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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 17.03.2025

Der Titel passt nicht, bildet keinen roten Faden.

Hochzeit auf der kleinen Frieseninsel
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Hanna hofft in Berlin vergebens auf ihre Beförderung während ihre Schwester Stine nur noch wenige Wochen vor ihrer Hochzeit mit Marten Schwierigkeiten unterschiedlicher Art erlebt. Sie könnte Hanna gut ...

Hanna hofft in Berlin vergebens auf ihre Beförderung während ihre Schwester Stine nur noch wenige Wochen vor ihrer Hochzeit mit Marten Schwierigkeiten unterschiedlicher Art erlebt. Sie könnte Hanna gut gebrauchen!

In diesem Roman dreht es sich vorrangig um Hanna, aber auch um ihre Familie und eine neue Liebelei, die bereits auf der Fähre von Dagebüll nach Föhr anläuft. Hanna ist ein Workaholic, Immobilienmaklerin mit Genuss, aber auch Inselkind und sie vermisst das Inselleben manchmal sehr. Und Stine bekommt vier Jahre nach der Geburt ihrer Tochter Besuch von deren Vater, der noch gar nicht weiß, dass sie auch zu ihm gehört. Und Marten, den sie heiraten möchte, ist fast nie da.

Bis zum letzten Drittel ist es ein angenehm zu lesender Wohlfühlroman. Lockerflockige Schreibe, anregend verfasst und gut zum Entspannen. Dann überschlagen sich die Ereignisse, mal ist Stine, mal Hanna im Vordergrund und plötzlich ist der Roman vor der Hochzeit zu Ende.

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Veröffentlicht am 12.03.2025

Leseabenteuer

FREI – Bester Sommer (FREI 1)
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Joshua ist Kummer gewöhnt. Immer wieder muss er mit seiner Mutter aus beruflichen Gründen umziehen. Seine Mutter ist eine bekannte Künstlerin und braucht immer neue Inspirationen. So lebten sie schon in ...

Joshua ist Kummer gewöhnt. Immer wieder muss er mit seiner Mutter aus beruflichen Gründen umziehen. Seine Mutter ist eine bekannte Künstlerin und braucht immer neue Inspirationen. So lebten sie schon in Köln, Hamburg, Neapel, Rom und nun eben in Rottloch. Für ihn das hinterletzte Kaff vor den sieben Bergen. Unerwartet ist die Schule allerdings toll, denn da dürfen Schüler und Lehrer viele Dinge demokratisch regeln. Und das fühlt sich super an. Allerdings hat es die Projektwoche in sich. Er geht mit einer Kleingruppe in den Wald. Für eine Woche ist die Gruppe auf sich gestellt. Nahrung und Schlafgelegenheiten werden vorbereitet, aber die Etappen müssen sie selbst mittels Karte ohne Handy finden. Abenteuer inklusive!

Und ein Leseabenteuer ist es auch. Ein amüsant und herrlich verfasster Jugendroman, der die typischen Teens aufs Korn nimmt, aber ihre Herausforderungen durchaus ernst nimmt. Bin gespannt auf den zweiten Band!

Veröffentlicht am 12.03.2025

Geht besser

Ruinen der Elfen
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Das Autorenteam kennt DSA und baut ihre Geschichte fein in diese Welt ein. Manchmal etwas zu detailverliebt. Mich störten einige Faktoren allerdings immer wieder. Elfen sind Heiler und können super schießen, ...

Das Autorenteam kennt DSA und baut ihre Geschichte fein in diese Welt ein. Manchmal etwas zu detailverliebt. Mich störten einige Faktoren allerdings immer wieder. Elfen sind Heiler und können super schießen, reiten und kommen leider sehr eindimensional rüber. Der Halbelf hat vorher nie gekämpft und wird ein Held ab dem ersten Kampf. Das wirkt nicht sehr realistisch und passt auch weiterhin nicht. Und ein Skalde trifft untrainiert einfach so mit einer Axt einen Drachen, so dass der tot umfällt. Eine Diebin, die für ihren Gott unterwegs ist, mordet bei ihren Einbrüchen. Das gab es so meines Wissens nach noch nicht in der DSA-Welt. Diebe stehlen und Mörder morden, aber Diebe morden nicht. Hier ist das anders und es wird auch nicht alles aufgeklärt, auch das ist merkwürdig. Meine DSA-Zeit ist etwas länger her, aber sie war durchaus intensiv. Ebenso kann ich mich noch gut an die Darkover-Reihe von Marion Zimmer-Bradley erinnern ohne darin vor kurzem mal wieder etwas gelesen zu haben. Die Erinnerung ist da. Und beide Autoren brechen hin und wieder mit typischen Handlungsweisen der DSA-Hintergrundwelt. Das fällt mir negativ auf.

Dieser Roman ist einigermaßen gut lesbar, aber lässt in vielem zu wünschen übrig.

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Veröffentlicht am 12.03.2025

Wohlfühlroman mit Geist "Grace"

Das Hotel Nantucket
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Lizbet ist auf Nantucket Island verwachsen, da aufgewachsen und nie ganz weggewesen. Ihr Partner betrügt sie und so verlässt sie das gemeinsam hochgezogene Restaurant, das vor allem durch ihre Ideen besonders ...

Lizbet ist auf Nantucket Island verwachsen, da aufgewachsen und nie ganz weggewesen. Ihr Partner betrügt sie und so verlässt sie das gemeinsam hochgezogene Restaurant, das vor allem durch ihre Ideen besonders wurde.

Ein altes Hotel auf der Insel wird wieder aufgebaut und soll wieder als Hotel laufen. Allerdings hält sich hartnäckig das Gerücht, es würde dort spuken. Und das stimmt sogar, denn Grace ist bei einem Zimmerbrand vor 100 Jahren ums Leben gekommen und hat noch Wünsche. Als Lizbet als Managerin eingestellt wird und sich um weiteres Personal und künftig auch um Gäste kümmert, mischt sie teilweise kräftig mit. Das verleiht einigen Geschichten, die sich so wie nebenher entwickeln, eine besondere Würze.

Zwischenmenschliches spielt bei Elin Hilderbrands Romanen immer eine große Rolle. Und so ist es auch dieses Mal. Der Inselklatsch läuft am Rande mit, eine Angestellte verhält sich sonderbar und prostituiert sich nebenbei. Lizbet hat einen seltsamen Chef und kommt nicht hinter sein Geheimnis, aber Lesende schon und auch das prickelt angenehm. Man kann den Roman gut lesen, die Figuren sind größtenteils sympathisch und die widerlichen Typen mischen das Ganze ein wenig auf. Rundum geglückter Wohlfühlroman!

Veröffentlicht am 11.03.2025

Super!

Der Halbelf, der mich liebte
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Elle ist Kalligrafin und Künstlerin, aber eigentlich stammt sie von einem chinesischen Gott der Heilkunst ab. Luc ist ein Halbelf und wurde von einer Sphingx großgezogen. Die Welt ist die hiesige, aber ...

Elle ist Kalligrafin und Künstlerin, aber eigentlich stammt sie von einem chinesischen Gott der Heilkunst ab. Luc ist ein Halbelf und wurde von einer Sphingx großgezogen. Die Welt ist die hiesige, aber ganz anders als wir sie kennen.

Elle hütet ein Geheimnis hinter das man so nach und nach kommt. Luc hat auch Geheimnisse, u. a. gehört dazu sein Beruf und sein oberster Dienstherr. Man kommt schnell in die Geschichte hinein. Die Hintergründe der beiden sind sehr unterschiedlich, aber sie passen trotzdem gut zueinander. Beide leben dank ihrer Magie Jahrhunderte und beide sind in mehreren Milieus zuhause und können sich rasch umstellen. Elle war mal eine hochrangige Agentin und Heilerin, das spürt Luc sofort. Außerdem hängt sie mit einer seiner Aufträge eng zusammen.
Man liest beide Perspektiven, fühlt sich ein und taucht geistig total ab. Der Sprachmix aus Deutsch mit eingeflochtenem Französisch und (für mich unverständlichen) chinesischen Schriftzeichen gefiel mir auch gut. Und auch die Erklärung dafür im Nachwort ist schlüssig.
Sehr gerne würde ich mehr von Mia Tsai zukünftig lesen. Dieses Debut ist hervorragend!!