Wunderschön, tiefgründig, bewegend.
Forever's Gonna Start Tonight„Forever's gonna start Tonight“ … ist so viel besser, so viel mehr, als der Klappentext vermuten lässt.
Clara Blais hat einen bewegenden Roman, eine fesselnde Second-Chance erschaffen, die von tiefgreifendem ...
„Forever's gonna start Tonight“ … ist so viel besser, so viel mehr, als der Klappentext vermuten lässt.
Clara Blais hat einen bewegenden Roman, eine fesselnde Second-Chance erschaffen, die von tiefgreifendem Verlust, puren, rauem Schmerz, bodenloser Trauer und Vergebung erzählt, vom Loslassen und neu anfangen, vom Überleben und der Liebe in all seinen Formen. Nellys Geschichte ist so voller Nuancen, Zwischentönen und Emotionen, dass es weh tut.
Vor 5 Jahren hat Eleanor alles verloren, inklusive sich selbst. Dabei hatte sie vor 5 Jahren den schönsten Abend ihres Lebens. Doch die Erinnerungen an die dramatischsten Momente vermischen sich mit den glücklichsten, und so musste die damals 17-Jährige gehen und nicht nur das Mädchen, das sie war, zurücklassen, sondern auch Zack. Das Schicksal – oder alte Freunde – führen beide in die Kleinstadt Averѕton … kann Nelly, die unnahbare und kalte Schönheit, in den grünen Augen des einstigen Burley-Erben mehr finden, als den Verlust, der sie jede Nacht heimsucht?
In einem malerischen, einfühlsamen und modernen Ton wird das Geschehen intensiv aus wechselnder Perspektive erzählt. Schnell wird deutlich, dass auch Zack mit seiner Vergangenheit zu kämpfen hat. Denn für ihn gab es keine warmherzige, liebevolle Kindheit, nie stolze Eltern, sondern lediglich das Gefühl, nie gut genug zu sein.
Beide Protagonisten wurden mit Hintergrund und Tiefe gezeichnet, sodass wir ihre inneren Nöte und Zweifel, ihre Gedanken und Reaktionen nachvollziehen und verstehen, mit ihnen leiden können. Clara Blais gewährt beiden Studenten ausreichend Zeit, sich zu entwickeln, ungesagtes auszusprechen, sich selbst und einander wiederzufinden.
Familie und Freundschaft werden in „Forever's gonna start Tonight“ großgeschrieben, die Nebenfiguren, allen voran Becca und Austin, sind wunderbar, auf sympathische, oft auch auflockernde Art integriert. Der Verlauf hält Überraschungen, Romantik und Tränen bereit, erinnert, wie fragil das Leben, wie wichtig es ist, gute Erinnerungen zu bewahren und neue zu schaffen. Wie wichtig es ist, niemals mit den Träumen aufzuhören, an sich selbst zu glauben und den Menschen, die wir lieben, so oft es geht zu sagen, dass wir empfinden.
»Manchmal betrauern wir nicht nur unsere Verlorenen, sondern die Gefühle, die sie mitgenommen haben.«