Profilbild von Franci

Franci

Lesejury Star
offline

Franci ist Mitglied der Lesejury

Melde dich in der Lesejury an, um dich mit Franci über deine Lieblingsbücher auszutauschen.

Anmelden

Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 14.12.2024

Trotz Kritik bin ich auf das Finale gespannt.

Das Lied der Goldenen Fee
0

„Das Lied der Goldenen Fee“ ist Band zwei der Trilogie um das verfluchte Land Eldasien.

Nachdem Band eins in der Menschenwelt endet und Nola nicht nur um einige Erkenntnisse reicher, sondern auch sichtbar ...

„Das Lied der Goldenen Fee“ ist Band zwei der Trilogie um das verfluchte Land Eldasien.

Nachdem Band eins in der Menschenwelt endet und Nola nicht nur um einige Erkenntnisse reicher, sondern auch sichtbar verändert ist, will der König der Elfen das Portal vernichten – dabei haben Nola & Co nach so vielen Jahren den Schlüssel entdeckt, um den Fluch zu brechen und den Feeischen ihre Kräfte, ihre Gestalt zurückzubringen … Die drei begehren auf und flüchten. Zurück in ihre einstige Heimat, in der überall Gefahren, Kreaturen und Magie lauern. Schon bald trifft die kleine Gruppe Auserwählter wieder auf Eron und Tiago. Und das Abenteuer, die Suche nach Antworten und Lösungen, geht weiter …

Fand ich Band eins größtenteils interessant, konnte mich der Mittelteil nur in wenigen Momenten für sich gewinnen. Vieles ging abrupt vonstatten, mehrfach schienen mir Verhaltensweisen weder der Situation noch den Fähigkeiten entsprechend, und so manch relevanten Ereignissen und (charakterlichen) Entwicklungen fehlte es an Tiefe und Zeit.

Obgleich ich den Stil der Autorin prinzipiell als einfach bezeichnen würde, fielen mir hier doch vermehrt Wiederholungen auf, monotone Formulierungen und öfter nicht ganz logische/greifbare Aussagen/Szenen. Nolas Gefühlswirrwarr, ihre Gedankenkreise sorgen für Längen, und ich konnte mich des Eindrucks, dass es sowohl stilistisch als auch storytechnisch an Abwechslung mangelt, nicht verwehren. Zumindest Letzteres wurde ab der Hälfte besser. Wenn auch die Dialoge steif wirkten, die Figuren – abgesehen der Protagonistin – blasse Statisten blieben und ich das entstandene Liebesdreieck zu keiner Zeit fühlen konnte, bekommt Nola einen mächtigen Verbündeten. Kapitel, in denen dieser agiert, und jene, die aktiv von Neregir begleitet werden, brachten jedenfalls Spaß mit sich. Auch war es toll, weitere Teile des unberechenbaren Landes zu erkunden und andere Wesen kennenzulernen. Denn die Gruppe sucht nach mehr Hinweisen und Verbündeten, um sich gegen den nahenden Kampf mit der Goldenen Fee zu wappnen. Es warten Konflikte, Wege trennen sich, Geheimnisse werden enthüllt, Pläne geschmiedet. Doch können die Auserwählten und ihre HelferInnen gegen jahrzehntelang geschürten Zorn und unglaubliche Macht bestehen? Nur noch ein Band trennt uns von der Antwort auf diese Frage …

„Der Zauber von Eldasien“ ist keine besonders anspruchsvolle Serie, dennoch schenkt die Urban-Fantasy-Story kurzweilige, leichte Stunden abseits der kühlen Realität.

  • Einzelne Kategorien
  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 14.12.2024

Zäh, wenig logisch und nicht so gut wie Band eins.

Asrai - Die Magie der Drachen
0

Nach „Das Portal der Drachen“ war ich sehr auf die Fortsetzung der „Asrai“-Dilogie (!) gespannt, doch statt euphorisch in die Geschichte einzutauchen, musste ich mich nach 200 Seiten im eBook geschlagen ...

Nach „Das Portal der Drachen“ war ich sehr auf die Fortsetzung der „Asrai“-Dilogie (!) gespannt, doch statt euphorisch in die Geschichte einzutauchen, musste ich mich nach 200 Seiten im eBook geschlagen geben. Mittlerweile habe ich jedoch das Hörbuch beendet, und kann eine vollständige Meinung zu der Romantasy-Serie abgeben.

„Die Magie der Drachen“ setzt mitten in jenem Kampf an, der durch ungeheuerliche Wahrheiten am Ende des Auftakts initiiert wurde – wir sind sofort mitten in der emotionalen Auseinandersetzung von Ian und Elaja, Manila und Makon. Und ab diesem Punkt wartet ein Konflikt, eine Aufgabe, ein Problem (…) nach dem anderen. Vor allem Elaja kommt nicht zur Ruhe, muss Ian regelmäßig retten und versorgen, führt Gespräche, nimmt Schuld auf sich … Natürlich ist die Storyline dadurch actionreich (wenn auch die Wiederholungen dieses Tempo ausbremsen), jedoch auch vollkommen überladen, nicht greifbar und unlogisch. Obgleich die Pfortenwächterin Biss hat, steht sie nicht für sich ein – Ian hat trotz seiner Verletzungen und seiner Schwäche das Zepter in der Hand und zeigt sich mMn ebenso selten dankbar wie die Völker. Dabei ist es die Heilerin, die etliche Menschen und Drachen rettet, lügt und dafür sogar mit dem Leben bezahlen könnte …

Figuren, die wir im ersten Teil kennenlernten, fungieren hier hauptsächlich als StatistInnen. Dafür fand ich Manilas Entwicklung gut gelungen. Etliche stille Dialoge oder trocken abgegebene Kommentare der beeindruckenden Drachendame brachten mich zum Lachen. Auch wird der Verlauf durch Einblicke in die früheren Existenzen von Asrai und Shetai bereichert, wenn es auch ungünstig ist, dass Rai und seine roten Drachen kaum Betrachtung und dementsprechend wenig Tiefe erhalten. Immerhin geht von diesen doch die potenzielle Gefahr für die Welten aus?! Liane Mars Stil war wie gewohnt locker-flockig und den Figuren haftete wie üblich ein kindlicher Touch an.

Nach allerhand Konflikten, Flucht und Kampf, öfterem „fast sterben“ und zahlreichen Diskussionen (…) kommen Elaja und Ian jenem Ursprung auf die Schliche, der regelmäßig zum Krieg zwischen den Wächtern führt. Und ehrlich? Diese tragische Enthüllung kam überraschend – und ich konnte objektiv betrachtet den Schmerz, die Wut verstehen. Leider fand ich, dass in den letzten Kapiteln – das passende, unerwartete Finale eingeschlossen – zwar viel aufgeklärt und stimmig beendet wurde, jedoch in einem rasenden Tempo. Jede Möglichkeit, mitzufühlen, in die Offenbarungen, die Emotionen und das komplette Szenario einzutauchen, wurde durch eine schnelle, oberflächliche Inszenierung unterbunden. Vor allem im Vergleich zu dem Großteil der Handlung, die ja bis oben hin mit Ereignissen, Wiederholungen und Gedankenkreisen vollgepackt war.

Fazit: Band 1 fand ich gelungen, mit Band 2 hatte ich meine Schwierigkeiten. Insgesamt liegt Asrai eine sehr gute Idee zugrunde. Doch weder können Vergleiche mit anderen Drachen-Hypes noch eine schicke Aufmachung über den einen oder anderen storytechnischen Mangel hinwegtäuschen.
Das Hörbuch war übrigens klasse gesprochen.

  • Einzelne Kategorien
  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 14.12.2024

Softe Story mit wichtigen Themen.

The Grain of Guilt - Klinikum St. Nikolaus
0

Marie Bender will einen Neuanfang – raus aus dem Schatten ihres Vaters, raus aus einem lieblosen Elternhaus, in dem eine makellose Fassade alles ist, was zählt. Einfach weg von dem Gedanken, nie zu genügen. ...

Marie Bender will einen Neuanfang – raus aus dem Schatten ihres Vaters, raus aus einem lieblosen Elternhaus, in dem eine makellose Fassade alles ist, was zählt. Einfach weg von dem Gedanken, nie zu genügen. Um endlich frei zu sein, zieht sie von Hamburg nach München und tritt im Klinikum St. Nikolaus sogleich eine Stelle als Assistenzärztin an. Recht schnell zeigt sich: Den Namen „Bender“ wird sie auch hier nicht los. Vor allem Lionel Colbert scheint seine neue Kollegin sofort in eine Schublade zu stecken …

„The Grain of Guilt“ war mein erstes Buch von Toni Mella. Zu Beginn möchte ich sagen, dass die Autorin selbst in Medizin bewandert und Ärztin ist. Dieses Wissen ist dem Roman anzumerken und gibt sowohl dem Hospital-Setting, den Abläufen und dem Trubel als auch den anzutreffenden Erkrankungen Authentizität.
Da das Geschehen aus wechselnder Perspektive dargelegt wird, lernen wir die Protagonisten einzeln kennen.
Marie – privilegiert aufgewachsen, bevormundet durch ihren Vater, der ein bekannter und erfolgreicher Arzt ist – will endlich nicht mehr die „Tochter von …“ sein, eigene Erfahrungen machen, Erfolge erzielen. München scheint ihr dafür weit genug weg. Und abgesehen des mürrischen Colberts lebt sich die empathische Hamburgerin schnell in der Klinik und in ihrer neuen WG ein. Leider geht ihr Lionels unfaires Verhalten, der nicht müde wird, mit Vorurteilen und Spitzen um sich zu werfen, nicht aus dem Kopf. Dass sein Bruder das genaue Gegenteil von ihm ist, kann zudem nur ein Witz des Schicksals sein. Wo Lionel harsch, wortkarg und unfreundlich auftritt, ist Matthias locker, nie um einen Spruch verlegen und charmant. Aber trotz der Unterschiede sind die Geschwister unzertrennlich, eine Verbindung, die tiefer geht …
Der Ältere der Colbert-Brüder kann nicht fassen, dass er von nun an regelmäßig mit der „Tochter von …“ konfrontiert werden soll! Seit Monaten ist es ein Kampf für ihn, im St. Nikolaus zu arbeiten, und mit Marie vor der Nase und der Erinnerung, die ihr Nachname mit sich bringt, scheint sich dies jetzt auch nicht zu ändern. Gut, dass er Ablenkung und Ruhe im Kochen findet, und dieser Leidenschaft nicht nur in seiner Wohnung nachgehen kann. Auch das Eishockey und die Pub-Abende muss er ja zum Glück nicht mit ihr verbringen … Dachte er zumindest, blöd nur, dass Benders Mitbewohnerinnen Freundinnen der Brüder sind und Matthias einen Narren an der Neuen gefressen hat.

Diese Geschichte wurde in einem ruhigen, modernen Ton erzählt und schreitet rasch voran. Dadurch bleibt kaum Zeit für eine nachvollziehbare – emotionale – Entwicklung und auch die gewichtigen Themen müssen auf den Raum, den es bräuchte, um sich entfalten zu können, verzichten. Wir bekommen einen Eindruck von Maries Kindheit und Jugend, ihren kalten Eltern, deren Aufmerksamkeit sie sich verdienen musste; ihren ungesunden Bewältigungsstrategien und der Stärke, die sie in sich fand, um diesen Einhalt zu gebieten. Für mich blieb das alles etwas zu undeutlich.
Lionels Ängste und Schuldgefühle, seine immer währende Sorge um Matthias, die liebevolle Bindung der Brüder und die Doppelbelastung, die der 27-Jährige durch zwei Jobs trägt, waren im Vergleich greifbarer. Ob seine Abneigung und sein vorschnelles Urteilen angemessen sind, sei dahingestellt. Der romantische Aspekt, das Spiel aus heiß-kalt, brachte wenig Neues mit sich, passierte einfach. Hier und da fand ich Verhaltensweisen zu überdramatisiert, zu abrupt und Lionels Augen zu blau. Dafür hält der Verlauf die eine oder andere Spannungskomponente bereit, Momente, die zum mit bangen verleiten und unvorhergesehene Ereignisse.
Beide kämpfen mit der Vergangenheit, kämpfen in der Gegenwart – ob sie es schaffen, ihre Differenzen beizulegen und einander eine wirkliche Chance zu geben?

„The Grain of Guilt“ erinnert daran, wie kurz das Leben und wie wichtig es ist, das zu tun, was man liebt, dass jedem Ende ein neuer Anfang inneliegt und in jedem von uns ungeahnte Stärke steckt. Toni Mella animiert dazu, genauer hinzuschauen, unsere Träume zu verfolgen und uns bewusst zu machen, dass wir mehr sind als ein Name, ein Fehler oder eine Diagnose.

  • Einzelne Kategorien
  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 09.12.2024

Nicht nur für Fans von Romeo & Julia.

Rosaline
0

Wer kennt sie nicht? „Romeo und Julia“: Eine der bekanntesten und größten Tragödien aller Zeiten.

Natasha Solomon gibt dieser vermeintlich aufopferungsvollen Liebesgeschichte nun durch Rosaline, der ...

Wer kennt sie nicht? „Romeo und Julia“: Eine der bekanntesten und größten Tragödien aller Zeiten.

Natasha Solomon gibt dieser vermeintlich aufopferungsvollen Liebesgeschichte nun durch Rosaline, der untergegangenen Geliebten, einen neuen, frischen und kritischeren Blickwinkel. Diese Interpretation spielt sich in zwei Wochen ab, und hält trotz der Kürze interessante, überraschende und starke Entwicklungen bereit.

Obwohl Ton und Ausdruck passend für die Zeit der Renaissance sind, ursprüngliche Elemente erhalten blieben, gewissermaßen ein warmes, italienisches Flair die Storyline begleitet, war der Stil der Autorin leicht(er) und modern(er) zu lesen und zu verstehen, die Atmosphäre vorsichtheischend, melancholisch und schwer. Gerade Rosalines Wesen, die kämpferisch wirkt, weder in das patriarchalische System passt noch passen will und sich nicht in den gesponnenen Intrigen oder der Falschheit von Romeo verstricken lässt, gibt dem Verlauf rege Auftrieb. Es war leicht, sich in die Protagonistin zu versetzen, ihre Gedanken, Ängste und Intentionen zu verstehen, mitzufühlen. Das damals vorherrschende Rollenbild der Frau, Konventionen und gesellschaftliche Erwartungen bis hin zu Hierarchien wurden kraftvoll herausgearbeitet. Solomon gibt zudem den bekannteren Figuren neue Züge: So wirken weder Julia noch Romeo unschuldig und sanft. Dies verleiht der Handlung eine unterschwellige Spannung, während Rosalines zerbröselnde Hoffnung, durch ihren Romeo Autonomie zu erlangen, für Dramatik sorgt. Anfallende Entscheidungen und Reaktionen? Nicht vorhersehbar. Und doch findet dieser Roman ein passendes Ende.

Außerdem gelang es Natasha Solomon mit dieser Neuerzählung eine ungesunde, toxische Liebe zu entklären – und damit einen angemessenen Roman für die heutige, kritische Zeit zu kreieren, in der immer mehr Selbstbestimmung, Gleichberechtigung und Partnerschaften auf Augenhöhe vorherrschen.

  • Einzelne Kategorien
  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere
Veröffentlicht am 08.12.2024

Cozy, süß und winterlich.

A Bookboyfriend for Christmas
0

Weihnachten alleine in einer Buchhandlung?
Was für ein Traum.
Auch für Mia, der dieser Wunsch erfüllt wird.
Doch statt die Auswahl an Bookboys zu genießen, sich in cozy Stunden zwischen Buchseiten zu verlieren ...

Weihnachten alleine in einer Buchhandlung?
Was für ein Traum.
Auch für Mia, der dieser Wunsch erfüllt wird.
Doch statt die Auswahl an Bookboys zu genießen, sich in cozy Stunden zwischen Buchseiten zu verlieren und nebenbei Punsch zu trinken, kommt alles anders…

Ein Schneesturm, der ganz New York lahm legt, und ein grinchiger Oberarzt wandeln Mias Auszeit in ein ebenso weirdes wie unvergessliches Weihnachtsfest, das so manch Veränderung für sie und Nick bereithält.

„𝐀 𝐁𝐨𝐨𝐤𝐛𝐨𝐲𝐟𝐫𝐢𝐞𝐧𝐝 𝐟𝐨𝐫 𝐂𝐡𝐫𝐢𝐬𝐭𝐦𝐚𝐬“ ist eine süße, kurzweilige und romantische Geschichte mit einem gleichermaßen hohen Unterhaltungs- wie Wohlfühlfaktor. Abgesehen von der zauberhaften Idee und den Zufällen, die sicherlich dem Schicksal zu verdanken sind, waren die Figuren einfach nur toll. Ja, auch der miesepetrige Arzt beweist recht schnell Sinn für das Schöne – und in dieser Buchhandlung ist das für ihn definitiv der Booknerd. Wirklich wunderbar fand ich, dass die romantische Annäherung, das Kennenlernen der Fremden ohne Missverständnisse und künstlich erzeugtes Drama auskam. Trotz der Vorurteile, die der Workaholic gegenüber der Booktokerin hat, gibt er sich Mühe, ihre Begeisterung für Bücher, das Lesen und sie zu verstehen.
Während der Strom ausfällt und die Handynetze brachliegen, zeigen sie einander Teile, die sie sonst verborgen halten, jenen Schmerz, den das Leben ihnen bescherte.


Freya Miles führt uns in einem lockeren, authentischen Ton und in wechselnder Perspektive durch den Verlauf, der neben Humor und kribbelnder Anziehung, einen Hauch weihnachtlicher Melancholie und Buchgeflüster auch Spannung und das seltene Gut der Hilfsbereitschaft bereithält. Das Setting verströmt Gemütlichkeit, während Nick und Mia Seufzen lassen.

Forced-Proximity, Strangers-to-Lovers, GrumpyxSunshine meets Fast-Burn-Romance. Eingeschneit am schönsten Ort der Welt:
„A Bookboyfriend for Christmas“.

  • Einzelne Kategorien
  • Cover
  • Erzählstil
  • Handlung
  • Charaktere