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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 18.11.2025

Unterhaltsam mit ein paar Schwächen

These Ancient Flames 1: Awake
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Der Einstieg in die Geschichte ist mir überraschend leicht gefallen. Melanie Lane nimmt sich zu Beginn viel Raum für ausschmückende Beschreibungen, wodurch ich direkt ein gutes Bild von der Welt und den ...

Der Einstieg in die Geschichte ist mir überraschend leicht gefallen. Melanie Lane nimmt sich zu Beginn viel Raum für ausschmückende Beschreibungen, wodurch ich direkt ein gutes Bild von der Welt und den Figuren im Kopf hatte. Der Umstand, dass Mei als Leibwache des Fürstensohns Tao fungiert, wird atmosphärisch und klar eingeführt. Insgesamt ein gelungener, bildreicher Start, der mich neugierig gemacht hat.

Hörbuch-Umsetzung

Die Hörbuch-Umsetzung hat mir insgesamt wirklich gut gefallen. Zu Beginn mochte ich besonders die Sprecherin, da sie Meis Gefühle und Ton sehr passend eingefangen hat. In der Mitte konnte mich dann der männliche Sprecher stärker überzeugen, weil er Ravens Perspektive sehr authentisch rübergebracht hat. Gegen Ende hin fand ich schließlich beide gleichermaßen gelungen, sodass die Geschichte insgesamt sehr stimmig vertont wurde.

Lesefluss & Perspektiven

Der Roman wird aus zwei Ich-Perspektiven erzählt: aus Meis Sicht und aus der des Fürstensohns Raven, der aus einem benachbarten Clan stammt. Diese doppelte Ich-Perspektive hat mir ausgesprochen gut gefallen, da sie eine unmittelbare Nähe zu den Gefühlen und Motiven der Figuren schafft. Der Schreibstil ist angenehm flüssig, insbesondere die Dialoge wirken lebendig und natürlich. Dadurch lässt sich das Buch sehr gut lesen, ohne anstrengende Längen oder unnötige Stolpersteine.

Atmosphäre, Worldbuilding & Magiesystem

Die Welt um Valtherra ist eine Mischung aus moderner Technologie und Magie und genau das hat mich einerseits fasziniert, andererseits aber auch ein wenig herausgerissen. Das Magiesystem, das auf Kraftlinien und der alten Macht der Drachen basiert, fand ich originell und spannend. Dass Drachen in dieser Welt seit über hundert Jahren verschwunden sind, gibt der Geschichte einen mystischen Unterton, der mir wirklich gut gefallen hat.

Beim Worldbuilding dagegen hätte ich mir mehr Ausarbeitung gewünscht. Zwar gibt es interessante Elemente wie die Einteilung des Landes in Kantone, die alle eigene Fürsten und Kraftlinien besitzen, aber insgesamt blieb die Welt für mich teilweise etwas blass. Die Mischung aus High-Fantasy-Elementen (Magie, Drachen, Fürsten, Leibwache mit Schwertern) und moderner Technik (Handys, Flugzeuge, Wolkenkratzer) konnte ich mir nicht immer gut vorstellen und es hat mich ab und an aus der Atmosphäre gerissen. Das Konzept ist innovativ aber für meinen Geschmack hätte es stärker ausgearbeitet sein dürfen, um wirklich zu wirken.

Charaktere

Die Figuren sind eindeutig eine der größten Stärken dieses Romans. Mei als Leibwächterin, ihr Freund Tao, der charmante Fürstensohn, hat mich mit seiner frechen, humorvollen Art immer wieder begeistert. Raven und sein eigener Wächter Cole bilden ein abwechslungsreiches Quartett. Jede Figur hat eine erkennbare Persönlichkeit, die Gruppendynamik der vier ist lebendig, humorvoll und gut geschrieben Die Figurenkonstellation funktioniert hervorragend und trägt maßgeblich dazu bei, dass die Reise der vier trotz kleinerer Spannungsflauten Spaß macht. Genau hier entfaltet das Buch einen Großteil seiner Stärke in den Interaktionen, kleinen Neckereien und emotionalen Nuancen.

Mei & Raven - Nähe & Spice

Neben der Gruppendynamik erhält auch die Beziehung zwischen Mei und Raven besonderen Fokus. Die Dynamik zwischen Mei und Raven, insbesondere aus Ravens Perspektive, hat mir dennoch gut gefallen. Sie ist schön zu lesen, unterhaltsam und emotional nachvollziehbar, wenn auch nicht herausragend intensiv. Der Spice-Anteil ist bewusst eingesetzt und präsentiert eine selbstbewusste May, die weiß, was sie will. Das hat mir gut gefallen und ihren Charakter greifbarer gemacht. Allerdings muss ich sagen, dass diese Spice-Szenen für meinen Geschmack der eigentlichen Fantasy-Handlung nicht immer dienlich waren, sie haben nicht unbedingt zur Story beigetragen, sondern wirkten eher wie eine charakterbezogene Ergänzung.

Handlung & Spannung

Die Handlung begleitet die vier Protagonist*innen auf einer Reise, die über mehrere Wochen geht und sie einem übergeordneten Ziel näher bringt: der Suche nach den seit Jahrhunderten verschollenen Drachen. Dieses Ziel ist klar gesetzt und bietet einen spannenden Aufhänger jedoch hatte ich zeitweise das Gefühl, dass der rote Faden etwas verloren ging.

Zwischendurch fehlte mir der „Pepp“, der Antrieb, der die Spannung kontinuierlich trägt. Es kam zu Abschnitten, in denen die Figuren gefühlt einfach nur weitergesucht haben, ohne dass die Handlung wirklich vorangetrieben wurde. Einige Ereignisse haben zwischendurch wieder Spannung aufgebaut, aber nicht durchgehend genug, um mich immer aktiv mitfiebern zu lassen.

Das Ende hingegen fand ich äußerst gelungen. Der finale Abschnitt hat mich begeistert, war stark inszeniert und macht extrem neugierig auf den zweiten Band. Es wirkt wie ein gut gemachter Auftaktband, der bewusst viele Grundlagen legt, während das wirklich große Geschehen wohl erst im Folgeband entfaltet wird.

Fazit

These Ancient Flames 1: Awake ist für mich ein solides Buch, das mir insgesamt Spaß gemacht hat, mit einer interessanten Magie-Idee, sympathischen Figuren und einer wunderbaren Gruppendynamik. Für mich persönlich gab es dennoch ein paar Schwächen: vor allem mit dem eher technisch-modernen Worldbuilding, das mich nicht komplett abgeholt hat, und mit einigen Passagen, in denen die Handlung etwas vor sich hinplätscherte.

Trotzdem hat mich das Buch gut unterhalten, besonders durch seine Charaktere, die Emotionalität, die originelle Drachen-Kraftlinien-Magie und das starke Ende. Insgesamt würde ich dem Buch 4 von 5 Sternen geben und freue mich darauf, wie es in Band 2 weitergeht.

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Veröffentlicht am 17.11.2025

charmant, aber kein Highlight

A Place to Grow
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„A Place to Grow“ ist der zweite Band der Green-Valley-Reihe, und erneut konnte mich vor allem das Setting überzeugen. Ich liebe die Atmosphäre rund um die Farm, den kleinen Laden und Lilacs Leidenschaft ...

„A Place to Grow“ ist der zweite Band der Green-Valley-Reihe, und erneut konnte mich vor allem das Setting überzeugen. Ich liebe die Atmosphäre rund um die Farm, den kleinen Laden und Lilacs Leidenschaft fürs Backen. Auch dass die bekannten Charaktere aus Band 1 wieder auftauchen, hat mir sehr gefallen und für ein vertrautes Gefühl gesorgt.

Speziell zum Hörbuch:
Die Sprecherin hat mir hier wirklich sehr gut gefallen. Sie hat Lilac und die anderen Figuren lebendig wirken lassen und die Emotionen glaubwürdig transportiert. Dadurch fiel mir der Einstieg in die Geschichte sehr leicht, und insgesamt hat das Hörbuch für mich einen großen Teil des Leseerlebnisses ausgemacht.

Die Geschichte rund um Lilac fand ich insgesamt etwas stärker erzählt als die des ersten Bandes. Besonders der Einstieg hat mir gut gefallen, und ich habe auch direkt einen großen Teil am Stück gelesen bzw. gehört. Allerdings hat mich die Story in der Mitte ein wenig verloren. Ich habe eine Woche pausiert und bin erst später wieder eingestiegen. Vielleicht war es nicht ganz der richtige Zeitpunkt, obwohl die Jahreszeiten im Buch (Frühling bis Sommer) eigentlich perfekt passten.

Auch die Figuren haben mir gefallen. Besonders Lilac mochte ich ein Stück mehr als June im ersten Band. Zwar wirkt sie zu Beginn recht naiv und erkennt vieles erst spät, aber zum Ende hin durchläuft sie eine kleine Entwicklung. Ich fand es sehr gelungen, wie sie in den entscheidenden Momenten für sich einsteht und handelt.

Die Dynamik mit Bo hat mich lange nicht so richtig abgeholt. Vor allem am Anfang hat Lily Lucas es aber hervorragend geschafft, Bo unsympathisch wirken zu lassen, da dachte ich sofort an ein mögliches Enemies-to-Lovers-Szenario. Diese Richtung wurde dann leider nicht weiterverfolgt. Erst gegen Ende konnte ich mehr mit der Beziehung zwischen Lilac und Bo anfangen. Die Dialoge waren dann sehr emotional und nachvollziehbar, und Lilacs Entwicklung, dass sie mehr für sich selbst einsteht, hat mir gefallen.

Ein großes Plus waren für mich die Rückblenden. Lilac und Bo kannten sich schon aus ihrer Teenager-Zeit, und die regelmäßigen Einschübe von vor acht Jahren haben mir unglaublich geholfen, ihre Gefühle und Dynamik besser zu verstehen. Ohne dieses Element hätte die Geschichte für mich deutlich schwächer abgeschnitten.

Der kleine Plot im Hintergrund war in Ordnung, konnte mich aber nicht wirklich begeistern. Insgesamt bleibt für mich eine Geschichte, die schöne Momente hatte und für zwischendurch ganz nett war, aber nicht zu meinen absoluten Highlights gehört. Das Setting ist und bleibt für mich aber ein großer Pluspunkt.

Fazit:
Ein atmosphärischer zweiter Band mit tollem Setting und einer sympathischen Protagonistin. Für mich ein solider, schöner Roman für zwischendurch, der aber nicht ganz durchgehend fesseln konnte.

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Veröffentlicht am 17.11.2025

Eine gelungene Fortsetzung mit viel Herz und Humor

Secondhand Toyfriend – Volume 2
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Einstieg & Gesamteindruck

Der zweite Band von Second Hand Toy Friend hat mir wieder sehr viel Spaß gemacht. Wir knüpfen direkt an die Geschichte von Emil und Damian an, kehren ins Dorf zurück und treffen ...

Einstieg & Gesamteindruck

Der zweite Band von Second Hand Toy Friend hat mir wieder sehr viel Spaß gemacht. Wir knüpfen direkt an die Geschichte von Emil und Damian an, kehren ins Dorf zurück und treffen auch die Nebencharaktere wieder. Besonders gefallen hat mir, dass man sofort wieder mitten in der Handlung ist und die vertraute Atmosphäre gleich spürbar wird. Insgesamt empfinde ich diesen Teil als deutlich stärker und runder als den ersten Band, auch wenn das ganz große „Fünf-Sterne-Gefühl“ bei mir nicht eingesetzt hat.

Hörbuchproduktion

Die Hörbuchfassung ist erneut absolut gelungen. Die beiden Sprecher leisten hervorragende Arbeit, weil sie die Gefühle, Stimmungen und Tonlagen der Figuren authentisch und nuancenreich rüberbringen. Besonders clever ist, dass Emil und Damian immer von ihren jeweiligen Sprechern übernommen werden, auch dann, wenn die Erzählperspektive gerade bei der anderen Figur liegt. So entsteht ein natürlicher Dialog, ohne dass jemand eine unnatürliche Stimme nachahmen muss. Auch das Sounddesign überzeugt: Stimmen aus anderen Räumen klingen realistisch, Dialoge über ein Mikrofon haben den typischen Hall. Das macht die Szenen sehr lebendig und plastisch und war schon im ersten Teil ein großes Plus.

Handlung & Figuren

Inhaltlich rücken Emil und Damian hier noch enger zusammen. Sie werden zum ersten Mal intim miteinander, und diese Szenen sind sowohl humorvoll als auch sinnlich und teilweise auch „spicy“. Dabei bleiben sie aber stets geschmackvoll und wecken einfach Neugier darauf, wie sich die Beziehung weiterentwickelt. An manchen Stellen musste ich sogar verlegen kichern, weil die Situationen so charmant und unterhaltsam geschrieben sind. Nebenfiguren spielen ebenfalls wieder eine große Rolle, was der Geschichte zusätzliche Tiefe gibt. Allerdings empfand ich die Menge an Charakteren stellenweise als etwas verwirrend. Besonders Namen wie Luca und Leon habe ich durcheinandergebracht, sodass ich manchmal nicht sofort wusste, wer gerade spricht.

Emotionen & Konflikte

Sehr gelungen fand ich die emotionalen Momente. Die Konflikte wirken realitätsnah, fast alltäglich, sodass man sich gut in die Figuren hineinversetzen kann. Besonders die Dynamik zwischen Emil und Damian hat mich mitgerissen: Mal war ich wütend, dann wieder tief berührt, habe mitgefühlt oder auch herzhaft gelacht. Viele Szenen waren rührend, andere wiederum wunderbar humorvoll umgesetzt. Genau diese Mischung aus Ernsthaftigkeit, Gefühl und Leichtigkeit macht den besonderen Reiz der Geschichte aus. Das hebt sich angenehm vom ersten Band ab, in dem die eBay-Kleinanzeigen-Thematik etwas überspitzt dargestellt war. Hier sind es Probleme, die man so oder ähnlich auch selbst erleben könnte.

Länge & Erzählweise

Der zweite Band ist zudem spürbar länger, etwa 100 Seiten mehr und das tut der Geschichte ausgesprochen gut. Dadurch bekommt man deutlich mehr Zeit, zu den Figuren eine stärkere Bindung zu ihnen aufzubauen. Die Fortsetzung, nimmt sich mehr Raum, die Handlung auszuerzählen, und endet mit einem schönen, stimmigen Ausklang. Das hat mir sehr gefallen.

Fazit

Grundsätzlich hat mir an diesem zweiten Band wirklich alles gefallen. Die Geschichte ist rund, die Figuren sind lebendig, und die Hörbuchproduktion ist absolut hochwertig umgesetzt. Es gab keinen Moment, an dem ich das Gefühl hatte, dass etwas nicht passt oder mich gestört hätte. Allerdings fehlte mir am Ende ein bisschen der ganz große Wow-Effekt. Manche Entwicklungen waren vorhersehbar, und so blieb dieser eine Moment der totalen Überraschung oder Begeisterung aus, der mich zu einer vollen Fünf-Sterne-Bewertung gebracht hätte. Trotzdem ist Second Hand Toy Friend, Volume 2 für mich ein wunderschönes, sehr solides und sogar noch besseres Hörbuch als der erste Teil. Es hat mir enorm viel Freude gemacht und war eine absolut lohnende Fortsetzung, die ich sehr gerne gehört habe.

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Veröffentlicht am 17.11.2025

Humorvoll und ein bisschen anders

Morbidly Yours
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Morbidly Yours ist eine Rom-Com, die mich von Anfang an mit ihrer originellen Idee begeistert hat. Statt der typischen Liebesgeschichte in einer Großstadt geht es hier um ein ganz besonderes Setting: Eine ...

Morbidly Yours ist eine Rom-Com, die mich von Anfang an mit ihrer originellen Idee begeistert hat. Statt der typischen Liebesgeschichte in einer Großstadt geht es hier um ein ganz besonderes Setting: Eine Animationsdesignerin trifft in Irland auf einen Bestatter, schon das allein macht neugierig und hebt das Buch von vielen anderen Geschichten ab.

Perspektiven

Die Geschichte wird aus zwei Perspektiven erzählt, wodurch man beide Hauptfiguren sehr gut kennenlernen kann. Das verleiht der Handlung Tiefe und macht die Dynamik zwischen den beiden lebendiger und nachvollziehbarer.

Figuren & Nebencharaktere

Die beiden Hauptfiguren haben mir ausgesprochen gut gefallen. Lark zieht vorrübergehend nach Irland , um neu anzufangen, während Callum mit der eigenen Familiengeschichte und beruflichen Zukunft hadert. Zwischen ihnen entsteht eine Chemie, die humorvoll, herzlich, intensiv und auch spicy ist. Auch die Nebenfiguren sind charmant und fügen sich gut in die Geschichte ein. Besonders hervorheben möchte ich den Umgang mit stottern: Eine der Figuren erzählt in ihrer eigenen Perspektive davon und reflektiert, wie prägend das bereits in der Kindheit war. Der Love Interest hingegen kommentiert es nie, es wird einfach hingenommen und akzeptiert, ohne daraus ein Gesprächsthema oder Problem zu machen. Das wirkt sehr sensibel und authentisch.

Eindruck & Fazit

Während mich der Anfang sehr begeistert hat und ich oft lachen musste, hat das Buch gegen Ende etwas an Spannung verloren. Der Ausgang war vorhersehbar, und dadurch fiel es mir schwerer, dranzubleiben. Ich habe die letzten Kapitel sogar etwas vor mir hergeschoben. Dennoch bin ich überzeugt, dass die Geschichte in einem Rutsch gelesen noch besser wirken würde und durchaus das Potenzial für eine höhere Bewertung hat. Insgesamt bleibt Morbidly Yours für mich eine sehr originelle und charmante Rom-Com, die sich durch ihr Setting deutlich von anderen Büchern abhebt.

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Veröffentlicht am 10.11.2025

Phönixe, Rennen und verpasste Chancen

Of Flame and Fury
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Einstieg

Der Einstieg in Of Flame and Fury ist rasant und packend. Gleich zu Beginn starten wir in ein Phoenix-Rennen, das sofort Neugier weckt und den Leser in die Welt zieht. Diese dynamische Eröffnung ...

Einstieg

Der Einstieg in Of Flame and Fury ist rasant und packend. Gleich zu Beginn starten wir in ein Phoenix-Rennen, das sofort Neugier weckt und den Leser in die Welt zieht. Diese dynamische Eröffnung hat mir sehr gut gefallen und sorgt dafür, dass man das Buch zumindest zu Beginn kaum aus der Hand legen möchte.

Schreibstil und Perspektive

Das Buch wird aus einer personalen oder allwissenden Erzählerperspektive von Kelyn erzählt, nicht in Ich-Form. Anfangs war ich von dieser Wahl etwas enttäuscht, da ich mir tiefere Einblicke in die Gedanken und Gefühle der Protagonistin gewünscht hätte. Trotzdem gelingt es dem Schreibstil, die Geschichte einigermaßen unterhaltsam zu transportieren. Die Kapitellängen sind angenehm kurz, was den Lesefluss unterstützt und ein zügiges Vorankommen ermöglicht.

Worldbuilding und Magiesystem

Die Welt von Of Flame and Fury verbindet fortschrittliche Technologie mit Magie, konkret mit Phönixen. Diese magischen Kreaturen leben in den Wäldern, tragen ihre feurige Kraft in sich und durchlaufen den klassischen Zyklus von Tod und Wiedergeburt. Die Mischung aus futuristischer Technologie und klassischer Phönixmagie ist originell und frisch, auch wenn sie anfangs schwer greifbar ist. Besonders die Phoenixrennen mit fliegenden Reitern waren für mich schwer vorstellbar, die Rennstrecken und Bewegungen der Phönixe blieben oft abstrakt. Die Welt selbst ist eine eigene, fiktive Inselgruppe mit Geschichte, doch gerade zu Beginn wirkte sie noch etwas vage.

Charaktere

Die Protagonistin Kelyn ist Zähmerin des Hauptphönix Savita und lebt auf sich allein gestellt. Unterstützt wird sie von einer Gruppe, die bei den Phoenixrennen verschiedene Rollen übernimmt. Leider konnte ich weder zu Kelyn noch zu Coop, einem weiteren zentralen Charakter, eine emotionale Bindung aufbauen. Auch die Nebencharaktere blieben eher blass, obwohl die Idee dieser Renn-Gruppe und ihrer verschiedenen Aufgaben spannend ist. Trotz kleiner, interessanter Ansätze in der Dynamik zwischen Kelyn und Coop, etwa angedeutete Rivals-to-Lovers-Momente, waren diese zu wenig ausgearbeitet, die Romantik spielte für mich keine Rolle, und mein Hauptinteresse lag klar bei den Mysterien rund um die Phönixrennen und die Phönixe.

Handlung und Spannung

Das Buch umfasst rund 500 Seiten, wobei die ersten 300 Seiten für mich wenig spannend waren. Trotz des interessanten Magie-Technologie-Konzepts und der Renn-Action fehlte die emotionale Bindung zu den Charakteren, was die Spannung stark reduzierte. Erst ab Seite 300 nahm die Handlung an Fahrt auf: Geheimnisse rund um Crystal Industries und die Howler-Gruppe bringen Spannung und kleine Twists ins Spiel. Die letzten 200 Seiten konnten mich wirklich packen und zeigten das Potenzial der Geschichte.

Fazit

Of Flame and Fury hat einen starken Einstieg und bietet eine originelle Mischung aus Technologie und Phönixmagie, insbesondere durch die spannenden Phoenixrennen. Dennoch gibt es deutliche Schwächen:

Die ersten 300 Seiten waren für mich eher zäh und konnten kaum Spannung oder emotionale Bindung zu den Charakteren aufbauen; das entspricht etwa 2 Sternen.

Erst in den letzten 200 Seiten nimmt die Handlung Fahrt auf, es entwickeln sich Geheimnisse, Twists und Spannung, diese Teile würden für mich 4 Sterne verdienen. Zusammengefasst ergibt das gerundet eine Gesamtbewertung von 3 Sternen. Wer sich auf die Kombination aus Magie und Technologie einlässt, findet spannende Momente, aber insgesamt konnte mich das Buch nur teilweise überzeugen.

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