Die Zurückgekommene
ArminutaIm Sommer 1975 steht eine 13-Jährige vor einer Familie, die ihre eigene ist, die sie aber gar nicht kennt. Bei Tante und Onkel am Meer aufgewachsen kommt sie zurück in das kleine Dorf und versucht, sich ...
Im Sommer 1975 steht eine 13-Jährige vor einer Familie, die ihre eigene ist, die sie aber gar nicht kennt. Bei Tante und Onkel am Meer aufgewachsen kommt sie zurück in das kleine Dorf und versucht, sich zurecht zu finden. Alles ist anders, alles ist fremd und die Mutter vom Meer fehlt ihr schrecklich.
Die Ich-Erzählerin läßt uns teilhaben an ihrer Angst und Verzweiflung, an Unsicherheit und Unverständnis. Warum ist sie hier?
In kurzen Kapiteln, wird der neue Alltag geschildert, das ungewohnte Zusammenleben mit Geschwistern, die Enge und Armut. Das Mädchen wird "Arminuta" genannt, die Zurückgekommene. Nach ihrem wirklichen Namen fragt niemand. In der neuen "alten" Familie gibt es aber auch mehr als Streit und Gleichgültigkeit, nämlich Liebe. Die Ich-Erzählerin berichtet trotz aller Traurigkeit in einem eher nüchternen Ton. Die knappen Abschnitte erinnern an ein Tagebuch.
Mich hat das Buch sehr bewegt. Es ist tief traurig und zeigt die Einsamkeit und das Verlassenensein eines Kindes. Di Pietrantonio gehört zu den bedeutendsten Schriftstellerinnen Italiens und thematisiert immer wieder das Schicksal junger Menschen. Dies war mein erster Roman von ihr.