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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 01.06.2025

Nett

Ein Sommer für zwei
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David ist Tierarzt und es zieht in ein sehr verschlafenes, idyllisches Dorf in Cornwall. Er lebt ziemlich zurückgezogen und wirkt auf seine Tierarzthelferin Shauna ziemlich arrogant. Sie ist das genaue ...

David ist Tierarzt und es zieht in ein sehr verschlafenes, idyllisches Dorf in Cornwall. Er lebt ziemlich zurückgezogen und wirkt auf seine Tierarzthelferin Shauna ziemlich arrogant. Sie ist das genaue Gegenteil von ihm: lebenslustig, extrovertiert.

Als Shauna eine neue Wohnung braucht, bietet David ihr und ihrem Hund Unterschlupf. Jetzt lernt sie ihn besser kennen und verguckt sich in ihn. Aber sie hat ein Geheimnis und weiß immer noch nicht, warum er ausgerechnet hier praktiziert…
Es ist ein sehr leichter Wohlfühlroman für einen Tag im Garten oder am Strand bestens geeignet. Idyllische Landschaften, eine nette Liebelei, ein paar Untersuchungen und ein, zwei Geheimnisse. Nichts Weltbewegendes, eine nette Unterhaltung für zwischendurch.

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Veröffentlicht am 01.06.2025

hervorragend

Süßer Tod am Lago di Garda
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Ricarda ist geschafft – von ihrer Scheidung und von einem beginnenden Burnout, außerdem will sie sich mehr um ihre Tochter kümmern. Sie zieht zurück an den Gardasee, um eine Töpferei zu gründen. Getöpfert ...

Ricarda ist geschafft – von ihrer Scheidung und von einem beginnenden Burnout, außerdem will sie sich mehr um ihre Tochter kümmern. Sie zieht zurück an den Gardasee, um eine Töpferei zu gründen. Getöpfert hat sie immer schon gern und gut. Aber.

Es kommt anders als gedacht. Von Beruf Profilerin wird sie von ihrem Bruder, Kriminalkommissar in Brescia angefragt mitzuarbeiten. Offenbar zog ein Serientäter ihr von Mailand an den See nach. Während Ricarda sich wieder auf ihren eigentlichen Beruf einlässt, kümmert sich eine verschrobene ehemalige Klassenkameradin um ihre Tochter. Mia findet Bianca und ihren Sohn gruselig. Und den Schriftsteller Marco hinreißend.
Dieser Krimi wartet mit einer speziellen Rahmenhandlung auf, die erst Mal beschaulich wirkt, aber zunehmend in den Kriminalfall mit hineinrutscht. Der Fall selbst ist gruselig und zum miträtseln geeignet. Viele Sackgassen wurden eingeflochten, die Beziehung zwischen Ricarda und ihrem Bruder funzt super, auch die zu seinem Team. Und Mias Rolle ist anregend angelegt. Im letzten Drittel wird es hochspannend und entwickelt sich fast zu einem Thriller. Bei den lokalen Funden der Opfer werden fast alle bekannten Dörfer am Gardasee verwendet, so dass Leser, die die Örtlichkeiten kennen, auf ihre Kosten kommen. Ein Wohlfühlkrimi ist dieser Roman beileibe nicht. Nix für schwache Nerven, aber ein hervorragender Krimi!

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Veröffentlicht am 01.06.2025

Klasse!

Tödlicher Caffè
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Caponnetto ist um die sechzig Jahre alt, so genau erfährt man das nicht. Er ist nach einem speziellen Fall auf dem Polizeidienst ausgeschieden, ehemaliger Leiter der Carabinieri in Ligurien. Doch sein ...

Caponnetto ist um die sechzig Jahre alt, so genau erfährt man das nicht. Er ist nach einem speziellen Fall auf dem Polizeidienst ausgeschieden, ehemaliger Leiter der Carabinieri in Ligurien. Doch sein Freund und ehemaliger Kollege Bonfetti schafft es dieses Mal in einen Fall hineinzuziehen, könnte er sich doch auch auf ihn auswirken.

Zunächst einmal lernt man die Akteure kennen. Dazu gehören Bonfettis Kollegen und Caponnettos Bekannte Giulia, die eine Osteria leitet in der er gerne seine Mittagszeit verbringt. Und eigentlich auch gerne mehr, weiß aber nicht, wie sie das auffassen würde. Bevor es zwischen ihnen noch knistern kann, kommt Andrea vom BKA München ins Spiel. Denn in Bayern brach ein bekannter Mafiosi aus, weil in Bonfettis Bereich ein Skelett ausgebuddelt wurde. Damit beginnt ein famoser Krimi, der das italienische Lebensgefühl ebenso gut rüber bringt wie die handfeste Polizeiarbeit samt gut gesetzten Spannungsbögen. Sehr gut verfasst und so, dass einem bei den Einkehren in die Ostaria zuweilen das Wasser im Munde zusammenläuft. Doch Wohlfühlfaktor? Ja, ein bisschen schon, aber eher als Rahmenhandlung. Hier steht eindeutig der Krimi im Vordergrund. Und auch der Wunsch, mehr von Caponnetto zu lesen. Dieses ist der zweite Band.

Veröffentlicht am 01.06.2025

Vielschichtig durch eine intrigante Person

Die Töpferei am Meer
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Hulda hat von ihrer Tante ein kleines Haus mit Hofladen auf Rügen geerbt. Nun zieht sie mit ihrer Freundin Hulda dorthin, um im Laden eine Töpferei einzurichten. Das Ganze spielt sich 1926 ab. Als der ...

Hulda hat von ihrer Tante ein kleines Haus mit Hofladen auf Rügen geerbt. Nun zieht sie mit ihrer Freundin Hulda dorthin, um im Laden eine Töpferei einzurichten. Das Ganze spielt sich 1926 ab. Als der Laden läuft,

stellen sie die Bauhaus-Studentin Marta ein. Und damit schleicht sich so langsam das Ende ihrer Freundschaft ein. Denn Marta hat sich in einen Maler verguckt und ist seinetwegen auf der Insel. Julius sind die beiden Töpferinnen bereits auf ihrer Reise zur Insel begegnet. Er ist an Hulda interessiert und das nimmt Marta ihm gewaltig krumm.
Marta ist intrigant und so ziemlich das Gegenteil ihrer geradlinigen Chefinnen. Sie versucht ihre eigenen Vorstellungen klar umzusetzen, koste es, was es wolle. So ist es kein beschaulicher Roman sondern einer, der mit gewaltigen Intrigen, Liebe, Stalking und zahlreichen Spannungen aufwartet.
Gut aufbereitet. Ich fand den Anfang schwierig, hinein zu kommen in die Geschichte. Der Roman ist sehr vielschichtig.

Veröffentlicht am 29.05.2025

Schmonzette im historischen Gewand

Im Glanz des Wasserfalls
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Valeries Vater verwaltet Ende des 19. Jahrhunderts das Grandhotel am Wasserfall in Bad Gastein. Er ist ein autoritärer Familienvater, der den Seitensprung seiner Frau toleriert. Hauptsache, ihre Familie ...

Valeries Vater verwaltet Ende des 19. Jahrhunderts das Grandhotel am Wasserfall in Bad Gastein. Er ist ein autoritärer Familienvater, der den Seitensprung seiner Frau toleriert. Hauptsache, ihre Familie wirkt nach außen zusammenstehend. Valerie möchte ebenfalls mitarbeiten und darf es auch. Sie freundet sich mit einem Küchenmädchen und der Kaltmamsell an, kennt den Sohn des Bürgermeisters so gut, dass sie ihn heiraten und ein gemeinsames Hotel mit ihm möchte.

Der Roman fängt sehr gut an und verliert sich dann in eine platte Schmonzette. Die Figuren sind alle sehr oberflächennah und die Geschichte entwickelt sich ultraseicht. Eine Liebesgeschichte im historischen Gewand. Man hätte deutlich mehr daraus machen können. Aber außer dass anfangs der Besuch von Kaiserin Sissi und Kaiser Wilhelm I mit besonderen Anekdoten eingegangen wird, ist nix Historisches dabei. Keine Recherchen fließen sacht mit ein - nix davon. Das ist zu wenig. Dazu gibt es inhaltliche Wiederholungen für besonders banale Hinweise.

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