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Veröffentlicht am 08.02.2021

Ein Internat. Tausende Geheimnisse.

Killing November 1
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Ohne jegliche Vorwarnung und Informationen wird November auf eine geheimnisvolle Academy namens Absconditi geschickt. November kann einfach nicht verstehen, weswegen ihr Vater sie auf dieses Internat, ...

Ohne jegliche Vorwarnung und Informationen wird November auf eine geheimnisvolle Academy namens Absconditi geschickt. November kann einfach nicht verstehen, weswegen ihr Vater sie auf dieses Internat, welches von einem Geheimbund regiert wird, geschickt hat. Schnell merkt sie, dass die Academy Absconditi und die Menschen darin recht geheimnisvoll sind. Die oberste Regel im Internat: Keine Identitätsoffenbarung, keine Namen und keine Details über Mitglieder der eigenen Familie. Und dann passiert es. Ein Mitschüler von November wird ermordet und die Protagonistin wird des Mordes beschuldigt. Schnell muss sie herausfinden, wer ihr den Mord anhängen möchte und welche Rolle sie in diesem komplexen Geflecht aus Intrigen und Geheimnissen spielt.
Die Autorin konzipiert mit diesem Jugendthriller einen sehr interessanten und vielschichtigen Roman, der eine gute Spannung aufweist. Besonders durch das Setting eines geheimnisvollen Internats, verschiedener Familien und ungewöhnlichen Schulfächern konnte mich die Autorin gut über die 400 Seiten unterhalten. Teilweise empfand ich, dass das Buch „Harry Potter“ und „Die Tribute von Panem“-Vibes aufwies. Dies fand ich total interessant und man konnte sich hervorragend in das Setting hineinversetzen.
Als Leser merkt man schnell, das viele Mitschüler von November etwas zu verbergen haben. Dadurch wusste ich als Leser nicht, wem ich vertrauen kann. Dazu kommt noch der Geheimbund, welchen man hinsichtlich seiner Ziele und Ansichtsweisen nicht komplett durchblicken konnte. Aus diesem Grund hat man nicht vorausahnen können, was im nächsten Kapitel passieren würde. Dadurch entstand eine gute Spannung, da man hinsichtlich der Auflösung gut hin fiebern konnte. Leider muss ich sagen, dass ab der Mitte des Buches mir doch der grobe Verlauf der Handlung zu vorhersehbar war.
November als Protagonistin zeigte sich in ihren Handlungszügen recht naiv; aber auf der anderen Seite auch mutig. Mit viel Kraft versucht sie das System des Internats durchzublicken. Besteht da Hoffnung? Besonders für Jugendliche empfiehlt sich das Buch, da sich Jugendliche mit diversen Charakteren identifizieren können. Persönlich fände ich es besser, wenn die Autorin sich noch tiefgründiger mit einzelnen Charakteren auseinandersetzen würde, damit man ein ausführlicheres Bild über die einzelnen Charaktere erhält. Hier wirkten sie nämlich recht oberflächlich gestaltet. Die Tiefgründigkeit der Figuren erhoffe ich mir aber vom zweiten Band, da ja das Ende des ersten Bandes sowieso nach einer Fortsetzung schreit.
Schlussendlich kann ich sagen, dass mich das Buch hinsichtlich des Settings und der ganz guten Handlung positiv überzeugt hat. Wie erwähnt, erhoffe ich mir im zweiten Band eine gewisse Tiefe und eine viel intensiver verstrickte Handlung. Ich freue mich auf Band 2!

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Veröffentlicht am 07.02.2021

Keine Hoffnung in Tirgaslan?

Ork City
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Im Süden der Stadt Tirgaslan treiben gefährliche Orkgangs und hinterhältige Zwergensyndikate ihr Unwesen. Der Kriegsveteran Corwyn Rash, der zurzeit als Privatdetektiv in der Stadt tätigt ist, kommt nur ...

Im Süden der Stadt Tirgaslan treiben gefährliche Orkgangs und hinterhältige Zwergensyndikate ihr Unwesen. Der Kriegsveteran Corwyn Rash, der zurzeit als Privatdetektiv in der Stadt tätigt ist, kommt nur mühsam über die Runden. Doch als dann er der Nachtclubsängerin Kity Miotara begegnet, ändert sich in diesem Moment alles. Kity blendet den Protagonisten mit ihrer Schönheit und bittet ihn die Suche nach ihrem Chef aufzunehmen. Rash entschließt sich dazu, Kity zu helfen, da er eine saftige Belohnung erwartet. Schnell merkt Rash aber, dass Kity ihm nicht alle Informationen offenbart hat. Trolle und ein Geheimkult fangen an Rash zu jagen. Eine tödliche Intrige, deren Wurzel in eine sehr dunkle Vergangenheit reichen.

Mit „Ork City“ stürzte ich mich in mein zweites „Ork-Abenteuer“. Direkt zu Beginn des Romans kommt eine sehr düstere Stimmung auf, die durch den Autor gekonnt durch detaillierte Beschreibungen der Stadt und Umgebung, erzielt wird. Beim Leser entsteht ein sehr tristes Bild der Stadt. Korrupte Polizei, gewalttätige Syndikate, Tötungsdelikte – Gibt es da überhaupt einen Funken Hoffnung in Tirgaslan?
Neben Orks sowie Zwergen treten weitere fantastische sowie „normale“ Wesen im Buch auf, die jedoch nur kurz angeschnitten werden, da der Fokus in diesem Buch auf den zwei vorher genannten Rassen liegt. Dies fand ich gut gemacht, würde aber mir bei einem zweiten Band um Corwyn Rash wünschen, das diesen auch eine wichtige Rolle zugesprochen wird.
Der Plot an sich bietet ein großes Potential. Im Mittelpunkt steht Kity die dem Protagonisten den Kopf verdrehen möchte, um Vorteile aus ihm zu ziehen. Für mich war aber der Verlauf der Handlung zu antizipierbar. Deswegen kann ich sagen, dass eine gewisse grundlegende Spannung im Buch vorlag, diese aber nicht so enorm war, dass ich durch die Story gefesselt worden bin. Deswegen zog sich das Buch für mich ab der zweiten Hälfte. Schade!
Mit Crowyn Rash kreiert der Autor einen recht sympathischen aber klischeehaften Ermittler, der eine gute Ermittlungsarbeit aufwies. Es war sehr interessant zu verfolgen, wie Rash sich durch diese düstere Welt bewegt.

Insgesamt kann ich sagen, dass trotz einer antizipierbaren Handlung, im Buch eine düstere Stimmung im Buch vorliegt, die hervorragend zur Geltung kommt. Ich bin gespannt, ob ein zweiter Fall kommen wird.

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Veröffentlicht am 06.02.2021

Nichts kommt wie es scheint.

Die Frau vom Strand
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Rebeccas Leben ist endlich perfekt. Ihr fehlt nix mehr. Mit ihrer Frau Lucy und ihrer kleinen Tochter Greta lebt sie in einem großen Haus in einem kleinen Ort an der Ostsee. Rebeccas Frau Lucy arbeitet ...

Rebeccas Leben ist endlich perfekt. Ihr fehlt nix mehr. Mit ihrer Frau Lucy und ihrer kleinen Tochter Greta lebt sie in einem großen Haus in einem kleinen Ort an der Ostsee. Rebeccas Frau Lucy arbeitet in Hamburg und in diesen Momenten, wenn Lucy nicht da ist, fühlt sich Rebecca einsam. Doch am Strand lernt sie Julia kennen und die Beiden freunden sich an. Nach zahlreichen Treffen verschwindet Julia spurlos. Rebecca stellt Nachforschungen auf und merkt schnell, dass sie ein Phantom jagt. Dabei findet sie heraus, dass die ganzen Geschichten von Julia kompletter Unfug waren. Als sie das merkt, ist es schon zu spät und Rebecca steht vor einer Entscheidung, die fatalen Folgen haben kann.
Freundin oder Feindin? Mit „Die Frau vom Strand“ begeben wir uns in einen rasanten Thriller, der viel Potential aufweist. Zu Beginn des Buches lernen wir Rebecca kennen und begleiten ihr Leben in dem kleinen Örtchen an der Ostsee. Man erhält gute Einblicke in ihr Leben sowie ihrer neuen Freundschaft zu Julia. Dadurch, dass die Autorin die Ich-Perspektive für Rebecca gewählt hat, ist die ganze Situation für den Leser viel intensiver zu spüren.
Doch dann tritt im Buch ein fatales Ereignis auf und im zweiten Teil des Buches wechselt die Perspektive zu zwei Ermittlern, die einen Fall auflösen wollen. Diesen Wechsel habe ich nicht erwartet, fand ihn aber sehr gelungen. Und so entwickelt sich die Story recht gut. Es kommt eine gute Spannung auf, die den Leser festhält. Ich würde sehr gerne auf einzelne Aspekte eingehen, würde aber somit die Handlung spoilern. Auf jeden Fall kann ich aber sagen, dass ich dann komplett in der Handlung drin war. Ich fand schön, dass das Personenspektrum sehr übersichtlich war und schlüssig. Rebecca hat mir total gut gefallen und die Ermittler rund um Edda haben eine solide Arbeit im Thriller getan. Man hat alle Information erhalten, die wichtig für die Auflösung des Ganzen waren. Toll!
Zum Schluss springen wir ein letztes Mal zur Perspektive der Protagonistin. Diese bildet einen hervorragenden Schluss und das Ende kam wirklich unerwartet! Dennoch habe ich etwas sehr störend empfunden, dass der Hauptgrund war, weswegen ich dem Buch ein Stern abziehen musste: die Kapiteleinteilung.
Der erste Teil des Buches wurde am Stück erzählt und die weiteren Kapitel im zweiten, dritten (…) Teil sind teilweise über 30, 40 Seiten lang. Ich empfand dies als sehr störend, da man einfach irgendwie nach paar Seiten nicht abschalten konnte. Obwohl Orte und die Handlung sich innerhalb eines Kapitels gewechselt haben, wurde ein Absatz nur eingefügt. Allgemein war dies für mich sehr anstrengend zum Lesen. Hier fände ich super, wenn das Buch eine bessere sowie kürzere Kapitelaufteilung aufweisen würde.
Schlussendlich kann ich sagen, dass mich der Plot in diesem Thriller sehr begeistert hat. Ich war durch gefesselt und mich hat das Buch sehr unterhalten. So kann man nach diesem Buch sagen: Es kommt nichts, so wie es scheint.

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Veröffentlicht am 04.02.2021

Gegensätzlich oder doch so ähnlich?

Night Rebel 1 - Kuss der Dunkelheit
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Auf verschiedenen Seiten stehen und doch eine Leidenschaft füreinander verspüren?

Der mächtige Meistervampir Ian ist hemmungslos sowie böse. In den letzten zwei Jahrhunderten hat er sich sehr viele Feinde ...

Auf verschiedenen Seiten stehen und doch eine Leidenschaft füreinander verspüren?

Der mächtige Meistervampir Ian ist hemmungslos sowie böse. In den letzten zwei Jahrhunderten hat er sich sehr viele Feinde gemacht – darunter auch den Dämonen Dagon, der seine Seele aufsaugen möchte. Die einzige Chance für Ian sich gegen Dagon zu stellen, ist es, sich mit der Gesetzhüterin Veritas sich zu verbünden. Doch Veritas verfolgt ihre eigenen Ziele und so hat sie mit Dagon auch eine Rechnung offen. Wäre dann Ian nicht der perfekte Köder, um Dagon zu schnappen? Doch aus einem perfiden Plan, entwickelt sich eine ungezähmte Leidenschaft, die tödliche Konsequenzen hervorbringen kann.

Vampire? Dämonen? Kreaturen wie diese, fanden sich nie in den Büchern, die ich gelesen habe. Deswegen war ich sehr gespannt, was mich in diesem Buch erwarten wird. Und so begab ich mich in die Welt der Vampire und Dämonen. Anfangs ging ich von einem mittelalterlichen Setting aus. Dem ist aber nicht so. Vampire und Dämonen leben in der Moderne – auf unserer Welt. Aus diesem Grund fand das Konzept von Vampiren in der modernen Welt recht erfrischend und spannend. Schön fand ich, dass man in die Geschichte direkt reingeworfen wird. Es fängt sehr rasant und energiereich an. Veritas und Ian sind zwei Protagonisten auf demselben Niveau. Auch wenn auf den ersten Blick es so erscheint, dass sie keine Gemeinsamkeiten aufweisen, merkt man im Verlauf des Buches, dass da doch ein kleiner Funken Hoffnung zwischen den Beiden ist. Besonders toll fand ich, die Sticheleien zwischen den Beiden. Diese waren total amüsant und lockerten das Buch ganz gut auf. Sonst hat mir die Gestaltung der Beiden gut gefallen. An manchen Stellen hätte ich mir gewünscht, dass man noch tiefgründiger in die Charaktere reinschauen konnte, um diese noch besser zu verstehen.

Die Entwicklung beider Charaktere in diesem ersten Band fand ich sehr interessant. Da freue ich mich schon, wie sich die Beiden weiterentwickeln werden. Hinsichtlich der Spannung kann ich sagen, dass diese erst im letzten Drittel aufkam. Bis dahin verlief die Handlung eher ruhig und zäh. Aber es hat sich gelohnt so lange auf die Spannung zu warten, da sie dann im letzten Drittel so enorm ist, dass man das Buch kaum aus der Hand legen kann.

Allgemein kann ich sagen, dass es für mich als hauptsächlicher Thriller-/Krimileser sehr amüsant war, in die Welt von Ian und Veritas einzutauchen. Ich bin gespannt, was in Band 2 passieren wird!

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Veröffentlicht am 02.02.2021

Auf der Suche nach einem neuem Leben

Der Tausch – Zwei Frauen. Zwei Tickets. Und nur ein Ausweg.
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Zwei Frauen auf der Flucht. Mit einem guten Ausweg? Der Thriller „Der Tausch“ entführt uns an den Flughafen JFK, in der schönen Stadt New York. Eigentlich wollte Claire vor ihrem aggressiven und gewaltbereiten ...

Zwei Frauen auf der Flucht. Mit einem guten Ausweg? Der Thriller „Der Tausch“ entführt uns an den Flughafen JFK, in der schönen Stadt New York. Eigentlich wollte Claire vor ihrem aggressiven und gewaltbereiten Mann fliehen. Alles war geplant, jedoch kurzfristig geht ihr Plan zu Grunde. Sie muss nach Puerto Rico für ihren Mann fliegen, um ihn bei einem Wahlkampf zu unterstützen. Total erniedrigt begegnet sie Eva auf dem Flughafen, die auf dem Weg nach Kalifornien ist. Leider erwartet sie die Polizei vor Ort. Innerhalb kurzer Zeit entscheiden sich beide Frauen einen riskanten Schritt zu gehen, indem sie ihre Flugkarten austauschen. Claire landet in Kalifornien und bemerkt, dass in Evas Haus alles anders erscheint. Dabei wird sie in den Nachrichten aufmerksam gemacht, dass das Flugzeug nach Puerto Rico abgestürzt sei. Kurz darauf bemerkt sie jedoch Eva in einer Fernsehreportage. Lebendig. Was hat es mit der Geschichte auf sich?

Mit viel Begeisterung begegnete ich dieser Story und war gespannt, was mich erwartet. Die Geschichte beginnt recht spannend, da wir uns auf dem Zeitstrahl vor dem Tausch der Tickets befinden. Wir verfolgen Claires Leben und ihren Plan zum Fluchtversuch. Dabei kommt es im Buch zu spannenden Momenten, wie z.B. ihren geheimen Vorbereitungen zur Flucht. Gänsehaut pur!
Ich fühlte mich mit Claire verbunden. Besonders durch die Ich-Perspektive konnte man mit ihr mitfühlen und ihre Gedankengänge ausführlich nachverfolgen. Und dann kam schon der Wechsel zu Eva. Über Eva erfährt man mehr als über Claire. Man lernt sie detailliert kennen und merkt, was sie teilweise für eine Hölle durcherlebt hat. Dennoch fiel es mir schwer, zu ihr eine Bindung aufzubauen. Hinsichtlich des Perspektivwechsels zwischen den beiden Protagonistinnen fand ich schön, dass der Wechsel der Perspektiven mit dem Wechsel des Schreibstiles kooperiert hat. Wie erwähnt, erzählt Claire aus der Ich-Perspektive und die gegenwärtige Handlung um Eva sowie die Rückblicke in die Vergangenheit werden jeweils aus der dritten Perspektive erzählt. Das hat mir super gut gefallen!

Weiterhin lässt sich sagen, dass ich eine höhere Spannungsintensität in diesem Thriller erwartet hätte. Nachdem das Flugzeugunglück passiert ist und Claire schon Kalifornien war, fiel die Spannungskurve sehr ab. Natürlich gab es zwischen durch nicht erwartende Twists, welche die Spannung teilweise „hochpushten“. Diese hatten jedoch nicht einen großen positiven Effekt auf meine Lesefreude. So kann ich sagen, dass mich das Buch ab diesem Zeitpunkt, eigentlich nicht mehr so richtig gefesselt. Ich musste mit viel Anstrengung am Ball bleiben. Außerdem beeinflussten ein paar Logikfehler meinen Lesespaß ebenfalls. Allgemein erscheint der Tickettausch für mich als sehr unglaubwürdig.

Schlussendlich kann ich sagen, dass ich aus diesem Buch mit gemischten Gefühlen rausgehe. Auf den Perspektivwechsel sowie die Gestaltung der Charaktere blicke ich positiv zurück. Dennoch gebe ich mich mit der Spannung, ein paar Logikfehlern und zähen Momenten nicht zufrieden.

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