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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 13.12.2021

Violas turbulente Vorweihnachtszeit

Notting Hill im Schnee
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Viola Smith spielt die Viola an der Londoner Oper. Doch heute ist nicht ihr Tag, denn auf dem Weg zur Oper steckt sie mitten im frühmorgendlichen Berufsverkehr fest und die U-Bahn ist brechend voll, da ...

Viola Smith spielt die Viola an der Londoner Oper. Doch heute ist nicht ihr Tag, denn auf dem Weg zur Oper steckt sie mitten im frühmorgendlichen Berufsverkehr fest und die U-Bahn ist brechend voll, da stört ihr Instrumentenkoffer natürlich - was diese Frau allerdings wagt, ist unerhört, denn sie stößt Viola so, dass der Koffer ihr ins Gesicht schlägt und sie verletzt. Auch der Anwalt Nate Williams hat die Situation beobachtet und eilt Viola zu Hilfe, er kann aber nur wenig für sie tun. Viola geht er trotzdem nicht mehr aus dem Kopf und als sie ihn dann während der Probe wiedersieht, ist sie kurz vollkommen aus dem Konzept. Allerdings weiß sie da noch nicht, dass sie ihn demnächst näher kennenlernen wird, denn Viola soll ihn beim Krippenspiel der Grundschule seiner Tochter unterstützen...

Jules Wake hat eine humorvolle Erzählweise und schafft es, den Leser immer wieder zum Schmunzeln zu bringen. Gemeinsam mit den eher ernsten Themen, wie die Angst der kleinen Grace vor erneuter Zurückweisung, ist das Buch perfekt. Natürlich kommt auch das romantische Notting Hill im Schnee nicht zu kurz, was aber nie kitschig wirkt, denn das Leben der Protagonisten ist realistisch und das beinhaltet auch den vorweihnachtlichen Stress.

Mir hat der Weihnachtsroman sehr gut gefallen und ich hätte gerne noch weitergelesen. Daher kann ich das Buch nur weiterempfehlen und jedem so viel Spaß beim Lesen wünschen, wie ich ihn hatte.

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Veröffentlicht am 12.12.2021

Nina und Jan bereiten das Weihnachtsfest vor

Nina und Jan: Weihnachten auf dem Apfelhof
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Es ist der 24. Dezember und Nina und Jan treffen mit ihren Eltern die letzten Vorbereitungen für das Weihnachtsfest. Nina und Jan helfen beim Zumachen der Ställe, schreiben noch einen letzten Wunschzettel, ...

Es ist der 24. Dezember und Nina und Jan treffen mit ihren Eltern die letzten Vorbereitungen für das Weihnachtsfest. Nina und Jan helfen beim Zumachen der Ställe, schreiben noch einen letzten Wunschzettel, damit sich ihr größter Wunsch auch erfüllt und sie schmücken gemeinsam mit den Eltern den Weihnachtsbaum. Und dann ist es endlich soweit und sie versammeln sich um den Weihnachtsbaum...

Das Autorenduo Heather Amery und Sam Taplin hat hier ein kurzweiliges Kinderbuch geschaffen, das durch die Illustrationen von Stephen Cartwright perfekt ergänzt wird. Das Buch eignet sich perfekt zum gemeinsamen Anschauen, weniger zum Vorlesen, denn die Texte sind eher kurz und in die Bilder eingebunden. Nicht ganz eindeutig ist, wann die Familie Weihnachten feiert, da es sich um englischsprachige Autoren handelt, gehe ich davon aus, dass es die Geschenke morgens am 1. Weihnachtsfeiertag gibt, da alle ihre Schlafanzüge tragen. Das spielt aber für kleinere Kinder sowieso keine Rolle, es fällt eher den Eltern auf.

Meine vierjährige Tochter liebt das Buch und hat es schon sehr oft angeschaut, denn sie kann es gar nicht mehr erwarten, bis endlich Weihnachten ist. Auch der Bauernhof mit den vielen Tieren gefällt ihr gut. Ich als Mutter finde die kleine Katze Felix, die auf jeder Doppelseite versteckt ist, super, denn so wird das Buch noch interessanter.

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Veröffentlicht am 11.12.2021

Viele Gefühle auf Stonebridge Island

Ein Wunsch in den Wellen - Stonebridge Island 1
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Abby ist vor zwei Jahren auf das Gestüt ihrer Eltern nach Stonebridge Island zurückgekehrt, nachdem sie nach einem schrecklichen Ereignis ihr Leben verändern wollte und musste. Seither bietet sie eine ...

Abby ist vor zwei Jahren auf das Gestüt ihrer Eltern nach Stonebridge Island zurückgekehrt, nachdem sie nach einem schrecklichen Ereignis ihr Leben verändern wollte und musste. Seither bietet sie eine Reittherapie an, mit der sie große Erfolge erzielt, allerdings arbeitet sie nicht mehr als Psychologin. Gemeinsam mit ihren beiden Schwestern Summer und Megan hat sie die Führung des Gestüts inne, denn sie ergänzen sich perfekt und jede hat ihren eigenen Bereich, den sie betreut. Im Hintergrund ist aber immer noch Mutter Olivia, die bis vor kurzem noch die Chefin war, aber nach dem Tod ihres Mannes dieses Amt nicht mehr ausführen wollte. Sie war es auch, die mit dem Richter aus Boston vereinbart hat, dass der verurteilte Cameron Montgomery seine Sozialstunden auf dem Pferdehof ableisten kann. Mit dieser Entscheidung ist Abby aber gar nicht einverstanden, denn nach dem Verlust ihrer langjährigen Mitarbeiterin braucht sie einen Mitarbeiter mit Erfahrung und keinen Kriminellen, auf den sie aufpassen muss. Und genau mit dieser Einstellung empfängt sie Cameron dann auch, dieser lässt sich von ihr aber nicht unterkriegen und schafft es irgendwann doch, sich in ihr Herz zu schleichen...

Ella Thompson schreibt fesselnd und hat einen Schreibstil, der sich schnell und flüssig lesen lässt. Die Wechsel zwischen den Erzählperspektiven machen den Roman spannender. Die Protagonisten sind allesamt sehr sympathisch. Die Kulisse ist wunderschön und das Leben auf der kleinen Insel klingt idyllisch und macht Lust auf einen Urlaub dort.

Mir hat dieser erste Teil der Stonebridge-Saga sofort zugesagt und ich habe ihn voller Freude gelesen. Die Emotionen sind vielfältig und auch die Geschichte der Protagonisten ist interessant und wirkt sich immer wieder auf die Handlungen aus, was alles umso spannender macht. Ich werde so schnell wie möglich den zweiten Teil der Reihe lesen, denn ich will wieder zurück nach Stonebridge-Island!

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Veröffentlicht am 09.12.2021

Warum wird das kleine Murmeltier einfach nicht müde?

Ich bin aber noch kein bisschen müde
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Die Murmeltiereltern sind verzweifelt, denn das kleine Murmeltier wird einfach nicht müde. Obwohl der Mond schon am Himmel steht, turnt das kleine Murmeltier munter herum. Darum beschließen Mama und Papa ...

Die Murmeltiereltern sind verzweifelt, denn das kleine Murmeltier wird einfach nicht müde. Obwohl der Mond schon am Himmel steht, turnt das kleine Murmeltier munter herum. Darum beschließen Mama und Papa die schlaue Eule zu fragen, sie kann aber leider nicht weiterhelfen. Am nächsten Abend ist es wieder wie immer und das kleine Murmeltier ist putzmunter und will eine Geschichte nach der anderen hören. Deshalb zieht der Murmelpapa am darauffolgenden Abend mit seinem Kind los und beschließt, alle Bewohner des Waldes nach ihren Einschlafritualen zu fragen. So kommt er zu den Fledermäusen, Bibern, Raben, Füchsen und vielen anderen Tieren und als er schließlich nur noch die Wölfe übrig sind und er diese trifft, ist das kleine Murmeltier doch endlich tief und fest eingeschlafen. Ab jetzt gehen sie jeden Abend gemeinsam spazieren und irgendwann ist dann auch immer der kleine Wirbelwind auf Papas Rücken eingeschlafen und die Eltern haben eine ruhige Nacht.

Anu Stohner spricht mit diesem Buch vielen Eltern aus der Seele, denn wer kennt dieses Problem nicht. Ihre Geschichte vom kleinen Murmeltier zeigt, dass niemand mit diesem Problem allein ist und dass es immer einen Weg gibt, um seine Kinder müde zu bekommen. Das Vorlesen der Geschichte ist dank der simplen Sprache flüssig möglich und macht Spaß.

Henrike Wilson illustriert wunderschön und hat die Geschichte perfekt mit ihren Bildern ergänzt. Diese kommen bei diesem großen Buchformat auch noch besser zur Geltung.

Meine vierjährige Tochter mag das Bilderbuch sehr, vorallem weil sie momentan selbst in einer Phase steckt, in der sie abends einfach nicht müde wird und noch tausend Dinge tun möchte. Außerdem sind Tiergeschichten sehr beliebt bei uns, was das Buch noch beliebter macht. Daher kann ich das Buch nur jedem empfehlen, der eine besondere und wunderschöne Einschlafgeschichte möchte

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Veröffentlicht am 09.12.2021

Lena gibt nicht auf...

Die kleine Puppenklinik
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Lena führt seit einiger Zeit den Familienbetrieb weiter, den ihr Urgroßvater vor hundert Jahren gegründet hat. Sie liebt ihre Arbeit als Puppenärztin und führt ihre kleine Puppenklinik in einem Münchener ...

Lena führt seit einiger Zeit den Familienbetrieb weiter, den ihr Urgroßvater vor hundert Jahren gegründet hat. Sie liebt ihre Arbeit als Puppenärztin und führt ihre kleine Puppenklinik in einem Münchener Hinterhof voller Stolz. Denn ihre tägliche Arbeit ist nicht nur das Reparieren von kaputten Puppen oder Kuscheltieren, sondern auch der Kontakt zu deren Besitzern. Nicht selten schauen nachmittags Kinder bei ihr vorbei, die ihr nicht selten ihre Sorgen und Nöte anvertrauen und auch für sie hat sie immer Zeit und liebt diese besonderen Begegnungen. Doch das alles soll ein Ende haben als ein chinesischer Investor das komplette Haus inklusive dem Hinterhof, in dem ihr kleinen Refugium liegt, kauft und ihr kündigt. Lena ist am Boden zerstört, aber ihre langjährige Mitarbeiterin Ekki, ihre beste Freundin Katja und der Geschäftsführer der Trattoria nebenan, Mateo, bringen sie dazu zu kämpfen. Außerdem ist da der Vater einer ihrer kleinen Freundinnen, der sie mehr interessiert, als sie es zulassen möchte...

Nelly Lewald schreibt so emotional, dass der Leser immer weiterlesen möchte. Denn sie schildert den Kampf um die kleine Puppenklinik und seine Niederschläge so eindrücklich, dass jeder mit Lena und ihren Freunden hofft und bangt. Auch die Liebesgeschichte passt gut in die Handlung.

Ich habe den Roman sehr gerne gelesen und war auch innerhalb kürzester Zeit damit fertig, weil ich vor Neugier immer weitergelesen habe. Leider war mir vieles zu vorhersehbar und ich habe das Ende schon lange zuvor erahnt. Aber ich kann das Buch trotzdem empfehlen, denn es macht Spaß und liest sich wunderbar.

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