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Veröffentlicht am 13.11.2025

Ein würdiger Abschluss voller Spannung, Tiefe und Überraschungen

Die Elite von Ashriver - Bittersweet Revenge
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Was für ein krönender Abschluss! Ich muss sagen, das Buch war wirklich richtig gut und das, obwohl ich anfangs sehr skeptisch war. Leah war in den vorherigen Bänden eher ein kleiner Nebencharakter, und ...

Was für ein krönender Abschluss! Ich muss sagen, das Buch war wirklich richtig gut und das, obwohl ich anfangs sehr skeptisch war. Leah war in den vorherigen Bänden eher ein kleiner Nebencharakter, und auch Vincent wirkte auf mich zunächst nicht unbedingt wie der stärkste Protagonist. Umso mehr wurde ich überrascht und definitiv überzeugt!



Ich würde sogar behaupten, dass das hier mitunter meine liebste Geschichte der Reihe ist. Es wurden viele Geheimnisse gelüftet, und man hat einen tiefen Einblick in das Leben aller Charaktere bekommen nicht nur in das von ein oder zwei Personen.



Beim ersten Band dachte ich noch, es würde mich stören, dass die Geschichte von Jade und Asher nicht mehr weitergeht. Das Gleiche empfand ich dann bei Ezra und Riley. Aber die Autorin hat es wirklich geschafft, alle Charaktere auch im letzten Band wieder sehr gut einzubinden. So konnte man aus jeder Perspektive einen kleinen Blick erhaschen und hat wirklich verstanden, worum es geht.



Marina wurde mir im letzten Teil immer unsympathischer. Schon in den ersten beiden Bänden war sie mir nicht ganz koscher, weil ich das Gefühl hatte, sie sei einfach ein bisschen “drüber”. Die Enthüllungen über sie hätte ich mir aber im Leben nicht denken können. Es war definitiv spannend, man konnte gut mitfiebern, miträtseln und wurde trotzdem noch an vielen Stellen überrascht.



Leah ist eine absolut starke Hauptfigur. Sie ist loyal, freundlich, zielstrebig und vor allem nicht oberflächlich. Die Verbindung, die sie mit den anderen Mitgliedern der Elite eingeht, fand ich total schön dass sich ihre Beziehungen so entwickeln konnten und dass sie wirklich eine Gruppe gefunden hat, die sie so akzeptiert, wie sie ist. Selbst nach all den Enthüllungen ist das einfach wirklich schön zu sehen. Ich glaube, das hat die Gruppe auch sehr zusammengeschweißt. Dass wir Auflösungen über alles bekommen haben bezüglich ihrer Mutter bezüglich Ezra und co. War wirklich eine Erleichterung und ich bin so froh, jetzt endlich alles zu wissen.



Vincent hat eine beeindruckende charakterliche Entwicklung hingelegt. Seine Geheimnisse wurden gelüftet, und er hat jemanden gefunden, für den er echte Gefühle empfindet nicht nur etwas Oberflächliches.



Ich muss gestehen, ich hatte tatsächlich schon eine Sirene im Verdacht, der ich das alles zugetraut hätte. Umso überraschter war ich, dass sich meine Vermutung nicht bestätigt hat. Mit der tatsächlichen Sirene hätte ich niemals gerechnet vor allem, weil sie nur eine kleine Rolle gespielt hat und immer sehr sympathisch wirkte.



Es gab einige kleine Side-Stories bzw. Nebenstränge, die ich wirklich gelungen fand. Sie haben das Ganze schön ausgeschmückt und zu einem großartigen Abschluss gemacht.



Das Worldbuilding war, wie auch in den vorherigen Bänden, wieder sehr gelungen nicht zu viel, aber auch nicht zu wenig. Man konnte sich alles gut bildlich vorstellen, ohne dass man sich durch zu viele Beschreibungen der Umgebung gelangweilt fühlte. Besonders gut fand ich die Perspektivwechsel man konnte sich wirklich gut in die anderen Figuren hineinversetzen.



Der Spannungsbogen war konstant hoch und ist stellenweise noch weiter angestiegen. Ich hatte nie das Gefühl, dass es Längen gab. Besonders das letzte Drittel hat mich noch einmal richtig gepackt obwohl ich finde, dass man da ruhig noch etwas mehr hätte herausholen können. Man hätte das Ende locker noch um 100 Seiten verlängern können, um der Geschichte einen noch perfekteren Abschluss zu geben.

Es ist so schade, dass alles vorbei ist



Deswegen bekommt das Buch von mir wie auch die vorherigen Bände 4,5 Sterne.

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Veröffentlicht am 13.11.2025

Zwischen Schatten, Macht und komplizierter Sprache

Solitude 1: Devour the Light
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Devour the Light ist ein Buch, das mich mit seiner düsteren Atmosphäre und den spannenden Figuren neugierig gemacht hat, mich beim Lesen aber immer wieder ausgebremst hat. Die Grundidee ist interessant, ...


Devour the Light ist ein Buch, das mich mit seiner düsteren Atmosphäre und den spannenden Figuren neugierig gemacht hat, mich beim Lesen aber immer wieder ausgebremst hat. Die Grundidee ist interessant, die Welt ist komplex aufgebaut und es gibt definitiv viele emotionale und dramatische Momente, aber gerade sprachlich und strukturell fand ich das Ganze manchmal zu schwerfällig.


Ein großer Stolperstein waren für mich die vielen fremdartigen Namen und Begriffe. Manchmal wusste ich ehrlich gesagt gar nicht, wie ich manche Sachen aussprechen oder einordnen soll. Arzaé, Blut-Arzaé, Litíje da hätte ich mir deutlichere Erklärungen oder zumindest ein bisschen weniger “Wortneuschöpfung” gewünscht. Ich musste mich oft zwingen, weiterzulesen, weil ich immer wieder das Gefühl hatte, dass ich den Überblick verliere, obwohl ich eigentlich in der Handlung bleiben wollte.


Louve als Hauptfigur mochte ich grundsätzlich sehr gern. Sie ist stark, lässt sich nichts gefallen, hat ihre Meinung und geht ihren Weg, auch wenn er schwer ist. Was mir allerdings etwas gefehlt hat, war ein klareres Bild ihrer Wahrnehmung. Da sie blind ist, nimmt sie ihre Welt natürlich anders wahr, aber ich fand das nicht immer nachvollziehbar beschrieben. Mal hatte ich das Gefühl, sie spürt und erkennt sehr viel, dann wieder war unklar, was sie mitbekommt. Auch optisch blieb sie für mich vage, ich weiß bis heute nicht wirklich, wie sie eigentlich aussieht. Das macht es schwer, sich richtig mit ihr zu verbinden.


Bei den Nebenfiguren gab es für mich einige positive Überraschungen. Besonders Enean fand ich als Charakter sehr stark. Seine Entwicklung, seine Zerrissenheit, sein Wille, Louve zu beschützen all das hat mich berührt. Man merkt, wie wichtig sie ihm ist und wie viel er bereit ist, für sie aufzugeben. Auch sein Umgang mit Ru fand ich schön geschrieben, das hat eine menschliche, fast zärtliche Seite in ihm gezeigt. Wren dagegen war mir zwar nicht unsympathisch, aber irgendwie war die Chemie zwischen ihm und Louve für mich einfach nicht spürbar. Diese Beziehung fühlte sich eher wie eine Pflicht an als wie echte Liebe.


Die Handlung hat einige starke Wendungen, etwa die Enthüllung rund um Gria oder die Identitätsverwechslung mit Decan. Es gibt emotionale Schocks, düstere Bedrohungen und epische Kämpfe, keine Frage. Trotzdem hat sich das Lesen für mich oft zäh angefühlt, einfach weil ich sprachlich nicht gut durchkam. Es war weniger der Inhalt, sondern die Art, wie er präsentiert wurde, die mich immer wieder aus der Geschichte herausgeholt hat.


Trotz allem sehe ich viel Potenzial in der Geschichte. Die Welt ist groß, voller Geheimnisse, die Figuren tragen viel Tiefe in sich, und ich bin neugierig, wie es in Band zwei weitergeht. Besonders hoffe ich darauf, dass Louve die Wahrheit über ihre Vergangenheit vollständig erfährt und dass es für sie und Enean noch eine echte Chance gibt.


Für mich war dieser erste Band ein durchwachsenes Erlebnis. Viele gute Ansätze, interessante Figuren, aber in der Ausführung manchmal unnötig kompliziert und sprachlich nicht ganz rund. Wer sich an fremdartigen Begriffen und einer düsteren Atmosphäre nicht stört, findet hier sicher einen spannenden Reihenauftakt. Ich persönlich hätte mir eine flüssigere Lesbarkeit und etwas mehr Klarheit gewünscht.

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Veröffentlicht am 13.11.2025

Magie, Macht und ein Herz, das brennt

Infernas 1: King of Ash
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Also eins vorweg: Infernas hat mich definitiv abgeholt auf vielen Ebenen. Die Geschichte hat eine besondere Atmosphäre, die sich irgendwo zwischen düsterer Magie, leiser Romantik und großen Fragen nach ...

Also eins vorweg: Infernas hat mich definitiv abgeholt auf vielen Ebenen. Die Geschichte hat eine besondere Atmosphäre, die sich irgendwo zwischen düsterer Magie, leiser Romantik und großen Fragen nach Gut und Böse bewegt. Es ist kein Buch, das man mal eben liest und dann zur Seite legt. Vielmehr begleitet es einen mit all seinen Figuren und Wendungen auch zwischen den Kapiteln weiter.



Der Einstieg fiel mir leicht, obwohl Everly als Protagonistin anfangs sehr oft betont, wie lange sie schon in dieser besonderen Situation steckt. Sieben Jahre, sieben Jahre, sieben Jahre… ja, wir haben es verstanden. Trotzdem mochte ich sie, weil sie Ecken und Kanten hat, weil sie nicht perfekt ist und weil man mit ihr wachsen darf. Dass ihr großes Geheimnis schon früh erkennbar ist, hätte man meiner Meinung nach nicht zwingend auf dem Klappentext verraten müssen das hätte der Geschichte etwas mehr Spannung am Anfang verliehen.



Besonders spannend fand ich den Teil, in dem erklärt wird, wie alles entstanden ist. Dabei stellt sich ganz klar die Frage, ob die vermeintlich „Guten“ wirklich nur Gutes im Sinn hatten oder ob auch in ihnen etwas Dunkles schlummert. Immerhin hat diese Macht einst so ausgereicht, dass man sie überhaupt aufteilen musste. Und genau das macht es so spannend nichts ist einfach nur schwarz oder weiß.



Ein Charakter, der mir allerdings sehr gegen den Strich ging, war Enya. Ihre Art war für mich stellenweise schwer zu ertragen, gerade, weil sie selbst unter Druck stand und dann mit denselben Mitteln zurückschlägt. Das hat bei mir eher ein unangenehmes Gefühl hinterlassen. Dass sie so leicht eine gewisse Situation aufdeckt, hat mich dann doch überrascht besonders weil ich dachte, gewisse Figuren hätten mehr Gespür.



Dafür habe ich mich über das Verhältnis zwischen Everly und ihrer Schwester gefreut. Es war schön zu sehen, dass da echtes Vertrauen da ist. Ich hätte mir gewünscht, Everly hätte Melodie noch mehr anvertraut, denn ich glaube, sie hätte vieles besser verstanden.



Was ich absolut geliebt habe, waren die Rückblicke gerade die Szenen, die Einblicke in die Vergangenheit von Dante geben. Sie machen vieles klarer, auch wenn die Prophezeiung trotzdem ein Mysterium bleibt. Aber man spürt: Everly ist der Schlüssel zu allem. Wie und warum, das ist noch nicht ganz greifbar, aber die Spannung ist da.



Das Worldbuilding ist definitiv einer der großen Pluspunkte des Buches. Infernas als Ort, als Konstrukt, als etwas Lebendiges wirkt faszinierend und greifbar. Man hat wirklich das Gefühl, dort zu sein. Besonders das Herz von Infernas hat es mir angetan – diese Idee, dass sich das Gebäude verändert und eine Art Eigenleben besitzt, fand ich wahnsinnig spannend. Es lebt, atmet, beobachtet und passt sich an. Mehr davon? Gerne! Da wäre sogar noch Luft nach oben.



Die Dämonen hingegen sind mir nicht ganz so bildlich vor Augen getreten da hätte ich mir noch ein wenig mehr Beschreibung gewünscht, um sie besser greifen zu können.



Auch die Dynamik zwischen Dante und Everly hat mir richtig gut gefallen. Es entwickelt sich nicht zu schnell, nicht zu erzwungen sondern glaubhaft, nachvollziehbar, mit Ecken, Zweifeln, aber auch intensiven Momenten. Man spürt: Da passiert was. Die beiden fühlen sich zueinander hingezogen nicht nur körperlich, sondern auch seelisch. Die Chemie stimmt, selbst wenn beide es sich (noch) nicht eingestehen wollen.



Dante selbst bleibt bis zuletzt ein sehr rätselhafter Charakter. Sein Handeln ist oft schwer zu durchschauen, aber gerade das macht ihn spannend. Ich finde es schön, wie Everly ihn Stück für Stück verändert wie sie ihm Kraft gibt, ihn erdet und ihn vielleicht sogar rettet.



Roarke ist da ganz anders ruhiger, loyal, sehr einfühlsam. Zwischen ihm und Everly entsteht etwas Echtes, Vertrautes. Keine typische Dreiecksgeschichte, sondern eher ein freundschaftliches Band, das auf Respekt und Verständnis beruht. Er ist ein Charakter, der mir richtig ans Herz gewachsen ist.



Amira bringt ordentlich Feuer in die Geschichte. Ihr Temperament ist verständlich, ihre Wut nachvollziehbar und trotzdem fragt man sich, warum ausgerechnet sie außen vor gelassen wird. Gerade im Vergleich zu Roarke wirkt sie unberechenbarer, aber auch verletzlicher. Und was sie am Ende tut, lässt einen mit offenem Mund zurück.



Das Ende? Heftig. Emotional, dramatisch, mit einem fiesen Cliffhanger, der mich fast wahnsinnig gemacht hat. Zum Glück muss man auf den nächsten Band nicht ewig warten, denn ich brauche dringend Antworten. Gerade was die Prophezeiung angeht ich bin mir nicht sicher, ob wirklich alles so kommen muss, wie es vorhergesehen wurde. Everly war immer die Konstante, die Licht bringt. Und ich hoffe sehr, dass sie das bleibt.



Fazit:

Infernas ist eine vielschichtige, atmosphärische Geschichte mit starkem Worldbuilding, spannenden Charakteren und echten Emotionen. Es ist düster und romantisch, laut und leise zugleich und lässt einen nicht so schnell los. Einige Figuren nerven, andere berühren. Einige Szenen überraschen, andere lassen einen wütend oder glücklich zurück. Und genau deshalb hat das Buch für mich ganz klar 4 bis 5 Sterne verdient.

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Veröffentlicht am 13.11.2025

Die zwei Erlen

Two Twisted Crowns - Die Magie zwischen uns
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Die Zwei-Erlen
In diesem gelungenen zweiten Band der Shepherd-King-Dilogie erleben wir zwei zentrale Handlungsorte mit jeweils zwei Perspektiven: Elm und Ione sowie Ravyn und Elspeth.



Elm & Ione haben ...

Die Zwei-Erlen
In diesem gelungenen zweiten Band der Shepherd-King-Dilogie erleben wir zwei zentrale Handlungsorte mit jeweils zwei Perspektiven: Elm und Ione sowie Ravyn und Elspeth.



Elm & Ione haben mich besonders positiv überrascht. Ihre gemeinsame Geschichte ist faszinierend erzählt, auch wenn sich der Spannungsbogen durch die Suche nach der „Zwei-Erlen-Karte“ streckenweise etwas in die Länge zieht. Ione zeigt zunehmend ihre menschliche Seite – trotz der Kontrolle durch die Karte, die sie gefangen hält. Ihre Beziehung zu Elm vertieft sich spürbar und endet für mich sehr zufriedenstellend. Besonders eindrucksvoll sind die Rückblicke durch Iones Gedanken, die viel über ihre gemeinsame Vergangenheit mit Hauth und dessen Wesen verraten. Elm durchläuft eine bemerkenswerte charakterliche Entwicklung, wirkt aber bisweilen noch leichtgläubig und unbedacht – hier hätte ich mir manchmal ein schlaueres Vorgehen gewünscht. Auch Ione hätte in ihrem komatösen Zustand vielleicht erkennen sollen, dass sie sich Hauth nicht mehr nähern sollte – ein Charakter, der bereits im ersten Band extrem unsympathisch war und sich im zweiten noch weiter etablierte.



Ravyn & Elspeth (bzw. der Hirtenkönig) sind weiterhin interessante Figuren. Ravyn bleibt ein angenehmer, kämpferischer Charakter, dessen Hingabe an seinen Weg und seine Schwester Jespyr sehr berührend ist. Besonders spannend fand ich seine Entwicklung während der Suche nach der Zwei-Erlen-Karte, die ihn über sich hinauswachsen lässt. Jespyr – die Schwester – ergänzt ihn wunderbar als ruhender Pol.



Elspeth tritt in der ersten Hälfte eher in den Hintergrund, da ihr Körper vom Hirtenkönig (dem „Nightmare“) übernommen wird. Ihre Szenen in seinen Erinnerungen empfand ich etwas langweilig und wenig zentral für den Gesamtverlauf. Doch der Hirtenkönig macht gegen Ende einen beeindruckenden Entwicklungssprung – und wirkt positiv verändert.



Insgesamt bereichert dieser Band das Worldbuilding mit neuen Wesen, Abenteuern und einer düsteren, stimmungsvollen Magie, die hervorragend in die Welt eingebettet ist.

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Veröffentlicht am 13.11.2025

Silber in der Nacht

Flammen – The Secrets of Dracon Rock
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Eine wirklich packende und absolut mitreißende Fortsetzung, die mich wieder komplett in ihren Bann ziehen konnte. Schon nach den ersten Kapiteln war ich wieder voll drin und wollte unbedingt wissen, wie ...


Eine wirklich packende und absolut mitreißende Fortsetzung, die mich wieder komplett in ihren Bann ziehen konnte. Schon nach den ersten Kapiteln war ich wieder voll drin und wollte unbedingt wissen, wie es weitergeht. Natürlich gab es zwischendurch auch ein paar ruhigere Momente, die vielleicht etwas länger geraten sind, aber im Großen und Ganzen war der Spannungsbogen sehr stark und hat mich immer wieder neugierig weiterblättern lassen. Kaum war eine Frage beantwortet, tat sich schon die nächste auf man hatte eigentlich nie das Gefühl, einfach nur „durchzulesen“, sondern immer etwas, über das man nachdenken konnte.



Das Worldbuilding hat mir wieder gut gefallen. Man bekommt neue Eindrücke, wird aber nicht mit Details erschlagen, sodass man sich die Welt sehr gut vorstellen kann. Trotzdem denke ich, dass man da noch ein bisschen mehr herausholen könnte, weil da so viel Potenzial steckt. Gerade die Atmosphäre und die Verknüpfung zu früheren Geschehnissen fand ich sehr spannend und sie geben dem Ganzen noch mehr Tiefe.



Besonders stark war für mich die Dynamik zwischen den Charakteren. Es herrscht die ganze Zeit dieser Mix aus Vertrauen und Misstrauen, bei dem man nie so richtig weiß, wem man trauen kann und wem nicht. Genau das macht das Lesen so aufregend, weil man ständig das Gefühl hat, dass gleich etwas passieren könnte, das alles verändert. Manche Figuren entwickeln sich richtig weiter, andere bleiben eher Randfiguren, die nicht ganz so wichtig wirken, was aber die Spannung zwischen den Hauptcharakteren umso deutlicher hervorhebt.



Richtig spannend waren auch die Tagebuch-Passagen. Diese ganzen Rätsel, Andeutungen und Geheimnisse haben für mich noch einmal eine ganz neue Ebene eröffnet. Man hat das Gefühl, dass hier noch so viel verborgen liegt, das in den nächsten Bänden richtig an Bedeutung gewinnen wird. Gerade die Verbindung zu den alten Handlungssträngen fand ich sehr gelungen und sie hat die Geschichte für mich noch lebendiger gemacht.



Ein Highlight war außerdem die besondere Beziehung zwischen Reiterin und Drache. Dieses Vertrauen, das man sofort spürt, verleiht der Geschichte noch einmal eine zusätzliche emotionale Tiefe. Es hat mich sehr berührt und ich bin sicher, dass diese Bindung in den kommenden Teilen noch wichtiger wird.



Das Ende war dann wieder so, dass man unbedingt weiterlesen möchte. Es ist offen genug, um viele Fragen im Kopf zu behalten, aber nicht so offen, dass man frustriert zurückbleibt. Für mich genau der richtige Mix, um die Spannung für den nächsten Band hochzuhalten.



Alles in allem eine sehr gelungene Fortsetzung, die mich komplett überzeugt hat und die definitiv Lust auf mehr macht. Ich bin schon sehr gespannt, wie es im nächsten Teil weitergeht und welche Geheimnisse uns noch erwarten.

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