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Veröffentlicht am 12.01.2026

Atmosphärischer Roman mit historischem Tiefgang

Sündflut 1784
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Ein Roman, der durch seine besondere Atmosphäre, aber auch durch seine authentische Sprache besticht. In Sündflut 1784 versucht der Amtmann Henrik van Venray, die ihm liebgewonnene Apothekerwitwe Anna ...

Ein Roman, der durch seine besondere Atmosphäre, aber auch durch seine authentische Sprache besticht. In Sündflut 1784 versucht der Amtmann Henrik van Venray, die ihm liebgewonnene Apothekerwitwe Anna Maria aus den Fängen eines Komplotts zu befreien. Dieses steht in Zusammenhang mit einem Mordfall, und Venray muss lernen, dass Cöln seine ganz eigenen Gesetze hat.

Venray ist trotz seines Adelsstandes ein Mann der Tat, der den Wunsch hegt, ein nach französischem Vorbild aufgebautes Kriminalsystem zu etablieren. Er hält wenig vom Adel und wirkt dadurch sehr nahbar. Sein Diener Wittib ist der heimliche Star der Geschichte, denn mit seiner sarkastischen, zugleich aber hilfsbereiten Art sorgt er immer wieder für heitere Momente.

Die Stadt und ihr Umland sind noch immer stark von der Flut gezeichnet, viele Menschen haben Hab und Gut verloren. Diese düstere, beinahe apokalyptische Atmosphäre versteht es der Autor sehr gut in die Handlung zu integrieren. Neben dem Mordfall geht es auch um das Verhalten der Menschen und darum, wie sie unter diesen schwierigen Bedingungen ihren Alltag bewältigen. Der Roman bietet einen facettenreichen Einblick in eine Zeit, die für viele Menschen eher von Entbehrungen als von Freude geprägt war.

Der Schreibstil ist atmosphärisch, sehr detailliert und anschaulich, zudem durchzogen von historischen Wortlauten. Der Autor baut erneut die damaligen Schreibweisen von Orten und Plätzen ein, was der Geschichte zusätzliche Authentizität verleiht. Spannend bis zum Schluss habe ich diesen Roman erneut verschlungen und hoffe sehr, dass es einen weiteren Fall von Henrik van Venray geben wird.

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Veröffentlicht am 12.01.2026

Mord mit Schokolade

Bretonische Versuchungen
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Dass Schokolade so viel kriminelle Energie aufweisen kann, ist mir erst durch diesen Krimi richtig bewusst geworden. Der kulinarisch veranlagte Kommissar Dupin hat diesmal eine harte “Ermittlungsmasse” ...

Dass Schokolade so viel kriminelle Energie aufweisen kann, ist mir erst durch diesen Krimi richtig bewusst geworden. Der kulinarisch veranlagte Kommissar Dupin hat diesmal eine harte “Ermittlungsmasse” zu knacken. Tod durch Ertrinken in einem Bottich voller Schokolade ist eine völlig neue Dimension des Mordens. Dupin kommt in diesem Fall sowohl körperlich als auch geistig an seine Grenzen. Das Einzige, was ihm häufig hilft, ist seine Liebe zur Kulinarik, zu Claire und zur Region Concarneau. Er isst den wahrscheinlich besten Käsekuchen der Welt, und genau das verleiht ihm bei diesen kniffligen Ermittlungen oft die nötige Inspiration. Gutes Essen führt bei Dupin nämlich zu besonderen Gedankengängen und den kreativsten Momenten seiner Ermittlungsarbeit.

Die Charaktere sind sehr gut gewählt, und man kann sich problemlos mit ihnen identifizieren. Besonders prägnant am Hörbuch ist die akustische Atmosphäre, die durch den Sprecher entsteht. Christian Berkel verleiht diesem Krimi mit seiner markanten Stimme nicht nur bretonisches Flair, sondern auch eine besondere erzählerische Tiefe. Die Mischung aus temperamentvollen und ruhigen Passagen sorgt für abwechslungsreichen Hörgenuss.

Der Fall selbst ist von ruhigeren Momenten, aber auch von deutlichen Tempowechseln geprägt. Ein interessanter neuer Fall für Dupin, verbunden mit einem grandiosen Hörerlebnis. Ein gutes Hörbuch.

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Veröffentlicht am 12.01.2026

Ein toller Roman über die Historie des Praters und seiner Besonderheiten

Der Totengräber und die Pratermorde (Die Totengräber-Serie 4)
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Ein historischer Kriminalroman mit viel Dramatik und einem hervorragenden Einblick in das Schaustellerleben Wiens gegen Ende des 19. Jahrhunderts. Oberinspektor Leopold von Herzfeldt hat es nicht leicht. ...

Ein historischer Kriminalroman mit viel Dramatik und einem hervorragenden Einblick in das Schaustellerleben Wiens gegen Ende des 19. Jahrhunderts. Oberinspektor Leopold von Herzfeldt hat es nicht leicht. Private Probleme und ein äußerst komplizierter Mordfall beschäftigen ihn mehr, als ihm lieb ist. Dabei zeigt er erneut, dass er, obwohl er es oft nicht so meint, gerade bei seiner Herzensdame immer wieder ins Fettnäpfchen tritt, was ich persönlich sehr amüsant fand.

Neben seinen ermittelnden Kollegen von der Wiener Polizeidirektion und der Reporterin Julia Wolf, seiner angebeteten Herzensdame, ist erneut der eigenwillige, aber äußerst sympathische Totengräber Augustin Rothmayer als wichtiger Charakter hervorzuheben. Rothmayer zeigt immer deutlicher, wie viel wissenschaftliches Können in ihm steckt, und beweist, dass er weit mehr ist als ein einfacher Totengräber.

Neben der detailreichen Beschreibung der Atmosphäre rund um das Wiener Vergnügungsviertel Prater – auch Wurstelprater genannt – gehören die Einblicke in den damaligen technischen Stand der Kriminalistik zu den großen Stärken des Romans. Der Autor schildert die damaligen Möglichkeiten und Entwicklungen der Ermittlungsarbeit sehr tiefgründig, ohne dabei ausschweifend zu werden.

Der Roman lebt stark von seiner Atmosphäre, und ich tauchte tief in das Wien dieser Zeit ein. Die Täterfiguren sind geschickt verborgen, sodass ich lange einer falschen Fährte folgte. Der Schreibstil des Autors ist anschaulich und angenehm zu lesen. Immer wieder verwendet er Begriffe und Ausdrucksweisen aus jener Epoche, was dem Roman zusätzliche Authentizität verleiht.

Die Auflösung des Falls ist spannend gestaltet und erstreckt sich über mehrere Passagen. Ein rundum gelungener historischer Roman, der mir so viel Freude bereitet hat, dass ich traurig war, als er zu Ende war. Ich müsste mir Kritik regelrecht aus den Fingern ziehen, denn mir fällt keine ein. Augustin Rothmayer und Leopold von Herzfeldt sind ein unschlagbares Ermittlerduo. Ich mag sie beide sehr, vor allem, weil in Rothmayer so viel mehr steckt.

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Veröffentlicht am 12.01.2026

Wunderbarer Liebesroman mit guten Charakteren

The Pumpkin Spice Latte Disaster
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Ein wunderbarer Liebesroman, der nicht nur perfekt in den Herbst passt. Lower Whilby ist ein gemütlicher Ort, um zu sich selbst zu finden, und überzeugt mit gut gelungenen Charakteren.

Das Buch hat mir ...

Ein wunderbarer Liebesroman, der nicht nur perfekt in den Herbst passt. Lower Whilby ist ein gemütlicher Ort, um zu sich selbst zu finden, und überzeugt mit gut gelungenen Charakteren.

Das Buch hat mir unheimlich viel Spaß gemacht. Es hatte für mich die richtige Mischung zwischen Humor und ernsthaften Momenten. Jude ist eine Protagonistin, mit der ich mich gut identifizieren konnte. Sie hat ihren eigenen Kopf und ist sehr selbstkritisch. Sie hat schon so einiges in ihrem Leben erlebt, sodass sie eine gute Menschenkenntnis besitzt. Zudem brennt sie für ihren Beruf als Podcasterin und geht dieser Tätigkeit mit großer Leidenschaft nach.

Der Erzählstil ist einfach gehalten, die beiden POVs wechseln sich in regelmäßigen Abständen ab und sorgen so für ein gutes Tempo in der Geschichte. Zudem erlaubt uns diese Erzählweise, die Gedanken der beiden Protagonisten intensiv kennenzulernen. Ein bisschen Spice ist auch dabei, sodass fast alle auf ihre Kosten kommen. Außerdem lernt man einiges über Musik und das Musikbusiness.

Ich freue mich nun auf die weiteren beiden Bände und bin gespannt, wie es weitergehen wird.

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Veröffentlicht am 04.01.2026

Zwei Frauen kämpfen für ihre Träume

Montmartre - Traum und Schicksal
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Traum und Schicksal, zwei Begriffe, die diesen Roman meiner Meinung nach gut zusammenfassen. Valérie Dumas muss aus familiären Gründen den älteren und nicht besonders sympathischen Künstler Baptiste Germain ...

Traum und Schicksal, zwei Begriffe, die diesen Roman meiner Meinung nach gut zusammenfassen. Valérie Dumas muss aus familiären Gründen den älteren und nicht besonders sympathischen Künstler Baptiste Germain heiraten. Elise Lambert, die andere Hauptprotagonistin, muss lernen, dass Freundschaften nicht alle Krisen überstehen und dass Machenschaften und Neid unter Frauen anders als bei Männern, aber nicht minder bösartig ablaufen können.

Valérie versucht trotz der schwierigen Eheverhältnisse, ihren Traum von der Malerei weiterzuleben. Genau darin liegt einer der großen Treiber der Handlung, die gut zeigt, wie es Frauen zu dieser Zeit erging. Es war ein harter Kampf in einer Männerdomäne, und Frauen hatten kaum Möglichkeiten, ihre Wünsche und Vorstellungen zu artikulieren. Elise hingegen erkennt, dass der Alltag im Tanz aus Freundinnen Rivalinnen machen kann und dass das Leben seine eigenen Gesetze schreibt.

Beide Frauen sind sehr starke Persönlichkeiten und hatten meine Sympathie. Für mich ist Valérie jedoch die größere Heldin, weil sie es schafft, das Beste aus ihrem Schicksal zu machen, und eine Entwicklung durchläuft, die für mich noch stärker wirkt als die von Elise.

Die vielen Nebenfiguren, teilweise reale Persönlichkeiten wie z.B. der Kunstmaler Henri de Toulouse-Lautrec, sorgen für eine Vielfalt an Charakteren, die den Roman tragen. Henri hat mir in diesem Band besser gefallen als im ersten. Er zeigt in einigen Passagen seinen im Innersten liebevollen Charakter, auch wenn er insgesamt eine sehr tragische Figur dieser Dilogie bleibt.

Der Schreibstil der Autorin ist gut lesbar und verständlich. Besonders gefallen hat mir die Darstellung der politischen Situation in Paris und Frankreich zu dieser Zeit, die die Autorin anpassenden Stellen in den Roman einfließen lässt.

Das Ende des Romans hat mir persönlich nicht ganz so zugesagt, aber das ist natürlich immer eine subjektive Sache. Insgesamt bleibt der Eindruck aber sehr positiv. Ein Roman über die Träume von Frauen und ihr Schicksal in einer Epoche großer Umwälzungen und Veränderungen.

9/10 P.

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