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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 24.05.2022

Wer geht auf welches Klo?

Welcher Po passt auf dieses Klo?
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Jedes Tier geht auf ein anderes Klo, doch wie sieht das eigentlich aus und kann da auch ein anderes Tier draufgehen? In diesem Klipp-Klapp-Buch kann das ganz einfach ausprobiert werden. So können die oberen ...

Jedes Tier geht auf ein anderes Klo, doch wie sieht das eigentlich aus und kann da auch ein anderes Tier draufgehen? In diesem Klipp-Klapp-Buch kann das ganz einfach ausprobiert werden. So können die oberen und unteren Seiten getrennt voneinander umgeblättert werden und es entstehen immer wieder neue Kombinationen. Auch der Text zu den Bildern variiert so und es entstehen lustige Szenen. So kann der Pinguin plötzlich auf dem Klo des Frosches sitzen.

Nele Moost und Michael Schober haben in diesem Pappbilderbuch zum Mitmachen ein wichtiges Thema angesprochen, denn gerade im Alter ab circa einem Jahr spielt das Klo gehen eine wichtige Rolle. Dank dieser Geschichte und den vielen Variationsmöglichkeiten davon, kann das Thema lustig und mit viel Spaß besprochen werden und so auch Anreize gegeben werden, dass Klo gehen normal und wichtig ist. Da die Texte und Illustrationen alle sehr spaßig sind, wird das Buch nicht so schnell langweilig.

Ich finde das Kinderbuch total lustig und sehe es mir immer wieder gerne mit meiner Tochter oder anderen Kindern an. Es bringt uns immer wieder zum Lachen und nimmt Kindern die Scham vor dem notwendigen Gehen zur Toilette.

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Veröffentlicht am 23.05.2022

Endlich wieder das Leben genießen...

Café Meerblick
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Mona ist seit einem Jahr wie gelähmt, denn damals ist ihre beste Freundin Sophie gestorben. Dabei hatten sie noch so viele Pläne und haben sich gegenseitig so sehr gebraucht. Nun ist schon Sophies erster ...

Mona ist seit einem Jahr wie gelähmt, denn damals ist ihre beste Freundin Sophie gestorben. Dabei hatten sie noch so viele Pläne und haben sich gegenseitig so sehr gebraucht. Nun ist schon Sophies erster Todestag, der doch gleichzeitig einen Wendepunkt in Monas Leben darstellt - davon weiß sie nur noch nichts. Denn erst am Abend dieses schrecklichen Tages klingelt Franzi, Sophies kleine Schwester, an ihrer Tür. Sie hat eine Holzkiste dabei, die Mona wohlbekannt ist. In ihr hat Sophie alle Erinnerungen aufbewahrt - und nun soll sie Mona gehören und steckt voller Geschenke für sie, das war Sophies Plan. Allen voran das Rezept zu ihrem berühmten Limokuchen, den sie über alles geliebt und jedem zum Geburtstag gebacken hat. Damit Mona ihn auch sofort nachbackt, enthält die Kiste auch alle haltbaren Zutaten. Aber auch ein Brief ist dabei und der schickt Mona nach Norderney. Für Mona komplett untypisch, bucht sie sofort eine Ferienwohnung und schon am nächsten Tag soll es losgehen. Nie hat sie mit der Losgelöstheit gerechnet, die sie schon auf dem Weg empfindet - das alles kann nur Norderney!

Christin-Marie Below hat in diesem Roman ein sehr bewegendes Thema aufgegriffen und auf sehr emotionale Weise den Neuanfang der Protagonistin Mona beschrieben. Die Insel Norderney bildet die perfekte Kulisse für den Neustart und die Entspannung, die Mona dort empfindet. Durch die detailierten Beschreibungen der Orte, hat der Leser sofort das Gefühl, selbst dort zu sein.

Schon der Titel dieses Romans hat mich angesprochen, denn ich liebe Kuchen und selbst zu backen. Aber auch Norderney und die Nordsee mag ich sehr. Das alles war die perfekte Kombination und ich habe voller Vorfreude begonnen zu lesen - und was soll ich sagen? Ich liebe das Buch! Sophies Limokuchen wurde direkt nachgebacken und er schmeckt so lecker, dass meine Familie und ich das Blech beinahe komplett verputzt haben innerhalb eines Tages. Die Rezepte am Ende des Buches sind ein besonderes Highlight und ich bin sicher, dass ich die beiden anderen Kuchen auch noch nachbacken werde. Ein wirklich rundum gelungener Roman voller Meerliebe, Kuchenglück und Lichtblicken!

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Veröffentlicht am 22.05.2022

Ein Leben zwischen Verpflichtungen und einer verbotenen Liebe

Der Glanz der Novemberrosen
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Hannover in den Jahren 1847 bis 1852: Sophie Brinkhoff ist die Tochter des großbürgerlichen Frabrikanten Georg Brinkhoff, der sein Geld mit dem Bau von Lokomotiven und anderen Geräten aus Eisen verdient. ...

Hannover in den Jahren 1847 bis 1852: Sophie Brinkhoff ist die Tochter des großbürgerlichen Frabrikanten Georg Brinkhoff, der sein Geld mit dem Bau von Lokomotiven und anderen Geräten aus Eisen verdient. Immer bemüht um mehr Ansehen durch neue Entwicklungen und schnelle Lieferzeiten, mutet er seinen Arbeitern immer längere Arbeitszeiten bei gleichbleibendem Lohn zu und auch vor Sonntagsarbeit schreckt er nicht zurück. Sophie und ihre vier Schwestern wachsen sehr behütet auf und werden so erzogen, dass sie die Fabrik des Vaters nicht zu interessieren hat, denn das ist Männersache, von der Frauen nichts verstehen. Doch bei der Einweihung des Bahnhofs wird sie mit Arbeitern konfrontiert, die für mehr soziale Gerechtigkeit demonstrieren. Hier lernt sie Karl Behling kennen, dessen Worte ihr nicht mehr aus dem Kopf gehen, sodass sie eines Tages ihren Vater überredet, ihr einmal die Fabrik zu zeigen. Sofort ist sie interessiert an den Abläufen der Produktion und lernt diese dank Karl besser verstehen, sodass sie schlussendlich sogar hilfreich bei der Erstellung einer Verfahrensanweisung für die Arbeiter sein kann...

Martha Sophie Marcus schreibt sehr flüssig, sodass die Seiten nur so dahinfliegen. Die Geschichte der wissbegierigen und eher rebellischen Sophie Brinkhoff ist sehr interessant und gibt Einblicke in das Leben der Arbeiter, die von den Großbürgern nur ausgebeutet werden. Die historischen Fakten, auf denen der Roman beruht, werden im Nachwort noch genau beschrieben, woran deutlich wird, wie genau sie recherchiert hat und dann alles in eine lebhafte Geschichte verpackt hat.

Bislang wusste ich noch nicht allzu viel über diese Zeit und die Aufstände und Streiks der Arbeiter. Das hat sich mit diesem Roman nun geändert und ich bin schon sehr gespannt, wie sich alles im Verlauf des zweiten Teils der Reihe weiterentwickelt. Das Schicksal und Leben der Frauen zur damaligen Zeit hat mich sehr berührt, denn für mich, als moderne Frau, ist es unvorstellbar, dass es Dinge geben soll, die ein Mensch, nur wegen seines Geschlechts, nicht oder nur sehr schlecht erfüllen kann. Mich konnte dieser Reihenauftakt sehr fesseln und bin gespannt, welche Überraschungen der zweite Band bereithält.

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Veröffentlicht am 20.05.2022

Ein Garten für Wildbienen!

Wildbienenfreundlich gärtnern für Balkon, Terrasse und kleine Gärten
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Bärbel Oftring widmet dieses Buch den Wildbienen und anderen heimischen Insekten und möchte ihnen das Leben in unseren Gärten, aber auch auf unseren Balkonen erleichtern. Denn wussten sie bereits: "Bei ...

Bärbel Oftring widmet dieses Buch den Wildbienen und anderen heimischen Insekten und möchte ihnen das Leben in unseren Gärten, aber auch auf unseren Balkonen erleichtern. Denn wussten sie bereits: "Bei uns gibt es über 565 verschiedene Wildbienenarten, von denen etliche ebenso wie die Honigbiene Gäste auf Balkon, Terrasse und Balkon sind."? Um diese Artenvielfalt aber erhalten zu können, brauchen sie mittlerweile unsere Hilfe. Gerade in der Stadt ist das aber gar nicht so einfach und so kann auch der Balkon als Futterplatz und Wohlfühlort für Insekten dienen. Anhand von vielen Praxistipps kann man sich nun einen bienenfreundlichen Ort gestalten. Damit Bienen, aber auch andere Insekten, sich aber von den Pflanzen, die man mit viel Liebe und Sorgfalt ausgewählt und gepflanzt hat, ernähren können, sollte man darauf achten, dass diese zum Sammeln von Pollen geeignet sind. Hierfür wurde ein großes Kapitel den entsprechenden Pflanzen gewidmet, sodass jeder Gärtner etwas nach seinem Geschmack finden kann. Damit die Pflege gelingt, werden abschließend auch noch Tipps zur biologischen Entfernung von Schädlingen und Krankheiten gegeben. Wer nun selbst etwas bauen möchte, kann nach den Anleitungen der Autorin unter anderem eine Wassertränke für Insekten gestalten.

Dieser Ratgeber rund um Wildbienen und ihre Bedürfnisse hat mir sehr gut gefallen, denn ich bemühe mich schon lange um mehr Artenvielfalt in meinem Garten und bin immer für neue Ideen und Tipps dankbar. Gerade die übersichtliche Auflistung der bienenfreundlichen Stauden mit Bild, lateinischem Namen und genauer Beschreibung hat mir sehr gefallen und wird mir noch oft als Nachschlagewerk dienen, wenn ich neue Pflanzen aussuche. Aber auch die DIY-Ideen sind super und es macht Spaß gemeinsam mit Kindern daran zu werkeln.

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Veröffentlicht am 19.05.2022

Ein Raub und ein Mordfall - zwei Fälle zur gleichen Zeit für Minke van Hoorn

Halligzorn (Ein Minke-van-Hoorn-Krimi 2)
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Minke van Hoorn ist Polizeikommissarin in Nordfriesland, zuständig für die Halligen Midsand und Nekpen und die kleine Stadt Jüstering. Es ist Sommer und es wimmelt nur so von Touristen. Eigentlich ist ...

Minke van Hoorn ist Polizeikommissarin in Nordfriesland, zuständig für die Halligen Midsand und Nekpen und die kleine Stadt Jüstering. Es ist Sommer und es wimmelt nur so von Touristen. Eigentlich ist es ruhig, doch dann wird eines Nachts ein sehr wertvolles Bernsteinpferd aus dem Tresor des Archäologen und Professors Jeske Hein geraubt. Er ist sehr aufgebracht, denn schließlich hat er es während der Ausgrabungen der sagenumwobenen, versunkenen Stadt Everbeck gefunden. Minke und ihre Assistentin Lisa bemühen sich sehr, das Pferdchen zu finden, haben aber keinen Erfolg. Am Abend des selben Tages zieht es alle Bewohner Jüsterings und der Halligen in den Halligprinzen zum Sommerfest. Nach der Hitze der vergangenen Tage lädt die Nordsee zu einem besonderen Schauspiel ein, dem "Meeresleuchten", was der krönende Abschluss des Festes werden soll. Aber am Strand erwartet sie eine schreckliche Überraschung - mitten im fluoreszierenden Meer liegt die siebzehnjährige Leonie mit einem Eispickel in der Brust. Nun gilt es zwei Fälle zu lösen...

Greta Henning schreibt sehr flüssig und schafft es, den Leser durch ihre guten Beschreibungen der Kulisse, aber auch der Charaktere, zu fesseln. Die beiden Fälle wurden sehr gut gewählt, denn sie scheinen nichts miteinander zu tun zu haben und doch hängen sie irgendwie zusammen. Da die Autorin zwischen die einzelnen Kapitel, die in der Gegenwart spielen, immer kurze Momentaufnahmen rund um die Hochzeit des Bürgermeistersohnes und einer Händlerstochter am 16. Januar 1362 schildert, werden die Geschehnisse rund um den Untergang der Stadt Everbeck deutlicher. Obwohl es Everbeck nie gab, gab es doch die große zweite Marcellusflut an ebendiesem Tag.

Ich mochte diesen kurzweiligen Krimi sehr, er hätte aber gerne noch etwas spannender sein können. Trotzdem war ich nie gelangweilt, denn durch die Perspektivwechsel zwischen vielen Charakteren, die irgendwie in den Fall verstrickt sind, erhält man gute Einblicke in die Geschehnisse rund um die eigentlichen Ermittlungen Minkes und Lisas.

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