Ein würdiger Abschluss voller Spannung, Tiefe und Überraschungen
Die Elite von Ashriver - Bittersweet RevengeWas für ein krönender Abschluss! Ich muss sagen, das Buch war wirklich richtig gut und das, obwohl ich anfangs sehr skeptisch war. Leah war in den vorherigen Bänden eher ein kleiner Nebencharakter, und ...
Was für ein krönender Abschluss! Ich muss sagen, das Buch war wirklich richtig gut und das, obwohl ich anfangs sehr skeptisch war. Leah war in den vorherigen Bänden eher ein kleiner Nebencharakter, und auch Vincent wirkte auf mich zunächst nicht unbedingt wie der stärkste Protagonist. Umso mehr wurde ich überrascht und definitiv überzeugt!
Ich würde sogar behaupten, dass das hier mitunter meine liebste Geschichte der Reihe ist. Es wurden viele Geheimnisse gelüftet, und man hat einen tiefen Einblick in das Leben aller Charaktere bekommen nicht nur in das von ein oder zwei Personen.
Beim ersten Band dachte ich noch, es würde mich stören, dass die Geschichte von Jade und Asher nicht mehr weitergeht. Das Gleiche empfand ich dann bei Ezra und Riley. Aber die Autorin hat es wirklich geschafft, alle Charaktere auch im letzten Band wieder sehr gut einzubinden. So konnte man aus jeder Perspektive einen kleinen Blick erhaschen und hat wirklich verstanden, worum es geht.
Marina wurde mir im letzten Teil immer unsympathischer. Schon in den ersten beiden Bänden war sie mir nicht ganz koscher, weil ich das Gefühl hatte, sie sei einfach ein bisschen “drüber”. Die Enthüllungen über sie hätte ich mir aber im Leben nicht denken können. Es war definitiv spannend, man konnte gut mitfiebern, miträtseln und wurde trotzdem noch an vielen Stellen überrascht.
Leah ist eine absolut starke Hauptfigur. Sie ist loyal, freundlich, zielstrebig und vor allem nicht oberflächlich. Die Verbindung, die sie mit den anderen Mitgliedern der Elite eingeht, fand ich total schön dass sich ihre Beziehungen so entwickeln konnten und dass sie wirklich eine Gruppe gefunden hat, die sie so akzeptiert, wie sie ist. Selbst nach all den Enthüllungen ist das einfach wirklich schön zu sehen. Ich glaube, das hat die Gruppe auch sehr zusammengeschweißt. Dass wir Auflösungen über alles bekommen haben bezüglich ihrer Mutter bezüglich Ezra und co. War wirklich eine Erleichterung und ich bin so froh, jetzt endlich alles zu wissen.
Vincent hat eine beeindruckende charakterliche Entwicklung hingelegt. Seine Geheimnisse wurden gelüftet, und er hat jemanden gefunden, für den er echte Gefühle empfindet nicht nur etwas Oberflächliches.
Ich muss gestehen, ich hatte tatsächlich schon eine Sirene im Verdacht, der ich das alles zugetraut hätte. Umso überraschter war ich, dass sich meine Vermutung nicht bestätigt hat. Mit der tatsächlichen Sirene hätte ich niemals gerechnet vor allem, weil sie nur eine kleine Rolle gespielt hat und immer sehr sympathisch wirkte.
Es gab einige kleine Side-Stories bzw. Nebenstränge, die ich wirklich gelungen fand. Sie haben das Ganze schön ausgeschmückt und zu einem großartigen Abschluss gemacht.
Das Worldbuilding war, wie auch in den vorherigen Bänden, wieder sehr gelungen nicht zu viel, aber auch nicht zu wenig. Man konnte sich alles gut bildlich vorstellen, ohne dass man sich durch zu viele Beschreibungen der Umgebung gelangweilt fühlte. Besonders gut fand ich die Perspektivwechsel man konnte sich wirklich gut in die anderen Figuren hineinversetzen.
Der Spannungsbogen war konstant hoch und ist stellenweise noch weiter angestiegen. Ich hatte nie das Gefühl, dass es Längen gab. Besonders das letzte Drittel hat mich noch einmal richtig gepackt obwohl ich finde, dass man da ruhig noch etwas mehr hätte herausholen können. Man hätte das Ende locker noch um 100 Seiten verlängern können, um der Geschichte einen noch perfekteren Abschluss zu geben.
Es ist so schade, dass alles vorbei ist
Deswegen bekommt das Buch von mir wie auch die vorherigen Bände 4,5 Sterne.