Hörbuch-Empfehlung nicht nur für alle die gerne buchige Liebesgeschichten mögen, sondern die auch den ganz besonderen Zauber schätzen.

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Veröffentlicht am 17.03.2024

Malerisch schön erzählte Geschichte

Die Bibliothek im Nebel
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Eine Mischung aus Liebesgeschichte, historischem Roman und Elementen aus Krimi, Mystik und Abenteuerroman hat mir ein großartiges Leseerlebnis bereitet. Die Handlung spielt dabei auf drei Zeitebenen. Im ...

Eine Mischung aus Liebesgeschichte, historischem Roman und Elementen aus Krimi, Mystik und Abenteuerroman hat mir ein großartiges Leseerlebnis bereitet. Die Handlung spielt dabei auf drei Zeitebenen. Im Jahr 1917 flieht der junge Bibliothekar vor der in St. Petersburg stattfindenden Revolution nach Leipzig. Im Jahr 1928 findet das Mädchen Liette auf dem Dachboden eines Luxushotels ein sonderbares Buch mit einem Schloss. Im Jahr 1957 beauftragt die Mitvierzigerin Liette einen Lebemann namens Thomas Jansen die Besitzerin dieses Buches ausfindig zu machen. Die Spuren führen zu einer mysteriösen Schönheit, welche in allen drei Zeitebenen immer wieder auftaucht. Wer ist die geheimnisvolle Schönheit, welche mehr über das Buch weiß als alle anderen zusammen? Die Spuren führen zu einer sonderbaren Bibliothek in Nizza, aber auch nach Paris. Wird Liette das Rätsel lösen können?

Artur ist meine Lieblingsfigur in der Geschichte gewesen. Er hat es nicht leicht und findet in Mara seine absolute Traumfrau. Doch das Schicksal meint es nicht gut mit ihm. Trotz allem lässt er sich nicht unterkriegen und die Hoffnung seine Liebe wiederzufinden gibt ihm immer wieder Antrieb. Mara ist ein großes Mysterium und sie sorgt in der Geschichte für einige Überraschungen. Liette wirkt auf mich in machen Passagen ein wenig, wie Mara doch wirkt sie gefestigter und hat weniger in ihrem Leben erleben müssen. Die drei verschiedenen Erzählstränge laufen im Buch während der Story geschickt zusammen und nach und nach werden die einzelnen Zusammenhänge immer klarer.

Der Schreibstil des Autors ist bildhaft, verschnörkelt und sehr gut lesbar. Bei mir ist beim Lesen gleich eine gewisse Lesemagie entstanden und ich konnte das Buch kaum noch weglegen. Auch wenn ich dieses Buch mit anderen Erwartungen begonnen hatte, bin ich eines Besseren belehrt aber überhaupt nicht enttäuscht worden. Das Buch ist eine Reise zu unterschiedlichen Orten in Europa und jede Reise lohnt sich. Das Ende ist interessant, aber ich hatte fast mit einem anderen Ende gerechnet. Ein Roman, welcher definitiv in keine Leseliste fehlen darf. Eine klare Leseempfehlung für alle Anhänger von malerisch schön erzählten Geschichten.

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Veröffentlicht am 17.03.2024

Eine Mischung aus Roman und Krimi

Das Diamantenmädchen
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Eine Mischung aus Roman und Krimi, welche im Berlin der 20iger Jahre angesiedelt ist. In der Handlung, welche auf zwei Zeitebenen erzählt wird, geht es um die Journalistin Lili. Diese lernt den Staatssekretär ...

Eine Mischung aus Roman und Krimi, welche im Berlin der 20iger Jahre angesiedelt ist. In der Handlung, welche auf zwei Zeitebenen erzählt wird, geht es um die Journalistin Lili. Diese lernt den Staatssekretär Schubert kennen und bekommt eine sonderbare Bitte von höchster Regierungsebene. Lili kennt einen Diamantschleifer aus ihrer Jugend und soll diesen kontaktieren bezüglich eines verdeckten Kaufes von Diamanten. Mit diesem Geld soll eine Schattenkasse des Landes geführt werden. Kurze Zeit später wird vor einem Theater in Berlin die Leiche eines Mannes mit einem Rohdiamanten gefunden. Die Spuren führen nach Afrika und die Polizei nimmt die Ermittlungen auf. In was für eine Sache hat sich Lili da nur hineinbegeben?

Lili ist eine selbstbestimmte Frau, die das Leben genießt, aber immer noch in ihrer Vergangenheit gefangen ist. Sie trauert ihrer Jugendliebe Paul immer noch hinterher und pflegt mit diesem immer noch einen regen Kontakt. Doch weiß sie auch ihre Reize geschickt einzusetzen. Ebenfalls sehr interessant ist die Charakterzeichnung von Paul sowie den beiden Kommissaren Schambacher und Togotzes. Schambacher ist der gepflegte Mann von Welt, während Togotzes eher derb und platt dargestellt ist. Durch die Zeitsprünge in der Erzählung erfahren die Leser*innen viel von Lilis, Wilhelms und Pauls Vergangenheit und den Ursprung der Liebe zu den Diamanten.

Der Erzählstil des Autors ist getragen und schön beschreibend. Der Roman wird untermalt mit dem Sprachgebrauch der damaligen Zeit. Dadurch wirkt die Erzählung authentisch und real. Bezeichnungen welche heute als negativ assoziiert werden, waren damals vollkommen gewöhnlich. Die diskriminierenden Vokabulare und Ansichten sind der Zeitgeist in den 20iger Jahren gewesen. In der heutigen Zeit sind diese Begrifflichkeiten absolut unangemessen, aber da es sich um einen historischen Roman handelt hat der Autor meiner Meinung dem Zeitgeist Rechnung getragen. Der Mix aus Romanerzählung und kriminaltechnischer Untersuchung hat mir gut gefallen. Der Krimi ist spannend und erfährt eine dramatische Entwicklung gegen Ende der Geschichte. Ich hätte mir noch mehr kriminaltechnische Elemente gewünscht, aber dennoch habe ich die sich aufkeimende Spannung sehr gut spüren können. Das Flair der 20iger Jahre aus Berlin wird ebenfalls gut durch die Erzählpassagen transportiert und ich hatte die Bilder der Erzählung sehr gut vor Augen. Ein Roman mit Krimiflair welcher schön erzählt wird ist die perfekte Gelegenheit, um an den kalten Dezembertage sich in eine andere Welt zu transformieren.

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