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Veröffentlicht am 06.06.2021

Für sie bist du bloß eine Schachfigur

Very Bad Kings
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Inhalt (Klappentext)

Wir spielen ein Spiel. Fünf Könige. Fünf Opfer.
Der Campus ist unser Reich und du solltest dich unseren Regeln nicht widersetzen.
Du dachtest, Kingston biete dir eine akademische ...

Inhalt (Klappentext)

Wir spielen ein Spiel. Fünf Könige. Fünf Opfer.
Der Campus ist unser Reich und du solltest dich unseren Regeln nicht widersetzen.
Du dachtest, Kingston biete dir eine akademische Zukunft?
Lektion eins: Alles, was du je lernen wirst, ist das Überleben zwischen uns.
Der Elite.
Und wenn du deine Hausaufgaben nicht anständig machst, Belle, müssen wir dich leider bestrafen …

Mable ist eine von fünf Stipendiatinnen, die jedes Jahr an der Kingston University angenommen werden. Die reiche Elite des Colleges hält allerdings nichts vom Charity-Programm ihrer Eltern und will Mable mit aller Macht vertreiben. Allen voran die Kings. Fünf abtrünnige Seniorstudenten, die im Hintergrund ein unmoralisches Spiel veranstalten.
Wird Mable gewinnen?
Und wie soll sie sich dagegen wehren, dass drei der Kings plötzlich nur sie wollen?

Wie weit wirst du gehen, um deinen Traum zu leben?

Quelle: https://www.federherzverlag.de/produkt/very-bad-kings-kingston-university-1-semester-vorbestellbar/



Meine Meinung

Das Buch hat mich besonders neugierig gemacht, da es dieses Mal anders werden sollte, als wir es von Jane S. Wonda kennen. Anstatt Dark Romance wurde eine Geschichte, die mehr in Richtung Dark New Adult geht, angekündigt. Zuvor kannte ich schon einige ihrer DR Romane, wie z.B. “Smoke”, die mir immer gut gefallen haben.

Fest entschlossen das Buch zu lesen, war ich spätestens nachdem ich dann einen etwas längeren Schnipsel mitten aus der Geschichte beim Herzlesen lesen konnte. Neben ihrem tollen Schreibstil, der für eine dauerhaft emotions- und spannungsgeladene Atmosphäre sorgt, konnten auch ihre Charaktere mich in ihren Bann ziehen.

Ehrlich gesagt habe ich anfangs noch eine Weile gebraucht, um mit allen Charakteren der Geschichte komplett warm zu werden.
Mable, eigentlich Amabelle, ist mir von allen am liebsten. Sie hat ihr Leben lang darauf hingearbeitet, die Möglichkeit für ein gutes Studium zu bekommen, um endlich aus dem Trailerpark, in dem sie groß geworden ist, zu entkommen. Sie musste ihre Mutter und Schwester zurücklassen, um an Kingston, einer der renommiertesten Universitäten, zu studieren. Doch die Studenten dort machen es ihr alles andere als leicht...
Obwohl ihr immer wieder neue Hürden in den Weg gelegt werden, ist sie nicht bereit einfach so aufzugeben oder auf die Spiele der „Kings“ einzugehen. An einigen Stellen wirkte sie noch etwas naiv auf mich, aber in wieder anderen Momenten zeigte sich deutlich, wie sie sich nichts vorspielen lässt. In ihrem Leben hat sie schon zu viel erlebt, um sich von ein paar reichen Kindern der Elite herumschubsen zu lassen - sie wurde zur Kämpferin erzogen. Auch wenn ihr dabei kaum einer zur Seite steht, bis auf ihre neugewonnene Freundin Harper.

Wie auch Mable wusste ich nicht immer, ob Harper nicht auch ein falsches Spiel spielt und ob man ihr wirklich vertrauen kann. Sie selbst gehört der Elite an und da könnte man dich meinen, dass sie eigentlich keinen Grund hätte, Mable zu helfen - oder steckt da mehr dahinter?

Und dann sind da natürlich auch die - selbsternannten - Kings. Sie sind die Elite der Elite. Was sie sagen, ist in Kingston Gesetz. Sie werden von allen begehrt, doch keiner kennt ihre wahren Ziele und Absichten. Doch eines ist klar: Für sie sind andere Menschen bloß Spielfiguren in ihrem Schachspiel. Sie haben keine weitere Bedeutung für die Kings. Keinen weiteren Nutzen.
Ich habe mich immer wieder gefragt, was sie mit ihren Spielen eigentlich bezwecken möchten. Sind sie bloß gelangweilt? Oder steckt da noch viel mehr hinter?
Mich haben diese Geheimnisse rund um die Männer hauptsächlich fasziniert, während mich ihre Charaktereigenschaften dann doch eher abgeschreckt haben.

Jaxon, der Kopf der Kings und der Sohn des Gründers jenes Stipendienprogramms. Ihn mochte ich tatsächlich mit am wenigsten, auch wenn ich von vielen Lesern gehört habe, dass sie alle Charaktere gleichermaßen lieben. Bei mir ist es im Dark Romance immer so eine Sache... meist finde ich die Protagonisten viel interessanter als dass ich sie wirklich mag. Und auch hier war es wieder der Fall.
Er ist oberflächlich, eingebildet und gibt immer wieder frauenverachtende Dinge von sich. Was ich jedoch an dieser Stelle besonders mochte, war, dass Mable dem öfter mal feministische Aussagen entgegensetzte.

Sylvian mochte ich da schon lieber - und die ganzen Andeutungen um seine düstere Vergangenheit haben mich ganz besonders gefesselt. Wie auch die anderen Kings hat er einen Narren an Mable gefressen, aber er scheint sie auf seine Weise vor etwas beschützen zu wollen. Und auch von einem Monster in ihm ist immer wieder die Rede... wer ist er wirklich? Und trügt letztlich dich nur der Schein und er ist der schlimmste von ihnen allen?

Außerdem gibt es auch noch Reece, der öfter in der Geschichte auftaucht. Er ist ein echter Charmeur, doch auch er trägt sein bezauberndes Lächeln als eine Maske, die sein wahres Wesen versteckt. Reece vertraue ich nicht, denn die besagte Maske sitzt einfach zu perfekt.

Romeo und Zayn sind die anderen zwei Kings, die bisher noch erwähnt wurden, allerdings kann man die noch am wenigsten einschätzen. Romeo war die meiste Zeit bloß Jaxons Schatten und auch mit Zayn gab es nicht allzu viele Szenen. Und dennoch reichten die kurzen Momente aus, um zu zeigen, dass die beiden vielleicht noch skrupelloser und düsterer als der Rest sind. Ich bin sehr gespannt, was Jane da noch für uns bereithält.

Die Story entwickelt sich in einem stetigen Tempo und die Autorin wirft uns immer wieder kleine Brocken mit Informationen hin. Dadurch bleibt es immer spannend und wir ergründen das Spiel der Kings gemeinsam mit Mable. Auch einige heiße Szenen durften bei der Geschichte nicht fehlen. Durch die Szenen wurde das Dark Romance Feeling gehalten, auch wenn die Protagonisten hier eher im New Adult Alter sind und einige der Kriminellen Machenschaften, die so für das Genre üblich sind, wegfielen - zumindest soweit man es bisher beurteilen kann...
Durch die Ankündigung, es sollte auch in Richtung NA gehen, habe ich mir teilweise noch ein wenig mehr Tiefgang in den Beziehungen der Charaktere gewünscht, aber am Ende hat es mich dann nicht mehr so gestört.

Auch das Setting war sehr gelungen. Ich konnte mir das Universitätsgelände beim Lesen sehr gut ausmalen und alles wirkte sehr elitär, düster und eindrucksvoll. Die Atmosphäre, die dadurch erschaffen wurde, unterstützte die ganze Geschichte um die Machenschaften in Kingston noch einmal.

Fazit

Wie auch die Male zuvor, wurde ich von Jane S. Wonda nicht enttäuscht. Ich wollte das Buch nicht aus der Hand legen und das obwohl es mit über 400 Seiten nicht unbedingt dünn ist. Die Charaktere mag ich nicht alle - teilweise bringen sie mich viel eher zum Haare raufen -, aber das macht die Geschichte kaum weniger spannend. Ich würde sogar so weit gehen, zu sagen, dass „Very bad kings“ mir bisher am besten von Janes Bücher gefallen hat. Und ihr könnt euch sicher auch vorstellen, dass ich froh bin, nicht mehr allzu lange auf Band 2 warten zu müssen.


Bewertung

4,5/5☆




Vielen Dank J.S. Wonda und Federherz Verlag, dass ich das Buch schon vorab als Rezensionsexemplar lesen durfte! ♡

  • Einzelne Kategorien
  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 19.05.2021

Eine WG, die man lieb haben muss!

Fly & Forget
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Meine Meinung

Ich habe dieses Buch auf Bookstagram entdeckt. Ehrlich gesagt habe ich mir lange Zeit nicht die Mühe gemacht, den Klappentext zu lesen, doch dann habe ich immer mehr gute Rezensionen zu ...

Meine Meinung

Ich habe dieses Buch auf Bookstagram entdeckt. Ehrlich gesagt habe ich mir lange Zeit nicht die Mühe gemacht, den Klappentext zu lesen, doch dann habe ich immer mehr gute Rezensionen zu dem Buch gelesen, vor allem von Bloggern, die meinen Lesegeschmack teilen, und schließlich habe mir endlich den Klappentext angesehen. Das führte dann dazu, dass ich das Buch kurzerhand als Rezensionsexemplar angefragt habe und freundlicherweise auch direkt bestätigt bekommen habe.

Nena Tramountanis Schreibstil hat es mir schon auf den ersten Seiten angetan. Obwohl man es oft als selbstverständlich hinnimmt, dass man einen Schreibstil flüssig und angenehm lesen kann, ist das doch nicht immer der Fall. Doch gerade hier habe ich an zwei Tagen je 200 Seiten gelesen und dabei überhaupt nicht gemerkt, wie ich plötzlich schon bei der Hälfte des Buches angekommen war. Und das sogar, obwohl die Kapitel mit meist mindestens 20 Seiten nicht unbedingt kurz sind. Für gewöhnlich stört mich sowas, aber in „Fly & Forget“ war es überhaupt nicht der Fall.
Die Autorin bringt uns die Gefühle ihrer Charaktere nahe und gleichzeitig bringt es einen nicht aus dem bequemen, lockeren Leseflow.

Das Buch beginnt aus der Sicht von Liv, die gerade von ihrem Freund überrumpelt wird, der sich von ihr trennen möchte. Eigentlich muss sie sich eingestehen, dass sie damit schon länger gerechnet hat. Die beiden haben aneinander vorbei gelebt und doch trifft es sie schwer. Und als wäre das noch nicht genug, läuft die Wohnung auf den Namen ihres (Ex-)Freundes und so muss sie zusehen, dass sie in kürzester Zeit eine erschwingliche Wohnung auf dem Londoner Wohnungsmarkt findet - keine guten Voraussetzungen. Doch dann begegnet sie zufällig Matilda, die gerade einen neuen, vierten WG-Mitbewohner sucht. Nur leider weiß Liv noch nicht, dass sie dadurch schon bald wieder mit ihrer Vergangenheit konfrontiert wird.
Noah. Ihr bester Freund seit Kindheitstagen. Und genau der, dessen Erinnerung sie nie losgelassen hat, seit er vor drei Jahren plötzlich jeglichen Kontakt abgebrochen hat.

Ich habe nicht lange gebraucht, um mit den Protagonisten warm zu werden. Neben Livs Perspektive erleben wir auch Noahs und so kann man sich in beide Charaktere gut hineinversetzen.
Liv studiert Journalismus und schon jahrelang war es ihr Traum, eines Tages für The Gentlewoman, ein bekanntes Magazin zu schreiben. Das ist es, wofür sie brennt, doch momentan vernachlässigt ihre Arbeit bei der Collegezeitung ein wenig. Wenn sie jedoch wirklich eines Tages ihr Ziel erreichen möchte, braucht sie genau diese Erfahrungen.
Sie ist fest entschlossen das alles alleine hinzubekommen. Liv öffnet sich anderen gegenüber nicht mehr so leicht, seit Noah ihr Leben verlassen hat. Für sie hat sich alles verändert und er fehlt ihr sehr.
Auch Noah ist nicht mehr der, der er einst war. Seit drei Jahren versucht er mit Alkohol, Drogen und Frauen zu vergessen. Die gesamte Zeit über habe ich mich genauso wie Liv gefragt, was damals passiert ist. Er spielt das Arschloch, doch Liv weiß ganz genau, dass da irgendwo noch der alte Noah sein muss.

Ich mochte das Tempo der Liebesgeschichte wirklich gerne. Die beiden brauchen ein wenig um wieder zu einander zu finden, doch man merkt deutlich, wie viel sie verbindet. Über allem hängt das große Geheimnis der Vergangenheit und ich muss sagen, dass ich es zum Teil schon erraten habe, da es in den Erinnerungen der beiden immer wieder Anzeichen gab. Die Erinnerungen kamen hoch in Form von Flashbacks mitten im Geschehen und sie haben die Geschichte noch interessanter gemacht. Es hat immer perfekt zum jeweiligen Moment gepasst! Bis zum Ende hin wurde es nicht langweilig oder gar langatmig.

Ein besonderes Highlight waren dann auch noch die Nebencharaktere. Die anderen beiden Mitbewohnerinnen Matilda und Briony mochte ich schon bei der ersten Begegnung. Sie haben die Geschichte noch authentischer gemacht und durch sie habe ich die ganze WG fest ins Herz geschlossen! Auch Noahs besten Freund Tony muss man einfach mögen. Auch wenn er teilweise wie ein richtiger Aufreißer wirkt und Matilda nichts von ihm hält, merkt man, dass er das Herz am rechten Fleck hat. Umso mehr freue ich mich, dass sie alle noch ihre eigene Geschichte bekommen.

Fazit

Ich bin sehr froh, dass ich mich dieses Mal von dem Hype verleiten lassen habe! Das Buch sorgt für einige angenehme Lesestunden und man fühlt sich einfach richtig wohl in der Geschichte. Ich kann die Reihe also allen New Adult Fans empfehlen und für mich ist klar, dass ich mir auch die anderen Bücher der Autorin ansehen möchte.
„Try & Trust“, Matildas Geschichte wartet zum Glück auch schon im Regal auf mich und ich freue mich schon sehr darauf.

Bewertung

4,5-5/5☆



Vielen Dank an den Penguin Verlag und das Bloggerportal, die mir das Buch als Rezensionsexemplar zur Verfügung gestellt haben! ♡

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Veröffentlicht am 14.05.2021

Ein Gefühl, wieder Zuhause zu sein!

New Horizons
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Achtung - es handelt sich um den vierten Band der Green-Valley-Love-Reihe. Die Bücher lassen sich unabhängig voneinander lesen, jedoch lassen sich kleinere Spoiler beim Lesen nicht vermeiden. Die Rezension ...

Achtung - es handelt sich um den vierten Band der Green-Valley-Love-Reihe. Die Bücher lassen sich unabhängig voneinander lesen, jedoch lassen sich kleinere Spoiler beim Lesen nicht vermeiden. Die Rezension ist jedoch spoilerfrei.



Inhalt (Klappentext)

Als hätte das Leben sie zurück auf Los geschickt – so fühlt sich Annie, als sie nach einem schweren Unfall aus dem Koma erwacht. Die einfachsten Dinge, selbst das Laufen, muss sie neu lernen. Dabei möchte Annie so schnell wie möglich wieder als Automechanikerin in der Werkstatt ihres Vaters in Green Valley arbeiten.
In der idyllischen Kleinstadt in den Rocky Mountains versteckt sich derweil Netflix-Star Cole Jacobs nach einem peinlichen Fehltritt vor der Presse und langweilt sich zu Tode. Nur widerwillig erklärt er sich bereit, die Inszenierung des alljährlichen Weihnachtstheaterstücks zu übernehmen.
Bei den Proben trifft Cole auf Annie, die so anders ist als all die Frauen, die ihn anhimmeln. Es kommt, wie es kommen muss: Annie und Cole geraten kräftig aneinander – und dann knistert es gewaltig …

Quelle: https://www.droemer-knaur.de/buch/lilly-lucas-new-horizons-9783426526699

Meine Meinung

Auf die Fortsetzung der Green-Valley-Reihe habe ich schon seit Ewigkeiten gefreut. Wenn man mich fragen würde, welche Reihe so eine richtige „Wohlfühlreihe“ ist, wäre die Antwort eindeutig! Man kann sich also vorstellen, dass ich es kaum erwarten konnte, wieder nach Green Valley zu reisen.

Der Schreibstil von Lilly Lucas ist so locker, dass ich unglaublich leicht und angenehm durch ihre Bücher komme. Da hat man schnell mal 50 Seiten gelesen, ohne es überhaupt mitbekommen zu haben. Die Autorin schreibt romantisch und süß, ohne dass es kitschig wirkt, und mit viel Humor.

Annie und Cole, die beiden Protagonisten, kennen wir bereits aus vorherigen Bänden.
In Band 3, „New Dreams“, kommt Annie erstmals vor, allerdings spielt sie als Ex-Freundin nur eine kleinere Nebenrolle. Hier bekommt sie endlich ihre eigene Geschichte: nach einem Autounfall befindet sie sich monatelang im Koma und nun muss sie erst einmal wieder lernen, im Alltag zurechtzukommen. Am liebsten möchte sie direkt wieder mit ihrer Arbeit als Automechanikerin in der Werkstatt ihres Vaters arbeiten, doch leider muss sie erst wieder vollständig fit werden.
Dafür muss sie regelmäßig ihre Physiotherapie machen und freundlicherweise darf sie das im Fitnessraum eines Luxushotels, da sie die Besitzer kennt - der einzige Nachteil: auch Cole Jacobs, ein aufsteigender Netflix-Star, hält sich dort gerade auf.
Cole kennt man schon aus „New Promises“, dem 2. Band der Reihe. Schon dort hatte ich den charismatischen Schauspieler ins Herz geschlossen und immer gehofft, dass auch er noch ein Buch bekommt - und Lilly Lucas hat mich nicht enttäuscht. Cole flüchtet nach Green Valley nach einer großen Blamage, um sich vor der Presse zu verstecken. Dass er dabei auf Annie trifft, hat er sicherlich nicht erwartet. Und dass er ihr dann noch bei der Inszenierung eines Krippenspiels hilft, schon gar nicht.

Die beiden sind bei ihrem ersten Treffen alles andere als begeistert voneinander. Sie hält ihn für einen reichen Schnösel, er hält sie für irgendeinen seiner zahlreichen weiblichen Fans. Aber schon bald müssen sie feststellen, da sie sich völlig falsch eingeschätzt haben... wobei Annie sich etwas länger einredet, Recht zu behalten. Bei ihr habe ich etwas länger gebraucht, um o richtig warm zu werden, allerdings kannte ich Cooe auch schon etwas besser.
Annie und Coles Liebesgeschichte entwickelt sich eher langsam, aber etwas anderes würde auch nicht zu Annie passen. Sie ist eher zurückhaltend, denn ihre letzte Beziehung hat sie noch nicht so weit verarbeitet, dass sie bereit wäre für etwas Neues. Gleichzeitig bekommt sie Cole nicht aus dem Kopf und auch ihm geht es nicht anders. Es gab so einige Momente zwischen ihnen, die mich zum lächeln gebracht haben und bei denen ich mir auch ein Grinsen einfach nicht verkneifen konnte. Lilly Lucas schreibt so wunderschöne Liebesgeschichten und auch wenn es mal nicht so schnell geht, gibt es in ihren Geschichten diese kleinen Momente der Zuneigung zwischen den Protagonisten.
Zum Ende nahm die Geschichte dann erst so richtig an Fahrt auf und ich muss sagen, dass ich mir da vielleicht sogar noch ein paar Seiten mehr gewünscht hätte, da das endgültige Ende dann doch etwas plötzlich kam, nachdem die beiden sich eher Zeit gelassen haben. Ich glaube, ein oder zwei Kapitel mehr hätten da den perfekten Abschluss ermöglicht.

Fazit

Lilly Lucas hat mit Green Valley eine Kleinstadt erschaffen, der ein fester Platz in meinem Herzen gehört. Beim Lesen bekommt man auf der Stelle fernweh!
Der vierte Reihe war für mich im Vergleich mit den anderen Bänden etwas schwächer und trotzdem hat er mir sehr gefallen. Jetzt fiebere ich dem 5. Band entgegen, auch wenn ich ein wenig traurig bin, dass die Reihe bald endet.

Bewertung

4,5/5☆


Ich möchte mich noch einmal ganz herzlich beim Knaur Verlag für das Rezensionsexemplar bedanken! ♡

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Veröffentlicht am 14.05.2021

Tauche ein in die Welt der nordischen Mythologie

The Last Goddess, Band 1: A Fate Darker Than Love (Nordische-Mythologie-Romantasy von SPIEGEL-Bestsellerautorin Bianca Iosivoni)
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Inhalt (Klappentext)

Das dunkelste Geheimnis liegt oft in dir selbst.

Mächtig, unsterblich und geheimnisvoll. Valkyren sind die Nachfahrinnen der nordischen Götter und die Einzigen, die die Menschheit ...

Inhalt (Klappentext)

Das dunkelste Geheimnis liegt oft in dir selbst.

Mächtig, unsterblich und geheimnisvoll. Valkyren sind die Nachfahrinnen der nordischen Götter und die Einzigen, die die Menschheit vor dem endgültigen Untergang bewahren können. Ihr Auftrag: die Seelen gefallener Helden nach Valhalla zu begleiten. Blair, die als Tochter einer Valkyre keine eigenen Kräfte besitzt, hat mit alldem nichts zu tun – bis ihre Mutter bei einem Autounfall ums Leben kommt. Doch Blair ist sich sicher, dass es kein Unfall war. Ihre Mutter wurde ermordet. Allerdings will ihr niemand glauben, nicht einmal ihr bester Freund Ryan, für den sie schon lange mehr als nur Freundschaft empfindet. Auf sich allein gestellt macht sich Blair auf die Suche nach der Wahrheit und muss schon bald erkennen, dass ihr Schicksal aufs Engste mit dem der Valkyren verknüpft ist – und mit dem von Ryan.

Meine Meinung

„A fate darker than love“ ist nicht das erste Buch von Bianca Iosivoni, das ich gelesen habe, allerdings ist es mein erstes Young Adult/Fantasy Buch von der Autorin. Zuvor kannte ich schon den New Adult Roman „Falling Fast“, der mich aber leider nicht ganz so überzeugen konnte. Und weil ich da mit sehr hohen Erwartungen heran gegangen bin, habe ich dieses Mal das genaue Gegenteil gemacht.

Obwohl ich nicht so viel erwartet habe, um nicht enttäuscht zu werden, konnte mich das Buch fast von der ersten Seite an fesseln. Bianca Iosivonis Schreibstil kam mir anders in diesem Buch vor als in den NA-Roman, den ich gelesen habe. Dadurch hat er aber sehr gut zum Young Adult Genre gepasst und man hat direkt bemerkt, das es sich um ein Jugendbuch handelt. Erwar sehr angenehm zu lesen und so bin ich schnell durch die Seiten geflogen.

Die Idee hinter der Geschichte hat mir richtig gut gefallen! Ich lese Bücher mit mythologischen Elementen immer sehr gerne und in diesem Fall geht es um die nordische Mythologie gemischt mit der realen Welt wie wir sie kennen. Und auch wenn man die ganzen Mythen vorher nicht kannte, ist das gar kein Problem. Die Autorin lässt uns die Welt der nordischen Mythologie zusammen mit der Protagonistin Blair neu entdecken.

Blair war mir direkt sympathisch. Sie ist mit dem Wissen aufgewachsen, dass ihre Mutter eine der mächtigen, unsterblichen Valkyren war, die Heldenseelen nach ihrem Tod nach Valhalla bringen, wo sie sich auf die letzte Schlacht vorbereiten. Doch dann kommt ihre Mutter plötzlich bei einem einfachen Autounfall ums Leben und Blairs Leben wird komplett auf den Kopf gestellt. Es hieß immer, Valkyren seien unsterblich und nun das? Sie lässt es nicht auf sich beruhen, denn Blair ist sich sicher, dass es kein Unfall gewesen sein kann. Und dann ist da auch noch der geheimnisvolle Mann am Unfallort, den außer ihr niemand gesehen hat...
Blair ist eine richtige Kämpferin. Sie gibt nicht auf und beweist viel Mut als sie sich alleine auf den Weg macht zu den anderen Valkyren. Und auch als diese ihr nicht direkt helfen, lässt sie sich dadurch nicht unterkriegen. Was mir auch gefallen hat, war, dass sie nicht sofort eine perfekte Kämpferin wurde - dadurch wirkte der ganze Prozess ihrer Charakterentwicklung gleich viel authentischer.

Wir bekommen auch eine Einblicke aus Ryans Perspektive. Er ist Blairs bester Freund seit Kindheitstagen und was er nicht weiß: sie ist seit langem heimlich in ihn verliebt, fürchtet sich jedoch, dadurch ihre Freundschaft zu zerstören.
Ich muss sagen, dass ich mir gerne mehr von ihm gewünscht hätte. Obwohl er gar nicht so eine kleine Rolle in der Geschichte spielt, erfährt man noch nicht allzu viel. Zwar weiß man, dass Blair und Ryan einander viel bedeuten und auch dass Ryan Blair beschützen möchte, aber ein besseres Bild von seinem Charakter konnte ich mir noch nicht machen. Auch die Liebesgeschichte kam mir daher noch recht oberflächlich vor und ich konnte die Gefühle der beiden noch nicht so gut nachvollziehen.

Die Story kam mit in der Mitte stellenweise ein wenig langatmig vor, dafür haben mir aber Anfang und Ende umso besser gefallen! Besonders zum Ende hin wurde es so richtig spannend und ich konnte nicht mehr aufhören zu lesen bis dann die letzte Seite beendet war.
Es gab einige Kampfszenen, die nicht zu brutal und somit für jüngere Leser geeignet waren. und auch Plot twists, wobei die größten sich eindeutig am Ende befanden. Wir erfahren im Laufe der Geschichte immer mehr über mythologische Kreaturen und die Gegner der Valkyren. Die Autorin hat die nordische Mythologie toll mit der Realität verknüpft. Und dann steuerte alles auch noch auf einen gemeinen Cliffhanger zu und ich weiß, dass ich auf jeden Fall weiterlesen möchte.

Fazit

Bis auf ein paar kleinere Kritikpunkte hat mir das Buch wirklich gut empfehlen und ich kann das Buch sowohl jüngeren als auch älteren Lesern empfehlen. Ich bin schon wirklich gespannt auf die Fortsetzung!

Bewertung

4/5☆


An dieser Stelle möchte ich mich herzlich beim Ravensburger Verlag und bei Bilandia für das Rezensionsexemplar bedanken. ♡

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Veröffentlicht am 14.05.2021

Noch überraschender als der Reihenauftakt!

Kaleidra - Wer die Seele berührt
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Achtung - es handelt sich um den 2. Band einer Reihe! Die Rezension enthält also Spoiler für Band 1.



Inhalt (Klappentext)

Emilia und Ben wurden entführt. In den Fängen des Quecksilberordens sollen ...

Achtung - es handelt sich um den 2. Band einer Reihe! Die Rezension enthält also Spoiler für Band 1.



Inhalt (Klappentext)

Emilia und Ben wurden entführt. In den Fängen des Quecksilberordens sollen sie den Tria-Bund schließen und das Voynich-Manuskript entschlüsseln. Dabei kommt es jedoch zu einem Zwischenfall, und auf einmal scheint alles, was die Orden zu wissen geglaubt haben, hinfällig. Doch die Quecks geben nicht auf und lassen Emilia keine Wahl: Gemeinsam mit Ben muss sie nach Kaleidra reisen - zum Ursprung aller Alchemisten -, wohlwissend, dass sie sich dadurch in große Gefahr begeben. Aber die Zeit arbeitet gegen sie, und die beiden stoßen mehr und mehr an ihre Grenzen. Denn Herz und Verstand sind nun mal nicht immer einer Meinung ...

Meine Meinung

Kira Licht konnte mich schon mit dem Auftakt ihrer neuen „Kaleidra“-Trilogie wirklich begeistern und so habe ich mich natürlich auch schon sehr auf die Fortsetzung gefreut. Und gerade nach dem Cliffhanger von Band 1 bin ich froh, dass die Bücher relativ schnell hintereinander erscheinen.

Ich bin sehr gut wieder in die Geschichte gekommen und es war, als hätte es für mich nie eine Pause zwischen den beiden Bänden gegeben. Diesmal geht es etwas düsterer zu, denn wir begleiten Emilia, die sich in der Gefangenschaft einer Quecksilber-Loge befindet. Wie man sich vorstellen kann, sind die Quecks nicht allzu freundlich eingestellt und besonders Ben muss Schlimmes erfahren. Dadurch gab es in diesem Band gleich eine neue, noch viel spannendere Atmosphäre und ich dachte immer, dass jeden Moment etwas passieren könnte - und genauso war es.
Es wurde die ganze Zeit über nicht langweilig und schon innerhalb der ersten Seiten regnete es Plot twists, die ich nicht im geringsten habe kommen sehen.

Neben der anderen Stimmung des Buches, erwartet uns auch ein neues Setting. Ben und Emily werden aus Rom fortgebracht und befinden sich in den USA, allerdings verlassen sie die Loge kaum und wenn, dann nicht freiwillig. Allzu viel möchte ich euch dazu nicht sagen, da ich euch sonst spoilern würde, aber ich kann euch versprechen, dass es geheimnisvoll und einzigartig wird.

Nicht zuletzt durch die Mission, um die letzte Zutat zu finden. Sie bekam in diesem Buch besondere Aufmerksamkeit und wurde sehr detailliert beschrieben. Aber auch hier wurde es nie langatmig, sondern umso fesselnder. Von allen Abenteuern von Emilia und Ben hat mir dieses wohl bisher am besten.
Die Szene ist ziemlich lang und so konnte Kira Licht das Rätsel sehr gut ausarbeiten. Und auch wenn sie nicht gerade wenige Seiten umfasst, habe ich gar nicht bemerkt, wie die Zeit beim Lesen vergangen ist. Ich konnte das Buch in dem Moment einfach nicht weglegen, weil ich so dringend erfahren wollte, wie die beiden die Aufgabe lösen.
Und ohne zu viel zu verraten: die ägyptische Mythologie spielte hierbei eine Rolle und es wurden Charaktere vorgestellt, bei denen ich mir sicher bin, dass sie irgendwann noch einmal vorkommen. Die Mythologie konnte mich besonders faszinieren, weil ich ohnehin ein großer Fan von diesen Themen in Büchern bin und die Autorin das gut in die Geschichte eingefügt hat.

Zum Ende erwartet uns noch ein Abenteuer der Protagonisten, jedoch verrate ich nicht, wohin es geht. Dort fehlte es ebenfalls nicht an überraschenden Wendungen und neuen Erkenntnissen. Die Story hat sich dadurch bis zum Schluss hin immer wieder gesteigert und endete schließlich in einem Cliffhanger, den ich mindestens genauso schlimm fand, wie in Band 1. Die Richtung, die die Geschichte eingeschlagen, kam für mich sehr unerwartet, aber es hat mich nur im positiven Sinne überrascht.

Die Charaktere habe ich alle noch fester ins Herz geschlossen. Manchmal konnte ich am Anfang noch einige Reaktionen vin Emilia nicht nachvollziehen, aber in meinen Augen hat sie bis zum Ende des Buches eine große Charakterentwicklung durchgemacht. Zu Beginn hatte ich noch das Gefühl, dass sie die Quecks provozieren wollte, was zu ihrem Temperament passte, jedoch brachte sie Ben und sich dadurch unnötig in Gefahr. Im Laufe der Geschichte lernt sie aber dazu und stellt sich viel geschickter an.
Sie und Ben kommen sich langsam näher und auch er entwickelt sich, denn er muss sich seinen Gefühlen stellen und sich gegen Regeln stellen, die ihm schon als Kind eingebläut wurden.

Außerdem gibt es da noch Matti, Emilias besten Freund - der nebenbei auch derjenige ist, dem sie die Entführung verdankt. Ich glaube, ich bin immer noch geschockt darüber und Emilia ging es nicht anders. Zusammen mit ihm gibt es also so einige sehr vielfältige Charaktere, die die ganze Geschichte gleich noch authentischer gemacht haben.

Fazit

Der zweite Band der Reihe hat mir noch besser gefallen als der erste! Kira Licht erschafft eine geniale Welt und lässt die Protagonisten die interessantesten Rätsel lösen. Es wird nie langweilig und man merkt sofort, wie gut die Autorin alles durchdacht hat. Ich kann die Reihe allen Young Adult Liebhabern nur ans Herz legen!

Bewertung

5/5☆



Vielen Dank an den One Verlag, der mir das Buch freundlicherweise als Rezensionsexemplar zur Verfügung gestellt hat. ♡

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