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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 15.03.2020

Die Suche nach dem Schatz

Dolce Vesuvio. Ein Italien-Roman.
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Carlotta, genannt Lollo, geht im Rahmen ihres Archäologiestudiums nach Pompei, um bei Ausgrabungen mitzuwirken. Ihr persönliches Dilemma besteht darin, sich für den richtigen Mann zu entscheiden.
„Dolce ...

Carlotta, genannt Lollo, geht im Rahmen ihres Archäologiestudiums nach Pompei, um bei Ausgrabungen mitzuwirken. Ihr persönliches Dilemma besteht darin, sich für den richtigen Mann zu entscheiden.
„Dolce Vesuvio“ hat zwar alle Elemente davon, ist aber mehr als ein typischer Liebesroman. Die Autorin bringt nämlich neben flotten Dialogen und einem Handlungsort, der von Urlaub träumen lässt, ganz viel Wissen zur pompeiischen Geschichte und archäologischen Techniken ein, die den Roman rund und interessant machen. Lateinische Aussprüche bilden zudem den Rahmen für die einzelnen Kapitel. „Alea iacta est - Entschieden ist entschieden“ - Astrida Wallat konnte mich auch mit diesem Italien-Roman wieder begeistern.

Veröffentlicht am 01.03.2020

Menschenmüll

Berlin zum Abkacken -Alle Arschlöcher nach Bezirken
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Wie der Titel schon sagt, beschäftigt sich dieses Büchlein mit den Besonderheiten der Berliner Stadtteile. Wer einen Stadtführer mit Hinweisen auf Sehenswertes erwartet, ist hier allerdings verkehrt. Es ...

Wie der Titel schon sagt, beschäftigt sich dieses Büchlein mit den Besonderheiten der Berliner Stadtteile. Wer einen Stadtführer mit Hinweisen auf Sehenswertes erwartet, ist hier allerdings verkehrt. Es wird lediglich vage in der Stadtgeschichte gewühlt, Bebauung und Landschaft als Entfaltungsfläche für die Einwohner herangezogen.
Der Schreibstil zeugt zwar von sprachlicher Gewandtheit, ist dabei aber bitterböse und zynisch, so dass ein potentieller Besucher am besten direkt wieder kehrtmachen sollte, denn laut Autor lebt in Berlin nur gesellschaftlicher Abschaum oder mit einem Beispiel aus dem Buch ausgedrückt: „Der Menschenmüll aus dem ehemaligen Westghetto wäre den Pädagogeneltern auch wirklich nicht zuzumuten.“ Unterstrichen wird dies von Piktogrammen, die den menschlichen Verfall anhand von Ausscheidungen oder Ähnlichem verdeutlichen.
Womöglich bin ich nicht die richtige Zielgruppe, aber mir fehlte das Niveau und der Sinn.

Veröffentlicht am 24.02.2020

Mensch gegen Maschine

Qube
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Eine Agentin ermittelt im Fall eines Anschlags auf einen Journalisten, der über künstliche Intelligenz Nachforschungen angestellt hat. Ein Superreicher versucht an die neueste Technologie zu gelangen. ...

Eine Agentin ermittelt im Fall eines Anschlags auf einen Journalisten, der über künstliche Intelligenz Nachforschungen angestellt hat. Ein Superreicher versucht an die neueste Technologie zu gelangen. Eine Spielerin kämpft in einer Arena in einer realistischen Simulation.
Wir schreiben das Jahr 2091. Technologien zur Veränderung der Wirklichkeit und das Schlüpfen in unterschiedliche Körper sind gang und gäbe. „Qube“ ist der zweite Titel, der in der Hologrammatica-Welt und nach der Handlung von „Hologrammatica“ spielt.
Realität und Illusion liegen nah beieinander, und die Verbindungen zwischen den einzelnen Handlungssträngen werden nur zögerlich preisgegeben. Grund für Langeweile gibt es jedoch nicht, denn in schnellem Tempo entwickelt die Welt einen Sog und entfaltet sich vor unseren Augen. Am Ende wird die Handlung schlüssig aufgelöst, und offen bleibt nur die Frage: Kann man einem Computer trauen? Hoffen wir, dass der Autor in einer Fortsetzung daran anknüpft.

Veröffentlicht am 16.02.2020

Neue Freiheit

Nachbarn
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„Nachbarn“ erzählt die Geschichte von sechs Menschen aus der DDR in den Jahren 1989 bis 2006. Der Roman handelt von den spezifischen Themen, die diese Herkunft mit sich bringt, wie Flucht und Bespitzelung, ...

„Nachbarn“ erzählt die Geschichte von sechs Menschen aus der DDR in den Jahren 1989 bis 2006. Der Roman handelt von den spezifischen Themen, die diese Herkunft mit sich bringt, wie Flucht und Bespitzelung, und den allgemeinen des Menschseins, wie Liebe und Zerwürfnis.
In einzelnen Episoden des Alltags begegnen wir den Figuren immer wieder und stellen Verbindungen her, ohne dass sich die Handlung stringent vorwärtsbewegt. Lediglich zum Ende hin bricht die Autorin mit diesem Schema und erzählt nur noch eine Geschichte weiter. Diesen Bruch habe ich als irritierend empfunden, auch wenn auf letztere Weise das Verfolgen einfacher wurde, schließlich hatte ich mich auf das Kombinieren der Details aus den einzelnen Abschnitten eingelassen.
Gefallen hat mir, dass die Autorin analog zu dem Vorhaben einer ihrer Figuren, „sich nicht die wenigen Erinnerungen, die weiß waren und farbig, schwarzmalen zu lassen“, die Erinnerung an diese Epoche und an das Zurechtfinden der ehemaligen DDR-Bürger in einem neuen System hat wiederaufleben lassen.

Veröffentlicht am 09.02.2020

Ich bin ich

Gib dir die Liebe, die du verdienst
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„Gib dir die Liebe, die du verdienst“ - Wie der Titel schon sagt, setzt sich dieses Buch damit auseinander, welche positiven Effekte eine gesunde Selbstliebe mit sich bringt und wie sie erreicht werden ...

„Gib dir die Liebe, die du verdienst“ - Wie der Titel schon sagt, setzt sich dieses Buch damit auseinander, welche positiven Effekte eine gesunde Selbstliebe mit sich bringt und wie sie erreicht werden kann.
Schon die Lektüre ist ein erster Schritt auf dem Weg dorthin, gibt sie doch Aufschluss darüber, dass wir geprägt werden von alten Rollenbildern und oft zu hart zu uns selbst sind, um den Erwartungen unseres Umfelds gerecht zu werden.
Aber selbst wenn wir das Wohl der Allgemeinheit im Sinn haben, sollten wir uns endlich einmal selbst am nächsten sein. „Fürsorglich mit dir selbst umzugehen [...] heißt, dafür Sorge zu tragen, dass du gesund und glücklich bist, damit du so gestärkt diese Welt bereichern und zu einem besseren Ort machen kannst.“
Das Buch bietet viele Übungen zur Selbstreflexion, bestärkende Worte und den Ausblick auf ein zufriedeneres Selbst. Die Ideen sind nicht abgehoben und eignen sich gut für eine Auseinandersetzung mit den eigenen Wünschen und Stärken, beispielsweise in einem kreativ gestalteten Tagebuch.