Cover-Bild Montmartre - Traum und Schicksal
Band 2 der Reihe "Montmartre"
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17,00 €
inkl. MwSt
  • Verlag: Goldmann
  • Themenbereich: Belletristik - Belletristik: Generationenroman
  • Genre: Romane & Erzählungen / Historische Romane
  • Seitenzahl: 608
  • Ersterscheinung: 12.11.2025
  • ISBN: 9783442206551
Marie Lacrosse

Montmartre - Traum und Schicksal

Roman
Stimmungsvoll, packend, leidenschaftlich: Band 2 der großen Montmartre-Saga der SPIEGEL-Bestseller-Autorin

Paris 1889: Elise Lambert und Valérie Dumas wurden am selben Tag geboren. Sonst haben die beiden Frauen nicht viel gemeinsam. Nach der Eröffnung des Moulin Rouge steigt Elise Lambert rasch zum Star des Tanz-Ensembles auf. Darunter leidet ihre Freundschaft mit der Tänzerin La Goulue. Obwohl der Maler Toulouse-Lautrec sie durch seine Werke immer bekannter macht, betrachtet La Goulue Elise zunehmend als Konkurrentin. Die Situation eskaliert, als sich ein reicher Adeliger für Elise interessiert. Unterdessen heiratet die aus gutem Hause stammende Valérie Dumas auf Drängen ihres Vaters den konservativen Künstler Baptiste Germain. Sie findet sich nur mühsam in den engen Schranken dieser Ehe zurecht und kämpft weiter um ihre eigene Zukunft als Malerin. Können Elise und Valérie ihre großen Träume verwirklichen?

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Lesejury-Facts

Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 10.01.2026

Das Leben der Frauen am Montmartre Ende des 19. Jahrhunderts

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Mit „Montmartre – Traum und Schicksal“ schließt Marie Lacrosse ihre zweibändige Montmartre-Saga. Der exzellent und aufwändig recherchierte historische Familienroman erzählt die Geschichte zweier Frauen ...

Mit „Montmartre – Traum und Schicksal“ schließt Marie Lacrosse ihre zweibändige Montmartre-Saga. Der exzellent und aufwändig recherchierte historische Familienroman erzählt die Geschichte zweier Frauen verschiedener Herkunft mit großem Talent: von Valérie, der begeisterten Kunstmalerin, und Elise, der begabten Revue-Tänzerin. Für Quereinsteiger auch ohne Vorkenntnisse kein Problem, aber ich empfehle dringend, mit Band 1 zu beginnen, um die Entwicklung und die Vorgeschichte der Protagonistinnen in allen Facetten zu erleben.

Das Cover mit dem Blick auf die Seine, im Vordergrund eine im Stil des 19. Jhs gekleidete elegante Dame, stimmt bereits wunderbar auf die Lektüre ein. Der 2025 erschienene Roman gliedert sich in vier Teile, deren Untertitel (Wunsch und Wirklichkeit, Hoffnung und Träume, Harte Wahrheiten, Schwere Entscheidungen) widerspiegeln, wie schwierig es sich für die Protagonistinnen gestaltet, ihre Wünsche, Sehnsüchte und Träume zu verwirklichen. Die Kapitel sind mit Überschriften versehen, die Zeit-und Ortsangaben umfassen, was den Perspektivenwechsel zwischen den beiden Handlungssträngen – also zwischen Elises und Valéries Leben – sehr übersichtlich machen. Die Handlung erstreckt sich über einen Zeitraum von rund 6 Jahren (1889 bis 1895) und spielt vorwiegend am Montmartre, Paris. Der umfangreiche Personenkreis ist anhand der detaillierten Liste mit Kennzeichnung der historischen Persönlichkeiten gut überschaubar. Auch der Stadtplan vom Montmartre Ende des 19. Jhs ist sehr hilfreich.

Der Schreibstil ist flüssig, anschaulich beschreibend, ohne auszuufern. Fakten und Fiktion sind exzellent miteinander verwoben. Der Roman basiert auf sehr gründlichen Recherchen, primär geht es ums Gesellschaftsbild mit Schwerpunkt Kunstmaler und Varietetanzlokale. Bedeutende Ereignisse jener Zeit wie der Bau von Sacre Coeur, aber auch Schicksalhaftes und Dramatisches wie der Panamaskandal, die anarchistische Bewegung und die Affäre Dreyfus spielen in die Handlung mit hinein. Meisterhaft gelingt es der Autorin, en passant, verwoben mit den Lebensumständen der Protagonistinnen, Wissen zu vermitteln, wobei es stets spannend und lebendig wirkt. Im Nachhang wird ausführlich Wahrheit und Fiktion erklärt. Neben dem Quellennachweis sind sowohl die im Roman erwähnten Gemälde aufgelistet, als auch die Stilrichtungen näher erläutert. Ich fand all diese Hinweise stets sehr hilfreich bzw. habe ich mir immer wieder Gemälde übers Internet angesehen. Vielmals hätte ich mich gerne in die Museen gebeamt, um die Werke in natura betrachten zu können.

Die Handlung entwickelt sich chronologisch parallel. Primär leben die beiden Frauen in verschiedenen Welten, doch kreuzen sich ihre Wege immer wieder. Die handelnden Personen, ob fiktiv oder historisch belegt, wirken allesamt sehr lebendig, authentisch. Je mehr sie im Mittelpunkt stehen, desto facettenreicher sind ihre Charaktere dargestellt, mit Schwächen und Stärken und gefühlsstark. Valèrie und Elise sind sympathische, willensstarke, begabte Frauen, die nicht dem damals üblichen Frauenbild entsprechen. Sie wollen ihre eigenen Wege gehen, ihre Selbstständigkeit bewahren. Ein Wunsch, der zuzeiten des geltenden Code Civil in Frankreich besonders herausfordernd ist, denn Napoleons Gesetz gibt den Ehemännern jedwedes Recht über ihre Partnerinnen. Diese sind ihnen auf Gedeih und Verderb ausgeliefert. Das bekommt nicht nur die in die Prostitution abgerutschte Simone, Elises Schwester, zu spüren, als sie von ihrem Mann, einem Zuhälter, gnadenlos in die miesesten Bordelle von Paris gesteckt wird, sondern auch Valèrie als Gattin eines vermögenden Kunstmalers, als er auf ihren Drang nach Eigenständigkeit mit maßloser Gewalt reagiert. Trotz aller Widrigkeiten erkämpfen sich die beiden Frauen ihr Glück und Freiheit.

Beide Romane haben mich begeistert. Angefangen von den sympathischen Protagonistinnen, deren Leben spannend erzählt wird, abwechslungsreich, mit romantischen Momenten, dramatischen Ereignissen, mit Szenen voller Emotionen und Lebendigkeit, und einem umfassenden Einblick in die damalige Künstlerszene am Montmartre.

Unbedingte Leseempfehlung und 5 Punkte.

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Veröffentlicht am 04.01.2026

Le rêve et le destin ...

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Der zweite Band der Dilogie rund um den Montmarte von Marie Lacrosse bescherte mir ein spannendes und emotionales Wiedersehen mit den beiden Protagonistinnen, Elise Lambert und Valérie Dumas, die zwar ...

Der zweite Band der Dilogie rund um den Montmarte von Marie Lacrosse bescherte mir ein spannendes und emotionales Wiedersehen mit den beiden Protagonistinnen, Elise Lambert und Valérie Dumas, die zwar am selben Tag aber in völlig unterschiedliche Welten geboren wurden.

Die aus ärmlichen Verhältnissen stammende Elise Lambert scheint es geschafft zu haben. Sie feiert große Erfolge als Tänzerin im neu eröffneten Moulin Rouge und steigt rasch zu einem der Stars des Etablissements auf. Doch das Leben im berühmten Künstlerviertel Montmartre zeigt ihr auch immer wieder die Schattenseiten des Ruhms. Neid und Missgunst machen ihr oft das Leben schwer und verweisen sie mehr als einmal in ihre Schranken.

Auch Valérie Dumas, die junge Frau aus gutem Hause, kämpft, denn die ungewollte Ehe mit dem Widerling Baptiste Germain zwingt sie immer wieder in ihre Grenzen. Ihr Wunsch, selbst Malerin zu werden, wird von ihrem Ehemann abgelehnt, ja sogar verboten, und wird somit immer mehr in den Hintergrund gedrängt. Bald ist obendrein ihre Freundschaft mit dem berühmten Künstler Henri de Toulouse-Lautrec in Gefahr.

Wird es Elise und Valerié am Ende gelingen, ihre beiden Leben zu ihrer eigenen Zufriedenheit gestalten zu dürfen?

Wie schon der erste Band zeichnet auch „Traum und Schicksal“ wieder ein realistisches Bild des späten 19. Jahrhunderts in Paris, in dem die Glanzwelt der Can-Can-Tänzerinnen und die düstere Realität der Armut und gesellschaftlichen Konventionen aufeinandertreffen. Mit jeder Seite, die ich umblätterte, spürte ich die Begeisterung, mit welcher die sympathische Autorin Marie Lacrosse, vielen vielleicht auch bekannt unter ihrem echten Namen Marita Spang, sich dem Schreiben und natürlich der vorangegangenen Recherche hingab. Mit ihrem Pariser Zweiteiler hat sie mehr als ein aufregendes Thema in den Mittelpunkt ihres Romans gestellt und damit meine eigene Begeisterung entfacht. Von mir gibt es natürlich wieder fünf funkelnde Sterne verbunden mit der Hoffnung auf bald neue Zeilen aus ihrer talentierten Schreibfeder. Liebe Marie, gerne empfehle ich diesen und alle deine anderen Bücher weiter. À bientôt!

Veröffentlicht am 04.01.2026

Zwei Frauen kämpfen für ihre Träume

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Traum und Schicksal, zwei Begriffe, die diesen Roman meiner Meinung nach gut zusammenfassen. Valérie Dumas muss aus familiären Gründen den älteren und nicht besonders sympathischen Künstler Baptiste Germain ...

Traum und Schicksal, zwei Begriffe, die diesen Roman meiner Meinung nach gut zusammenfassen. Valérie Dumas muss aus familiären Gründen den älteren und nicht besonders sympathischen Künstler Baptiste Germain heiraten. Elise Lambert, die andere Hauptprotagonistin, muss lernen, dass Freundschaften nicht alle Krisen überstehen und dass Machenschaften und Neid unter Frauen anders als bei Männern, aber nicht minder bösartig ablaufen können.

Valérie versucht trotz der schwierigen Eheverhältnisse, ihren Traum von der Malerei weiterzuleben. Genau darin liegt einer der großen Treiber der Handlung, die gut zeigt, wie es Frauen zu dieser Zeit erging. Es war ein harter Kampf in einer Männerdomäne, und Frauen hatten kaum Möglichkeiten, ihre Wünsche und Vorstellungen zu artikulieren. Elise hingegen erkennt, dass der Alltag im Tanz aus Freundinnen Rivalinnen machen kann und dass das Leben seine eigenen Gesetze schreibt.

Beide Frauen sind sehr starke Persönlichkeiten und hatten meine Sympathie. Für mich ist Valérie jedoch die größere Heldin, weil sie es schafft, das Beste aus ihrem Schicksal zu machen, und eine Entwicklung durchläuft, die für mich noch stärker wirkt als die von Elise.

Die vielen Nebenfiguren, teilweise reale Persönlichkeiten wie z.B. der Kunstmaler Henri de Toulouse-Lautrec, sorgen für eine Vielfalt an Charakteren, die den Roman tragen. Henri hat mir in diesem Band besser gefallen als im ersten. Er zeigt in einigen Passagen seinen im Innersten liebevollen Charakter, auch wenn er insgesamt eine sehr tragische Figur dieser Dilogie bleibt.

Der Schreibstil der Autorin ist gut lesbar und verständlich. Besonders gefallen hat mir die Darstellung der politischen Situation in Paris und Frankreich zu dieser Zeit, die die Autorin anpassenden Stellen in den Roman einfließen lässt.

Das Ende des Romans hat mir persönlich nicht ganz so zugesagt, aber das ist natürlich immer eine subjektive Sache. Insgesamt bleibt der Eindruck aber sehr positiv. Ein Roman über die Träume von Frauen und ihr Schicksal in einer Epoche großer Umwälzungen und Veränderungen.

9/10 P.

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Veröffentlicht am 19.12.2025

Reise in eine andere Welt und Zeit

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Worum geht’s?
Paris 1889: Um ihre Eltern aus der finanziellen Notlage zu retten, geht Valérie eine Ehe mit dem ihr zutiefst verhassten Baptiste ein. Eine Verbindung, die sie in ein Leben drängt, das sich ...

Worum geht’s?
Paris 1889: Um ihre Eltern aus der finanziellen Notlage zu retten, geht Valérie eine Ehe mit dem ihr zutiefst verhassten Baptiste ein. Eine Verbindung, die sie in ein Leben drängt, das sich fremd, eng und falsch anfühlt. Währenddessen setzt Elise ihre Laufbahn als Tänzerin im Moulin Rouge fort – doch auch sie muss sich fragen, wie ihre Zukunft aussehen kann und welchen Preis ihre Träume und ihr Leben fordern werden.

Meine Meinung:
Im zweiten und abschließenden Band der Dilogie „Montmartre – Traum und Schicksal“ entführt uns Marie Lacrosse erneut ins Paris des späten 19. Jahrhunderts. Die Geschichte knüpft nahtlos an Band 1 an, und ich war sofort wieder mittendrin: im Rausch des Varietés, in schillernden Nächten, auf der Butte Montmartre ebenso wie in den feinen Salons der besseren Gesellschaft. Mit ihrer bildgewaltigen Sprache lässt die Autorin diese Epoche lebendig werden – es fühlt sich an wie eine Zeitreise in ein pulsierendes, widersprüchliches Jahrhundert voller Sehnsucht, Glanz und Abgründe.

Erneut stehen Elise und Valérie im Mittelpunkt – zwei Frauen, die unterschiedlicher kaum sein könnten. Genau dieser Kontrast macht den Reiz dieser Dilogie aus. Elise, aus einfachen Verhältnissen, kämpft ums Überleben und um Anerkennung. Valérie hingegen stammt aus gutem Hause, wird jedoch ebenfalls von schweren Schicksalsschlägen und gesellschaftlichen Zwängen eingeholt. Die Unterschiede könnten größer kaum sein, und doch zeigt Lacrosse eindrucksvoll: Hinter jeder Fassade wird gekämpft, besonders von Frauen. Die Einblicke in die verschiedenen Bevölkerungsschichten sind faszinierend und schonungslos zugleich. Auch Henri und André begegnen wir wieder – starke, vielschichtige Figuren, die der Geschichte zusätzliche Tiefe verleihen.

Die Handlung selbst ist erneut ein echtes Highlight. Historische Fakten und fiktionale Elemente, reale Persönlichkeiten und erfundene Schicksale verweben sich zu einem mitreißenden Pageturner. Traum und Schicksal ist hier Programm. Politische Umbrüche, Solidarität unter den Menschen, große Gefühle, Hoffnungen, zerplatzte Träume und hart erkämpfte Freiheiten prägen diese Geschichte. Besonders eindrücklich fand ich die Perspektive von Simone, Elises Schwester. Ihr Leben an der Seite von Luc ist brutal, beklemmend und zeigt gnadenlos, wie hart diese Zeit sein konnte. Dazu kommen die Kämpfe der Frauen um ihren Platz in der Kunstwelt, die sogenannten Malweiber – ein Begriff, der allein schon Bände spricht.

All das sind nur Schlaglichter, Stichpunkte dessen, was hängen geblieben ist – samt der Geschichten, die dahinterstehen. Was im ersten Band fesselnd begann, wird hier konsequent, intensiv und emotional weitergeführt. Ich habe dieses Buch gelebt und geatmet und, um es mit La Goulue zu sagen: Ich habe es regelrecht verschlungen. Die schillernden Farben, die rohen Emotionen und die Wucht der Schicksale hallen noch lange nach. Das Zuschlagen des Buches fühlte sich an wie das Erwachen aus einem intensiven, lebendigen Traum. Ich habe alles daran geliebt.

Fazit:
„Montmartre – Traum und Schicksal“ von Marie Lacrosse ist der opulente, emotionale Abschluss ihrer grandiosen Dilogie. Leidenschaft, historische Tiefe und starke Frauenfiguren verschmelzen zu einem intensiven Leseerlebnis, das nachhallt wie eine Nacht im Moulin Rouge. Ein Roman, den man nicht einfach liest, sondern erlebt – und viel zu schnell verschlingt.

5 schillernde Sterne von mir!

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Veröffentlicht am 09.12.2025

Elise und Valérie kämpfen weiter für ihr Glück

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Ende des 19. Jahrhunderts in Paris: Tänzerin Elise Lambert und Valérie Dumas, Malerin und Tochter eines Kunstexperten, haben mit Ausnahme ihres Geburtstags nicht viel gemeinsam. Doch beide haben einen ...

Ende des 19. Jahrhunderts in Paris: Tänzerin Elise Lambert und Valérie Dumas, Malerin und Tochter eines Kunstexperten, haben mit Ausnahme ihres Geburtstags nicht viel gemeinsam. Doch beide haben einen Traum. Elise hat es geschafft, im Moulin Rouge als Star-Tänzerin aufzutreten. Aber sie muss dafür Opfer bringen. Valérie würde gerne als Malerin Anerkennung finden, wird jedoch in die Ehe mit dem Künstler Baptiste Germain gedrängt. Auch sie muss für ihre Freiheit kämpfen.

„Montmartre - Traum und Schicksal“ ist der zweite und finale Band der Montmartre-Dilogie von Marie Lacrosse.

Die Handlung von Band 2 schließt an den ersten Teil an und umfasst die Jahre 1889 bis 1895. Sie spielt an wechselnden Örtlichkeiten. Dennoch fällt die Orientierung dank übersichtlich eingefügten Orts- und Zeitangaben leicht. Erzählt wird die Geschichte in 51 Kapiteln, die sich über vier Teile erstrecken und von einem Pro- und einem Epilog eingerahmt werden.

Wieder einmal liefert das Paperback umfangreiches Zusatzmaterial: einen Stadtplan von Montmartre vom Ende des 19. Jahrhunderts, eine vollständige Personenübersicht, ein Quellenverzeichnis, eine Liste der erwähnten Kunstwerke und Erläuterungen zu Stilrichtungen der Malerei. Dieser bemerkenswerte Service trägt dazu bei, dass sich der Roman auch ohne Vorkenntnisse wunderbar verstehen lässt.

Wie schon im ersten Band nehmen zwischenmenschliche Themen und Konflikte viel Raum ein, was die Geschichte immer wieder berührend macht. Darüber hinaus spielen erneut die Künste eine wichtige Rolle, insbesondere der Tanz und die Malerei. Dabei schafft der Roman eine mühelos erscheinende Kombination von Unterhaltung und historischer Wissensvermittlung, denn es sind immer wieder interessante Details aus der französischen Historie in den Text eingewebt.

Die beiden Protagonistinnen, Elise Lambert und Valérie Dumas, stehen auch diesmal im Mittelpunkt. Zwei sympathische und interessante Charaktere, deren Schicksale ich gerne weiterverfolgt habe. Darüber hinaus gibt es zahlreiche weitere Figuren, darunter historische Persönlichkeiten und Charaktere, die an solche angelehnt sind.

Auf den rund 580 Seiten bleibt die Handlung kurzweilig und zugleich glaubwürdig. Schon nach den ersten Kapiteln entsteht ein Lesesog, dem ich mir nur schwer entziehen konnte.

Auch bei diesem Roman wird die Autorin ihrem Ruf gerecht, eine vorbildliche Recherche zu betreiben. In ihrem sehr lesenswerten und informativen Nachwort „Dichtung und Wahrheit“ gibt sie erneut preis, welche Details fiktiv und welche historisch belegt sind. Zudem bietet es einordnende Erläuterungen.

In sprachlicher Hinsicht ist der Roman ebenfalls gelungen. Die Dialoge wirken lebensnah, die Beschreibungen sind sehr anschaulich und eindrücklich. Gut gefallen hat mir auch, dass das Vokabular zwar ein wenig an die Zeit vor mehr als 100 Jahren angepasst ist, aber der Text dennoch unangestrengt wirkt und sehr gut lesbar ist.

Das Covermotiv und der Titel fügen sich prima zum ersten Band. Beides passt zudem zum Genre.

Mein Fazit:
Mit dem Abschluss ihrer Montmartre-Saga beweist Marie Lacrosse ein weiteres Mal, dass sie ein Garant für lesenswerte historische Unterhaltungsliteratur ist. Mit „Montmartre - Traum und Schicksal“ hat sie einen würdigen Abschluss ihrer neuesten Saga geschrieben. Leseempfehlung!