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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 08.03.2021

Auf hoher See

Passagier 23
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"Passagier 23" spielt auf hoher See.
Auf einem Kreuzfahrtschiff verschwinden immer wieder Menschen. Eine selbsternannte Thrillerautoren ruft Polizeipsychologen Martin um Hilfe, der vor einigen Jahren ...

"Passagier 23" spielt auf hoher See.
Auf einem Kreuzfahrtschiff verschwinden immer wieder Menschen. Eine selbsternannte Thrillerautoren ruft Polizeipsychologen Martin um Hilfe, der vor einigen Jahren seine Frau und seinen Sohn auf demselbigen Schiff verlor.

Fitzeks Bücher lassen sich immer sehr schnell lesen. Das liegt nicht nur an seinem spannenden, locker, leichten Schreibstil, sondern auch an seine fesselnden Handlungen. Dazu sind die Kapitel kurz gehalten, was mir persönlich bei Büchern besser gefällt, da man nicht mittendrin pausieren muss und sich beim nächsten Mal nicht fragt, nach welchem Absatz man denn aufgehört hat, um dann einige Passagen doppelt zu lesen. Zudem finden sich hier des öfteren wieder einige Cliffhanger, was den Leser weiters dazu animiert nicht zu stoppen.
Inhaltlich gefiel mir das Buch auch sehr gut. Es zog mich von Seite 1 sofort in den Bann. Es gab keine einzige Stelle, an der Langeweile aufkam.
Und wer den Fitzek kennt weiß, dass die Enden mit unerwarteten Wendungen aufwarten. Für meinen Geschmack diesmal leider etwas zuviel des Guten. Manchmal ist einfach weniger mehr. Deshalb gibt es einen Stern abzug.

Fazit: Ein wirklich guter Thriller, wenn man beim ersten Ende aufhört zu lesen.

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Veröffentlicht am 26.02.2021

Konnte mich überzeugen

Heimweh nach uns
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Lena und Malte haben zwei Kinder und auch im Job läuft es bei beiden super. Doch der Alltag hat sie vollends gefangen genommen. Beiden bleibt kaum Zeit füreinander, was Lena stark zusetzt.

Die Handlung ...

Lena und Malte haben zwei Kinder und auch im Job läuft es bei beiden super. Doch der Alltag hat sie vollends gefangen genommen. Beiden bleibt kaum Zeit füreinander, was Lena stark zusetzt.

Die Handlung plätschert eher so dahin, doch sie ist geprägt von Stress und Traurigkeit, was den Leser glauben lässt, er erlebt diese Situation selbst. "Entschleunigen" heißt das Zauberwort. Doch wie soll das funktionieren, wenn beide in Job und Kinderbetreuung gefangen sind?
In manchen Situationen entdeckt man sich sicher selbst wieder.
Ein ganz wichtiges Thema in diesem Buch ist auch die Zeit zu zweit. Darauf sollte man in dem ganzen Alltagstrubel nie vergessen!

Die Geschichte von Lena und Malte liest sich sehr schnell. Zudem lernt man die Protagonisten immer besser kennen, entwickelt schnell Sympathien und baut Verständnis für den ein oder anderen auf.
Mich konnte die Autorin mit ihrem emotionalen Schreibstil ab der ersten Seite für sich gewinnen. Eine klare Leseempfehlung!

Fazit: Regt zur Selbstreflexion an und lässt den Leser nicht ganz ohne Tränen zurück.

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Veröffentlicht am 23.02.2021

Voller Humor

Totentanz im Pulverschnee
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Wer kennt denn schon den Herrn Bussi? Ich machte erst in "Totentanz im Pulverschnee" Bekanntschaft mit dem lieben Herrn Gruppeninspektor.
Dieser fährt mit seiner lieben Frau Muttern nach Maria Schnee, ...

Wer kennt denn schon den Herrn Bussi? Ich machte erst in "Totentanz im Pulverschnee" Bekanntschaft mit dem lieben Herrn Gruppeninspektor.
Dieser fährt mit seiner lieben Frau Muttern nach Maria Schnee, das im schönen Tiroler Ländle liegt und wird prompt verwickelt in einen Mordfall.

Was den Leser, so wie den Herrn Gruppeninspektor, anfangs noch glauben lässt man wäre in einer Komödie gefangen, wird schon bald bitterer Ernst, als es dann tatsächlich einen Mordfall zu klären gibt. Die Spannung hält sich allerdings in Grenzen. Trotz allem verliert man die Motivation zum Lesen in keinster Sekunde, da es während der gesamten Ermittlungsarbeit immer wieder Momente gibt, die einem vor Lachen den Bauch halten lassen.
Gegen Ende hin merkt man auch, dass das Cover mehr als gelungen ist. Der Fuchs dürfte hier auf gar keinen Fall fehlen.
Und natürlich wird der Leser mit einer Überraschung belohnt. Denn zu all dem Humor gesellt sich eine Auflösung, mit der wohl niemand gerechnet hätte.

Fazit: Ein Krimi, der jedem ein Lächeln ins Gesicht zaubert.

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Veröffentlicht am 14.02.2021

Schwach

Der Bewohner
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Unser Protagonist ist diesmal, ganz untypisch, ein gesuchter Serienmörder, der sich auf seiner Flucht in ein Reihenhaus verschanzt. Bald schon findet er heraus, dass die Dachböden mehrerer Häuser angrenzen ...

Unser Protagonist ist diesmal, ganz untypisch, ein gesuchter Serienmörder, der sich auf seiner Flucht in ein Reihenhaus verschanzt. Bald schon findet er heraus, dass die Dachböden mehrerer Häuser angrenzen und er sich so von Nachbar zu Nachbar bewegen kann, um seine Grundbedürfnisse zu stillen. Ganz besonders angetan ist er von der hübschen Colette. Doch bevor er sich seiner Leidenschaft hingibt, möchte er sie noch leiden sehen.

Was mir gut gefiel waren der leichte Schreibstil und die kurzen Kapitel. So kam man schnell voran, obwohl sich die Spannung eher in Grenzen hielt. Für mich war es bis zum Schluss kein Thriller. Eher ein Unterhaltungsroman. An einigen Stellen konnte ich mir sogar das Lachen nicht verkneifen, ging es doch um einen gesuchten Serienmörder. Da Psychopathen für mich immer in Verbindung mit hoher Intelligenz stehen, war ich von unserem Protagonisten oftmals schwer enttäuscht. Wie kann ein so dummer und tollpatschiger Mann morden ohne jemals überrumpelt zu werden?
Unrealistisch fand ich es auch ein wenig, dass er plötzlich Gefühle für seine vorgesehenen Opfer entwickelt. Psychopathen können doch keine Gefühle empfinden?!
Den inneren Dialog mit seiner zweiten Persönlichkeit fand ich anfangs noch ganz witzig, am Ende leider nur noch ermüdend.
Fazit: Die Idee, einmal aus Sicht eines Serienmörders zu schreiben, fand ich sehr originell, konnte meinen Anforderungen jedoch nicht gerecht werden.

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Veröffentlicht am 10.02.2021

Die Geschichte einer Löwenmutter

Die Verlorenen
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Bess lebt in armen Verhältnissen und muss deshalb ihr neugeborenes Baby in einem Heim abgeben, weil sie selbst nicht fähig ist, ihre kleine Tochter zu ernähren. Nach sechs Jahren hat sie allerdings so ...

Bess lebt in armen Verhältnissen und muss deshalb ihr neugeborenes Baby in einem Heim abgeben, weil sie selbst nicht fähig ist, ihre kleine Tochter zu ernähren. Nach sechs Jahren hat sie allerdings so viel zusammen gespart, um ihre Tochter wieder zu sich zurück holen zu können. Doch diese wurde bereits abgeholt.

Der Leser wird in die Zeit des 18. Jahrhunderts zurück katapultiert. Bess wohnt in einem der ärmsten Viertel in London. Bei diesem bildlichen Schreibstil fühlte ich mich selbst als Bess und tauchte in ihre Welt ab. Wenn sie sich durch die verschiedenen Örtlichkeiten bewegte, war auch ich es, die dort zu jener Zeit herumstreifte.
Die Geschichte war so voller Emotion. Ich war hin und hergerissen von dieser Gefühlswelt und versuchte nicht nur Bess zu verstehen, denn auch Alexandra, die Frau, die Bess' Tochter aus dem Heim holte, hatte mit den Schatten ihrer Vergangenheit zu kämpfen. Diese lernt man im zweiten Teil etwas besser kennen. Insgesamt ist das Buch in vier Teile gegliedert, die abwechselnd aus Bess' und Alexandras Sicht erzählt. Die Handlung selbst war mir fast etwas zu rasch erzählt. Da hätte sich die Autorin ruhig an ein paar Seiten mehr herantrauen dürfen. Trotzdem ein sehr bewegendes Buch, das eine Leseempfehlung von mir erhält.

Fazit: Eine emotionsgeladene Geschichte einer Mutter, die um ihr Kind kämpft.

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