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Veröffentlicht am 25.12.2025

Winterromanze mit rauem Charme

24 Dates To Fall In Love
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Inhalt:


Trotz eindringlicher Verkehrswarnungen, bei dem winterlichen Ausnahmewetter besser zu Hause zu bleiben, macht sich Romy auf den Weg zum Geburtstag ihrer Mutter. Auf der Rückfahrt zahlt sie jedoch ...

Inhalt:


Trotz eindringlicher Verkehrswarnungen, bei dem winterlichen Ausnahmewetter besser zu Hause zu bleiben, macht sich Romy auf den Weg zum Geburtstag ihrer Mutter. Auf der Rückfahrt zahlt sie jedoch den Preis: Das dichte Schneetreiben macht ein Weiterkommen fast unmöglich.

Schnell wird klar, dass sie ihr Date mit ihrem Freund verpassen wird. Vollends bestätigt sich das, als sie am Straßenrand auf ein liegengebliebenes Auto stößt. Spontan bietet sie dem jungen Mann, Oliver, ihre Hilfe an. Der Zufall will es, dass er ausgerechnet in dem Hotel untergebracht ist, in dem Romy als Rezeptionistin arbeitet.

Romy verschweigt ihm diese Tatsache, um ihn am nächsten Tag überraschen zu können. Doch zu Hause erwartet sie das nächste Desaster: Ihr Freund Ben macht mit ihr Schluss, wegen einer anderen. Genau an dem Tag, an dem Romy ihm ihren selbstgebastelten Adventskalender mit 24 Datingideen überreichen wollte.

Von da an beginnt Romys Pechsträhne. Am nächsten Tag erfährt sie, dass Oliver, dem sie gerade noch geholfen hat, von ihrem Chef als neue rechte Hand eingestellt wurde, mit der unausgesprochenen Möglichkeit, das Hotel irgendwann zu übernehmen. Oliver wirkt vom ersten Moment an arrogant, kritisiert alles und alle und tritt den Mitarbeitenden herablassend gegenüber.

Als dann auch noch Romys Datingadventskalender, den ihre Kolleginnen ihr heimlich stibitzt haben, beim Weihnachtswichteln auf Olivers Platz landet, ist das Chaos perfekt. Romy möchte die Dates auf keinen Fall mit dem neuen Vorgesetzten durchziehen. Doch bevor sie Einspruch erheben kann, läuft bereits eine Wette unter den Kollegen: Wenn Oliver und Romy alle 24 Dates bis Weihnachten absolvieren, bekommen sie den Jackpot: Eine ansehnliche Summe, die die neugierigen Kollegen für Klatsch und Beweisfotos großzügig in den Topf geworfen haben. Und Romy könnte dieses Geld gut gebrauchen: Die Trennung, die Kaution für eine neue Wohnung und hohe Tierarztkosten für ihr Pferd bringen sie finanziell an ihre Grenzen …



Meinung:


Kurz vor Weihnachten hatte ich große Lust auf eine winterliche Liebesgeschichte. „24 Dates To Fall in Love“ versprach angesichts des Klappentexts nicht nur Romantik, sondern weckte besonders meine Neugierde auf die vierundzwanzig originellen Dates. Ich hoffte auf süße Ideen, herzerwärmende Momente und ein paar Überraschungen.

Doch Stefanie Diem erzählt keine klassische, zuckersüße Weihnachtsromanze. Romy ist ein Charakter, dem das Leben immer wieder Stolpersteine in den Weg legt. Und Oliver ist keinesfalls der typische Love Interest, der wie ein rettender Engel ins Geschehen tritt. Vielmehr merkt man schnell, dass Romy ein unglückliches Händchen für Männer hat.

Ben zeigt kaum Verständnis für ihre Leidenschaft fürs Pferd, behauptet, sie hätten sich auseinandergelebt, und eröffnet ihr im nächsten Moment, dass er sich in eine andere verliebt habe. Oliver hingegen gibt sich im beruflichen Umfeld überheblich, kritisiert sie öffentlich und handelt ohne Rücksicht auf Verluste. Zwar zeigt er bei den Dates gelegentlich eine freundliche, fast zarte Seite, doch im Hotel wirkt er kühl und distanziert.

Romy lässt sich davon nicht einschüchtern. Zwischen den beiden entstehen hitzige Wortgefechte, Sticheleien und gegenseitige Provokationen.

Die Idee des Adventskalenders mit den Datingaktivitäten hat mir besonders gefallen. Hier steckt viel Kreativität drin: Schlittschuhlaufen, Schneemannbauen, ein Dinner mit verbundenen Augen oder ein romantisches Fotoshooting am zugefrorenen See. Diese Einfälle bringen Charme und Wärme in die Geschichte.

Gleichzeitig prallen Romantik und harte Realität immer wieder aufeinander. Neben Olivers oft verletzendem Verhalten gibt es Streitigkeiten unter Kolleginnen, Romys finanzielle Sorgen und die Frage, warum gerade jetzt alles schiefläuft. Und auch während der Dates geht nicht alles glatt …



Fazit:


„24 Dates To Fall in Love“ ist weniger eine gemütliche, glitzernde Weihnachtsromanze als vielmehr eine winterliche Geschichte über Chaos, Selbstzweifel und die Frage, ob man sich trotz Rückschlägen wieder für neue Gefühle öffnen kann.

Die kreative Adventskalender-Idee bringt viel Charme in den Roman, doch die Dynamik zwischen Romy und Oliver wirkt manchmal fragmentiert und etwas unausgewogen.

Wer eine Wohlfühlgeschichte sucht, könnte enttäuscht werden. Wer jedoch realistische Figuren sucht, wer Imperfektion in harten und emotional schmerzhaften Lektionen nicht scheut, wer ein romantisches Konzept mit Ecken und Kanten mag, findet hier eine unkonventionelle, teils bittersüße Lovestory.

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Veröffentlicht am 06.12.2025

Selten habe ich mich so gut unterhalten gefühlt ...

Whispers of Destiny
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Inhalt:

2096: Der Tod beschließt, sich ein neues Image zuzulegen. Er gibt sich zu erkennen und eröffnet kurz darauf seine eigene Firma. Ein Callcenter namens Death Call. Hier erhalten Menschen, die kurz ...


Inhalt:

2096: Der Tod beschließt, sich ein neues Image zuzulegen. Er gibt sich zu erkennen und eröffnet kurz darauf seine eigene Firma. Ein Callcenter namens Death Call. Hier erhalten Menschen, die kurz davor sind, ihr Leben zu lassen, die Möglichkeit, noch einmal mit einem menschlichen Mitarbeiter über ihre Ängste und Fragen zum Sterben zu sprechen.

Blue lebt mit ihrer besten Freundin Iris in einer der unteren Stufen. Ihr Traum ist es, gemeinsam eine Stufe aufzusteigen. In eine Schicht, in der es etwas mehr Essen und eine größere Überlebenschance gibt. Während Iris erfährt, dass ihr Antrag auf Aufstieg abgelehnt wurde, erhält Blue eine viel schlimmere Prognose: In ihrem Kopf befindet sich ein erbsengroßer, unheilbarer Tumor. Sie wird sterben.

Die beiden Frauen überlegen, eine Party zu besuchen, um die düsteren Gedanken für eine Weile zu vergessen. Kurze Zeit später steht Blue auf dem Dach des Gebäudes und denkt darüber nach, sich das Leben zu nehmen. Doch dieser Plan wird durchkreuzt: Ein Fremder spricht sie an und bietet ihr ausgerechnet jetzt einen Job an. Bei Death Call. Mit einem ausgesprochen interessanten Angebot: Während ihrer Beschäftigung erhält sie Immunität. Die Gegenleistung? Blue muss als Mitarbeiterin des Callcenters entscheiden, wer von den Anrufern weiterleben darf und wessen Seele den Körper verlassen und in ein ungewisses Danach gehen muss.

Das klingt einfach. Ist es aber nicht. Um das Gleichgewicht zu erhalten, lassen sich nicht alle Seelen retten. Welches Recht gibt einem Menschen diese Auswahl?



Meinung:

Justine Pust schreibt mit „Whispers of Destiny“ einen Roman, der auf den ersten Blick unterhaltsam wirkt. Die Idee, dass der Tod ein Callcenter eröffnet, in dem über Leben und Tod entschieden wird, hat mich sofort neugierig gemacht. Hinter der oft humorvollen und kreativen Prämisse verbergen sich jedoch einige ernste Themen.

Das Setting hat mir gut gefallen: Die Geschichte spielt 2096, die Menschen sind in Stufen eingeteilt. Je niedriger die Stufe, desto größer die Armut. In Stufe 1 leben Ausgestoßene hinter Zäunen, in einer Gegend ohne Polizei oder staatliche Kontrolle. Einen tieferen Einblick in diese Welt hätte ich spannend gefunden; durch Blues Augen bekommen wir allerdings nur kurze, eindrückliche Bilder. Etwa von stromgeladenen Zäunen, an denen Fleisch- und Kleidungsfetzen hängen.

Blue selbst wohnt in Stufe 3, in Häusern aus Technikmüll. Staatlich subventionierte Essensrationen sichern gerade so das Überleben. Eine der größten Gefahren in dieser Zukunftswelt ist säurehaltiger Regen. Flutwellen brechen gelegentlich über die niederen Bezirke herein, das Wasser ist so stark verseucht, dass schon kurzer Hautkontakt verätzt.

Mit dem neuen Job bei Death Call muss Blue in einen anderen Bezirk ziehen: Von einem Tag auf den anderen landet sie in Stufe 9. Sie erhält eine Wohnung in einem siebzigstöckigen Turm, in dem die Firma untergebracht ist. Auch hier bleibt der Blick auf die Umgebung recht knapp: In Stufe 9 gibt es Bäume, Geschäfte, saubere Luft und ausreichend Nahrung. Doch Blue verbringt die meiste Zeit im Großraumbüro, sodass der Eindruck von Luxus begrenzt bleibt. Man könnte meinen, der Stufenwechsel mache sie glücklicher. Dieser Traum zerschellt allerdings rasch.

Die Arbeit bei Death Call verlangt den Mitarbeitenden täglich Entscheidungen über Leben und Tod ab. Einzig der kostenlose Snackautomat ist ein kleiner Trost. Entscheidungen stützen sich etwa auf das Karma-Punkte-Konto oder den prognostizierten Todeszeitpunkt. Doch das System ist nicht neutral. Menschen, die in unteren Stufen aufgewachsen sind, die von Kürzungen betroffen sind, keine medizinische Versorgung erhalten und so zunehmend in existenzielle Nöte geraten, haben selbstverständlich schlechtere Karten als Personen aus höheren Stufen.

Justine Pust verbindet in „Whispers of Destiny“ Leichtigkeit und schwarzen Humor mit ernsten, gesellschaftskritischen Untertönen. Der Tod selbst ist eine überraschend geduldige, manchmal schelmische Figur. Er hat eine Schwäche für Rosa, trägt Stock und Melone, verlangt, „Mister“ genannt zu werden, und bleibt selbst bei vorlauten Kommentaren gelassen.

Blue ist eine vorlaute, direkte Protagonistin, die sagt, was sie denkt. Manchmal mit wenig Respekt. Stellenweise war ich wirklich besorgt um ihre Zukunft, etwa wenn sie ihrem Chef mutig widerspricht. Dennoch zeigt ihr Vorgesetzter Geduld, mahnt gelegentlich zur Vorsicht, bleibt aber insgesamt nachsichtig.

Wichtig für die Handlung sind auch Iris, Blues beste Freundin, und Creek, der junge Mann, der Blue auf dem Dach das Jobangebot macht und später ihr Vorgesetzter wird. Creek und andere Kolleg*innen wie Jade begleiten Blue oft auf ihren riskanteren Wegen. Blue hinterfragt viel, bringt sich und ihr Umfeld dadurch wiederholt in Schwierigkeiten. Das treibt die Geschichte voran und sorgt für einige spannungsgeladene Momente.



Fazit:

„Whispers of Destiny“ beeindruckt mit einer außergewöhnlichen Mischung aus Witz, Ernst und gesellschaftlicher Tiefe.

Die dystopische Welt, die Justine Pust zeichnet, wirkt zugleich kreativ und erschreckend realistisch.

Es ist dabei eine klare Stärke dieses Buches, dass es Relevantes und Irrelevantes miteinander zu vermischen weiß. Die Figuren sind intelligent skizziert, ohne dass die Geschichte mit einem Übermaß an Tiefgang überfrachtet wird.

Blues Aufstieg in Stufe 9 zeigt, wie trügerisch vermeintlicher Wohlstand sein kann und wie stark das System zugunsten höherer Schichten verzerrt bleibt. Ihre Arbeit bei Death Call zwingt sie zu Entscheidungen, die niemand treffen möchte, und macht die Ungerechtigkeit dieser Welt umso spürbarer. Das verhandelte Thema ist also heikel, doch der kurzweilige Erzählstil nimmt dem Ganzen die Brisanz.
Das Gefühl für intelligente Ironie tritt oft in einer bemerkenswerten Art und Weise hervor.

Trotz der düsteren Thematik also ein Roman, der fesselt, berührt und lange nachhallt.

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Veröffentlicht am 29.10.2025

Magisch, interaktiv und voller Wiener Sagenzauber

Agatha und das Geheimnis der magischen Halskette
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Inhalt:

Die Sommerferien haben gerade begonnen. Normalerweise wäre das ein für Agatha ein Grund zur Freude gewesen. Doch in diesem Jahr läuft alles anders: Die Großeltern sind auf Kreuzfahrt, der Familienurlaub ...



Inhalt:

Die Sommerferien haben gerade begonnen. Normalerweise wäre das ein für Agatha ein Grund zur Freude gewesen. Doch in diesem Jahr läuft alles anders: Die Großeltern sind auf Kreuzfahrt, der Familienurlaub wurde verschoben, und ihre beste Freundin ist ans Meer gefahren. Nur Tante Feli bleibt als Bezugsperson und die ist gerade stark eingespannt. Also bleibt Agatha vorerst nur deren Hund Spencer als Gesellschaft.

Bei einem Spaziergang reißt sich Spencer los und verschwindet ausgerechnet durch das Tor zur Sternwarte. Agatha folgt ihm und trifft dort auf eine zierliche Frau, die Spencer freudig begrüßt und zu Agathas Überraschung ihren Namen kennt. Die Fremde stellt sich als Freya vor, die Göttin des Frühlings, die seit achtundzwanzig Monden im Park lebt. Freya ist verzweifelt: Ihr magischer Halsschmuck, das Brisingamen, wurde gestohlen.

Agatha wittert ein Abenteuer und verspricht, Freya zu helfen. Auf ihrer Suche durch Wien begegnet sie zahlreichen Sagengestalten. Manche freundlich, andere weniger wohlgesinnt. Mit jedem Schritt kommt sie dem Geheimnis des Brisingamen näher und gerät tiefer in eine magische Welt voller Rätsel, Legenden und Gefahren.



Meinung:

Als mich Andrea Eder-Morawetz fragte, ob ich ihr Buch lesen möchte, war ich sofort begeistert.

Schon der Gedanke, dass es sich nicht um eine gewöhnliche Geschichte, sondern um ein Spielebuch handelt, hat mich fasziniert.

Für alle, die das Konzept nicht kennen: In einem Spielebuch entscheidet der Leser selbst, welchen Weg die Hauptfigur einschlägt. Man wählt also aktiv, wie die Geschichte weitergeht. Ein Prinzip, das Andrea Eder-Morawetz wunderbar umgesetzt hat.

Besonders originell finde ich die Idee, den Würfel entscheiden zu lassen, wenn man sich nicht zwischen zwei Optionen entscheiden kann. Das ist nicht nur charmant, sondern auch spielerisch gelöst: Auf jeder Seite befindet sich unten ein kleines Würfelsymbol, das wie ein Daumenkino funktioniert. Damit braucht man keinen echten Würfel. Eine clevere Idee!

Auch das Regelwerk ist angenehm kurz, leicht verständlich und macht den Einstieg unkompliziert. So kann man direkt ins Abenteuer starten, ohne vorher seitenlange Erklärungen lesen zu müssen.

Aber nicht nur das Spielprinzip und die perfekte Umsetzung wussten mich sofort zu überzeugen. Dieses Buch zeigt einfach von vorne bis hinten, dass es aus Leidenschaft für das Genre produziert wurde. In meinem Exemplar befindet sich eine Witmung mit einem goldenen Stempel, den die Autorin augenscheinlich extra für das Buch designed hat. Es folgt eine Danksagung und eine kurze Vorstellung von Autorin und Illustratorin, die darüber berichten, dass dieses Buch wirklich ein absolutes Herzensprojekt von Andrea Eder-Morawetz war. Ein kleiner Traum, der in Erfüllung gegangen ist. Selbst die hochbegabte Illustratorin war sofort begeistert von der Geschichte, als sie diese das erste Mal in der Hand gehalten hat.

Die schwarz-weißen Illustrationen sind fantasievoll, detailreich und perfekt auf die Geschichte abgestimmt. Sie laden zum Träumen und Staunen ein.

Ein weiteres Highlight ist die Karte von Wien, die die wichtigsten Schauplätze zeigt, sowie das Glossar am Ende, das die zahlreichen Sagengestalten erklärt. Ob Basilisk, Spinnerin am Kreuz oder der liebe Augustin, all diese Figuren erwachen in Agathas Abenteuer zum Leben. Dadurch vermittelt das Buch nicht nur Spannung, sondern auch spielerisch Wissen über Wiener Mythen und Geschichte.

Andrea Eder-Morawetz gelingt es meisterhaft, die 11-jährige Agatha als sympathische, mutige Heldin zu zeichnen. Ihre Begegnungen mit den Sagengestalten sind abwechslungsreich, witzig und stellenweise richtig spannend. Besonders lieb gewonnen habe ich die beiden Alraunen Thrudacias und Marion, die regelmäßig gebadet und gefüttert werden müssen. Eine wunderbar schräge Idee.

Es gibt einige Entscheidungsmöglichkeiten und Rätsel im Buch. Ich hätte mir an manchen Stellen sogar noch mehr davon gewünscht, aber das ist Kritik auf sehr hohem Niveau. Meine Sorge, dass die Rätsel vielleicht zu schwer sein könnten und im schlimmsten Fall ein Weiterkommen im Buch nicht möglich ist, war unbegründet. Die Rätsel sind durchweg unterhaltsam und gut lösbar. Die Balance zwischen Erzählung und Spiel bleibt stets stimmig, sodass der Lesefluss nie unterbrochen wird.



Fazit:

„Agatha und das Geheimnis der magischen Halskette“ ist weit mehr als ein Kinderbuch. Es ist ein interaktives Leseabenteuer voller Fantasie, Wissen und Wiener Charme. Andrea Eder-Morawetz verbindet auf einzigartige Weise Mythologie, Spiel und Erzählkunst. Das Ergebnis ist ein Buch, das Jung und Alt gleichermaßen fesselt und begeistert.

Dieses Abenteuer macht Lust, Wien mit neuen Augen zu entdecken. Durch die Straßen, in denen Sagen lebendig werden und in denen selbst ein einfacher Spaziergang zum fantastischen Erlebnis werden kann.

Ein liebevoll gestaltetes Herzensprojekt, das zeigt, wie viel Magie in Büchern steckt, wenn sie mit Leidenschaft gemacht sind.

Ein absoluter Geheimtipp. Nicht nur für junge Leser!

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Veröffentlicht am 22.10.2025

Spannender, emotionaler und bildstarker Fortsetzungsband

Splitterkristall - Die Schattenchroniken Band 2
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Inhalt:


Mira und Vanessa haben es, dank glücklicher Umstände und mit Hilfe des Gestaltwandlers Renan aus der anderen Welt, in die sie der blaue Kristall ohne Vorwarnung katapultiert hatte, zurück in ...

Inhalt:


Mira und Vanessa haben es, dank glücklicher Umstände und mit Hilfe des Gestaltwandlers Renan aus der anderen Welt, in die sie der blaue Kristall ohne Vorwarnung katapultiert hatte, zurück in ihre eigene Welt geschafft. Doch kaum dort angekommen, wartet bereits die nächste Überraschung auf sie. Im Wald, wo ihre Mitschüler sie zuvor gefesselt zurückgelassen hatten, treffen sie auf Elli, die dort steht, als hätte sie nur auf die beiden gewartet.

Elli behauptet, den Kristall gesehen zu haben, und löchert Mira und Vanessa mit Fragen. Anfangs gelingt es Mira noch, sich unwissend zu geben, doch Elli lässt sich nicht so leicht täuschen.

Sorgen bereitet Mira die Tatsache, dass Elli behauptet, die beiden Mädchen bewusstlos im Wald gefunden haben, während Eleonora überzeugt ist, dass Mira und Vanessa plötzlich wie vom Erdboden verschwunden waren.

Zurück am Internat gibt es für Mira einiges zu tun. Offene Fragen müssen geklärt, ungebetene Zeugen beruhigt und schulische Herausforderungen bewältigt werden. Ihr misstrauischer Vertrauenslehrer sucht erneut das Gespräch, Eleonora und ihre Clique machen weiter Ärger und dann entdeckt Mira auf Renans Hand ein Symbol, das sie schon einmal auf einem Zettel im Büro ihrer Mutter gesehen hat. Zufall? Oder steckt mehr dahinter? Und noch immer bleibt das große Rätsel bestehen: Was ist der blaue Kristall wirklich? Wie funktionieren seine Reisen? Und welche Macht verbirgt sich hinter ihm?

Als wäre das alles nicht schon aufregend genug, will nun auch Elli selbst in die andere Welt reisen. Koste es, was es wolle. Mira weiß jedoch, wie gefährlich das ist. Niemand weiß, ob man heil zurückkehren wird. Überdies lauern dort Gefahren. Man denke nur an die Hexe, die sie und Vanessa jüngst in Wumpfratten verwandelt hat …



Meinung:


Schon der erste Band von Splitterkristall war für mich ein wahres Leseabenteuer, das ich von der ersten bis zur letzten Seite genossen habe. Band zwei knüpft nahtlos daran an und führt die Geschichte mit ebenso viel Spannung, Herz und Fantasie fort.

Bereits beim Aufklappen des Buches wird man von den liebevoll gestalteten Illustrationen empfangen. Ein bebildertes Namensglossar stellt die wichtigsten Figuren am Internat vor – ein schönes Extra, das den Einstieg erleichtert. Auf der offiziellen Homepage zu Splitterkristall findet man diese Zeichnungen ebenfalls, man ist also nicht auf sich allein gestellt, wenn man ganz in die dargebotene Welt eintauchen will.

Ein kurzer Rückblick („Was bisher geschah“) fasst auf drei Seiten die Geschehnisse des ersten Bandes prägnant zusammen. So war ich im Nu wieder in der Geschichte und mit Mira vertraut. Einer Protagonistin, die mit ihrem großen Herzen und ihrer direkten Art begeistert. Sie steht für Gerechtigkeit ein, scheut keine Konfrontation und hat dennoch ihre Ecken und Kanten. Ihre „kurze Zündschnur“ macht sie authentisch, manchmal unbequem, aber immer greifbar.

Besonders gelungen finde ich, dass Mira im zweiten Band nicht mehr die Einzelkämpferin ist, die sie einst war. Mit Vanessa und Elli erweitert sich ihr Umfeld spürbar. Diese zwischenmenschlichen Entwicklungen sind glaubwürdig und feinfühlig dargestellt. Vor allem Vanessas Wandlung vom unsicheren Mitläufer zum selbstbewussteren Charakter hat mir sehr gefallen.

Die Handlung bleibt von Anfang bis Ende spannend. Das Internatsleben, die vielen offenen Fragen, die kleinen Machtspiele und schließlich der erneute Sprung in die andere Welt. Das alles greift nahtlos ineinander. Besonders die zweite Hälfte des Buches, die in einer geheimnisvoll-viktorianischen Stadt mit Steampunk-Elementen spielt, hat mich begeistert. Dort trifft Mira auf skurrile Figuren, gefährliche Situationen und neue Rätsel. Trotz der vielen Wendungen verliert die Geschichte nie ihren roten Faden.

Auch der Kristall selbst bleibt ein faszinierendes Mysterium. Das Vorwort, das dem Leser einen kurzen Blick „von außen“ gewährt, erweitert das Verständnis, ohne zu viel zu verraten. Stück für Stück fügen sich beide Welten zu einem größeren Ganzen.



Fazit:


Splitterkristall – Band 2 setzt das fesselnde Abenteuer gekonnt fort und überzeugt mit einer packenden Handlung, starken Figuren und einer gelungenen Balance zwischen Fantasie, Spannung und Emotion.

Der Autor Michael S.V. Preis beweist erneut ein feines Gespür für Charakterentwicklung und Weltenbau.

Wie schon beim ersten Band konnte ich das Buch kaum aus der Hand legen und auch diesmal bleiben am Ende einige Fragen offen, um die Vorfreude auf den nächsten Teil zu schüren.

Ein durchweg spannender, bildreich erzählter und packender Abenteuerroman, der zeigt, dass „Splitterkristall“ mehr ist als nur eine Fantasygeschichte. Es ist eine Reise zwischen den Welten, die einen nicht mehr loslässt.

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Veröffentlicht am 16.10.2025

Düster, faszinierend, magisch

Her Dark Power
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Inhalt:

Die junge Hexe Edda steht kurz vor ihrer Initiationszeremonie. In wenigen Stunden soll sich zeigen, ob sie als Kräuterhexe, Heilerin oder Weise Frau kategorisiert wird. Doch als der Kristall sie ...

Inhalt:

Die junge Hexe Edda steht kurz vor ihrer Initiationszeremonie. In wenigen Stunden soll sich zeigen, ob sie als Kräuterhexe, Heilerin oder Weise Frau kategorisiert wird. Doch als der Kristall sie keiner der drei Gruppen zuordnet, gerät ihre Welt aus den Fugen.

Verwirrt und verzweifelt flieht Edda und landet zufällig auf einer Beltanefeier der Dunklen Hexen; zu ihrer Überraschung fühlt sie sich dort seltsam wohl. Kurz darauf beschließt ihre Baba, sie auf das Crescent College zu schicken, eine Schule, an der schwarze Magie gelehrt wird. Dort soll Edda herauszufinden, was es mit der Düsternis in ihr auf sich hat. Hier soll sie lernen, ihre unkontrollierbar scheinenden Kräfte zu beherrschen.

Doch die Dunkelheit in Edda scheint stärker, als sie dachte. Und ausgerechnet Morven, der Hexer, mit dem sie auf der Feier noch getanzt hat, begegnet ihr am College, hier aber mit kalter Ablehnung. Während Edda verzweifelt versucht, ihren Platz in dieser neuen Welt zu finden, wird immer deutlicher, dass ihr Schicksal weitaus größer und gefährlicher ist, als sie ahnt.



Meinung:

Carina Schnell entführt ihre Leser mit „Her Dark Power“ in eine düstere, atmosphärisch dichte Welt voller Magie, Naturgewalten, Intrigen und Geheimnisse.

Die Autorin verbindet klassische Hexenelemente – Besen, Kräuterbeutel, Zauber und Rituale – mit fantasievollen Ideen wie Riesenfledermäusen, magischen Schutzzaubern und geheimnisvollen Naturgeistern. Besonders das Setting des Crescent College hat mir gefallen: ein imposantes, von Nebel und Magie umwobenes Gebäude inmitten wilder Landschaft.

Ein zentrales Thema des Romans sind die unterschiedlichen Fraktionen der Hexen. Während die weißen Hexen in Harmonie mit der Natur leben und die Göttin anbeten, feiern die Dunklen Hexen wilde Feste, verehren den Gehörnten und setzen affektives Erleben an die Stelle vernunftgeleiteter Reflexion. Diese Gegensätze ziehen sich wie ein Spannungsfeld durch die gesamte Handlung.

Edda steht zwischen diesen beiden Welten. Ihre Suche nach Identität und Zugehörigkeit bildet den emotionalen Kern der Geschichte und macht sie zu einer besonders greifbaren und vielschichtigen Figur.

Besonders mochte ich Eddas Zimmernachbarin Myr, ein Wesen mit schneeweißen Flügeln und einem riesigen Nachtfalter als tierischem Begleiter. Sie begegnet Edda in einem Moment der Verzweiflung und wird schnell zu ihrer wichtigsten Bezugsperson am College.

Ein wenig unruhig empfand ich den Plot in der Mitte des Buches. Als thematischer roter Faden, der die Charaktere schlüssig miteinander verknüpft, funktionieren einige Handlungsstränge nur leidlich gut. Dennoch bleibt die Geschichte durchweg atmosphärisch dicht und geheimnisvoll.

Diese hat mich sofort in den Bann gezogen: atmosphärisch dicht, erzählt mit Figuren, die einen nicht loslassen, die fernab von Schwarz und Weiß das Thema Identität ausloten und dabei auch Tabus brechen.

So bleibt Morven bis zuletzt ein faszinierender Charakter. Erst zum Ende des Buches erfährt man mehr über seine Herkunft, doch seine wahren Motive und seine Entwicklung bleiben weiterhin rätselhaft und wecken große Neugier auf den nächsten Band.



Fazit:

„Her Dark Power“ ist ein stimmungsvoller, düster-magischer Reihenauftakt voller Atmosphäre, Emotionen und Geheimnisse.

Genrebezeichnungen sind vor allem deshalb so erfolgreich, weil sie ihre Funktion als orientierende Konventionen zwischen Produzenten und Lesenden erfüllen. Das vorliegende Buch punktet aber vor allem mit der Kombination aus literarischen Vorlagen und originellen neuen Ideen.
Figuren werden nicht nur als bekannte Archetypen präsentiert, sondern durch neue, interessante Perspektiven vertieft.
Carina Schnell verbindet klassische Hexenmythen mit modernen Fantasy-Elementen und schafft so eine faszinierende Welt, in der Licht und Schatten untrennbar miteinander verwoben sind.

Ein Buch für alle, die dunkle Magie, geheimnisvolle Internate und starke Heldinnen lieben.

Ich bin gespannt, welche Abgründe und Wahrheiten Edda im nächsten Band noch erwarten.

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