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Veröffentlicht am 12.01.2026

Abenteuer, Freundschaft und Liebe

Krone des Himmels
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Juliane Stadler hat einen historischen Roman geschrieben, wie ich ihn liebe: voller Abenteuer, Freundschaft und Liebe und mit einem historischen Ereignis, dem sie eindrucksvoll Leben einhaucht. Im Mittelpunkt ...

Juliane Stadler hat einen historischen Roman geschrieben, wie ich ihn liebe: voller Abenteuer, Freundschaft und Liebe und mit einem historischen Ereignis, dem sie eindrucksvoll Leben einhaucht. Im Mittelpunkt der Erzählung steht der Dritte Kreuzzug von 1189 bis 1192, der Kampf von Abendland und Orient um die heiligen Städte.

Die Kreuzfahrer machen sich auf unterschiedlichen Wegen ins Heilige Land auf. Kaiser Barbarossa reist über Land, begleitet von der jungen Aveline, während Kaiser Philipp von Frankreich den Seeweg wählt. Ebenfalls auf dem Weg nach Akkon über das Meer ist der junge Wundarzt Etienne.

Die Vermischung historischer Persönlichkeiten mit fiktiven Figuren ist der Autorin außerordentlich gut gelungen. Die sehr gründliche Recherche, insbesondere zu den historischen Schauplätzen, ist dem Roman deutlich anzumerken und macht ihn zu einem lebendigen Geschichtserlebnis.

Besonders gut gefallen hat mir, dass die Autorin Figuren erschaffen hat, die lebensnah sind und mit ganz menschlichen Problemen kämpfen. Einige Charaktere machen im Verlauf der Handlung eine erstaunliche Entwicklung durch, andere überraschen beim Lesen und von manchen ist man am Ende schlicht enttäuscht. Die Botschaft, die der Roman über die historischen Ereignisse hinaus vermittelt, ist universell und zeitlos. Der Schreibstil ist eingängig und sowohl dem Genre als auch der Epoche sehr gut angepasst.

Der Roman wird aus drei Perspektiven erzählt, wodurch verschiedene Aspekte der Handlung aus unterschiedlichen Blickwinkeln beleuchtet werden. Orts- und Zeitangaben vor jedem Kapitel sorgen für eine gute Orientierung. Ein Glossar, ein Personenregister, ein historisches Nachwort sowie mehrere Karten runden den Roman stimmig ab.

Ein historischer Roman, dem ich viele Leserinnen und Leser wünsche und der viel zu lange, aber völlig zu Unrecht, auf meinem SUB gelegen hat

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Veröffentlicht am 12.01.2026

Atmosphärischer Roman mit historischem Tiefgang

Sündflut 1784
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Ein Roman, der durch seine besondere Atmosphäre, aber auch durch seine authentische Sprache besticht. In Sündflut 1784 versucht der Amtmann Henrik van Venray, die ihm liebgewonnene Apothekerwitwe Anna ...

Ein Roman, der durch seine besondere Atmosphäre, aber auch durch seine authentische Sprache besticht. In Sündflut 1784 versucht der Amtmann Henrik van Venray, die ihm liebgewonnene Apothekerwitwe Anna Maria aus den Fängen eines Komplotts zu befreien. Dieses steht in Zusammenhang mit einem Mordfall, und Venray muss lernen, dass Cöln seine ganz eigenen Gesetze hat.

Venray ist trotz seines Adelsstandes ein Mann der Tat, der den Wunsch hegt, ein nach französischem Vorbild aufgebautes Kriminalsystem zu etablieren. Er hält wenig vom Adel und wirkt dadurch sehr nahbar. Sein Diener Wittib ist der heimliche Star der Geschichte, denn mit seiner sarkastischen, zugleich aber hilfsbereiten Art sorgt er immer wieder für heitere Momente.

Die Stadt und ihr Umland sind noch immer stark von der Flut gezeichnet, viele Menschen haben Hab und Gut verloren. Diese düstere, beinahe apokalyptische Atmosphäre versteht es der Autor sehr gut in die Handlung zu integrieren. Neben dem Mordfall geht es auch um das Verhalten der Menschen und darum, wie sie unter diesen schwierigen Bedingungen ihren Alltag bewältigen. Der Roman bietet einen facettenreichen Einblick in eine Zeit, die für viele Menschen eher von Entbehrungen als von Freude geprägt war.

Der Schreibstil ist atmosphärisch, sehr detailliert und anschaulich, zudem durchzogen von historischen Wortlauten. Der Autor baut erneut die damaligen Schreibweisen von Orten und Plätzen ein, was der Geschichte zusätzliche Authentizität verleiht. Spannend bis zum Schluss habe ich diesen Roman erneut verschlungen und hoffe sehr, dass es einen weiteren Fall von Henrik van Venray geben wird.

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Veröffentlicht am 12.01.2026

Mord mit Schokolade

Bretonische Versuchungen
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Dass Schokolade so viel kriminelle Energie aufweisen kann, ist mir erst durch diesen Krimi richtig bewusst geworden. Der kulinarisch veranlagte Kommissar Dupin hat diesmal eine harte “Ermittlungsmasse” ...

Dass Schokolade so viel kriminelle Energie aufweisen kann, ist mir erst durch diesen Krimi richtig bewusst geworden. Der kulinarisch veranlagte Kommissar Dupin hat diesmal eine harte “Ermittlungsmasse” zu knacken. Tod durch Ertrinken in einem Bottich voller Schokolade ist eine völlig neue Dimension des Mordens. Dupin kommt in diesem Fall sowohl körperlich als auch geistig an seine Grenzen. Das Einzige, was ihm häufig hilft, ist seine Liebe zur Kulinarik, zu Claire und zur Region Concarneau. Er isst den wahrscheinlich besten Käsekuchen der Welt, und genau das verleiht ihm bei diesen kniffligen Ermittlungen oft die nötige Inspiration. Gutes Essen führt bei Dupin nämlich zu besonderen Gedankengängen und den kreativsten Momenten seiner Ermittlungsarbeit.

Die Charaktere sind sehr gut gewählt, und man kann sich problemlos mit ihnen identifizieren. Besonders prägnant am Hörbuch ist die akustische Atmosphäre, die durch den Sprecher entsteht. Christian Berkel verleiht diesem Krimi mit seiner markanten Stimme nicht nur bretonisches Flair, sondern auch eine besondere erzählerische Tiefe. Die Mischung aus temperamentvollen und ruhigen Passagen sorgt für abwechslungsreichen Hörgenuss.

Der Fall selbst ist von ruhigeren Momenten, aber auch von deutlichen Tempowechseln geprägt. Ein interessanter neuer Fall für Dupin, verbunden mit einem grandiosen Hörerlebnis. Ein gutes Hörbuch.

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Veröffentlicht am 12.01.2026

Ein toller Roman über die Historie des Praters und seiner Besonderheiten

Der Totengräber und die Pratermorde (Die Totengräber-Serie 4)
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Ein historischer Kriminalroman mit viel Dramatik und einem hervorragenden Einblick in das Schaustellerleben Wiens gegen Ende des 19. Jahrhunderts. Oberinspektor Leopold von Herzfeldt hat es nicht leicht. ...

Ein historischer Kriminalroman mit viel Dramatik und einem hervorragenden Einblick in das Schaustellerleben Wiens gegen Ende des 19. Jahrhunderts. Oberinspektor Leopold von Herzfeldt hat es nicht leicht. Private Probleme und ein äußerst komplizierter Mordfall beschäftigen ihn mehr, als ihm lieb ist. Dabei zeigt er erneut, dass er, obwohl er es oft nicht so meint, gerade bei seiner Herzensdame immer wieder ins Fettnäpfchen tritt, was ich persönlich sehr amüsant fand.

Neben seinen ermittelnden Kollegen von der Wiener Polizeidirektion und der Reporterin Julia Wolf, seiner angebeteten Herzensdame, ist erneut der eigenwillige, aber äußerst sympathische Totengräber Augustin Rothmayer als wichtiger Charakter hervorzuheben. Rothmayer zeigt immer deutlicher, wie viel wissenschaftliches Können in ihm steckt, und beweist, dass er weit mehr ist als ein einfacher Totengräber.

Neben der detailreichen Beschreibung der Atmosphäre rund um das Wiener Vergnügungsviertel Prater – auch Wurstelprater genannt – gehören die Einblicke in den damaligen technischen Stand der Kriminalistik zu den großen Stärken des Romans. Der Autor schildert die damaligen Möglichkeiten und Entwicklungen der Ermittlungsarbeit sehr tiefgründig, ohne dabei ausschweifend zu werden.

Der Roman lebt stark von seiner Atmosphäre, und ich tauchte tief in das Wien dieser Zeit ein. Die Täterfiguren sind geschickt verborgen, sodass ich lange einer falschen Fährte folgte. Der Schreibstil des Autors ist anschaulich und angenehm zu lesen. Immer wieder verwendet er Begriffe und Ausdrucksweisen aus jener Epoche, was dem Roman zusätzliche Authentizität verleiht.

Die Auflösung des Falls ist spannend gestaltet und erstreckt sich über mehrere Passagen. Ein rundum gelungener historischer Roman, der mir so viel Freude bereitet hat, dass ich traurig war, als er zu Ende war. Ich müsste mir Kritik regelrecht aus den Fingern ziehen, denn mir fällt keine ein. Augustin Rothmayer und Leopold von Herzfeldt sind ein unschlagbares Ermittlerduo. Ich mag sie beide sehr, vor allem, weil in Rothmayer so viel mehr steckt.

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Veröffentlicht am 12.01.2026

Wunderbarer Liebesroman mit guten Charakteren

The Pumpkin Spice Latte Disaster
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Ein wunderbarer Liebesroman, der nicht nur perfekt in den Herbst passt. Lower Whilby ist ein gemütlicher Ort, um zu sich selbst zu finden, und überzeugt mit gut gelungenen Charakteren.

Das Buch hat mir ...

Ein wunderbarer Liebesroman, der nicht nur perfekt in den Herbst passt. Lower Whilby ist ein gemütlicher Ort, um zu sich selbst zu finden, und überzeugt mit gut gelungenen Charakteren.

Das Buch hat mir unheimlich viel Spaß gemacht. Es hatte für mich die richtige Mischung zwischen Humor und ernsthaften Momenten. Jude ist eine Protagonistin, mit der ich mich gut identifizieren konnte. Sie hat ihren eigenen Kopf und ist sehr selbstkritisch. Sie hat schon so einiges in ihrem Leben erlebt, sodass sie eine gute Menschenkenntnis besitzt. Zudem brennt sie für ihren Beruf als Podcasterin und geht dieser Tätigkeit mit großer Leidenschaft nach.

Der Erzählstil ist einfach gehalten, die beiden POVs wechseln sich in regelmäßigen Abständen ab und sorgen so für ein gutes Tempo in der Geschichte. Zudem erlaubt uns diese Erzählweise, die Gedanken der beiden Protagonisten intensiv kennenzulernen. Ein bisschen Spice ist auch dabei, sodass fast alle auf ihre Kosten kommen. Außerdem lernt man einiges über Musik und das Musikbusiness.

Ich freue mich nun auf die weiteren beiden Bände und bin gespannt, wie es weitergehen wird.

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