Profilbild von Eponine

Eponine

Lesejury Star
offline

Eponine ist Mitglied der Lesejury

Melde dich in der Lesejury an, um dich mit Eponine über deine Lieblingsbücher auszutauschen.

Anmelden

Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 05.09.2019

Intensiv und berührend

Für immer Alaska
0

Da mein Herz mir im Gegensatz zum in meinem Pass stehenden Geburtsdatum immer wieder zu verstehen gibt, dass ich sehr wohl zur Zielgruppe solcher Bücher gehöre, konnte ich nicht anders und ich wollte diese ...

Da mein Herz mir im Gegensatz zum in meinem Pass stehenden Geburtsdatum immer wieder zu verstehen gibt, dass ich sehr wohl zur Zielgruppe solcher Bücher gehöre, konnte ich nicht anders und ich wollte diese Geschichte unbedingt lesen. Ich war gespannt zu erfahren, warum Alaska , die davor Parkers Hund war, Svens Assistenzhund wurde. Die verzweifelte Parker hat dann nur noch einen Wunsch: Alaska von diesem schrecklichen Mitschüler zurück zu holen. Mutig machte sie sich daran, ihren ausgeheckten Plan in die Tat umzusetzen.

Meiner Ansicht nach ist Anne Woltz hier ein wunderbares Buch gelungen, dass viele verschiedene, auch aktuelle Themen (z.B. Mobbing) aufgreift und miteinander verknüpft, ohne dass der Plot jemals zu überladen wirkt. Ihre klare, jugendliche Sprache und Ausdrucksweise entspricht dem Alter der Protagonisten, so dass man Parker und auch Sven, die jeweils abwechselnd die Geschichte aus ihrer eigenen Perspektive erzählen, lebendig vor sich sieht. Die Beschreibungen sind so lebensnah, dass ich als Leser förmlich mittendrin bin und am liebsten selber die Hand ausstrecken würde, um Alaska zu streicheln. Die Autorin erzählt unaufdringlich und dennoch sehr intensiv was Toleranz und Akzeptanz bewirken können. Es ist eine Geschichte, die mich berührt hat und die schlussendlich viel zu schnell zu Ende war.

Fazit: Eine wunderschöne Geschichte mit sehr intensiven Momenten und Protagonisten, die man gern haben muss, auch wenn sie ihre Ecken und Kanten haben – eben wie im richtigen Leben. Es war mein erstes Buch von Anna Woltz; aber bestimmt nicht mein letztes. Und ich vergebe sehr gerne die volle Punktzahl.

Veröffentlicht am 05.09.2019

Die etwas andere Meerjungfrau

Die letzte Reise der Meerjungfrau
0

Meine Gedanken zu diesem Buch zusammen zu fassen fällt mir gar nicht so leicht... Es sind auch schon einige Tage vergangen seitdem ich die letzte Seite umgeblättert hatte und ich musste die Geschichte ...

Meine Gedanken zu diesem Buch zusammen zu fassen fällt mir gar nicht so leicht... Es sind auch schon einige Tage vergangen seitdem ich die letzte Seite umgeblättert hatte und ich musste die Geschichte erstmal etwas sacken lassen. Es ist ja kein besonders aufregendes oder aufwühlendes Buch. Die Geschichte verlief nur äusserst unerwartet. Ich war mir schon bewusst, dass mich kein Märchen mit wunderschönen Meerjungfrauen erwarten würde. Die Kurzbeschreibung hat mich dennoch dazu verleitet, auf Romantik oder gar ein Wohlfühlbuch zu hoffen. Und dann war alles so ganz anders. Was für mich so überraschend war, möchte ich hier lieber nicht erwähnen, da es zuviel verrraten und somit die besondere Unvorhersehbarkeit, die den Reiz des Buches zum grossen Teil ausmacht, zerstören würde.

Am besten gefallen hat mir auf jeden Fall die Sprache. Ich habe zwar ein paar Seiten gebraucht, um mich an das Gefühl der "etwas angestaubten Ausdrucksweise" zu gewöhnen. Ich hoffe, dieser Ausdruck verwirrt jetzt nicht - denn ich meine keinesfalls altmodisch. Es hat auch nicht allzu lange gedauert, bis ich die Sprache absolut passend empfand - passend zu den recht speziell gezeichneten Figuren und dem historischen Setting, das von solider Recherchearbeit zeugt.

Es handelt sich hier um eine sehr ruhige Geschichte - für mich ungeduldige Seele manchmal einen Tick zu ruhig. Die Autorin ist mit Dramatik sehr sparsam und dennoch erreicht sie eine leise Tiefgründigkeit. Ich war mir nicht immer sicher, was die Autorin mit ihren Metaphern mir sagen wollte. Aber sie regte mich zu Nachdenken und Phantasieren an.

Alles in allem war es eine angenehme Lektüre, auf die ich mich gut einlassen konnte. Es ist kein "Pageturner" - aber wer erfahren möchte, wie die Autorin eine Meerjungfrau beschreibt (für mich durchaus eine Idee, die ich mir real vorstellen könnte) und ein Buch abseits des Mainstreams sucht, kann hier gestrost zugreifen. Aus meiner Sicht verdient das Buch sehr gute vier Sterne.

Veröffentlicht am 05.09.2019

Erneut ein Lesevergnügen für Gross und Klein

House of Ghosts - Pension des Grauens
0

Nachdem ich die beiden ersten Teile der „House of Ghosts“-Reihe sehr gerne gelesen habe, war ich sehr gespannt, welche Abenteuer diesmal auf Melli und den Nachbarsjungen Hotte warten würde. Ich war erstmal ...

Nachdem ich die beiden ersten Teile der „House of Ghosts“-Reihe sehr gerne gelesen habe, war ich sehr gespannt, welche Abenteuer diesmal auf Melli und den Nachbarsjungen Hotte warten würde. Ich war erstmal erleichtert, dass Mellis Familie die windschiefe Villa mit Hilfe des Goldschatzes behalten durften und fand es eine gute Idee, daraus eine Pension zu machen. Aber es war ja klar, dass nicht alles glatt laufen konnte – normal wäre ja auch langweilig. Und langweilig ist auch dieser 3. Teil überhaupt nicht.

Auch hier konnte ich wieder wunderbar eintauchen und ein paar sehr spannende und unterhaltsame Lesestunden geniessen. Frank M. Reifenbergs feinsinniger und kindgerechter Humor hat mich erneut begeistert und mir einige Schmunzler geschenkt. Die liebevoll gezeichneten Illustrationen passen perfekt zur Geschichte und haben meine eigene Phantasie nicht ausgebremst – im Gegenteil.

Die letzte Seite habe ich mit einem lachenden und einen weinenden Auge umgeblättert. Es war ein sehr angenehmes Lesevergnügen. Aber es soll ja der letzte Band der Reihe gewesen sein – ich mag jedoch die Hoffnung auf ein Wiedersehen mit Melli, Hotte und Co. nicht aufgeben. Ich wäre jedenfalls bei einem weiteren Abenteuer wieder sehr gerne dabei.

Veröffentlicht am 05.09.2019

Ein Buch, das polarisiert

Aura 1: Aura – Die Gabe
0

Im Herzen jung geblieben lese ich immer wieder gerne auch Jugendbücher. Daher habe ich mich auch hier schnell auf die Geschichte eingelassen und die ersten Kapitel flogen nur so dahin. Mit ihrem flüssigen ...

Im Herzen jung geblieben lese ich immer wieder gerne auch Jugendbücher. Daher habe ich mich auch hier schnell auf die Geschichte eingelassen und die ersten Kapitel flogen nur so dahin. Mit ihrem flüssigen Schreibstil konnte die Autorin die Stimmung der Protagonistin gut einfangen und rüber bringen. Ich konnte förmlich spüren, wie sehr Hannah Jan anschmachtet und wie sie versucht, ihre Gefühle in den Griff zu bekommen. Nach dem ersten Viertel des Buches wurde ich jedoch ein bisschen ungeduldig. Obwohl der aufmerksame Leser vermuten kann, was für eine Gabe Hannah hat, wollte ich doch endlich Gewissheit bekommen und vor allem erfahren, wohin die Reise gehen sollte. Allerdings bin ich von Haus aus ein eher ungeduldiger Mensch – daher kann es sehr gut an meiner eigenen Hibbeligkeit liegen, dass sich der Plot etwas hinzog. Als es dann doch langsam ans „Eingemachte“ ging, wurde ich dann überrascht – allerdings nicht unbedingt im positiven Sinne…

Obwohl ich die ersten Kapitel so gerne gelesen hatte, hat mich die Autorin unterwegs leider etwas verloren. Die überraschend hart beschriebene Gewalt passt meiner Meinung nach nicht zum Beginn der Geschichte. Auch verändert sich Hannahs Verhalten in einer abschreckenden Weise, die ich so nicht nachvollziehen kann. Es ist mir jedoch bewusst, dass junge Leser solche Szenen anders empfinden und ich möchte nicht behaupten, dass es nicht altersgerecht sei. Für meinen eigenen Geschmack nimmt die Gewalt und missbräuchliche Situationen jedoch zu viel Raum ein und ich muss das Buch erstmal sacken lassen, bevor ich mich entscheide, ob ich den zweiten Teil lesen möchte.

Veröffentlicht am 05.09.2019

Ein Buch, das einen nicht so schnell loslässt

Töchter der Lüfte
0

Normalerweise ist es besser, wenn ich meinen Leseeindruck direkt nach dem Umblättern der letzten Seite formuliere. Wenn man dann weitere Bücher gelesen hat, verblassen so manche Details und Gefühle, die ...

Normalerweise ist es besser, wenn ich meinen Leseeindruck direkt nach dem Umblättern der letzten Seite formuliere. Wenn man dann weitere Bücher gelesen hat, verblassen so manche Details und Gefühle, die ich beim Lesen hatte doch mit der Zeit immer mehr. In diesem Falle war es mir jedoch aus diversen Gründen nicht möglich, meine Gedanken zeitnah zu Papier zu bringen. Bei diesem Buch ist das zum Glück kein Problem: Pam Jenoffs "Töchter der Lüfte" hat mich tief innen berührt und hallt auch heute nach einigen Wochen noch intensiv nach.

Die Autorin hat Isas und Astrids Geschichte sehr authentisch und einfühlsam erzählt. Das harte Leben im im Zirkus wird sehr lebendig dargestellt und die Schrecken des Krieges werden nicht beschönigt. Dennoch gibt es so viele Momente voller Freundschaft, Hoffnung und Liebe - aber immer ohne rührselig zu werden.

Dieses Buch hat für mich alles, was mein liebstes Hobby Lesen ausmacht: Authenzität, Spannung, Gefühle - eine Geschichte, die einen nicht so schnell wieder los lässt. Von mir gibt es daher die volle Punktzahl und eine unbedingte Leseempfehlung.