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Veröffentlicht am 16.11.2025

KI und Klimakriese

2050 – Überleben hat einen Preis
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Die Klimakriese hat ihren Preis gefordert. Hunderte, tausende, hunderttausende Menschen sind gestorben, Millionen auf der Flucht und noch immer ist die Erde nicht fertig mit ihrer Rache an der Spezies ...

Die Klimakriese hat ihren Preis gefordert. Hunderte, tausende, hunderttausende Menschen sind gestorben, Millionen auf der Flucht und noch immer ist die Erde nicht fertig mit ihrer Rache an der Spezies Mensch. Zu viel wurde abgebaut, zu viel verbraucht, zu viel Schindluder mit Mutter Erde getrieben. Und der Preis war hoch. Sehr hoch. Jetzt, wo es fast zu spät ist, will sich die Welt endlich zusammen schließen und gegen den Klimawandel vorgehen und retten, was noch zu retten ist.
Ein schier aussichtsloser Kampf, den entweder eine KI oder ein ehemaliger Präsident bestreiten soll. Gewählt von der Weltbevölkerung, ausgestattet mit der gesamten Macht aller.

Das Cover zeigt eine Großstadt. Versunken in einem Sand- und Feuersturm, ist ein Überleben nicht mehr möglich. Das Ende ist nicht nah. Es ist da!
Dieses Bild, zusammen mit dem Klapptext haben mich zu dem Buch greifen lassen.

Thomas R. Weaver zeichnet ein Szenario, das mir unter die Haut geht. Er lässt jede Katastrophe vor meinem inneren Auge erscheinen, auf die wir tatsächlich zu steuern. Nur wann ist gerade die Frage, die der Autor für sich schon beantwortet hat. Nicht irgendwann, sondern 2050 sind schon Hunderttausende an den Folgen des Klimawandel und den selbst herbeigeführten Katastrophen gestorben. Über den ganzen Globus rasen nicht nur Naturgewalten, sondern auch die Trauer über die verstorbenen.
Endlich scheint es ein Einsehen zu geben! Die Menschheit schließt sich zusammen, um eine Art Weltenherrscher zu wählen, der die Kriese endlich beenden soll. Ein Weg in eine lebenswerte Zukunft muss gefunden werden! Zusammen! Für jeden und nicht nur für die Superreichen! Das alles zeigt Thomas R. Weaver schonungslos auf. Es macht mich wütend, das zu lesen!
Und doch konnte mich das Gelesenen nicht wirklich an das Buch fesseln. Mir war es einfach viel zu politisch. Die Ränkespiele, so durchdacht sie auch waren, ermüdeten mich. Ich hatte mit einem Aktion geladenen Endzeit-Thriller gerechnet und mich auch darauf gefreut. Leider wurde ich von Politik und dem ewigen Hin und Her, den Spielchen der Reichen und Mächtigen überrascht. Oder eher heimgesuchte, denn das haben wir auch jetzt schon.

Die Protagonisten sind Thomas R. Weaver authentisch gelungen. Ich konnte mich ohne Probleme in sie hineinversetzen und ihren Handlungen folgen. Wobei hier Können nicht gleich Wollen war. Ich liebte die Reisen und die Beobachtungen, wie sich die Welt verändert hat. Die Cocktailpartys und Diskussionen hingegen nicht.
Die Idee, die Weltherrschaft einer KI zu überlassen und sie gegen einen alternden US Präsidenten antreten zu lassen, hat mir sehr gut gefallen! Denn gerade jetzt, im Hinblick auf die albanische Ministerin Diella, die ebenfalls eine KI ist, scheint die Zukunftsmusik gar nicht mehr so weit entfernt zu sein. Und ja, ich bin in vielen Bereichen ein Befürworter, denn rein objektiv betrachtet, wird eine KI bessere Entscheidungen treffen. z.B. im Baugewerbe, ob dort ein Haus entstehen darf oder nicht; oder wenn es um Berechnungen der Statik oder der gleichen geht. Sobald jedoch ein emotionaler Aspekt hinzukommt, verliert die KI. Dieses ungleiche Gleichgewicht in einem Buch herauszuarbeiten ist dem Autor sehr gut gelungen, vor allem im Hinblick auf den teils korrupten Gegner. Mir macht es Freude, die Gedanken schweifen zu lassen und mir Szenarien auszudenken, zu erweitern und weiter zu spinnen.

So spannend das Thema auch ist; mich konnte der Autor leider nicht abholen.

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Veröffentlicht am 16.11.2025

Glaube und Hoffnung

Das Schiff der verlorenen Kinder
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Nach einem besonders heftigen Streit mit den Eltern, finden sich die beiden Brüder Leo und Felix plötzlich auf einem Schiff wieder. Ihr Zimmer wurde aus der Wirklichkeit gerissen und befindet sich jetzt ...

Nach einem besonders heftigen Streit mit den Eltern, finden sich die beiden Brüder Leo und Felix plötzlich auf einem Schiff wieder. Ihr Zimmer wurde aus der Wirklichkeit gerissen und befindet sich jetzt auf der Seelenfänger; einem unheimlichen Schiff, dass mit Monstern bestückt, durch die immer währende Nacht fährt. Die einzigen Menschen an Bord sind Kinder, die sich selbst die Verschollenen nennen. Gequält in der Wirklichkeit finden sie sich in einem wahr gewordenen Alptraum wieder.
Doch so sollte es nicht sein, denn ursprünglich war das Schiff für gequälte Seelen konzipiert, um ihnen Frieden zu schenken...

Das Cover ist sehr dunkel gehalten. Es zeigt die Seelenfänger in ihrem gewaltigen Ausmaß. Sie glitzert förmlich in der Dunkelheit und droht Licht, Hoffnung und Leben zu verschlingen. Im Vordergrund, der Nachtturm, beschienen von silbrigem Mondlicht. Auch er wirkt nicht hoffnungsvoll, sondern bedrohlich und einsam.
Ich finde das Coverbild sehr stark gewählt. Es spricht von der Mutlosigkeit, die dem Buch innewohnt und lässt kaum gute Gedanken zu.

Boris Koch schreibt sehr stark und bildgewaltig. Es fiel mir erschreckend leicht, mich auf der Seelenfänger zu verlieren. Gemeinsam mit den Protagonisten schlich ich durch das geheime Labyrinth der Luftschächte, fürchtete mich in den schier endlosen Gängen des Schiffes und erschrak, wenn ein Monster meinen Weg kreuzte. Die Hoffnungslosigkeit, die Resignation und die Angst der Kinder und Jugendlichen schmeckte ich förmlich auf der Zunge und ließ mich in einen Strudel der Mutlosigkeit mitreißen.
Im Gegensatz zu den Passagieren konnte ich mich jedoch auch an der schillernden Phantasie des Autors erfreuen und die Umgebung bestaunen und bewundern! Denn bei all der vorherrschenden Dunkelheit, fand ich es auch faszinierend und ich staunte immer wieder über die Wendungen, die das Buch nahm!
Ursprünglich war das Schiff gebaut, um die Kinder und Jugendlichen aus ihren grausamen Zuhause zu retten. Der Wirklichkeit zu entreißen und ihnen ein Leben fernab der Quälereien zu ermöglichen. Doch mit den Kindern kamen auch die von ihnen erschaffenen Monster mit an Bord. Unbezwungen, ignoriert und zur Seite geschoben, rotteten sie sich zusammen und übernahmen das Kommando. Statt Glück herrschte plötzlich Terror und das Leben jenseits der Wirklichkeit gestaltete sich als noch viel grausamer. Und es gibt kein Entkommen. Außer, die Kinder stellen sich ihren Ängsten.

Doch der wirkliche Atem wurde von Boris Koch dem Buch durch seine Protagonisten eingehaucht. Ich liebe jeden von ihnen von konnte sofort eine Beziehung aufbauen. In der Atmosphäre der Angst und Unsicherheit glimmt ein kleiner Funke der Hoffnung. Der Hoffnung und der Zusammengehörigkeit. Denn in den tiefsten Tiefen des Schiffes, im Labyrinth, versteckt sich Asra. Sie beobachtet, analysiert und bleibt am Leben. Als die Brücher Leo und Felix plötzlich auftauchen, gibt sie ihnen Tipps. Das Wunder geschieht: Sie überleben einen Werwolfangriff, als sie Chrissy retten. Denn es ihr Werwolf, den es zu bezwingen gibt. Durch diese Tat schwappt die Hoffnung in einer kleinen Welle über das Schiff, die sich zu einer bahnbrechende Woge auftürmt.
Die Interaktion der Jugendlichen zeugt von viel Verstehen, Vertrauen und Glaube, die in meinen Augen nur Kindern gegeben ist, die noch an die eigene Unsterblichkeit glauben. Der Autor schenkt mir ein kleines Stückchen dieses Glauben; plötzlich ist alles möglich, was ich sehr spannend fand und mehr als gerne gelesen habe.

Das Schiff der verlorenen Kinder ist mehr als eine Reise ins Ungewisse. Es ist auch eine Reise ins Ich und regt zum Nachdenken, aber auch zum Träumen ein. Vieles ist möglich! Wenn man den richtigen Zauberspruch kennt und den Glauben an sich selber nicht verliert!

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Veröffentlicht am 26.10.2025

die Welt der Samtpfoten

Katzen
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Der Bildband von Tim Flach ist wunderschön! Selten habe ich Bilder dieser grazilen Wesen gesehen, die den Charakter der einzelnen Tiere und ihrer rassetypischen Merkmale so gekonnt eingefangen haben! Tim ...

Der Bildband von Tim Flach ist wunderschön! Selten habe ich Bilder dieser grazilen Wesen gesehen, die den Charakter der einzelnen Tiere und ihrer rassetypischen Merkmale so gekonnt eingefangen haben! Tim Flach scheint nicht nur ein Händchen für die Fotografie zu haben, sondern ist ein Tierversteher! Denn gerade Katzen lassen sich oft nicht mit Leckerchen, guten Worten oder sonst wie zu einem Foto bewegen, wenn sie nicht wollen. Dass solch großartige Bilder zustande gekommen sind, ist schlicht ein Geschenk!

Ich habe mir viele, eigentlich alle Bilder in Ruhe und mit viel Zeit angesehen. Der Blick, die Haltung, das Äußere, einfach alles, schien zu mir zu sprechen und mich gefangen zu nehmen. Oft habe ich nur ein Bild am Tag geschafft, da ich die Eindrücke genießen wollte. Der Text, der neben den Bildern fand, unterstrich das Gesehene gekonnt. Mal schmunzelte ich, mal war ich voller Staunen. Aber immer saugte ich die Informationen auf wie ein Schwamm. Irgendwie unterstrichen die Worte das Bild nochmal und umgekehrt.

Ich finde die meisten Bilder sehr intim und habe das Gefühl, dass Tim Flach genau in dem Moment abgedrückt hat, wenn die Seele der Katze bloß lag. Mal verspielt, mal träumerisch, mal wild, mal gelangweilt, mal die Diva und mal der mitteilungsbedürftige Bro von neben an. Alle unterschiedlich, alle authentisch. Und ganz wichtig: Alle wunderschön!

Ein Bildband, den jeder Katzenliebhaber lieben wird. Eine Reise in das Wesen der Katzen, die einfach nur begeistert! Ich kann nur Danke sagen für diese grandiosen Bilder!

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Veröffentlicht am 26.10.2025

Zip-Zap; Zappen-Duster

The Academy
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Lange dümpelt die Tiffin Academy unter fernerliefen im Ranking der besten Internate des Landes. Doch plötzlich belegen sie den zweiten Platz und der Aufschwung scheint über Nacht in den altehrwürdigen ...

Lange dümpelt die Tiffin Academy unter fernerliefen im Ranking der besten Internate des Landes. Doch plötzlich belegen sie den zweiten Platz und der Aufschwung scheint über Nacht in den altehrwürdigen Hallen einzuziehen.
Doch es ist nicht alles Gold, was glänzt; denn die Schüler und das Lehrpersonal hüten alle kleine und große Geheimnisse, die nicht ans Licht der Öffentlichkeit gelangen sollen. Bis, ja bis die App Zip-Zap dem ein Ende setzt. Und plötzlich wird ganz öffentlich die dreckige Wäsche gewaschen...

Das Cover zeigt den Campus der Tiffin Academy, genauso, wie ich mir ein Internat vorstelle. Rote Backsteingebäude, viel Grün, gekieste Wege, eine Kirche und natürlich Schülergruppen, die sich angeregt unterhalten. Ein idyllisches Bild, das ich ansprechend und gut fand. Denn unter der Oberfläche brodelt es bestimmt.

Elin Hilderbrand und ihre Tochter Shelby Cunningham haben einen modernen, innovativen und spannenden Gesellschaftsroman geschaffen, der mir sehr gut gefallen hat! Ich finde, dass man deutlich die Mischung aus jung und alt herauslesen kann, was dem Buch einen tollen Kick gibt! Die ganze Sprache, die Internet und Handy Nutzungen und das Wesen der Jugend, werden ebenso authentisch geschildert, wie das altehrwürdige und gediegene eines Internats. Die Denkweisen der Schüler und der Lehrer sind deutlich unterschiedlich und machen das Buch so lebendig und lesenswert. Zwei parallele Welten, die gleichzeitig eng verbunden sind. Beide versuchen sich zu verstehen und aufeinander einzugehen und scheitern. Hier und da zumindest, während sich an anderen Stellen das Altbewerte doch durchsetzt. Ich liebe diese Mischung und habe sie sehr genossen.

Im Mittelpunkt der Geschehnisse steht ein Jahr auf der Tiffin Academy. Der Lehrplan, die Lehrer, die Schüler und deren Eltern. Eigentlich kann dies überall auf der Welt spielen und doch ist es einzigartig, denn es betrifft nun mal die Menschen dort und auch nur diesen kleinen Personenkreis.
Die Dramen, die Freuden, die Leidenschaften und das Alltäglich lassen mich wie einen Voyeur durch eine Glasscheibe starren. Und nein, weg schauen kann ich nicht! Ich möchte gemeinsam mit den beiden Autorinnen die dunklen Geheimnisse ergründen. Wer mit wem und welche Eifersüchteleien es gibt.
Fast fühlte ich mich, wie wenn Zip-Zap allein aus meinen Wunsch geboren wurde. Denn es gibt nichts spannenderes, als Menschen zu beobachten, wie ihre Geheimnisse ans Licht gezerrt werden; wie sie darauf reagieren und natürlich ihre Mitmenschen. Zerbricht die Gemeinschaft, oder wächst sie?

Ich liebe jeden einzelnen Charakter, den Elin Hilderbrand und Shelby Cunningham ins Leben gerufen haben! Fein aufeinander abgestimmt, bilden sie eine wunderbare Einheit! Jedes Klischee wird bedient, keine Neugierde unbefriedigt. Und doch ist nichts vorhersehbar, sondern alles bleibt spannend. Gerne ließ ich mich treiben und genoss das Buch in vollen Zügen!

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Veröffentlicht am 19.10.2025

ein magisches Abenteuer

Die Gesellschaft für magische Objekte
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Alle sechs Monate trifft sich die Gesellschaft für magische Objekte bei Bell Street Books. Und wie es sich für eine geheime Gesellschaft gehört, finden diese Treffen in einem geheimen Kellerraum statt. ...

Alle sechs Monate trifft sich die Gesellschaft für magische Objekte bei Bell Street Books. Und wie es sich für eine geheime Gesellschaft gehört, finden diese Treffen in einem geheimen Kellerraum statt. Seit Generationen wird der Platz an den nächsten Angehörigen weiter gegeben; aber erst bei Ableben des Vorgängers.
Magda Sparks liebt die Treffen. Sie ist von allem verzaubert, was mit Magie zu tun hat. Auch wenn sie bisher ein einziges magisches Objekt - den Würfel der Wahrheit - sehen konnte. Die restlichen Artefakte sind gut verwahrt im Mechanischen Schrank.
Doch plötzlich erfährt die Gesellschaft von einem magischen Objekt, das in Hongkong aufgetaucht ist. Spontan biete Magda sich an, das Objekt zu sichern. Voller Vorfreude tritt sie die Reise an und landet in Chaos, Tod und Verderben.

Das Cover ist bezaubernd! Zusammen mit dem Klapptext zog es mich in den Bann des Buches und ich musste es einfach in die Hand nehmen und lesen! Es zeigt einen Schachturm, eine antike Münze und eine Sanduhr, die aus einer leuchtenden Tasche förmlich herausdrängen. Während des Lesens offenbarte sich nach und nach die Bedeutung der Gegenstände, was ich spannend fand und genoss! Ich hätte mir kein schöneres Bild für dieses Buch wünschen können! Es zeigt die schönsten Seiten der Magie, aber eben auch die dunklen Abgründe.

Gareth Brown hat mich sofort in seinen Bann gezogen. Er schreibt spannend, mitreißend und schafft es immer wieder, mich in die Irre zu leiten. Ich liebe die überraschenden Wendungen, die das Buch nimmt und war immer wieder aufs Neue überrascht und begeistert!
Besonders gut hat mir die Atmosphäre gefallen! Das Buch beginnt ruhig, gesättigt und zufrieden; Voller gutmütiger Klischees. Eine Geheimgesellschaft trifft sich alle sechs Monate in einem Keller. Sie essen Kekse, trinken Tee und unterhalten sich. Gemütlicher kann es fast nicht mehr sein. Zwei ältere Herren und eine junge, dynamische, neugierige Frau. Bis diese Ruhe von den Ereignissen durchbrochen wird.
Und zack ändert sich einfach alles! Gareth Brown wird von dem ruhigen, gesetzten Erzähler zu einem Autor, der spielerisch mit Magie, aber auch mit Action und Brutalität umzugehen weiß! Selbst rückblickend bin ich immer noch fasziniert, wie leicht die Wechsel dem Autor fallen, ohne das etwas auf der Strecke bleibt, zu kurz kommt, unübersichtlich oder merkwürdig scheint. Handlung, Personen, Orte und Ereignisse sind perfekt aufeinander abgestimmt und bilden eine rundum stimmigen Lesegenuss.
Dank der bildlichen Beschreibung konnte ich mir nicht nur die Schatulle der Unmöglichkeit, den Atlas der Verlorenen Dinge, sondern auch das Wirken der Magie und die Örtlichkeiten vor meinem inneren Auge vorstellen. Wie ein Film liefen die Szenen ab und ich genoss jede einzelnen davon!

Was Gareth Brown so spielerisch mit der Handlung gelang, funktionierte auch mit seinen Protagonisten! Ich liebe jeden einzelnen von ihnen und konnte problemlos eine Beziehung zu ihnen aufbauen.
Allen voran natürlich zu Magda Sparks. Die junge Autorin, die sich Dank ihrer schriftstellerischen Fähigkeiten die Neugierde auf das Unmögliche bewahrte und immer wieder mit neuen Situationen - magischen Situationen - zurecht kommen muss. Scheinbar spielerisch akzeptiert sie die magische Welt und bewegt sich auch in ihr.
An ihrer Seite natürlich die Mitglieder der Gesellschaft. Drei Stück an der Zahl, die herrlich versnob, oder besser verschroben sind. Ich lieb die Charaktere, die alle etwas ansprechend freundliches haben sehr.

Ebenso schillernd sind dem Autor jedoch auch die Bösewichte gelungen. Auf der Jagd nach den Artefakten begegnet der Profikiller Owen Maddox Lukas. In ihm scheint er seinen Lehrmeister gefunden zu haben. Das Zusammentreffen der beiden ist blutiger und brutaler, als ich gedacht und vermutet hätte.

Die Gesellschaft für Magische Objekte ist ein unheimlich tolles Buch! Schillernde Charaktere, magische Objekte, packende Handlung und bildgewaltige Beschreibungen machen das Buch zu einem absoluten Lesegenuss! Ich hoffe sehr auf eine Fortsetzung!

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