Intensive, mitreißende und spannende Trilogie.
Baby, I'm yours foreverMit „𝐁𝐚𝐛𝐲, 𝐈'𝐦 𝐲𝐨𝐮𝐫𝐬 𝐟𝐨𝐫𝐞𝐯𝐞𝐫“ endet die 𝐏𝐨𝐞𝐭𝐫𝐲-𝐌𝐞-𝐓𝐫𝐢𝐥𝐨𝐠𝐢𝐞 auf dramatische Weise und hinterlässt ein Gefühl von „Verstanden und Gesehen werden“, von Dankbarkeit – für das Leben und die Liebe, die Familie, ...
Mit „𝐁𝐚𝐛𝐲, 𝐈'𝐦 𝐲𝐨𝐮𝐫𝐬 𝐟𝐨𝐫𝐞𝐯𝐞𝐫“ endet die 𝐏𝐨𝐞𝐭𝐫𝐲-𝐌𝐞-𝐓𝐫𝐢𝐥𝐨𝐠𝐢𝐞 auf dramatische Weise und hinterlässt ein Gefühl von „Verstanden und Gesehen werden“, von Dankbarkeit – für das Leben und die Liebe, die Familie, die man selbst wählt, und die eigene Stärke, die man viel zu oft vergisst.
Das Finale setzt dort an, wo „Baby, I'm obsessed you“ endete –
Hanna, die in Unglaube und Zweifeln, vor Sorgen vergeht.
Luca, der versucht, mit dem klarzukommen, was sich ihm zwischen Abschiedsküssen und Bahngleisen offenbarte. Alles tut, um seine Liebe zu schützen. …
Uns erwartet ein aufschlussreicher dritter Teil, der nicht nur neue Fragen stellt, sondern am Ende jede einzelne beantwortet, Ungereimtheiten aufdeckt und bis zum Schluss rege mit frischen Wendungen und Wahrheiten schockiert. Bereits die Vorgänger waren durch ungute Vorahnungen, unberechenbare Ausbrüche, Drohungen aus unbekannter Richtung mit Spannung versehen, doch nun toppt Ayden diese ungemütlichen Vorkommnisse. Denn verschiedene Situationen spitzen sich zu: tätliche Angriffe, Intrigen, Manipulation und Lügen, bis Misstrauen durch die Seiten pulsiert und selbst während heißer Zweisamkeit, in romantischen Augenblicken, leichten, genießerischen Momenten eine bedrohliche Nuance, wachsame Vorsicht, Unbehagen zu spüren ist.
Abgesehen von dem gegenwärtigen Plot, in dem Hanna und Luca so einige Probleme und Gefahren überwinden, Hürden meistern, sich jeden Tag neu füreinander entscheiden müssen, um endlich „wir“ sein – bleiben – zu können, wird die Handlung mit verschiedenen, oftmals Gänsehaut und Mitgefühl erzeugenden Rückblenden bereichert. So werden u. A. die Anfänge ihrer gemeinsamen Geschichte beleuchtet – dies gibt dem Geschehen sowie den Protagonisten noch mehr Griffigkeit und Tiefe: Alex, der nie aufhörte, seine Belle zu suchen, zu vermissen; der aufgrund seiner Hochsensibilität schon immer deeper fühlte, mehr. Und Johanna, die bis heute in Vorwürfen verbrennt, sich in Narzissmus verfing, mit Verlusten kämpft.
Die „Poetry-Me-Trilogie“ beinhaltet sensible und aktuelle, authentisch eingebettete Themen – von psychischen Erkrankungen und Tod über Missbrauch und Traumata bis hin zu mangelndem Selbstwert und „Nie gut genug sein“ –, zusätzlich finden sich ganz alltägliche Dinge, wie bspw. Menstruation und die Tatsache, dass (eigene) Kinder nicht der Lebenssinn sind.
Die Stimmung des Finales wankt, schmiegt sich an die unterschiedlichen Situationen – zwischen himmelhochjauchzend-hellstrahlend und tränennass-gewitterwolkengrau ist alles dabei. Was im nächsten Kapitel, im nächsten Absatz kommt, welche Enthüllungen es zu ertragen gilt, ob sie Erleichterung oder neue Sorgen schaffen? Bleibt stets eine Überraschung. Julie lässt ihre LeserInnen in der Poesie zergehen, berührt mit ihren Worten, den puren Emotionen und dieser intensiven Liebe. Zeitgleich bringt die Autorin uns mit damn hotten Spicy-Szenen zum erröten und schwitzen.
Verhalten und Reaktionen des Einzelnen waren nachvollziehbar und schlüssig. Vor allem beeindruckt hat mich Hanna, die die Wahrheit hinter den Lügen gesehen und sich nicht von verletztem Stolz und Eifersucht hat abhalten lassen; an Luca & sich glaubte. Auch in den grauen Stunden, durch Ungewissheit hinweg.
Dass diese Romance nicht nur in einem wunderschönen, den speziellen und feinfühligen Charakteren entsprechenden Stil geschrieben wurde, bildlich, angereichert mit Liebe und Schmerz, sondern Ayden auch eigens für diese Serie diverse Poetry-Slam-Texte entwickelte und eine gekonnt inszenierte Suspense-Komponente einfügte, ist meiner Meinung nach standing ovations würdig!
Neben den aufregenden Entwicklungen von und zwischen Alexander Severin und Johanna Berger, bekamen weitere Figuren viel Raum, um ihr Wesen optimal zu entfalten: Rio, Ruby und Sina zum Beispiel – absolute Herzmenschen. Auch Fiona, Nero und Gila bereichern mit ihren speziellen Eigenschaften und Dämonen das Geschehen und geben Poetry-Me etwas ganz Besonderes.
Eigentlich hätte die Autorin „Baby, I'm yours forever“ mit einem sonnigen, cozy Happy-End schließen, für wohlige Seufzer sorgen können... Aber WIR LIEBEN TWISTS, Tragik und Drama, oder? Oder?! Haltet Schokolade bereit, Taschentücher, jemanden, an dem ihr euch festhalten könnt ...
„Poetry-Me“: eine durch und durch mitreißende, berührende und aufwühlende New-Adult-Serie, die bricht, um zu heilen. Julie Ayden generiert Aufmerksamkeit für schwere Traumata, deren Auswirkungen und für oft unterschätzte mentale Erkrankungen. Zudem wird jenen Menschen, die unter der „gesellschaftlichen Norm“ & Arschlöchern leiden, Mut zugesprochen; während Selbstzweifel ein Stück weit fortgeweht werden, wird jede/r darin erinnert: „Du bist perfekt, vollkommen okay. So wie du bist.“