Profilbild von Flyingthroughthepages

Flyingthroughthepages

Lesejury Star
offline

Flyingthroughthepages ist Mitglied der Lesejury

Melde dich in der Lesejury an, um dich mit Flyingthroughthepages über deine Lieblingsbücher auszutauschen.

Anmelden

Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 21.07.2025

Slow burn Liebesroman, eine Diebescrew und eine Prise "eat the rich"

Diamond Empress. A Million Reasons
0

Inhalt (Klappentext)

Noemi sitzt in der Falle. Dank ihrer zahlreichen Fehltritte hat die Pianistin weder Geld noch Job und greift in ihrer Not nach dem letzten Rettungsanker: An Bord des Luxusliners Diamond ...

Inhalt (Klappentext)

Noemi sitzt in der Falle. Dank ihrer zahlreichen Fehltritte hat die Pianistin weder Geld noch Job und greift in ihrer Not nach dem letzten Rettungsanker: An Bord des Luxusliners Diamond Empress soll sie während seiner 100-tägigen Jungfernfahrt Klavier für die Reichen und Schönen spielen. Als sie gleich am ersten Tag den attraktiven Akrobaten Viktor kennenlernt, verspricht die Reise prickelnder zu werden als erwartet. Und als sie beide einer mysteriösen Einladung um Mitternacht in die Schiffsbibliothek folgen, eröffnet sich ihnen auf einmal eine Welt voller Verheißung und Nervenkitzel. Denn auf dem Schiff befindet sich eine Diebescrew, die den größten Raub aller Zeiten plant. Doch um sich als Mitglieder zu beweisen, müssen Noemi und Viktor sich bei einer Challenge unerwartet nahe kommen – und plötzlich erkennt Noemi: Auf der Diamond Empress riskiert sie nicht nur ihre Freiheit und ihr Leben. Sondern auch ihr Herz.

Meine Meinung

"Diamond Empress" ist mittlerweile die dritte New Adult Reihe von Nena Tramountani, die ich gelesen bzw. begonnen habe. In ihren vorherigen Büchern glänzt die Autorin mit der perfektischen Mischung aus ernsten Themen, komplexen Charakteren und Romantik. Und auch dieses Mal wurde ich nicht enttäuscht.

Zunächst lernen wir die Protagonistin Noemi kennen. Um ihrer Vergangenheit und dem Namen ihrer Adoptiv-Familie zu entkommen, hat sie sich immer wieder neu erfunden und es nie lange an einem Ort ausgehalten. Und gerade, als sie an einem Punkt angelangt ist, an dem sie einfach nicht mehr weiter weiß, erhält sie völlig unerwartet die Möglichkeit, als Pianistin an Bord des Luxuskreuzfahrtschiffs Diamond Empress zu arbeiten...
Noemi ist jemand, den man wohl als "nicht einfach" bezeichnen würde – aber gerade das mochte ich an ihr. Sie schert sich nicht mehr um die Meinung anderer, denn sie hat mit ihren eigenen Dämonen zu kämpfen. Eine Protagonistin mit Ecken und Kanten, die einfach authentisch ist.

Auch Viktor wird von den Dämonen seiner Vergangenheit verfolgt. Er schlägt sich als Straßenkünstler durch, ohne Familie, ohne Zuhause. Als ihn ein mysteriöser Fremder auf der Straße antrifft und ihm einen Job auf der Diamond Empress anbietet, scheint es zu schön um wahr zu sein.
Viktor mochte ich auf Anhieb sehr gerne. Er hatte es nie leicht im Leben mit einem gewalttätigen Vater und außer seiner Mutter gab es niemanden, auf den er sich verlassen kann. Dennoch lässt er sich nicht unterkriegen und ist ein Kämpfer.

Die Beziehung der beiden entwickelt sich eher langsam, sodass ich es als slow burn einordnen würde. Ich persönlich mochte das Tempo aber sehr gerne. Die beiden brauchen eine Weile, um miteinander warm zu werden, und doch ist von Anfang an eine Chemie spürbar. Das Vertrauen und auch die Zuneigung der Protagonisten wächst sehr authentisch und ich konnte gar nicht anders als mitzufiebern.

Die Idee mit der Diebescrew in einer New Adult Reihe ist mal etwas Neues, was ich in der Form bisher noch nicht gelesen habe. Dieser Teil der Geschichte entwickelt sich anfangs noch etwas gemäßigt und nimmt zum Ende hin an Fahrt auf, was ich sehr gerne mochte. Teilweise hätte ich mir noch ein wenig mehr Spannung in diesem Teil der Handlung gewünscht, weshalb ich von den 5 Sternen einen halben abziehe, Aber gerade das Ende des ersten Bands lässt darauf schließen, dass es noch spannender wird im nächsten Band.

Was mir besonders gefallen hat, ist, dass die Autorin sich nicht davor gescheut hat, politisch zu werden. Als Setting wurde ein luxuriöses Kreuzfahrtschiff gewählt und nichts daran romantisiert. Die Protagonisten kritisieren immer wieder den verschwenderischen Reichtum der Passagiere und die Auswirkungen auf die Umwelt und den Klimawandel. Diese Gesellschaftskritik war eine wundervolle Abwechslung zu den ganzen CEO- /Millionär-Romance Büchern, die im Trend sind.

Fazit

Nena Tramountani konnte mich mit dem Auftakt zu ihrer neuesten New Adult Trilogie wieder einmal begeistern! Außerdem hat sie mich dazu gebracht, dass ich das erste Mal seit Monaten Lust auf das Genre hatte. "Diamond Empress" ist die perfekte Wahl für alle, die nach einem slow burn New Adult Roman mit vielschichtigen Protagonisten und einem spannenden Plot suchen, der "eat the rich" schreit. Ich freue mich auf die Folgebände – ganz besonders nach diesem gemeinen Cliffhanger ...

4,5 von 5 Sternen


Vielen Dank für das Rezensionsexemplar an den Penguin Verlag und das Bloggerportal!

  • Einzelne Kategorien
  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 08.06.2025

Abgebrochen bei 70 Prozent...

The Stars are Dying
0

Inhalt (Klappentext)

In Astraeas Welt durchstreifen Vampire die Nacht auf der Jagd nach Blut und Seelen, und ein grausamer Herrscher hält die fünf Reiche der Menschen in seinem eisernen Griff. Astraeas ...

Inhalt (Klappentext)

In Astraeas Welt durchstreifen Vampire die Nacht auf der Jagd nach Blut und Seelen, und ein grausamer Herrscher hält die fünf Reiche der Menschen in seinem eisernen Griff. Astraeas eigene Vergangenheit aber ist in Dunkelheit gehüllt, nur bruchstückhafte Erinnerungen an fünf Jahre sind ihr geblieben. Bis sie eines Tages Nyte begegnet, dem geheimnisvollen, mächtigen Vampir, der sie in ihren Träumen verfolgt und dessen Schatten ihr tagsüber nie von der Seite weichen. Astraea weiß, dass sie ihm nicht trauen kann – und wird doch immer stärker von seinem düsteren Charme angezogen. Bis Nyte ihr ein unwiderstehliches Angebot macht ...

Meine Meinung

Eines vorab: Ich habe das Buch auf Seite 466 von 668 abgebrochen.

Nachdem ich es in der Verlagsvorschau entdeckt und die Leseprobe gelesen habe, bin ich wirklich neugierig geworden. Umso größer war meine Enttäuschung als ich schon nach den ersten Kapiteln nicht wirklich mit der Geschichte warm werden konnte.

Wir begleiten die Protagonistin Astraea, die sich nicht daran erinnert, wo sie herkommt und wer sie ist. Ihre Erinnerung beginnt, als Hektor sie gefunden hat, der sie geradezu in Gefangenschaft hält. Doch es gelingt ihr, sich immer wieder raus zu schleichen und ihre Freundin Cassia zu besuchen, die Astraea bittet, sie zum Libertatem zu begleiten. Eine Bitte, die alles verändert ...
Und dann gibt es da noch Nyte, den Astraea eines Nachts auf Hektors Anwesen antrifft und der ab dem Moment überall zu sein scheint. Und ihr immer dann erscheint, wenn sie am dringensten Hilfe benötigt...

Der Schreibstil hat mir anfangs noch gut gefallen. Er ist sehr bildlich und stellenweise sogar ein wenig poetisch. Und doch hat die Autorin es leider in meinen Augen nicht wirklich geschafft, Emotionen zu vermitteln.

Das Buch beginnt spannend, doch schon nach wenigen Seiten sind mir immer wieder Unstimmigkeiten aufgefallen, wenn es um zeitliche und örtliche Zusammenhänge während der Handlung ging. Astraea scheint sich aus einer kritischen Situation in die nächste zu befördern während keinerlei Zeit vergeht und riesige Strecken in Minuten zurückzulegen? Oder sind es doch Stunden? Es waren Stellen, die für mich nicht greifbar waren, aber über die ich auch mal hinweg sehen kann...

Wären da nicht die Lücken in der Geschichte, die durch Nytes mysteriöse Anwesenheit gefüllt wurden.

Er taucht plötzlich auf und verschwindet dann genauso schnell wieder. Zwischenzeitlich habe ich überlegt, ob Astraea einfach nur halluziniert oder da Magie im Spiel ist. Zumindest müssten da Fragen aufkommen, nicht wahr? Naja, nicht bei Astraea. Leider scheint sie mehr Glück als Verstand zu haben, denn sie ist die gesamte Geschichte über naiv und vertraut jedem dahergelaufenen Fremden gleich ihr Leben an – und zwar wortwörtlich. Ich mochte zu Beginn noch, dass wie hier keine "klassische" selbstsichere, starke und unbezwingbare Protagonistin haben. Doch leider fehlt mir bei Astraea jegliche Charakterentwicklung.

Mit Nyte wurde ich leider ebenso wenig warm, sodass auch sein Auftauchen die Geschichte für mich kaum bereichert hat. Etwa bei der Hälfte des Buches erfährt man etwas Neues bzgl. seines Charakters, was bei mir die Hoffnung geweckt hat, dass nun doch etwas Schwung in die Geschichte kommt. Doch auch dies konnte mich letztlich leider nicht überzeugen. Ich werde an dieser Stelle inhaltlich nicht weiter ausführen, da dies Spoiler darstellen würde.

Die Liebesgeschichte zwischen Nyte und Astraea ist für mich kaum eine Erwähnung wert. Ja, sie nimmt einen großen Teil der Handlung ein, aber ich fand nichts daran authentisch oder überzeugt. Dass viele der Interaktionen mir eher unangenehm waren, ist wohl das Höchste der Gefühle hierbei.

Und dann ist da noch das Libertatem, der Fokus der Geschichte. Oder etwa doch nicht...? Obwohl das Libertatem bereits ab dem ersten Kapitel stetig Erwähnung fand, erschien es mir letztlich zu nebensächlich. Auch nach nahezu 500 Seiten kann ich kaum beschreiben, was sich konkret darunter verstehen lässt. Scheinbar ein Kampf um Leben und Tod, indem das Schicksal der Reiche der Menschen für das nächste Jahrhundert entschieden wird. Praktisch wirkt das Ganze dann aber wie ein Wettbewerb zwischen zankenden Teenagern, dem sich Astraea mal eben nebenbei widmet, wenn sie die Zeit dafür findet.

Mir fehlte hierbei wie auch in der gesamten Geschichte der rote Faden. Dem Buch fehlt es an gutem Worldbuilding als Fundament, wodurch sich der Handlung schwer bis kaum folgen lässt.

Fazit

Alles in allem eine große Enttäuschung für mich. Von mir gibt es definitiv keine Leseempfehlung und es ist mir ehrlicherweise ein Rätsel, wie diese Geschichte es so durch das Lektorat geschafft hat. Es fällt mir schwer, alle Punkte, die mich gestört haben, kurz und knapp zusammenzufassen. Doch meine größten Kritikpunkte sind, dass die Charaktere oberflächlich bleiben, die Storyline und das Worldbuilding lückenhaft sind und ich mit der Liebesgeschichte nichts anfangen kann. Am Ende konnte mich nicht einmal das Hörbuch dazu bringen, dieses Buch zu beenden.


1 von 5 Sternen


Auch wenn mich das Buch nicht überzeugen konnte, danke ich dem Bramble Verlag und Lovelybooks für das Rezensionsexemplar und die Möglichkeit, an der Leserunde teilzunehmen!

  • Einzelne Kategorien
  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 28.08.2023

Geheime Intrigen und ein mysteriöses Fieber

Trotze der Nacht
0

Rezension

Als das Buch als Rezensionsexemplar vor kurzem bei mir ankam, hatte ich es mir schon fest als eines meiner nächsten Fantasybücher vorgenommen, doch da wusste ich noch nicht, dass ich es am selben ...

Rezension

Als das Buch als Rezensionsexemplar vor kurzem bei mir ankam, hatte ich es mir schon fest als eines meiner nächsten Fantasybücher vorgenommen, doch da wusste ich noch nicht, dass ich es am selben Tag beginnen und schon am nächsten beenden würde.
Ich habe länger nicht mehr so viel auf einmal gelesen, aber es war so fesselnd, dass ich geradezu durch die knapp 500 Seiten geflogen bin.

Die Geschichte spielt im Königreich Kandala, welches seit einiges Jahren von einem mysteriösen Fieber heimgesucht wird. Niemand weiß, woher es kommt und wie es sich überträgt.
Tessa Cade ist die Tochter eines Pharmazeuten und führt nach dem Tod ihrer Eltern deren Arbeit weiter: Sie stiehlt den Reichen Blätter der wertvollen Mondflorblüte, die sie im Überschuss besitzen, und gibt sie den Armen, die hilflos dem Fieber zum Opfer fallen, ohne sich ein Heilmittel leisten zu können. Und das obwohl sie weiß, wie gnadenlos der königliche Vollstrecker mit Dieben und Schmugglern umgeht…

Prinz Corrick ist der königliche Vollstrecker von Kandala. Als Bruder des Königs ist er der zweitmächtigste Mann im Königreich und ihm eilt sein Ruf, gnadenlos und grausam zu sein, weit voraus. Kaum einer weiß jedoch, dass er alles nur tut, um seinen Bruder zu schützen. Nachdem das Königspaar, ihre Eltern, vor ihren Augen von einem ihrer Vertrauten ermordet wurden, haben sie nur sich beide und die Krone. Und die gerät in Gefahr als Stimmen der Rebellion im Volk laut werden.

Ich habe beide Charaktere schnell lieb gewonnen. Tessa ist mutig, selbstlos und intelligent. Sie hat viel mehr drauf, als man ihr vielleicht auf den ersten Blick ansehen würde. Und auch wenn sie manchmal unüberlegt handelte, war es für mich sehr nachvollziehbar.
Corrick ist ein sehr vielschichtiger Charakter. Je weiter man liest, desto mehr erfährt man über ihn und auch seine Entscheidungen werden nachvollziehbarer. Sein Amt und die Liebe zu seinem Bruder lassen ihm nur wenig Entscheidungsfreiheit und auch wenn es äußerlich nicht den Anschein hat, sorgt er sich um sein Volk und versucht die Situation in Kandala zu verbessern.

Die Chemie von Tessa und Corrick stimmt von Anfang an - selbst wenn sie sich das erst selbst nicht eingestehen wollen. Obwohl sie doch auf den ersten Blick so unterschiedlich wirken, haben sie mehr Gemeinsamkeiten als man denkt und ergänzen sich perfekt. Die gesamte Geschichte über bewahrt Tessa ihre Empathie und den Glauben an das Gute und sie bringt Corrick schrittweise dazu, sich seinen Gefühlen zu öffnen und anderen Menschen zu vertrauen.

Neben den doch Recht ernsten Themen gibt es aber auch immer wieder lockere Situationen, die einen zum Lächeln bringen und die Schwere der Geschehnisse vergessen lassen. Corricks Sarkasmus und seinen Humor mochte ich ganz besonders. Er war sehr erfrischend in der sonst recht düsteren Geschichte. Und dann gab es noch Nebencharaktere wie König Harriston und Quint, die ich ebenfalls mit der Zeit ins Herz geschlossen habe.

Tatsächlich konnte ich zwar einige der Plot Twists in dem Buch schon erahnen, aber das hat mich nicht allzu sehr gestört. Die Geschichte war durchweg spannend, wenn auch anders, als ich es mir vorgestellt hatte. Sie führt uns an den königlichen Hof, wo es von Intrigen nur so wimmelt - und mittendrin befinden sich Tessa und Corrick, die versuchen mehr über das Fieber herauszufinden. Ich war etwas überrascht, dass manche Szenen doch düsterer waren, als das, was ich nach dem Lesen des Klappentextes erwartet hatte, doch auch das konnte der Story das gewisse Etwas verleihen.
Stellenweise hätte ich mir noch ein wenig mehr Action gewünscht, aber zumindest zu Ende des Buches hin wurde es actionreicher und spannungsgeladener. Doch auch davor schon konnte ich das Buch wie gesagt kaum aus der Hand legen.

Das Worldbuilding ist in diesem Band noch etwas zurückhaltend und man erfährt nur bruchstückhaft etwas über die verschiedenen Sektoren von Kandala und die Nachbarreiche. Vorne im Buch gibt es eine wunderschöne Karte, die mich neugierig auf die anderen Gebiete gemacht hat. Ich könnte mir aber gut vorstellen, dass diese in den weiteren zwei Bänden noch eine größere Rolle spielen.

Was mich ein wenig gewundert hat, ist, dass es keinen wirklichen Cliffhanger gibt und das Ende sogar recht abgerundet wirkt. Nach dem Beenden des Buches hat es sich nicht angefühlt, als hätte ich gerade einen Reihenauftakt beendet. Natürlich gibt es noch einige offene Fragen, aber was für mich wie die Hauptstory wirkte, scheint im Großen und Ganzen fast abgehandelt. Deshalb habe ich keine Ahnung, was mich in den weiteren zwei Bänden erwarten wird … Nichtsdestotrotz möchte ich die Reihe weiterlesen und bin gespannt, was Brigid Kemmerer sich für Tessa und Corrick überlegt hat.



Fazit

Alles in allem mochte ich das Buch trotz kleinerer Mängel sehr gerne und kann es guten Gewissens weiterempfehlen! Die Charaktere sind sehr vielschichtig und ich mochte, dass es anders als so häufig in Fantasybüchern mal eine weibliche Protagonistin gibt, die gutherzig ist, ohne naiv zu sein, und einen männlichen Protagonisten, der zwar als „morally grey“ beschrieben werden kann, aber eigentlich lieber Leben retten als beenden würde. Ich freue mich schon auf Band 2 der Reihe und bin gespannt, in welche Richtung die Geschichte sich entwickelt.

Bewertung

4,5/5☆


Herzlichen Dank an den Heyne Verlag und das Penguin RandomHouse Bloggerportal für das Rezensionsexemplar! ♥

  • Einzelne Kategorien
  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 25.08.2023

Aber wenn ihr auf der Suche nach der griechischen Mythologie sucht… sucht woanders.

Neon Gods - Hades & Persephone
0

Meine Meinung

Und wieder ist es passiert… BookTok hat mich überzeugt ein Buch auf meine Wunschliste zu setzen, nur um dann enttäuscht zu werden. „Neon Gods - Hades & Persephone“ vereint leider so ziemlich ...

Meine Meinung

Und wieder ist es passiert… BookTok hat mich überzeugt ein Buch auf meine Wunschliste zu setzen, nur um dann enttäuscht zu werden. „Neon Gods - Hades & Persephone“ vereint leider so ziemlich alles, was ich an den BookTok Empfehlungen hasse.

Wer auf BookTok unterwegs ist, weiß, dass es in letzter Zeit einen ziemlichen Hype um Hades & Persephone Retellings gab. Und da ich selbst sehr gerne Bücher lese, in denen mythologische Elemente verarbeitet werden, wurde ich natürlich sofort neugierig als die Übersetzung der gehypten „Neon Gods“-Reihe angekündigt wurde.

Leider wurde ich mir ebenso schnell beim Lesen klar, dass die Geschichte ganz und gar nicht das ist, was ich mir erhofft hatte. Mit der griechischen Mythologie hat das Buch kaum etwas zu tun. Es wirkte auf mich alles ein wenig so, als hätte die Autorin ihr ganzes Wissen rund um die griechische Mythologie von TikTok.
Es wurden bloß ein paar Namen von Göttern rein gestreut: eine ominöse Stadt Namens „Olympus“ erschaffen und Ämter die sich nach Göttern benannt wurden, was soweit so gut ist. Aber dann laufen komischerweise alle anderen auch noch mit mythologischen Namen herum, es herrscht eine merkwürdige Vetternwirtschaft … und irgendwie liegt die Stadt in den USA?
Ihr müsst wissen, dass ich das Buch nach 150 Seiten abgebrochen oder zumindest auf unbestimmte Zeit pausiert habe, aber obwohl ich ein gutes Stück des Buches gelesen habe, verstehe ich das Worldbuilding einfach nicht.
An sich gab es durchaus Elemente, die mir daran gefallen haben, die Welt bzw. das Setting wurden aber einfach nicht ausreichend erklärt. Es war sehr verwirrend, wenn plötzlich aus dem Nichts reale Orte eingeworfen wurden.

Kommen wir aber nun mal zu den Charakteren… vorab: Sie sind gewöhnliche Menschen. Wenn sie nicht noch auf den restlichen 250 Seiten irgendwelche Kräfte entwickeln, dann haben sie rein gar nichts mit Göttern zu tun. Natürlich gibt es auch Retellings, in denen es um „normale“ Menschen geht, aber da das Buch vom LYX Verlag als Romantische Fantasy eingestuft wurde, habe ich nicht damit gerechnet.
Aber um zu etwas positivem zu kommen: Ich fand sowohl Persephone und Hades, als auch die verschiedenen Nebencharaktere interessant. Persephone hat einen starken Charakter und beweist schon auf den ersten Seiten sehr viel Mut. Auch Hades hat mich von der ersten Szene an fasziniert, auch wenn ich ihn noch nicht richtig einschätzen kann.

Doch leider reichen die Charaktere nicht aus, um mich zum Weiterlesen zu bewegen. Was ich nämlich vergessen hatte, als ich auf die ganzen Buchempfehlungen gehört hatte: BookToks übertriebene Fixierung auf „Spice“. Ich hatte absolut nicht in diesem Ausmaß damit gerechnet und da ich generell kein Fan von vielen erotischen Szenen in Bücher bin, ist es eigentlich keiner Wunder, dass mich das zum Abbrechen bewegt hat. In meinen Augen schmälert zu viel deutlich die Qualität von Büchern und das Gefühl hatte ich hier auch schon nach nur 150 Seiten.

Fazit

Die ganze Rezension klang jetzt wohl ziemlich negativ - ich glaube schon, dass Leute durchaus auf ihre Kosten kommen. Aber wenn ihr auf der Suche nach einem guten Buch mit einer Neuerzählung inspiriert von der griechischen Mythologie sucht… sucht woanders. Wäre ich mit anderen Erwartungen herangegangen, hätte es mir womöglich besser gefallen, aber so war es bloß eine Enttäuschung. Ich finde unabhängig vom BookTok Hype den Klappentext und die Genreeinordnung (Romantische Fantasy) absolut irreführend.
Ich kann noch nicht sagen, ob ich dem Buch irgendwann noch eine Chance geben werde.

Bewertung

Ich lasse eine richtige Sternebewertung weg, weil ich es abgebrochen habe, aber wir bewegen uns hier im ein bis maximal zwei Sterne Bereich bisher.

Auch wenn das Buch mich nicht begeistern konnte, danke ich dem LYX Verlag und der Bloggerjury für das Rezensionsexemplar. ♥

  • Einzelne Kategorien
  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 14.08.2023

Mal etwas anderes als das klassische Royal Romance Trope

A Touch of Desire - Wenn Liebe verboten ist (Band 1)
0

Ich habe schon einiges von Sally Dark gelesen und auch über ihre Bücher mit Sam Woods habe ich viel Gutes gehört, deshalb stand für mich außer Frage, ob ich mich für das Bloggerteam zu „A Touch of Desire“ ...

Ich habe schon einiges von Sally Dark gelesen und auch über ihre Bücher mit Sam Woods habe ich viel Gutes gehört, deshalb stand für mich außer Frage, ob ich mich für das Bloggerteam zu „A Touch of Desire“ bewerben möchte. Das Royal Trope allein hätte mich wohl noch nicht überzeugt, aber eine Prinzessin und ein Hooligan? Diese Kombination kann einen nur neugierig machen.

Tugend, Etikette, Perfektion - als Prinzessin von England wird jeder von Maggies Schritten genau unter die Lupe genommen. Sie wächst behütet auf und wird von kleinauf zur perfekten Prinzessin erzogen. Während ihre jüngere Schwester sich noch Skandale erlauben kann, wird von Maggie nichts weniger als Perfektion erwartet. Nett in die Kamera lächeln, an königlichen Veranstaltungen teilnehmen, einen vom Königspaar ausgewählten Studiengang absolvieren und einen würdigen Ehemann finden. Für einen Hooligan ist in dieser Lebensplanung kein Platz … oder etwa doch?

Asher hält nichts von der britischen Königsfamilie. Für ihn zählt nur das echte, ungefilterte Leben fernab von den schützenden Mauern des Palastes. Seine Loyalität gilt seiner „Firma“. Er ist der Anführer einer Hooligangruppierung. Asher lebt für den Adrenalinrausch, der ihn nach einem Fußballspiel erwartet, wenn er sich gegnerischen Hooligans gegenüber sieht.
Dass ihm mal etwas anderes wichtiger sein könnte, kann er sich nicht vorstellen … bis ihm die Prinzessin von England plötzlich vor die Füße stolpert.

Die beiden Protagonisten stammen aus zwei vollkommen verschiedenen Welten und sind so gegensätzliche Charaktere, dass ich zwischendurch, besonders zu Anfang des Buches, selbst ein wenig gezweifelt habe, wie eine Beziehung zwischen den beiden funktionieren soll. Und doch haben die Autorinnen es geschafft, die beiden harmonieren zu lassen. Die Gespräche wirkten ganz natürlich und man konnte glatt vergessen, wer sich hier eigentlich gegenübersteht.

„Harte Schale, weicher Kern“ trifft es bei Asher so ziemlich auf den Punkt. Obwohl ich rein gar nichts von Hooligans halte und ich das Konzept eher lächerlich finde, wurde mir Asher im Laufe des Buches immer sympathischer und ich konnte ein wenig auch seine persönliche Motivation als Hooligan verstehen. Zwar immer noch nicht für mich nachvollziehen, aber das ist für mich kein Kritikpunkt an dem Buch. Viel mehr finde ich es erstaunlich wie schnell ich im Laufe der Geschichte über sein „Hobby“ hinwegsehen konnte.
Maggie wirkt auf den ersten Blick, wie ich finde, recht unscheinbar, aber auch bei ihr merkt man, dass hinter ihrer äußeren Erscheinung und der Art wie sie in der Presse dargestellt wird, noch viel mehr steckt. Ab und an war sie mir anfangs noch etwas zu naiv, doch auch hier habe ich im Laufe des Buches verstanden, weshalb sie so ist.

Die Liebesgeschichte entwickelt sich nicht zu schnell, aber auch nicht zu langsam - und das obwohl den beiden mehr als genug Steine in den Weg gelegt werden. Von ihrem ersten Aufeinandertreffen über heimliche Momente zu zweit bis hin zur letzten Szene habe ich mit den beiden mitgefiebert und konnte die Geschichte kaum aus der Hand legen. Und das, obwohl ich zur gleichen Zeit auch noch ein sehr gutes Fantasybuch gelesen habe, was mich sonst immer schnell in eine Romanceleseflaute befördert - doch „A Touch of Desire“ konnte sich dagegen bewähren.

Ab und an hätte ich mir noch etwas mehr Tiefgang in den Gesprächen zwischen Maggie und Asher gewünscht, damit die beiden sich auf emotionaler Ebene noch näher kommen, aber vielleicht erwartet uns das noch im nächsten Band. Auf diesen freue ich mich schon sehr, denn auch wenn es keinen Cliffhanger im herkömmlichen Sinne gibt, möchte man die Geschichte nicht einfach so stehen lassen, sondern am liebsten direkt weiterlese.

Fazit

Sam Woods und Sally Dark bringen frischen Schwung in die Royal-Romance-Landschaft mit zwei Charakteren, die nicht unterschiedlicher sein könnten und deren Chemie dennoch für den Leser greifbar ist. Ich kann das Buch weiterempfehlen, wenn ihr eine fesselnde Liebesgeschichte sucht. Das Buch hat mich auf jeden Fall neugierig gemacht auf die anderen Bücher des Autorinnenduos!

Bewertung

4/5⭑


Vielen Dank an den Heartcraft Verlag, Sally Dark und Sam Woods für das Rezensionsexemplar!

  • Einzelne Kategorien
  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere