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Veröffentlicht am 26.04.2018

Ein spannender Thriller mit einem grandiosen Ende!

Invisible
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In Hamburg gibt es der Reihe nach Morde – und alle Täter sind leicht gefasst. Und doch treibt sie alle die gleiche, unfassbare Wut, welche sie dazu bringt ihr Opfer zu töten. Die Kriminalkommissare tippen ...

In Hamburg gibt es der Reihe nach Morde – und alle Täter sind leicht gefasst. Und doch treibt sie alle die gleiche, unfassbare Wut, welche sie dazu bringt ihr Opfer zu töten. Die Kriminalkommissare tippen im Dunklen. Wurden die Täter manipuliert? Und wie kann so etwas passieren...

Dieses Buch kann man auch getrennt vom ersten Band lesen.

Von Ursula Poznanski und Arno Strobel habe ich bereits „Anonym“ gelesen, welches der Auftakt dieser Reihe ist. Von diesem Thriller war ich ja sehr begeistert, deswegen war ich auf Anhieb gespannt, ob mich diese Geschichte genauso mitreißen würde.
Das Cover ist ähnlich wie auch der Vorgänger gestaltet und ich finde es farblich ganz okay. Wenn aber alle Bände so ähnlich aufgemacht werden, hat es doch einen hohen Wiedererkennungswert. Außerdem hat es auch etwas mit der Handlung zu tun, was auch ein großer Pluspunkt ist.

Der Schreibstil von beiden Autoren ist sehr flüssig und lässt sich gut lesen. Sie schaffen es Spannung zu erzeugen und auch wenn die Geschichte langatmig erscheint, unterhaltend zu wirken.

Die Charaktere rund um Nina Salomon und Daniel Buchholz sind auch hier mal wieder sehr vielfältig. Sie ergänzen sich perfekt, aber es gibt trotzdem Momente, wo ich mich nur fragen konnte, wie man die beiden nur in ein Team stecken konnte. Aber auch das ist wieder unterhaltend.
Nina ist eine spontane und lebenslustige Polizistin, welche oft Einzelgänge unternimmt. Das macht sie sympathisch und bringt etwas Stimmung in die Geschichte. Daniel Buchholz ist eher derjenige, der sie wieder auf den Boden der Tatsachen zurückholt und dabei das ein oder andere mal schimpft. Er ist eher ernst und nicht unbedingt für jeden Spaß zu haben.
Beide zeigen im Laufe des Buches ihre Fähigkeiten und ich mochte beide sehr gerne.

Die Handlung hört sich auf den ersten Blick sehr vielfältig an und ich war gespannt, wie man die Lösung realistisch präsentieren möchte. Denn dies ist schon eine Kunst für sich. Wenn es am Ende nicht überzeugend wirkt, dann ist es ein gewaltiger Griff ins Klo. Dies war zum Glück nicht der Fall.
Der Anfang hatte Tiefen und Höhen, wobei der Hauptteil sehr langatmig war. Es passierte recht wenig und sie schienen die ganze Zeit auf der gleichen Stelle zu laufen. Es gab ein paar Nebenhandlungen, die sehr interessant waren und auf die die Aufmerksamkeit gelegt wurde. So passierte sowohl Daniel Buchholz, als auch Nina Salomon erstaunliches, wodurch man auch öfters auf die falsche Fährte gelockt wurde. Ich hatte öfters Vermutungen, die sich aber zum Glück nicht bewahrheiteten.

Das Ende hat mich aber sehr überrascht und ich mochte es sehr gerne, da es schlüssig war. Trotzdem kam es mit etwas zu übertrieben vor, was besonders auf den letzten Seiten schon sehr betont wurde. Auch das Motiv war klar und die zuerst fehlende Spannung war nun vorhanden. Ich wurde positiv überrascht.
Genau wie der Titel auch sagt, ist das Motiv sehr verborgen und man wird lange hinters Licht geführt.

Fazit: Es ist eine gute Geschichte mit einem spannenden Ende, aber auch einem etwas langatmigen Hauptteil. Auch die Charaktere waren sehr realistisch und auch wenn es nicht ganz mit dem ersten Teil mithalten konnte, ist es ein gelungenes Buch.

Veröffentlicht am 21.04.2018

Leider eine Enttäuschung

Save Me
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Ruby Bell weiß schon als Kind, dass sie nach Oxford möchte. Mit ihrem Stipendium bei dem Maxton Hall College möchte sie sich ihren Traum erfüllen. Doch als sie ein Geheimnis erfährt, wird James Beaufort ...

Ruby Bell weiß schon als Kind, dass sie nach Oxford möchte. Mit ihrem Stipendium bei dem Maxton Hall College möchte sie sich ihren Traum erfüllen. Doch als sie ein Geheimnis erfährt, wird James Beaufort auf sie aufmerksam. Dieser lässt sie keine Sekunde aus den Augen und sie stolpert in etwas hinein, was sich seine Welt nennt...

Von der Autorin habe ich bereits ihre "Again" Reihe gelesen und war gespannt, was sie denn hier gezaubert hat. Anfangs wurde das Buch nur aus aller Wolken gelobt und somit war ich natürlich sofort neugierig. Plötzlich kam die Kritik aber zutage ich war mir ziemlich unsicher, ob es wirklich ein passendes Buch für mich sein würde. Nun fangen wie aber mal mit meiner Meinung an...

Das Cover ist ein richtiges Highlight und wirklich wunderschön. Das die Reihe von der Gestaltung ähnlich aufgebaut ist, gefällt mir auch gut, aber ich kann mir gut vorstellen, dass es mit der Zeit langweiliger sein wird. Man sieht es auch auf gefühlt jeder Plattform und somit erregt es viel Aufmerksamkeit.

Die Geschichte hat meiner Meinung nach nichts mit der Again Reihe gemeinsam. Einzig der Schreibstil lässt darauf schließen, dass es sich um die gleiche Autorin handelt, wobei dieser mir auch nicht immer gefallen hat. Manche Sätze waren sehr steif formuliert, dass ich oftmals einfach die Augen verdrehen musste, weil es ein Stück weit komisch war.

Auch die Protagonistin konnte mich nicht ganz überzeugen. Sie war- anders als Allie, Dawn oder Sawyer - nicht sonderlich humorvoll und schien sich nur zu sorgen. Sie setzt sich ein Ziel und will es um jeden Preis erreichen - das ist eines der wenigen positiven Punkte.
Es scheint allerdings oft, als hätte sie keine eigene Meinung, sondern hält sich ganz an James. Das hat mich schon sehr aufgeregt, da ich voll hinter den Gedanken "Frauenpower" und Gleichberechtigung stehe. Ruby liebt das Bullet Journaling, was bereits auf der ersten Seite beschrieben wurde. Das hat ihr ein bisschen Individualität gegeben, was ich gerne mochte.

Von James hatte ich auch bereits recht früh einen Meinung. Er ist ein verwöhnter Schnösel – ganz klar, aber trotzdem kommt auch öfters seine weiche Seite zutage. Leider nicht oft genug. Denn die Momente, wo ich ihm am liebsten eine Bratpfanne über den Kopf ziehen würde, überwiegen schon sehr. Das muss nicht jeder schlecht finden, denn Drama muss in einer Liebesgeschichte ja sein, aber mir war dieses Schnösel-gehabe definitiv zu viel.

Diese ganze Geschichte erinnert schon sehr an eine Cinderella Story. Ruby ist die „arme“ Stipendiatin, welche ja nicht auffallen möchte. Um sie herum gibt es dann nur noch die „Reichen“. Das Klischee wurde somit voll bedient. Denn es gibt nur ganz wenige von den Schülern, die anscheinend mit jeder Menge Geld herumlaufen, welche ansatzweise nett sind. Größtenteils verkörpern sie ein Klischee – zickig, mit Geld um sich werfend und arrogant. Diese neue „Welt“ konnte mir gar nicht sympathisch werden.

Dann gab es aber auch noch ihr privates Leben, welches sie strikt von ihrer Zeit im Collage trennt. Mir hat nicht ganz erschlossen, warum sie so sehr daran fest hält und dabei anderen Leuten in ihrem Umfeld weh tut. Dennoch ist es eine schöne Abwechslung zu ihrem Schulleben, denn ihre Familie ist echt herzallerliebst. Ihre Schwester Ember habe ich schnell ins Herz geschlossen, genauso wie auch ihre Eltern.

Die Geschichte war anfangs noch sehr süß, aber mit der Zeit häuften sich die Klischees und das Drama wollte einfach nicht enden. Das Ende hat mich echt sprachlos zurück gelassen – es gab einen riesigen Cliffhanger und eine heftige Wendung, wo ich mir nur gedacht habe, was die Autorin sich dabei gedacht hat. Ich habe das Buch nicht mit dem Wissen begonnen, dass dies eine Trilogie nur um Ruby und James ist – denn das ist sie. Dies finde ich auch nicht weiter schlimm, aber das Ende wirkte so, als wollte man die Geschichte noch schnell um zwei weitere Bände strecken...

Fazit: Die Geschichte war nicht meins – besonders mit dem ganzen Drama, was größtenteils einfach ein bisschen zu viel war. Auch mit den Hauptprotagonisten bin ich leider nicht warm geworden. Es gab ein paar Momente, wo mir das Buch ein Lächeln ins Gesicht zaubern konnte, aber insgesamt bekommt es von mir 3 Sterne, was ja auch nicht schlecht ist :)

Veröffentlicht am 13.04.2018

Eine tolle Idee mit mehr Potenzial!

Palace of Glass - Die Wächterin
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Rea ist eine Magdalena und somit kann sie in die Gedanken anderer Menschen eindringen und diese manipulieren. Doch die Königsfamilie hasst ihre Art und verbietet den Hautkontakt. Einzig wegen ihrer Faustkämpfe ...

Rea ist eine Magdalena und somit kann sie in die Gedanken anderer Menschen eindringen und diese manipulieren. Doch die Königsfamilie hasst ihre Art und verbietet den Hautkontakt. Einzig wegen ihrer Faustkämpfe legt sie ihre Handschuhe ab und wird bald schon von dem britischen Geheimdienst entdeckt. Sie muss das Leben des Kronprinzen beschützen, doch er ist ihr größter Feind...

Das Cover hat mich nicht direkt angesprochen, auch wenn es ganz hübsch ist. Der Klappentext konnte mich erst überzeugen, da es sich nach einer sehr individuellen Idee angehört hat, die definitiv Potenzial hatte.

Die vielfältige Welt wurde von der Autorin gut aufgebaut. So dürfen sich die Menschen sich auf keinen Fall berühren, da die Magalenen gefürchtet sind. So werden auch Magdalenen in verschiedenen "Arten" aufgeteilt, denn sie haben unterschiedliche Fähigkeiten.
Viele Maßnahmen wurden ergriffen und es ist erschreckend, was die Menschen dort alles ertragen müssen. Dennoch schafft es Rea durch Faustkämpfe andere Menschen zu berühren und somit ihren Drang zu unterdrücken. Sie wird durch ihr Talent entdeckt und zum Hof des Königs gebracht.

Es ist eine verworrene Geschichte, die man erst einmal verstehen muss, dennoch gibt es den ein oder anderen Widerspruch. Beispielsweise wird betont, dass es schrecklich ist Haut zu zeigen - anscheinend ist dies bei Hofe doch nicht so schlimm. Auch manche Handlungen von Rea sind widersprüchlich - und auch unglaublich naiv. Anfangs mochte ich sie total gerne, denn sie schien ein starker Charakter zu sein, die potenzial zu einem meiner liebsten Charaktere hatte. Es war ein ewiges Hoch und Tief, denn an einer Stelle konnte ich sie gar nicht nachvollziehen und dann wieder mochte ich sie unglaublich gerne. Die Autorin hat sie meiner Meinung nach nicht richtig ausgearbeitet.

Dennoch war der Schreibstil sehr gut und teilweise konnte ich gar nicht mehr aufhören zu lesen. Vieles wurde haargetreu beschreiben und somit hat man eine gut ausgearbeitete Vision des Landes bekommen.
Andere Charaktere hingegen wie beispielsweise die Duchesse habe ich sehr ins Herz geschlossen. Sie war eine ausgeglichene und liebevolle Person, von der man Anfangs aber ein total anderes Bild hat. Auch gibt es noch Blanc und Mister Galahad, welche auch Angestellte und wichtige Personen vom Leben des Kronprinzens Prinz Robin sind. Dieser verhält sich anfangs auch sehr distanziert. Auch gibt es eine Liebesgeschichte, die stark im Fokus steht, was vielleicht nicht jedem gefallen könnte. Ich mochte sie jedoch sehr gerne.

Ich muss schon sagen, dass der Anfang viel Potenzial hatte. Dann lief es mit Tiefen und Höhen weiter und ich wusste nicht ganz was ich davon halten sollte. Ich meine irgendwo gelesen zu haben, dass diese Geschichte ähnlich sein sollte, wie die Bücher von Sarah J. Maas. Dem kann ich zustimmen, denn es hat schon ein ähnliches Setting wie die "Throne of Glass" Reihe. Jedoch wird es den ein oder anderen enttäuschen, denn es kann trotzdem nicht mit der Reihe mithalten.

Das Ende konnte mich überzeugen, jedoch hat das auch ein bisschen Zeit gebraucht. Es ist ein recht offenes Ende und man weiß nicht, was als nächstes auf einem zu kommt. Außerdem gibt es noch eine kleine Leseprobe zum nächsten Teil, der mich direkt fesseln konnte. Umso gespannter bin ich, wie mir dieser gefallen wird. Dieser erscheint ja schon im Mai diesen Jahres.

Fazit: Es ist ein spannendes Fantasy Buch mit vielen Höhen und Tiefen. Manche Charaktere sind nicht ganz ausgearbeitet, dennoch konnte mich das Ende von sich überzeugen und auch die Grundidee war individuell. Ich gebe diesem Buch 4 Sterne.

Veröffentlicht am 08.04.2018

Leider keine Steigerung zum ersten Teil

Der Schwarze Thron 2 - Die Königin
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Nur ein von den drei Königinnen Mirabella, Katharine und Arsinoe kann den Thron besteigen. Doch dazu müssen sie kämpfen - und nur eine darf überleben. Und doch fällt es zweien schwer die andere Schwester ...

Nur ein von den drei Königinnen Mirabella, Katharine und Arsinoe kann den Thron besteigen. Doch dazu müssen sie kämpfen - und nur eine darf überleben. Und doch fällt es zweien schwer die andere Schwester zu töten. Eine jedoch ist fest entschlossen zu siegen.

Eigentlich habe ich dieses Buch nur mit dem Wissen gelesen, dass dies eine Dilogie sei. Denn auch den ersten Teil fand ich eher mittelmäßig. Doch nun habe ich schon einige Beiträge gesehen, dass dies eine Reihe werden soll. Jetzt kommen wir aber zum Buch.

Das Cover finde ich wunderschön, da es zum ersten Band ergänzt wird. Ich frage mich allerdings auch, wie man denn nun den dritten Teil gestallten möchte.
Der Schreibstil ist ganz gut und auch die verschiedenen Sichten haben mir, wie auch im ersten Teil, sehr gefallen. Eine Karte gibt es auf den ersten Seiten auch, welche ich das ein oder andere mal auch benutzt habe. Leider wurden aber nicht alle Orte eingezeichnet. Ich bin mir nicht sicher, ob es im ersten Teil auch schon ein Personenverzeichnis hab, aber auch dieses wurde in diesem Buch angehängt. Zwar kannte ich noch viele Charaktere und brauchte dies nicht, aber für den ein oder anderen kann dies schon interessant sein.

Die Geschichte knüpft nahtlos an den ersten Teil an und wie auch dort hatte ich keinen richtigen Liebling bei den Königinnen. Alle haben einen verschiedenen Charakter und besonders Katharine hat sich nach dem Sturz drastisch verändert. Dies erschreckt sogar Natalia Arron, welche das Familienoberhaupt und fast schon eine Mutter für Katharine ist. Früher war sie zerbrechlich und nun ist sie unberechenbar geworden. Sie versucht mit allen Mitteln den Sieg zu erringen und schreckt vor nichts zurück.

Dann gibt es noch Mirabella, welche sich wie die geborene Königin verhält und besonders von dem Tempel unterstützt wird.
Von ihr haben vor dem Fest bereits alle gedacht, dass sie Königin werden würde. Sie hat sehr große Kräfte und ist vom Charakter her ähnlich gebaut, wie Arsinoe.

Diese wird eher im Vordergrund gestellt, denn sie durchgeht von allen drei Königinnen meiner Meinung nach die größte Geschichte von Geheimnissen und Intrigen. Wie wir bereits wissen, arbeitet sie mir niedriger Magie und dies führt sie auch weiterhin fort. Bei ihr offenbart sich ein Geheimnis, welches ich mir schon erahnt habe, was aber trotzdem für den ein oder anderen überraschend sein könnte.

Die Geschichte verläuft sehr schleppend, da ja aus drei Sichten erzählt wird und es gibt mehrere, spannende Situationen, aus denen man definitiv mehr zaubern könnte. Es ging einfach nicht voran. Man hat ein Ziel vor Augen: Zwei Königinnen sollen getötet werden - nur verliert das Buch dieses Ziel immer öfters aus den Augen.
Es verlief alles so glatt und man hatte das Gefühl, als würde die Autorin einfach alles aufschreiben, was sie sich notiert hat, aber ohne viel Spannung. Außerdem war es leider ziemlich langweilig gestaltet.

Das Ende hat mich aber am meisten enttäuscht. Denn obwohl man hier am meisten auf eine Wendung gehofft hat, passierte einfach nichts. ich konnte einfach nicht richtig mitfiebern und da ich in diesem Moment noch dachte, dass dies eine Dilogie ist, konnte ich nicht ganz glauben, was dies für ein Ende ist. Allerdings hat die Autorin ja noch eine Chance, um die Wogen zu glätten ;)
Die Frage ist allerdings, ob ich den dritten Band auch noch lesen werde...
Weiß zufällig jemand, wie viele Bände es noch geben wird?

Fazit: Es hat mich nach dem ersten Band leider auch nicht sonderlich zufrieden gestellt, denn die Geschichte ist ziemlich langatmig und auch die Wendungen waren nicht sonderlich überraschend. Die Charaktere waren gut ausgearbeitet und das Cover bekommt einen großen Pluspunkt.

Veröffentlicht am 08.04.2018

Konnte mich leider nicht ganz überzeugen.

Räuberherz
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Nachdem Ella von Zuhause geflüchtet ist, versucht sie sich durchs Leben zu schlagen. Doch dann wird sie entführt und findet sich in der Villa eines reichen und arroganten Mannes wieder. Dort muss sie als ...

Nachdem Ella von Zuhause geflüchtet ist, versucht sie sich durchs Leben zu schlagen. Doch dann wird sie entführt und findet sich in der Villa eines reichen und arroganten Mannes wieder. Dort muss sie als Putzfrau arbeiten und entdeckt dabei das ein oder andere Geheimnis. Warum bringt der Mann eine Traumfrau nach der anderen zu sich und was hat es mit den Stimmen im Haus auf sich?

Das Buch stand schon seit Ewigkeiten auf meiner Wunschliste, weil es sich total gut anhört und da ich noch nicht viele Märchenadoptionen gelesen habe, war ich sehr neugierig. Zudem hatte ich schon recht hohe Erwartungen an das Buch.

Ich muss zugeben: Allen schon wegen dem Cover wollte ich es unbedingt lesen! Es ist echt wunderschön und diese dunkelroten Blätter mit dem Mädchen im Vordergrund sprechen mich total an.

Die Geschichte beginnt mit dem Alltag von Ella, welche in einer alten Ruine lebt und sich allein durchs Leben schlagen muss. Dann wird sie von Crys entführt und muss die Putzfrau spielen, was sie aber alles andere als lustig findet. Das Ziel von der Autorin war es wahrscheinlich, dass in dem Charakter von Ella ein Funken Humor stecken sollte. Das ist ihr mehr oder weniger gelungen - denn sie ist definitiv nicht auf dem Mund gefallen. Unterhaltend war dies schon, aber ihre Kommentare passten oftmals gar nicht ins Geschehen. Und wer provoziert denn bitteschön den Entführer, welcher gerade gedroht hat dich zu ermorden?! Man könnte meinen, sie ist mutig, aber ich finde, sie ist einfach unglaublich naiv.
Trotzdem ist sie sehr wissbegierig und eine kleine Leseratte. Dadurch hat es die Autorin dann doch ein kleines Stück geschafft, dass Ella mir sympathisch geworden ist. Sie entwickelt sich im Laufe des Buches sehr - sowohl vom Aussehen her, als auch vom Charakter. Das erschien mir sehr passend und hat mir auch gut gefallen.

Dann gibt es noch Crys, den Entführer. Er stellt den typischen Bad Boy dar und unter dem Motto "Harte Schale - weicher Kern" versucht die Autorin den Charakter aufzubauen. In der Rohfassung hat dies auch ganz gut geklappt, jedoch fehlte mir der Tiefgang. Er beleidigt sie anfangs noch und es kommt einen so vor, als würde dies alles an ihr abperlen. Es passt alles nicht genau ins Bild, denn sie beleidigen sich, kommen sich aber trotzdem immer näher. Den Bad Boy hat Crys ganz schön lange raushängen lassen und die Wandlung zum Softie ging viel zu schnell.

Der Schreibstil war gut und er ließ sich leicht lesen. Der Anfang verlief ziemlich holprig, jedoch habe ich nach einiger Zeit in die Geschichte gefunden. In den nächsten 150 Seiten passierte irgendwie nicht viel und es hat sich sehr gezogen. Dagegen dauerte der Höhepunkt/ das Ende gerade mal 40 Seiten. Besonders gefallen hat es mir allerdings nicht, denn es wirkte nicht ganz durchdacht. Man hätte mit etwas viel größeren gerechnet, aber die Auflösung wirkte nicht realistisch und obwohl es zur Geschichte passte, wollte ich mich damit nicht zufrieden geben.

Dann gibt es noch Arthur und James, welche mir direkt ans Herz gewachsen sind. Beide waren ein kleiner Lichtblick, die der ganzen Story einen positiven Schob gegeben hat. Wer die beiden sind, verrate ich besser nicht, da es sonst ein kleine Spoiler wäre.

Von der Grundidee her hätte es eine meiner liebsten Geschichten werden können, aber leider konnte es mich nicht ganz mitreißen. Ich konnte zwar einige Parallelen zu "Die Schöne und das Biest" sehen, aber ich hatte schon auf etwas mehr Ähnlichkeiten gehofft.

Fazit: Die Grundidee hatte auf jeden Fall potenzial, aber leider konnten mich Ella und die Liebesgeschichte nicht ganz überzeugen. Dennoch könnte es den ein oder anderen ansprechen. Ich schwanke zwischen 3 und 3,5 Sternen.