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Veröffentlicht am 24.09.2025

Wenn Masken fallen, kann Liebe entstehen

Das kleine Berghotel in Südtirol / Kochduell im Berghotel
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Mira Frey nimmt ihre Leser erneut mit in das kleine Berghotel Liebelei. Der Schreibstil ist wieder super flüssig und angenehm zu lesen. Zu Beginn der Kapitel gibt es immer eine Affirmation oder ein geheimen ...

Mira Frey nimmt ihre Leser erneut mit in das kleine Berghotel Liebelei. Der Schreibstil ist wieder super flüssig und angenehm zu lesen. Zu Beginn der Kapitel gibt es immer eine Affirmation oder ein geheimen Kochtipp der Protagonisten. Die Länge der Kapitel ist gut gewählt und gibt die Geschehnisse abwechselnd aus Sicht der Protagonisten wieder. Die Charaktere wirken anfangs etwas kühl, doch mit der Reise nach Südtirol setzt auch die charakterliche Veränderung ein, sodass die dann doch sympathisch und authentisch wirken. Das Cover ist sehr schon gestaltet und passt gut zu den anderen Büchern aus der Reihe.

Hauptprotagonisten sind Friederike und Sascha.
Friederike ist Köchin und liebt die Hausmannskost. Nachdem sie ihren Mann an Krebs verloren hat, hängt sie dieser Liebe nach. Sie ist oft auf dem Friedhof und sendet immer noch Voicemails an sein Handy. Ihre Freundin Annie bringt sie dazu, sich auf die Stelle im Berghotel zu bewerben und so schickt sie einen handschriftlichen Brief an das Hotel Liebelei.
Sascha ist Koch in einem Sterne-Restaurant. Er hofft auf eine Beförderung, doch als er erneut einen Chef vorgesetzt bekommt, fällt er in ein Loch. Seine Freundin Diana hat ihn für einen anderen verlassen und den gemeinsamen Hund behalten, sodass er mittlerweile ein richtiger Pessimist ist. Als ihm seine Therapeutin einen Urlaub im Berghotel verschlägt, schreibt er eine unmotivierte Bewerbung. Als er im Tierheim seinen Hund Flummi wiederentdeckt und ihn zu sich holen will, wird ihm klar gemacht, das Tiere in dem Wohnkomplex nicht erwünscht sind. Da kommt ihm die Zusage vom Hotel gerade recht und er macht sich auf den Weg nach Südtirol.

Was Friederike und Sascha nicht ahnen ist, dass sie sich nach der kurzen und sehr unangenehmen Zeit im gemeinsamen Restaurant gerade auf dem Weg ins Berghotel wiedersehen. Schnell fängt Sascha wieder an Freddy zu provozieren und genießt es, wie sie auf seinen Spitzen reagiert. Oma Rosie und die Anderen vom Hotel bemerken sofort die Schwingungen zwischen ihnen und glauben fest daran, dass der magische Wasserfall auch bei ihnen für ein Happy End sorgen wird. Doch kann sich Freddy mit seiner arroganten Art anfreunden und ist sie wirklich schon bereit ihren Mann Eli loszulassen? Kann Sascha Geschmack an der Hausmannskost finden und provoziert er Freddy vielleicht einfach nur, um bei ihr ihr Können noch mehr hervorzubringen? Fand er ihre Kochkünste wirklich so schlecht in dem Sterne-Restaurant oder war er schon damals unterbewusst mit seiner Lebens- und Arbeitssituation unzufrieden? Was lässt sie Rosie einfallen, um das Feuer bei den Beiden noch zu entfachen und kann es gut gehen, wenn zwei Köche mit völlig unterschiedlichen Herangehensweisen in einer Küche stehen?

Mira Frey hat eine humorvolle und vergnügliche Liebesgeschichte im Berghotel geschaffen, wo auch ein paar schwierige Themen angesprochen werden, die aber nicht zu erdrückend wirken. Es ist eine gelungene Fortsetzung der Reihe und man reist als Leser immer wieder gerne nach Südtirol.

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Veröffentlicht am 22.09.2025

Eine Flucht vor den Gefühlen

This could be forever
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Lilly Lucas nimmt ihre Leser ein letztes Mal mit nach Hawaii. Der Schreibstil ist flüssig und sehr angenehm zu lesen. Die Kapitellänge ist gut gewählt. Als Leser kann man gut mit den Charakteren mitfühlen, ...

Lilly Lucas nimmt ihre Leser ein letztes Mal mit nach Hawaii. Der Schreibstil ist flüssig und sehr angenehm zu lesen. Die Kapitellänge ist gut gewählt. Als Leser kann man gut mit den Charakteren mitfühlen, da sie authentisch und sympathisch wirken. Die Sprecherin des Hörbuchs hat eine deutliche Aussprache und transportiert die Emotionen sehr gut. Das Cover ist passend zur Reihe gestaltet.

Die Hauptprotagonisten sind Millie und Griffin.
Millie ist Regisseurin und bekommt unerwartet das Angebot eine Folge eine Netflix-Doku zu drehen. Doch die Euphorie hält nicht lange, denn ausgerechnet in dieser Folge soll es um den Big-Waves Surfer Griffin Chipman gehen. Bis zum tragischen Tod ihres Bruders waren die Beiden ein Paar, doch als er sich für seinen Sport und gegen Millie entschieden hat, wollte sie ihn nie wieder sehen.
Griffin liebt seinen Sport und ist der Shootingstar in der Surfer-Szene. Millies Bruder war damals sein Schlepper und die Beiden lebten den selben Traum. Auch er hatte sehr zu kämpfen mit dem Verlust seines guten Freundes, doch er sucht weiterhin das Risiko.
Millie trifft auf ein Team, dass von der Neubesetzung des Regisseurs nichts wusste. Sie hofft trotzdem auf eine gute Zusammenarbeit und will sich nicht anmerken lassen, wie nahe sie Chip früher stand. Doch beim Interview am ersten Drehtag geraden sie aneinander, da Millie die Vergangenheit nicht so einfach außenvor lassen kann. Sie gesteht ihrem Team, dass sich die Beiden einst sehr nah standen und versucht danach die Vergangenheit ruhen zu lassen. Doch alles an der Insel erinnert sie an ihren Verlust und was sie hinter sich gelassen hat. Doch sie merkt auch, dass sie ihren Vater und die Insel vermisst hat. Kann sie ihre Angst überwinden und das Risiko eingehen erneut einen geliebten Menschen an das Meer zu verlieren? Werden Chip und Millie einen Weg finden, diese Serie zu drehen und können sie vielleicht sogar gemeinsam einen Weg finden, den Verlust aufzuarbeiten. Wird Millie dann die Beweggründe von Chip besser verstehen? Wird der Produzent mit den Aufnahmen zufrieden ein oder geht es ihm nicht tief genug. Wird Millie sich wieder von Hawaii verabschieden können oder sind die Wunden in ihrer Seele einfach zu tief, um weiter auf der Insel bleiben zu können?

Mit This could be forever schafft Lilly Lucas den perfekten Abschluss der Reihe. Die Bände können einzeln gelesen werden. Im letzten Band gibt es auch einige Wiedersehen mit den anderen Charakteren, sodass man auch etwas über deren Weiterentwicklung erfährt. Die schwierigen Themen hat Lilly Lucas gut eingebaut und sodass der Roman trotzdem leicht wirkt.

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Veröffentlicht am 18.09.2025

Flucht aus einer toxischen Beziehung

Lost Girls − Breathing for the First Time
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Nikola Hotel hat mit Lost Girls einen Roman erschaffen, der sich mit dem sensiblen Thema einer toxischen Beziehung befasst. Der Schreibstil ist sehr angenehm zu lesen und durch die verschiedenen Darstellungen, ...

Nikola Hotel hat mit Lost Girls einen Roman erschaffen, der sich mit dem sensiblen Thema einer toxischen Beziehung befasst. Der Schreibstil ist sehr angenehm zu lesen und durch die verschiedenen Darstellungen, ist auch gut zu erkennen, wann es sich um Zeitungsartikel, Textnachrichten oder social Media Posts handelt. Die Hauptprotagonistin wirkt sympathisch und authentisch, sodass man sich als Leser gut in ihre schwierige Lage hineinversetzen kann. Das Cover ist sehr schön gestaltet. Die Stimme der Hörbuchsprecherin ist angenehm anzuhören und die Aussprache deutlich.

Hauptprotagonistin ist die 21-jährige Darcy. Sie hat schon früh ihre Mutter verloren und ist bei ihrem Stiefvater Frank aufgewachsen. In der Highschool hat sie den talentierten Footballspieler Jason kennengelernt. Kurz nach ihrem Abschluss haben die Beiden geheiratet und Jason wurde zu einem erfolgreichen Footballspieler. Sie leben in einem Strandhaus und haben einen gemeinsamen Hund. Doch Darcy wird immer einsamer, denn ihr Mann überwacht sie und versucht sie von einem normalen Sozialleben abzuschotten. Ihr ist klar, dass ihr Mann sie nicht so einfach gehen lässt und sie auch keinen Anwalt finden wird, der sich mit einem Footballstar anlegt. Doch als er sie psychisch immer wieder mit der Verletzung des gemeinsamen Hundes zu Handlungen zwingt und sie eines Abends sogar handgreiflich gegen sie wird, wird ihr klar, dass sie aus dieser Beziehung raus muss. Und da sie keine Hilfe zu erwarten hat und er immer deutlich macht, dass sie ihm gehört solange sie lebt, plant sie ihm ihren Tod vorzutäuschen. Ihr Plan gelingt und sie verändert ihr Aussehen, besorgt sich eine neue Identität und geht weg. Sie will auf eine reine Frauenuniversität und dort endlich ein eigenständiges Leben beginnen, wo sie ganz sie selbst sein kann. Sie findet in Blair schnell eine Freundin und Mitbewohnerin, doch was sie nicht ahnt ist, dass ihr Nachbar Ellis ihre wahre Identität ans Licht bringen könnte. Wird er sie verraten und Jason zu ihr führen? Wird Jason je aufhören nach ihr zu suchen, wenn es keine Leiche gibt und wird er sie gehen lassen, wenn er sie doch findet? Kann sie ihren geliebten Hund zu sich holen und bewirken, dass Jason ihr nie wieder zu nahekommt? Wird sie sich ohne die finanzielle Unterstützung ihres Mannes ein Leben aufbauen können oder muss sie einsehen, dass Jason ihre Zukunft ist?

Ein fesselnder Roman, der von den schmerzhaften und intensiven Erfahrungen eine Frau berichtet, die jahrelang in einer toxischen Beziehung lebt und der so nach und nach klar wird, was ihr Mann eigentlich mit ihr Macht. Der erste Band macht auf jeden Fall neugierig auf die Fortsetzung und zeigt, wie schwer es ist, aus einer solchen Beziehung zu entfliehen.

  • Einzelne Kategorien
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Veröffentlicht am 18.09.2025

Die Rückkehr zu den Wurzeln

Die kleine Villa am Gardasee (Sehnsucht nach Italien 1)
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Hanna Holmgren nimmt ihre Leser diesmal nach Altoforra an den Gardasee. Der Schreibstil ist flüssig, bildhaft und sehr angenehm zu lesen. Die Kapitel haben eine gute Länge und als Leser kann man sehr gut ...

Hanna Holmgren nimmt ihre Leser diesmal nach Altoforra an den Gardasee. Der Schreibstil ist flüssig, bildhaft und sehr angenehm zu lesen. Die Kapitel haben eine gute Länge und als Leser kann man sehr gut der Zeitschiene folgen. Die Protagonisten wirken authentisch und sympathisch, sodass man sich gut in deren Gefühlswelt hineinversetzen kann. Das Cover ist passend zur Geschichte gestaltet.

Hauptprotagonistin ist Saskia. Sie arbeitet in der Firma ihres Vaters und versucht eine leitende Position zu bekommen. Ihre Mutter ist gestorben, als sie 13 Jahre alt war, und seither war sie auch nicht mehr in deren Heimat. Ihr Vater stellt die Firma schon immer an erste Stelle. Als sie einen Anruf aus Italien erhält, indem sie erfährt das ihre Großtante gestorben ist und sie das Haus erbt, muss sie sich entscheiden, ob sie an den Ort ihrer Kindheit zurückkehren will. Ihre Großtante hat als Bedingung gemacht, dass sie einige Zeit in Italien verbringen muss. Auch wenn es ihr widerstrebt, so lange bei der Arbeit zu fehlen, lässt sie sich darauf ein und will den Haushalt in den 3 Wochen auflösen und das Haus verkaufen. In Altoforra angekommen, merkt sie schnell, wie beliebt ihre Großtante Maria war und wie erholsam solch eine Auszeit sein kann. Plötzlich findet sie keine Motivation für die Arbeit und bearbeitet die Mails nur aus Pflichtgefühl. Je öfters sie auf die Bewohner des Dorfes trifft und umso mehr sie von Maria erfährt, umso häufiger stellt sie sich die Frage, ob ihr der Job in der Firma wirklich noch Spaß macht. Der attraktive Nachbar und Koch Stefano sorgt zusätzlich dafür, dass sie sich in Italien wohlfühlt. Zusammen mit der Kleinen Micetta entdeckt sie das Dorf und fragt sich nach und nach, ob sie wirklich die kleine Villa verkaufen soll. Kann sie sich ein Leben in Altoforra vorstellen und wie wird ihr Vater reagieren, wenn sie auf einmal nicht mehr in der Firma ist? Warum hat er sich nie die Zeit genommen, die Heimat seiner Frau Aurora kennenzulernen? Warum wollen sie viele Leute bei der Haushaltsauflösung helfen und was ist das Geheimnis des Festes, was einmal im Jahr in dem Dorf ausgerichtet wird? Warum hat Maria darauf bestanden, dass die Erbin eine längere Zeit in dem Haus verbringt, ehe sie das Erbe wirklich antreten darf? Und wird Saskia die 3 Wochen wirklich durchziehen oder die Auszeit abbrechen und damit das Erbe an das Dorf gehen lassen?

Der Roman ist eine gelungene Auszeit am Gardasee. Als Leser möchte man am liebsten direkt die Sachen für eine Wochenendauszeit in dem kleinen Dörfchen paschen. Gespannt, wie es in der Sehnsucht nach Italien Reihe weitergeht.

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Veröffentlicht am 04.09.2025

Die rätselhaften Wege des Schicksals

So weit die Liebe uns trägt (Liebesroman)
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Josefine Weiss nimmt ihre Leser diesmal mit auf eine Reise durch Deutschland. Der Schreibstil ist bildhaft, flüssig und sehr angenehm zu lesen. Die Länge der Kapitel ist gerade noch ok. Die Charaktere ...

Josefine Weiss nimmt ihre Leser diesmal mit auf eine Reise durch Deutschland. Der Schreibstil ist bildhaft, flüssig und sehr angenehm zu lesen. Die Länge der Kapitel ist gerade noch ok. Die Charaktere wirken sympathisch und authentisch. Das Cover ist im typischen Stil der Autorin gestaltet und passt gut zur Geschichte.

Hauptprotagonistin ist Lana. Sie lebt in St. Goarshausen und arbeitet seit vielen Jahren im Cafè Loreley-Plateu. Ihr Chef Spengler behandelt seine Mitarbeitet nicht gut und trotzdem macht sie immer wieder unbezahlte Überstunden, denn zu Hause wartet niemand auf sie. Ihr Vater hat die Familie vor 26 Jahren einfach verlassen und seitdem hat sie Probleme sich auf andere Menschen zu verlassen. Als am Morgen der attraktive Anton in das noch geschlossene Cafè stolpert und ihre Hilfe benötigt um seinen festgefahrenen Camper aus dem Schlamm zu befreien, ist sie hektisch und möchte ihn eigentlich nur loswerden. Gemeinsam schaffen sie den Camper aus dem Schlamm zu befreien, doch für Lana bedeutete das einen Kleidungswechsel. Als Anton später im Cafè erneut auftaucht und ein kleines Notizbuch mit der Silhouette der Loreley in seinen Händen hält, bringt sie das aus der Fassung. Es kommen Erinnerungen an ihre Kindheit hoch und so passieren ihr ein paar Fehler der Unachtsamkeit. Den nächsten Morgen kommt Lana zu spät zur Arbeit und da ihr Kollege krank ausfällt ist die Laune ihres Chefs noch schlechter. Doch mit neu gefasstem Mut, kündigt sie ihren Job und lässt sich auf die Reise mit Anton ein. Er reist im Gedenken an einen verstorbenen Menschen quer durch Deutschland und hat Lana angeboten mitzukommen. Nach kurzem Zögern lässt sie sich darauf ein und sie ahnt nicht, welche schicksalhafte Fügung die Beiden nähergebracht hat. Doch kann sie ihre Angst vom Verlassenwerden wirklich überwinden und das Abenteuer genießen. Hat ihr Vater sie jemals geliebt und kann sie Anton vertrauen? Wen hat Anton verliebt und woher hat er dieses Notizbuch?

Josefine schafft es schwierige Themen in dem Roman anzusprechen, aber trotzdem eine Wohlfühlatmosphäre zu schaffen. Man bekommt beim Lesen direkt Lust den Roadtrip nachzufahren und auch einfach mal auf eine Reise zu sich selbst zu gehen. Raus aus dem Alltag und mal etwas riskieren, ohne einen sicheren Plan B in der Hinterhand zu haben.

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