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Veröffentlicht am 17.01.2024

Beschwörung trifft auf Verschwörung

Love Will Tear Us Apart
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Die STRANGER TIMES ist so gut wie führungslos. Der Chefredakteur ist auf der Suche nach seiner verstorbenen Frau, kann er sie zurückholen? Hannah, seine Stellvertreterin, ist von ihrem Job zurückgetreten ...

Die STRANGER TIMES ist so gut wie führungslos. Der Chefredakteur ist auf der Suche nach seiner verstorbenen Frau, kann er sie zurückholen? Hannah, seine Stellvertreterin, ist von ihrem Job zurückgetreten und nimmt eine Auszeit. Das Chaos nimmt seinen Lauf und nicht alles ist so, wie es scheint.
Die Geschichte ist in sich abgeschlossen, aber ohne Kenntnis der ersten zwei Bände würde es schwerfallen, Geschehen und Verhalten der Protagonisten richtig einzuordnen. Ich rate allen Interessierten, beim Lesen die Reihenfolge einzuhalten.
McDonnell setzt mit bewährten und neuen Merkwürdigkeiten seine Geschichte um die Zeitung mit den seltsamen Nachrichten fort. Scheinbar unerschöpflich ist sein Ideenreichtum und eine Kuriosität jagt die andere. Der Autor ist nicht verlegen, uns seine kreativen Einfälle zu präsentieren und führt uns erneut in eine nicht alltägliche Welt voller skurriler Charaktere. Das Redaktionsteam der STRANGER TIMES ist mir inzwischen vertraut, entwickelt sich aber auch erkennbar weiter.
Ein Buch, welches sich flüssig liest und neben einigen Längen (die auch ihren Unterhaltungswert haben) zudem temporeiche Passagen bietet. Die Story entwickelt sich über verschiedene Handlungsstränge, die sich letztendlich, fast wie aus Geisterhand, zusammenfügen. Ich freue mich schon auf den nächsten Band!
Zu empfehlen für Liebhaber der übersinnlichen Literatur, die mit irisch-britischem Humor gespickt in Szene gesetzt wurde.

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Veröffentlicht am 08.01.2024

Spannung garantiert

Die Mönchin
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Ein gelehrter Benediktinermönch erhält vorgeblich den Auftrag in der Abtei Ennswalden nach dem fünften Evangelium zu suchen. Doch in Wirklichkeit soll er einen Brief aufspüren, der das Glaubensfundament ...

Ein gelehrter Benediktinermönch erhält vorgeblich den Auftrag in der Abtei Ennswalden nach dem fünften Evangelium zu suchen. Doch in Wirklichkeit soll er einen Brief aufspüren, der das Glaubensfundament der Kirche erbeben lassen könnte. Diese Mission ist umso gefährlicher, als dass es sich bei dem Mönch um eine Frau handelt …
Zuerst dachte ich, dass ein Teil ‚Im Namen der Rose‘ gepaart mit Ideen aus ‚Die Päpstin‘ hier Taufpate gestanden hat. Aber der Eindruck täuscht, es ist trotz einiger Analogien, die an die beiden Romane erinnern könnten, ein eigenständiger, grandioser und spannender Roman entstanden, der einen nicht loslässt.
Eine eindrucksvolle Handlungsdichte, mit vielen Wendungen und interessant erzählt, lässt eine Zeit aufleben, die viel an Dramatik zu bieten hatte. Peter Orontes versteht es, die Epoche plastisch zu beschreiben, das Klosterleben wird erlebbar und Adrian(a)s Geschichte wird packend und unterhaltsam zugleich erzählt. Hilfreich ist das Personenverzeichnis und die Übersicht der Tageszeiteinteilung zu Beginn. Ein Glossar und ein Nachwort runden den Roman letztendlich ab.
Die Leserschaft darf sich auf einen historischen Krimi freuen, dessen Lektüre lohnend ist. Klare Leseempfehlung für Liebhaber des Genres.

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Veröffentlicht am 07.01.2024

Noch keine Traumduo, aber eins mit Potential

Übung macht den Mörder
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Isa lebt in einem schwäbischen Dorf und arbeitet dort als Lehrerin, an Motivation für den Beruf fehlt es ihr jedoch. Durch einen Mord im Ort lernt sie Kommissar Bähr kennen, der mangels vorhandenen Hotels ...

Isa lebt in einem schwäbischen Dorf und arbeitet dort als Lehrerin, an Motivation für den Beruf fehlt es ihr jedoch. Durch einen Mord im Ort lernt sie Kommissar Bähr kennen, der mangels vorhandenen Hotels in ihrer Ferienwohnung unterkommt. Sympathisch sind sie sich nicht, aber Isas Neugierde wurde geweckt und sie mischt sich laufend in die Ermittlungen ein, was sich als nicht ungefährlich für sie herausstellt.
Ein flüssiger Schreibstil, gepaart mit kurzweiligen Ereignissen, sorgt dafür, dass es nicht langweilig wird. Einige humorvolle Szenen, von denen es gerne noch mehr sein könnten, fließen in die Handlung ein. Auch würde etwas mehr an schwäbischem Lokalkolorit dem Provinzkrimi gut stehen.
Ich hatte über weite Strecken Probleme, mit den beiden Hauptprotagonisten warm zu werden. Während Isa meiner Meinung nach für ihr Alter Anfang 30 zu sprunghaft, unüberlegt und übergriffig agierte und als Lehrkraft eher fehlbesetzt schien, wirkte Kommissar Bähr auf mich als Charakter noch recht farblos. Isa konnte bei mir ab dem letzten Drittel dann doch noch Sympathiepunkte sammeln und auch der Kommissar wurde als Person greifbarer. Die restlichen Personen im Roman, Familie, Freunde und Dorfbewohner fand ich dagegen insgesamt ganz gut gezeichnet.
In den letzten Kapiteln wurde es dann auch spannend und man bekommt eine Ahnung, wer für den Mord verantwortlich ist. Insgesamt hat mich der erste Band trotz der Kritikpunkte so gut unterhalten, dass ich neugierig auf einen weiteren Band geworden bin. Die Figuren haben Potential und vielleicht entwickeln Isa und der Kommissar noch tiefergehende Sympathien für einander – es bleibt interessant.

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Veröffentlicht am 07.01.2024

Der Countdown läuft

Zero Days
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Was sind Sicherheitssysteme in Unternehmen wert? Bei der Beantwortung dieser Frage unterstützen Jacintha, genannt Jack, und ihr Ehemann Gabe, sie haben ein Geschäft daraus gemacht. Er versucht digital ...

Was sind Sicherheitssysteme in Unternehmen wert? Bei der Beantwortung dieser Frage unterstützen Jacintha, genannt Jack, und ihr Ehemann Gabe, sie haben ein Geschäft daraus gemacht. Er versucht digital einzudringen und Jack verschafft sich physisch Zutritt. Dabei wird sie erwischt und verhaftet. Wieder zuhause, findet sie Gabe ermordet an seinem Schreibtisch vor. Und gerät selbst unter Mordverdacht.
Die Leserschaft erwartet ein schneller und actionreicher Thriller, bei dem die einzelnen Tage heruntergezählt werden, das hält die Spannung. Erzählt wird aus der Sicht von Jack, man ist hautnah an ihr dran, erlebt was sie fühlt und durchmacht, die Trauer und Wut sind spürbar. Auf der Suche nach dem Mörder helfen ihr ihre Schwester Helen und der beste Freund Gabes, Cole. Die Flucht hinterlässt Spuren an Jack, aber sie will nicht aufgeben und geht bis zum Äußersten. Einige Handlungsstränge sind der literarischen Freiheit zuzuordnen und nach meiner Meinung recht unglaubwürdig, insbesondere wenn Jack mit ihren erheblichen Verletzungen dennoch in der Lage ist, weiterzumachen. Irgendwann hatte ich einen ersten Verdacht, wer in die Tat involviert sein könnte, der Thriller blieb dabei spannend bis zum Schluss. Auch die Leser, die nicht so technikaffin sind, kommen mit der Handlung zurecht, einige Zusammenhänge werden verständlich erklärt und überfordern nicht.
Der Schreibstil von Ruth Ware erlaubt kaum Atempausen, der Roman liest sich flüssig. Ich fühlte mich trotz einiger Schwächen gut unterhalten und hatte das Buch recht schnell durch.

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Veröffentlicht am 07.01.2024

Spurenfinden in den Verlorenen Provinzen mit Überraschungen

Der Spurenfinder
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Der berühmte Spurenfinder Elos von Bergen hat sich mit seinen Kindern, den Zwillingen Ada und Naru, in das Dorf Friedhofen zurückgezogen, um seine Memoiren zu schreiben. Da geschieht ein Mord und Elos ...

Der berühmte Spurenfinder Elos von Bergen hat sich mit seinen Kindern, den Zwillingen Ada und Naru, in das Dorf Friedhofen zurückgezogen, um seine Memoiren zu schreiben. Da geschieht ein Mord und Elos fängt an, wieder zu ermitteln. Bei dem Abenteuer dürfen seine Kinder natürlich nicht fehlen.
Ein schön gestaltetes Buch mit einem Cover als Hingucker, Karten auf den Buchinnenseiten und detailverliebten Zeichnungen, die die Handlung begleiten. Es fällt schwer, das Buch einem Genre eindeutig zuzuordnen. Es geht um einen zunächst schwer einzuordnenden Kriminalfall, der in einer magischen Fantasiewelt spielt, gleichzeitig wird eine Familiengeschichte erzählt, bei der am Ende noch Fragen offenbleiben. Verfasst ist das Buch in einem ruhigen, humorvollen Erzählstil. Es begeistert mit vielen kreativen Ideen, ob es die erfundene Währung ist oder die ganzen Hilfsmittel, deren sich Elos beim Spurenfinden bedient. Die Charaktere sind gut ausgearbeitet, ich konnte sie mir richtig vorstellen. Gut getroffen wurde auch das gegenseitige Hochnehmen zwischen den Geschwistern, dabei versucht Vater Elos alles sehr gelassen, manchmal leicht genervt, aber immer fair und besonnen, hinzunehmen. Durch die reichlichen unerwarteten Wendungen hält die Spannung der Geschichte bis zum Schluss. Ein Buch für jedes Lebensalter, welches mich begeistert hat und auf dessen Fortsetzung ich mich schon jetzt freue! Ich hatte großen Lesespaß!

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