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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 27.12.2018

Ein perfekter Abschlussband

ENDGAME Buch 3
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Inhalt:

Nach den schrecklichen Vorfällen der letzten Tage fühlt sich Avery nicht mehr sicher. Sie hört von den jüngsten Schandtaten des Jonathan Skott. Ihr Gegenspieler, der vor drastischen Methoden ...

Inhalt:

Nach den schrecklichen Vorfällen der letzten Tage fühlt sich Avery nicht mehr sicher. Sie hört von den jüngsten Schandtaten des Jonathan Skott. Ihr Gegenspieler, der vor drastischen Methoden außerhalb des Gesetzes nicht zurückschreckt. Sie sucht Schutz bei Gabriel.
Dessen Haus wird zu Averys goldenem Käfig. Hier weiß sie sich in Sicherheit. Doch fühlt sie sich auch zu einer Art „Kaspar Hauser“-Dasein verurteilt und so in die totale soziale und kommunikative Isolation gezwungen. Sie will daher unbedingt aus der selbst gewählten Einsamkeit auszubrechen.



Im Detail:

Nach dem spannenden Ende des Vorgängers war ich sehr froh, dass ich zeitnah mit dem finalen Band würde starten können.

Es ist wohl der Beschützerinstinkt, den Avery bei Gabriel weckt. Dieser beschließt jedenfalls, sich auf die Jagd nach ihrem Widersacher zu machen.

Tagsüber ist Gabriel auf der Suche, dann kehrt er für wenige Stunden heim und sucht Averys Nähe.
Doch allmählich fällt Avery die Decke auf dem Kopf. In der Isolation, von jeglichen sozialen Kontakten abgeschieden, beginnt sie Stimmen zu hören.
Da helfen die Telefonate mit ihrer besten Freundin nur bedingt. Die Stimmen, die sie des Nachts im Bett hört, erinnern sie sehr an die Erlebnisse ihrer Mutter. Die Worte, die sie hört, machen ihr Angst. Kein anderer scheint zu hören, was Avery hört. Alles spricht dafür, dass sie langsam verrückt wird. Avery muss raus aus diesem Haus - unter Menschen. Ungeachtet der Lebensgefahr, in die sie sich bringt.

Allein dieser Ansatz sorgt schon für genügend Spannung zwischen den Buchseiten, doch die Entwicklung dieser Geschichte hält so viel mehr bereit.
Gabriel ist nicht als Gutmensch zu bezeichnen, noch entspricht der Charakter dem klassischen Verständnis eines Superhelden. Der Band bietet aber Essenzielles für das Verständnis der Figur. Immer mehr wird auch klar, wie sehr auch Gabriel Avery braucht.
Über die Bücher hinweg wurde Avery auf eine atemlose Tour de Force durchs eigene, verpfuschte Leben geschickt. Doch sie nimmt den Kampf gegen die Unterwelt auf und stellt sich ihren Feinden, darunter üble Gangster. Der Mensch wächst aber bekanntlich mit seinen Aufgaben und lernt aus Erfahrung.
Es gelingt der Autorin eindrucksvoll, Schlüsselphasen in Averys Entwicklung einzufangen.

Avery musste sich aber noch nie härter durchs Leben kämpfen und mehr Stärke zeigen als in Band drei. Ob sie dieses Mal brechen wird, das werde ich euch an dieser Stelle nicht verraten.

Fest steht, dass dieser dritte Band mit den Vorgängern locker mithalten kann. Es bleibt eine wendungsreiche und doppelbödige Fahrt, die mit viel Spannung daherkommt, und über drei Bände ohne Längen ist.



Fazit:

Endgame von Skye Warren ist eine Dark Romance-Reihe, die mich vollkommen von sich überzeugen konnte. Die Reihe besteht aus drei Bänden. Auch im letzten Band haben sich keine Längen eingeschlichen, insbesondere, weil der Roman auf den letzten Seiten viel an Tempo gewinnt. Die Themen Liebe und Erotik sind selbstredend auch im letzten Band nicht unterbeleuchtet geblieben. Mit Gabriel bietet Skye Warren einen unwiderstehlich abgründigen Charakter.

Besonders das raffinierte und durchdachte Ende sticht heraus, da es alles andere als vorhersehbar ist und auch den abschließenden Roman zu einem Lesehighlight macht.
Eine Geschichte, die durchaus noch nicht hätte zu Ende sein müssen.



Buchzitate:

Immer mal wieder kriecht ein Mann wie er aus seinem Loch, um sich jemand Reiches, jemand Reines zu schnappen. Nur um zu beweisen, dass er es kann.

Ist es Schutz, wenn man eine Blume in der Dunkelheit aufbewahr ohne Wasser und Licht? Ihr zuzusehen, wie sie verwelkt? Damit niemand anderes sie sieht?

Veröffentlicht am 20.12.2018

Eine grandiose Fortsetzung

ENDGAME Buch 2
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Inhalt:

Avery besitzt nur noch wenige Habseligkeiten und einige Münzen. Ihr Vater befindet sich in einem komatösen Zustand und weiß noch nicht, dass seine Tochter ihren Körper verkauft oder genauer ...



Inhalt:

Avery besitzt nur noch wenige Habseligkeiten und einige Münzen. Ihr Vater befindet sich in einem komatösen Zustand und weiß noch nicht, dass seine Tochter ihren Körper verkauft oder genauer gesagt vermietet hat.
In einem billigen, heruntergekommenem Motelzimmer schöpft sie neuen Mut und macht sich auf, Gabriel erneut aufzusuchen. Der Monat ist noch nicht abgelaufen, der mögliche Erlös aus der Auktion befindet sich noch auf einem Treuhandkonto. Wird Avery das Geld auftreiben können, um ihr Elternhaus auszulösen?



Im Detail:

Avery weiß, wie es ist, alles zu verlieren. Nichts ist ihr geblieben. Das elterliche Haus steht kurz vor der Versteigerung, ein fremder Mann hat ihr ihre Unschuld geraubt, ihr Vater befindet sich in einem komatösen Zustand. Nachdem Gabriel Avery von einer Minute auf die andere vor die Tür gesetzt hat, kommt sie erst einmal in einem heruntergekommenen Motel unter. Hier sammelt sie Kraft und fasst neue Pläne. Sie muss das elterliche Haus vor der Versteigerung retten, komme was wolle.

Doch als Avery Gabriel erneut um Hilfe bittet, zeigt dieser nur wenig Verständnis. Stattdessen wünscht er weitere sexuelle Gefälligkeiten. Schließlich hat er Avery für einen Monat gekauft und dieser ist noch längst nicht vorbei.

In Band 2 erhebt Gabriel keineswegs den Anspruch, Sympathiepunkte zu sammeln. Seine Bedürfnisse scheinen stets an erster Stelle zu stehen. Doch dann gab es wieder diese Momente, in denen er Avery warme Buttermilchwaffeln zum Frühstück serviert. Das Raubtier überwindet sich in diesen Momenten selbst.

Avery hingegen beweist erneut, dass sie eine Kämpferin ist. Sie mietet sich in einem Motelzimmer ein, wo sie jede Nacht die Lustschreie einer Prostituierten durch die Wand hört. Entspannter Schlaf ist hier nahezu unmöglich. Aber auch außerhalb ihres Zimmers findet Avery keine Ruhe. Die Gegend scheint gefährlich, die Menschen, die sich hier herumtreiben, sind von zweifelhaftem Charakter.

Nach und nach erfährt Avery immer mehr über die Geheimnisse ihrer Eltern. Sie findet das Tagebuch ihrer Mutter. Das wirft alles über den Haufen, was sie bisher über ihre Eltern zu wissen geglaubt hatte. Mit dem Buch hat sie die Leichen im Keller der gemeinsamen Vergangenheit gefunden.



Fazit:

Kein Geld, kein Zuhause, keine Familie, aber Freunde. “Endgame – Band 2: Der Springer“ überzeugt mit schwarzem Humor, traurige Wahrheiten und eine Prise Krimi.

Gabriel und Avery sind die Protagonisten einer Geschichte von lebensfroher Obszönität und Erotik, aber auch von Gewalt und Fremdbestimmung.

Diese Kombination ist perfekt für düstere und gefährliche Dark-Romance-Lesestunden der Extraklasse.



Buchzitate:

Gabriel legt die Wange an mein Knie, seine Miene ist schonungslos. Er sieht müde aus, als wäre ihm alles zu viel, als wäre ich das Einzige, was ihn stützt. Das ist der intimste Augenblick, den wir je zusammen hatten, der ehrlichste.

„Abgesehen davon bringt meine Anwesenheit gewisse Vorteile mit sich.“ - „Meine ganz eigene Versorgung mit Feuer und Schwefel?“ - „In meiner Gegenwart neigen Leute eher dazu, die Wahrheit zu sagen.“

Veröffentlicht am 18.12.2018

Eine humorvolle Weihnachtsgeschichte

Weihnachten wird wunderbar
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Inhalt:

Pünktlich, einen Tag vor Heiligabend, soll der Flieger Scarlett und Mélie aus dem verschneiten Heathrow zurück ins geliebte Frankreich bringen. Dort wollen die beiden Schwestern die Feiertage ...


Inhalt:

Pünktlich, einen Tag vor Heiligabend, soll der Flieger Scarlett und Mélie aus dem verschneiten Heathrow zurück ins geliebte Frankreich bringen. Dort wollen die beiden Schwestern die Feiertage mit ihrer Mutter verbringen. Der Vater ist erst vor kurzem gestorben, was dazu führt, dass die anhängliche Mutter fast stündlich die Kinder anruft und nach deren Wohlbefinden fragt.

Doch das Schneetreiben in Heathrow macht den beiden Schwestern und ihren Plänen schon bald einen gehörigen Strich durch die Rechnung. Die Anzeigetafel am Flughafen verkündet, dass der Heimflug bis auf weiteres gestrichen wurde. Scarlett ist außer sich und kann die ruhige Art ihrer Schwester kaum nachvollziehen.

Die Situation erfordert Krisenmanagement. Jetzt heißt es die Mutter zu vertrösten und nebenbei eine Lösung finden. In Gedanken verirrt sich Scarlett auf die Herrentoilette. Dort trifft sie auf einen waschechten Engländer. William verzeiht den Fauxpas der aufgebrachten Französin. In ihrem Zustand höchster Erregtheit gewinnt sein knochentrockener britischer Humor beruhigenden Charakter.

Kurze Zeit später schließt sich William den beiden Schwestern an. Im Gespräch kommen Scarlett und er sich näher. Sie schmieden Pläne, wie die Heimreise vielleicht auf anderem Wege doch noch klappen könnte, scheitern aber. Sie müssen feststellen, dass ihr Flug gecancelt wurde.

William reagiert entschlossen: Die beiden Mädchen sollen gerne bei ihm zu Hause unterkommen. Als Mélie und Scarlett einwilligen, wissen sie noch nicht, was sie bei William daheim erwartet.
Dessen verrückte Familie, die den Osbournes auf MTV das Wasser hätte abgraben können.



Im Detail:

Die Geschichte Weihnachten wird wunderbar besteht aus zwei Teilen. Der erste Teil beschäftigt sich mit dem Aufenthalt der beiden sehr unterschiedlichen Schwestern Mélie und Scarlett auf dem Flughafen in Heathrow. Im weiteren Verlauf der Geschichte stößt der Engländer William zu der kleinen Gruppe. Gemeinsam verbringen die drei sehr unterschiedlichen Charaktere ihre Zeit in den Hallen und hoffen auf eine Änderung auf der Anzeigetafel der abgehenden Flüge.

Schon schnell wird klar, dass Scarlett ihre liebenswürdige Schwester Mélie oft missversteht. Mélie ist im Gegensatz zu ihrer Schwester eher ruhig und gefasst, wenn es zu Stresssituationen kommt. Vielleicht ist es auch ihr Job als Sexualtherapeutin, der es Mélie ermöglicht, ihren Gegenüber schneller zu durchschauen, als es der eigenen Schwester gelingt. Diese hingegen verurteilt Mélie gerne. Die Schwester sei in jungen Jahren vom Baum gefallen. Das erkläre, warum sie so wirr rede und so anders denke als ihr Umfeld und warum sie Zugang zu Menschen finde, die eben nicht „normal“ reagieren.

Als William zu den Schwestern stößt, bringt er die Geschichte in Schwung. Seine distinguierte „Britishness“ wird jedoch schon bald auf die Probe gestellt. Scarlett ist kein einfacher Mensch.
Als William den Schwestern vorschlägt, den Heiligabend bei ihm zu Hause zu verbringen, nimmt das Desaster dann seinen Lauf. Für reichlich Chaos ist angesichts der familiären Verhältnisse ihres Gastgebers auf jeden Fall gesorgt.

William hat einen homosexuellen Bruder, der sich gegenüber der eigenen Familie noch nicht geoutet hat. Hinzu kommt seine Tante, die sich nach der Trennung von ihrem Mann, der es mit der Sekretärin getrieben hat, in einer düsteren Verfassung befindet. Der Vater hingegen verhält sich auffallend distanziert und ruhig, kontrastiert von der Mutter, die eine wahre Furie zu sein scheint. Einzig die Großmutter Lizzie befindet sich in Feierlaune und ist bereits auf der Suche nach dem Alkoholvorrat des Enkelsohns. Mitten in dieses Chaos geraten nun also Mélie und Scarlett.

Und nun kommt das Weihnachtsfest. So ein Moment, in dem alles immer wie am Schnürchen laufen soll ...



Fazit:

Wenn Lucie Castel Humor und Ernsthaftigkeit mischt, bleibt bei ihren Fans kein Auge trocken.
„Weihnachten ist wunderbar“ ist eine Familiengeschichte, in der genügend Platz für grotesken Humor und raffinierte Bezüge ist. Das alles hat extrem viel Schwung.

Mit der Protagonistin wird man als Leser nicht recht warm. Über weite Strecken wirkt sie beinahe unsympathisch. Wer darüber hinwegsehen kann, wird mit „Weihnachten wird wunderbar“ schöne Lesestunden haben.



Buchzitate:

„Sie sind also eher der Typ Mimose.“ „Ich bin Engländer. Nicht durchdachte und riskante Manöver überlassen wir gerne den Deutschen und Franzosen.“ Volltreffer. Ich sehe so unbeteiligt wie möglich in seine Richtung.

Veröffentlicht am 13.12.2018

Ein Roadtrip, den man nicht so schnell vergessen wird

One More Chance
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Inhalt:

Auf dem Weg nach Temecula macht Aubrey Halt an einem Andenkenladen. Ein neuer Job, eine neue Stadt, Aubrey gibt sich ihren eigenen Gedanken hin, während sie auf ihr bestelltes Essen wartet. Gedankenverloren ...


Inhalt:

Auf dem Weg nach Temecula macht Aubrey Halt an einem Andenkenladen. Ein neuer Job, eine neue Stadt, Aubrey gibt sich ihren eigenen Gedanken hin, während sie auf ihr bestelltes Essen wartet. Gedankenverloren nimmt sie eine Barack-Obama-Wackelkopf-Figur in die Hand. Plötzlich ertönt eine unerwartete Stimme. Der folgende anzügliche Kommentar erschreckt Aubrey so massiv, dass ihr die Figur aus der Hand fällt. Sie reagiert zickig. Die Flirtversuche des Fremden überschreiten die Grenze des guten Geschmacks.

Verärgert nimmt sich Aubrey vor, den Fremden ab sofort zu verachten, was sein gutes Aussehen, sein Charme und Witz nicht gerade vereinfachen. Beide werden in der Folge Opfer einer technischen Panne. Der Fremde, der sich kurze Zeit später als Chance vorstellt, bietet Aubrey einen Deal an. Er wechselt ihr den Reifen, während sein Motorrad sich in der Reparatur befindet. Dafür soll Aubrey ihn allerdings mit nach Kalifornien nehmen.

Es dauert einen Moment, bis Aubrey begreift, dass ihr wohl kaum eine andere Wahl bleibt. Außerdem ist Chance ja nicht nur lustig, sondern auch verdammt süß. War sie nicht auf der Suche nach einer neuen Liebe? Und was soll's: Das Leben ist ein Risiko. Aubrey lässt sich auf den Deal ein. Der Beginn eines unmöglich schönen Roadtrips.



Im Detail:

Als Chance in Aubreys Auto steigt, liefern sie sich von Beginn an ein witziges Wortgefecht, das den einen oder anderen Leser sofort zum Schmunzeln bringen dürfte. Denn Chance ist niemand, der ein Blatt vor den Mund nimmt. Er spricht aus, was er denkt und das ist voller Anzüglichkeiten und sexueller Metaphorik.
Chance Meinung nach, ist seine Mitfahrerin prüde und verklemmt. Sie müsste mal so richtig flachgelegt werden und vor allem sollte sie sich trauen, über ihre Gefühle zu sprechen. Als das Telefon klingelt und einen fremden Männernamen anzeigt, geht Chance ohne lange zu zögern an den Apparat. Aubrey ist erstmal geschockt von dieser Aktion. Aber so ist dieser Mann, der stets unüberlegte und spontane Entscheidungen trifft und schamlos jede Grenzziehung des guten Geschmacks verachtet. Das muss auch der Anrufer erfahren, als Chance am Telefon sexuelle Andeutungen fallen lässt. Aubrey sei beschäftigt und zwar für längere Zeit, das ist die Quintessenz, die der Mann am anderen Ende des Telefons ziehen darf und die Aubrey erstmal verarbeiten muss. Chance ist frech, er ist dreist und auch sehr arrogant. Aber irgendwie ist es das, was Aubrey nicht nur die Sprache verschlägt sondern auch ganz schön verführt.

Es folgt ein spaßiger, manchmal bizarrer Roadtrip. Das hat unter anderem mit Chance zu tun, der mit immer neuen Sprüchen und Ideen aufwartet. Aber auch die Erlebnisse der Reisenden sorgen für allerhand Kurzweil und Abwechslung. Die Fahrt kann man schon als eine Reise der besonderen Art bezeichnen. So beschert ein Beinaheunfall mit einem LKW Aubrey und Chance einen neuen Mitfahrer. Bei dem tierischen Begleiter handelt es sich um einen blinden Ziegenbock, der in Stresssituationen in Ohnmacht fällt. Zu dritt machen die drei Reisegefährten einen Umweg über Las Vegas und entscheiden sich für eine Fake Hochzeit. Aubrey und Chance sammeln wundervolle Momente, haben eine Menge Spaß und nutzen die Zeit für sehr heiße Flirts. Doch umso näher das Ziel rückt, desto unvermeintlicher wird der Gedanke der Endlichkeit dieser Reise. Immer mehr Andeutungen machen klar, dass Chance gehen wird. Warum spricht Chance so wenig über seine Vergangenheit und warum kann er nicht einfach bleiben und seine Zukunftspläne an die von Aubrey anpassen?



Fazit:

One more Chance ist die Geschichte von Aubrey und Chance, die sich in einem Andenkenladen irgendwo in Nebraska auf dem Weg nach Kalifornien begegnen. An super witzigen Dialogen und Wortgefechten mangelt es dem Buch zu keiner Zeit. Die Erlebnisse der beiden lassen einen mitunter sprachlos zurück. Die Geschichte nimmt im weiteren Verlauf eine unvorhersehbare, ernste Wendung. Das Ernste und das Komische sind hier sehr nahe beieinander.
Viele Verwicklungen, hohes Tempo und eine heitere, erotisch aufgeladene Atmosphäre, das sind die Zutaten, die diesen Roman zu einem Lesehighlight machen.

Einziger Kritikpunkt: Das Leseerlebnis ist einfach viel zu schnell vorbei.



Buchzitate:

Chance schälte mit einem Taschenmesser die Borke von einem Stock, steckte einen Marshmellow darauf und gab ihn mir. Er war wirklich gut in solchen Sachen.
„Ich teile mir also heute Nacht das Zelt mit dir, wir haben uns gemeinsam ein Haustier zugelegt und ich weiß nicht mal, womit du deinen Lebensunterhalt verdienst“, sagte ich.

Veröffentlicht am 11.12.2018

Ganz großes Kino

Catwoman – Diebin von Gotham City
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Inhalt:

Selina verdient sich ihr Geld mit illegalen Straßenkämpfen. Immer dann, wenn Falcone, der Boss des verbrecherischen Falcone-Clans, sie ruft, ist sie da, um gegen dessen Schuldner zu kämpfen. ...


Inhalt:

Selina verdient sich ihr Geld mit illegalen Straßenkämpfen. Immer dann, wenn Falcone, der Boss des verbrecherischen Falcone-Clans, sie ruft, ist sie da, um gegen dessen Schuldner zu kämpfen. Wenn Selina dann mit Wunden und Schwellungen heimkehrt, erwartet sie eine heruntergekommene Wohnung und eine kranke Schwester.

Selina würde alles für ihre Schwester Maggie tun, die an Mukoviszidose leidet, was ihre Lebenserwartung beschränkt. Das Geld, das sie verdient, wendet sie für den Lebensunterhalt und die lebenserhaltende medizinische Versorgung ihrer Schwester auf.

Doch eines Tages wird ihr Leben auf den Kopf gestellt. Unerwarteter Besuch steht vor der Tür. Zwei korrupte Polizisten und eine Sozialarbeiterin erleichtern die Schwestern um ihre Geldreserven und verraten, dass die Mutter der Kinder in einem sehr schlechten Zustand aufgefunden wurde. Maggie soll - zu ihrem eigenen Schutz - in einer Wohngruppe untergebracht werden. Selina weiß nur zu gut, was das bedeutet: Die Wohngruppen sind meist so schmuddelig, dass ein krankes Mädchen wie Maggie dort nicht lange überleben kann.

Weil Selina sich wütend gegen die Polizisten auflehnt, soll sie angesichts ihres langen Vorstrafenregisters ins Gefängnis einfahren. Doch im letzten Moment bekommt sie ein Angebot, eine Art kriminelle Carte Blanche. Eine fremde Frau bietet ihr einen Deal an: Selina soll eine besondere Schule besuchen, dafür erhält sie nicht nur ihre Freiheit, sondern Maggie soll auch in einer Adoptivfamilie untergebracht werden und erhält Schutz vor der eigenen Mutter.

Wenige Jahre später kehrt Selina in die Stadt zurück. Sie ist ein völlig anderer Mensch geworden, ist auf dem Kriegspfad und sucht nach Rache.



Im Detail:

Catwoman – Die Diebin von Gotham City ist der zweite Band der Superheldenreihe, an der diverse Autor/innen mitgearbeitet haben. Ich habe den Vorgänger Wonder Woman nicht gelesen, hatte aber nicht das Gefühl, dass mir Informationen zum Verständnis des Folgebandes fehlen würden.

Sarah J. Maas beginnt ihre Geschichte, in der sie von Catwoman, einer der Schurkinnen der Batman-Saga berichtet, ganz am Anfang. Sie erzählt, wie Selina, ein Mädchen, das aus der Unterschicht stammt, alles tut, um sich und ihre Schwester zu ernähren. Leider reichen die Kämpfe im Untergrund nicht aus. Selina ist bereits in jungen Jahren Mitglied einer Mädchengang namens die Leopardinnen. Sie befindet sich in der Hierarchie eher im Mittelfeld. Dennoch scheinen die Anführerinnen ein Auge auf sie geworfen zu haben. Selina soll sich in einzelnen, gefährlichen Prüfungen bewähren.

Als die Polizei eines Tages an Selinas Tür klopft und ihr Leben durcheinander bringt, ist der Wendepunkt erreicht. Selina muss eine Entscheidung treffen. Sie soll ihr bisheriges Leben hinter sich lassen und von der Elite der Assassinnen ausgebildet werden. Jahre später kehrt sie mit einer neuen Identität in die alte Heimat Gotham City zurück, um für ihre eigene Version vom Gerechtigkeit zu sorgen.

Fans der Batman-Saga können sich freuen. Schon frühzeitig fallen Namen, wie Poison Ivy, der Riddler und Harley Quinn. Das Buch bietet somit die Möglichkeit, sich weiter in das komplex gewachsene Batman-Universum einzulesen.

Neben Catwoman führt die Autorin in diesem Band noch eine weitere Hauptfigur in die Geschichte ein. So werden einige Kapitel aus der Sicht von Luke Fox erzählt. Einem Ex-Soldaten, der nach drei Jahren im Marinecorps traumatisiert nach Hause zurückkehrt. Das Schicksal wollte es, dass er auf Bruce Wayne trifft. Mittlerweile stellt Luke nicht nur Rüstungsteile für Batman her, sondern ist auch selbst als Ordnungshüter mit Maske und Fledermausrüstung unterwegs.

Als das Batsignal zerschossen und eine wertvolle Katzenfigur gestohlen wurde, muss Luke einschreiten, denn Bruce/Batman ist auf einer geheimen Mission unterwegs und irgendjemand muss ihn ja vertreten. Bald stellt sich heraus, dass der Schurke sehr planvoll seine Ziele verfolgt. Er hat sogar einen offensichtlichen Hinweis hinterlassen. Eine Patrone, die handgefertigt und einzigartig ist und dennoch stellt dieser Hinweis die Polizei und Luke, der nunmehr unter dem Namen Batwing unterwegs ist, vor Rätsel. Und dann gibt es da noch die neue Mitbewohnerin, die die Wohnung direkt neben seiner angemietet hat. Eine verwöhnte Reiche, die offensichtlich mit ihm zu flirten scheint und all das verkörpert, das Luke eigentlich so gar nicht leiden kann.



Fazit:

Sarah J. Maas liefert mit Catwoman – Die Diebin von Gotham City ihren Beitrag zum Batman-Universum ab. Das Buch wartet mit vielem auf, was Fans der Autorin lieben. Charaktere bleiben nie oberflächlich oder stilisiert. Viele verschiedene Handlungsstränge und Personen werden in den Roman eingeflochten, fügen sich jedoch zu einem gefälligen Ganzen. Und natürlich gibt es von der ersten Seite an eine Spannung, die nicht brechen wird. Buchreihen wie „Throne of Glass“ und „Das Reich der sieben Höfe“ legen Zeugnis von Sarah J. Maas Talent ab.
Bekannte Helden wie Catwoman, Poison Ivy und Harley Quinn erhalten Kontur, werden lebendig und erzählen ihre eigene Version ihrer Geschichte.

Dieses Buch ist nicht nur eine Empfehlung für Fans von Batman und Co., sondern für alle Liebhaber von Spannungsliteratur. Maas wird dafür sorgen, dass es bald noch weitere Fans des Batmanuniversums geben wird. Soviel ist sicher.



Buchzitate:

Gotham City hatte sich für eine lange, lange Zeit zu weit in Richtung der Reichen und Korrupten gelehnt. Sie war nach Hause gekommen, um das wieder auszugleichen.