Profilbild von Elohym78

Elohym78

Lesejury Star
offline

Elohym78 ist Mitglied der Lesejury

Melde dich in der Lesejury an, um dich mit Elohym78 über deine Lieblingsbücher auszutauschen.

Anmelden

Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 08.01.2026

auch mein Kopf hat Hunger: Kopfhunger

Die neue Wissenschaft vom Sattsein
0

Das Buch von Pia Roser beschäftigt sich nicht mit dem Abnehmen. Sie hält keinen Zeigefinger mahnend in die Höhe und erklärt, was man, bzw. ich bei einer Diät und meiner Lebenseinstellung doch alles falsch ...

Das Buch von Pia Roser beschäftigt sich nicht mit dem Abnehmen. Sie hält keinen Zeigefinger mahnend in die Höhe und erklärt, was man, bzw. ich bei einer Diät und meiner Lebenseinstellung doch alles falsch mache. Das nur Sport, Hungern und eiserner Wille zählen.

Ganz im Gegenteil! Frau Dr. med. Pia Roser erklärt mit einfachen, mir verständlichen Sätzen und viel Bildmaterial, wie Hunger mit mir und meinem Körper zusammen hängt. Sie bezeichnet das Hungergefühl, das gerne aus Langeweile oder Gewohnheit entsteht, als Kopfhunger, was ich sehr einprägsam fand!
Und ich muss ehrlich gestehen, dass nach der Lektüre viel besser verstehe, was in meinem Körper passiert! Wer hier gerade wen austrickst und warum ich das Gefühl habe, jetzt unbedingt sofort Schokolade essen zu müssen, damit kein Unglück passiert!

Vieles wusste ich bereits. Pizza, Pommes und Co machen mich glücklich und sind nicht gesund! Eine rohe Möhre wird nie das Glücksgefühl einer Nougatpraline für mich ersetzen! Soll es auch gar nicht! Aber mein persönliches Ziel ist es, Heißhungerattacken bekämpfen, nicht wahllos, plan und ziellos essen und eben eine, einzige Nougatpraline oder ein Stück Kuchen von Herzen genießen und es dann auch wieder gut sein zu lassen. Denn ich bin satt! Ich habe keinen Hunger!

Zum Glück für mich, erklärt die Autorin nicht nur, sondern gibt auch praktische Tipps mit an die Hand. Mal klappt die Umsetzung, mal eher nicht. Hand aufs Herz, ich gehe auch nicht allzu streng mit mir um. Was ich Jahrzehnte lang falsch gemacht habe, brauche ich nicht von jetzt auf gleich zu ändern.

Der Anfang ist gemacht und darauf bin ich stolz!

  • Einzelne Kategorien
  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 04.01.2026

prickelnde Plörre

Verhängnisvoller Champagner
0

Auf einem Event sehen sich Xavier Kieffer und Luc Reiser nach über zwanzig Jahren wieder. Gemeinsam hatten sie ihre Ausbildung als Köche in der Champagne absolviert und sich nicht gerade im Guten getrennt. ...

Auf einem Event sehen sich Xavier Kieffer und Luc Reiser nach über zwanzig Jahren wieder. Gemeinsam hatten sie ihre Ausbildung als Köche in der Champagne absolviert und sich nicht gerade im Guten getrennt. Doch die Zeit lässt Wunden heilen und Zwistigkeiten verblassen. Deswegen nimmt Xavier die Einladung Lucs an, sein Weingut zu besuchen. Doch statt entspannter Gespräche, muss Xavier erleben, wie Luc in seinen Armen stirbt. Unfall? Mord? Und schon ermittelt der Luxemburger Koch wieder!

Ein alter Holztisch, Champagnergläser, die gerade befüllt werden, ein Schälchen mit Oliven und eins mit Mandeln, ein gefülltes Chicoréeblatt. So empfängt mich das Cover des neusten kulinarischen Krimis von Tom Hillenbrand. Es sprach mich sofort an, da es hervorragend zu der Serie passt und mir nicht nur mit dem Titel, sondern eben auch mit diesem Bild schon verrät, wohin die Reise diesmal gehen wird!

Tom Hillenbrand lässt mich diesmal gemeinsam mit Xavier Kieffer in Frankreich, Belgien und Luxemburg ermitteln. Wie auch schon in seinen anderen Büchern, lässt der Autor mich tief hinter die Kulissen der Lebensmittelindustrie blicken und offenbart die Herstellung von Champagner. Doch statt Luxusgetränkt, scheint manch einer aus den edlen Trauben Plörre herzustellen. Ein güldenes Etikett und schon verkauft die Industrie minderwertiges Gepanschtes Irgendwas den Kunden als exklusives Getränk. Tom Hillenbrand schafft es mit nur wenigen Worten, viel Fachwissen und erschreckend realistischen Beschreibungen, meine Gutgläubigkeit zu erschüttern.

Und doch ist der Roman ein Nachhause kommen. Ich liebe die Serie mit Xavier Kieffer sehr und bin stets voller Neugierde, wie sich seine Beziehung zu Valèrie weiter entwickelt, der Erbin des ehemals glamourösen Guide Gabin, der sich langsam aber sicher wieder einen exklusiven Namen macht. Die Freundschaft zu Pekka Vatanen intensiviert und seine Wegbegleiter von damals und heute in die Geschehnisse eingliedern.

Natürlich steht die Handlung, also der Mord an Luc Reiser im Vordergrund. Aber die Ermittlung und die daraus resultierenden Einblicke in die Champagnerherstellung ist so interessant und lehrreich, dass ich das Buch mal wieder nur schwer aus der Hand legen konnte.

Ich bin ein großer Fan von Xavier Kieffer und hoffe, dass ich ihn noch lange begleiten kann!

  • Einzelne Kategorien
  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 31.12.2025

pure Spannung

Das geheime Zeichen
0

Die junge Malerin Viola möchte sich endlich einen Namen in der Kunstwelt machen. Als ihre Schulfreundin Anna ihr den Beitritt in einen Club ermöglicht, der junge Talente fördert, wähnt sie sich am Ende ...

Die junge Malerin Viola möchte sich endlich einen Namen in der Kunstwelt machen. Als ihre Schulfreundin Anna ihr den Beitritt in einen Club ermöglicht, der junge Talente fördert, wähnt sie sich am Ende ihrer Träume. Doch wie schnell ihr Traum zum Albtraum wird, damit hätte sie nicht gerechnet!

Als bei Renovierungsarbeiten das Skelett einer Frau gefunden wird, ermittelt Evelyn Holm von der Kripo Freiburg. Je mehr die Ermittlungen voranschreiten, je tiefer sie gräbt, desto verstrickter stellt sich das Geschehen heraus. Eine Wand des Schweigens und des Verrats. Und alles hängt mit Evelyn zusammen. Irgendwie...

Das Cover zeigt eine alte Holztür, an der ein geöffnetes Vorhängeschloss hängt. Die Tür ist mit dicken Spinnweben verhangen. Sie hält eindeutig ein Geheimnis verborgen. Ich mag das Bild, denn es ist düster, verspricht Spannung und ist nicht überladen. Es passt sehr gut zum Inhalt des Buches und ich bringe das Bild oft mit den Geschehnissen in Einklang.

Saskia Calden hat einen unfassbar spannenden, durchdachten und mitreißenden Schreibstil! Von der ersten Seite an gelang es der Autorin, mich an ihre Protagonisten und das Geschehen zu fesseln! Besonders liebe ich, dass es zwei Erzählstränge gibt, die in rasantem Tempo hin und her wechseln. Mir gelang es kaum, dass Buch aus der Hand zu legen, da ich immer "nur noch ein Kapitel" lesen wollte. Saskia Calden hat für mich Suchtpotential!

Die Handlung um die Ermittlerin Evelyn Holm ist dicht und spannend. Ich mag die Ermittlungsarbeit, die die Kripobeamtin leistet und dass sie nicht aufgibt, egal auf welche Widrigkeiten sie stößt! Gut finde ich in dem Zusammenhang, dass die Arbeit der Polizei hier nicht zu theoretisch geschildert wird, sondern voranschreitet und das mitreißend!

Der andere Erzählstrang handelt von der aufstrebenden Malerin Viola. Saskia Calden schildert so berührend, so mitreißend von ihrem Willen, endlich in der Kunstwelt anzukommen, dass ich den Geschmack des Erfolges fast auf der Zunge schmecken konnte! Ganz, ganz großes Kino! Aber dann leider auch die Angst, die Ungewissheit, die Resignation und die Panik. Auch die spürte ich mit jeder Pore nach.

Ich liebe Bücher, in denen Handlung und Protagonisten so eng miteinander verwoben sind, dass das eine nicht ohne das andere existieren kann. Alles passt perfekt zusammen und lässt mich atemlos zurück!

Saskia Calden gibt mir die Möglichkeit, selber zu ermitteln; mir meine eignen Gedanken zu machen, was ich schätze und liebe! Und doch führt die Autorin mich mit leichter Hand in genau die Richtung, in die sie mich haben will: Zur Lösung des Falls!

  • Einzelne Kategorien
  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 25.12.2025

zum Greifen nah

Origin – Die Erlösung
0

Endlich ist es so weit! Das Team um Lea Lehora war noch nie so nah dran, das Geheimnis der ersten Menschen zu entschlüsseln! Allen Widrigkeiten zum Trotz, scheint die Entdeckung endlich zum Greifen nah! ...

Endlich ist es so weit! Das Team um Lea Lehora war noch nie so nah dran, das Geheimnis der ersten Menschen zu entschlüsseln! Allen Widrigkeiten zum Trotz, scheint die Entdeckung endlich zum Greifen nah! Hunderte Jahre Kälteschlaf, Tod, Verrat, Angst und die Zerstörung ihrer Raumschiff konnte sie nicht aufhalten! Und doch, was nutzt das Wissen, wenn die Entdecker es mit ins Grab nehmen?

Das Cover zeigt eine Raumstation, die in den unendlichen Weiten des Weltalls zu schweben scheint. Umgeben von Sternen, Meteoriten, Licht und Schatten ist sie Zuflucht, Sicherheit und Geborgenheit. Gleichzeitig strahlt sie allerdings auch den unbändigen Willen des Entdeckens auf mich aus. Das Bild passt hervorragend zu der Serie und gliedert sich perfekt in den Vorgängerbüchern ein.

Brandon Q Morris hat einen interessanten, schwer greifbaren Schreibstil. Er schreibt spannend und mitreißend und dabei kühl und überlegt. Diese Mischung las sich sehr gut und wiegte mich an schwierigen Passagen in Sicherheit. Allerdings muss ich gestehen, dass gerade die technischen Beschreibung auf mich langatmig wirkten und ich froh war, wenn spritzige Dialoge diese ablösten.
Waren die ersten beiden Bände für mich schon durch ein unheimlich beklemmendes Gefühl geprägt, steigerte es sich jetzt zu einem schieren Crescendo. Die Unendlichkeit des Alls ist so unfassbar einengend und löst bei mir regelrecht Platzangst aus. Denn ein falscher Schritt, eine falsche Entscheidung, ein Steinchen, das den Weg des Raumschiffs kreuzt und schon endet alles mit dem sofortigen Tod. Gefangen in einer Blechbüchse mit nicht viel zwischen mir und dem Tod, schafft Brandon Q. Morris eine unerträgliche Stimmung, die regelrecht bedrückend wirkt.
Und doch war für mich die Suche nach den ersten Menschen prägend. Dieser Forscherwille, der alles andere niederzuwalzen schien. Bzw. nicht nur schien! Denn neben den Forschern waren auch andere Menschen an Bord der Raumschiffe, doch deren Wünsche, Hoffnungen und Träume wurden mehr und mehr in den Hintergrund gedrängt. Obwohl, rückblickend betrachtend, bin ich mir nicht mehr sicher, ob das die richtige Formulierung ist, oder ob die Crewmitglieder nicht angesteckt wurden, von dem Hunger nach Wissen. Egal welche Opfer sie bringen müssen, egal wie gefährlich die Situation ist, sie halten zusammen. Mit dem Willen zu Überleben und zu Wissen!

Denn die drei Romane leben eindeutig von ihren Protagonisten! Besonders Lea Lehora ist ein außergewöhnlicher Charakter, der mich stets fesselte. Gerade durch den Wechsel der Autoren, bekam Lea eine unfassbare Tiefe und Authentizität. Die Lea aus Band eins ist zwar immer noch die ursprüngliche Lea, doch sie reift an ihren Erlebnissen, Erfahrungen und dem Zuwachs an Wissen. Den drei Autoren gelang es meisterhaft, diese Figur immer sich selbst sein zu lassen und ihr gleichzeitig ihren persönlichen Stempel aufzudrücken.
Ich finde, dass die Nebencharaktere die einzelnen Autoren perfekt widerspiegeln und bin froh, dass sie diese Möglichkeit der Entfaltung bekommen und ergriffen haben. Es ist zwar eine Trilogie und trotzdem ist jeder Band einzigartig!

Mein Fazit

Eine unvergessliche Reise ins All, auf den Spuren der Menschheit! Grandios!

  • Einzelne Kategorien
  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 24.12.2025

Schocker mit Happy End?

Verbrenn das Negativ
0

Laura war in der Welt des Film und Fernsehen ein absoluter Star! Zumindest als Kind. Bis sie den Horror Film The Guesthouse drehte. Danach änderte sich ihr Leben; denn der Film ist verflucht und alle Beteiligte ...

Laura war in der Welt des Film und Fernsehen ein absoluter Star! Zumindest als Kind. Bis sie den Horror Film The Guesthouse drehte. Danach änderte sich ihr Leben; denn der Film ist verflucht und alle Beteiligte starben.
Jetzt, dreißig Jahre später soll der Film unter den Titel It Feeds neu produziert werden. Und Laura als Journalistin soll Interviews führen. Gegen ihren ausdrückliche Wunsch und Willen reist sie nach L.A.

Und das Sterben beginnt erneut...

Das Cover ist in einem kräftigen Rot gehalten. Ein Negativ, das in Flammen steht und ein goldenes Feuerzeug zieren die Mitte des Bildes. Es hat einen achtziger Jahre Charme, der mich erst nicht ansprach. Als ich dann allerdings den Klapptext las, faszinierte mich die Geschichte, die zwischen den Seiten schlummert.

Josh Winning versteht es gekonnt, Spannung aufzubauen! Mysteriöse Todesfälle, ein Fluch, die Glemmerwelt Hollywoods und die Stars und Sternchen der Filmbranche. Alles, was ein gutes Buch ausmacht, stand als Grundgerüst! Und doch war das Geschehen längst nicht so vorhersehbar, wie es auf den ersten Blick schien! Ich muss gestehen, dass mich Josh Winning immer wieder in die Irre führte und meine anfänglichen glasklare Theorie über das Buch in Schutt und Asche legte. Sobald ich mich auf ein neues Gedankenspiel einließ, wurde auch dieses pulverisiert, so dass ich mich schließlich treiben ließ und dem Autor die Kontrolle überließ. Und das war auch gut so, denn auf diesem Weg konnte ich der Handlung wie im Film einfach folgen und dem Schrecken die Regie überlassen!

Besonders gut haben mir die Protagonisten gefallen! Auf den ersten Blick erfüllten sie alle ihre Rollen und passten ins Klischee. Erst auf den zweiten wurde mir klar, dass sie vielschichtiger und interessanter waren, als der äußere Anschein es vermuten ließ! Genau wie das Cover steckt viel mehr in ihnen, als es schien.

Mein Fazit

Ein packender Horrorthriller mit immer wieder überraschenden Wendungen!

  • Einzelne Kategorien
  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere