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Meinungen aus der Lesejury

Veröffentlicht am 10.01.2026

Drei sind eine zu viel…

Spielverderberin
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Marie Menke hat eine kluge, sehr lebensnahe Story konstruiert, die die Freundschaft dreier junger Frauen beleuchtet.
Dass drei grundsätzlich wohl eine zu viel ist und in dieser Konstellation auch der ...


Marie Menke hat eine kluge, sehr lebensnahe Story konstruiert, die die Freundschaft dreier junger Frauen beleuchtet.
Dass drei grundsätzlich wohl eine zu viel ist und in dieser Konstellation auch der unterschiedliche soziale Background eine tragende Rolle spielt, sorgt für Zündstoff und ein latentes Unwohlsein beim Lesen. Eine Vorahnung, dass etwas Schreckliches passiert ist, intensiviert sich Seite um Seite.

Dank vieler Retrospektiven entfaltet sich das Geschehen langsam und bruchstückhaft. Ebendiese Erzählweise ist jedoch auch ein kleiner Kritikpunkt, denn nicht immer ist gleich klar, wo man sich chronologisch gerade befindet; zu sprunghaft die Szenenwechsel und die Einblicke in das Seelenleben der drei Protagonistinnen.

Alles in allem haben mich jedoch die kluge Konstellation und die fein ausgearbeiteten Charaktere und ihre Sorgen & Nöte überzeugt.

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Veröffentlicht am 06.01.2026

Sehr informativ und umfangreich

Die 30 Kata des Shotokan Karate
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Da ich noch ganz am Anfang stehe, habe ich dank des Werkes einiges, wenn auch überwiegend theoretische, Neues gelernt. Insbesondere die Geschichte wird ausführlich dargestellt, sodass sich mir vieles ...

Da ich noch ganz am Anfang stehe, habe ich dank des Werkes einiges, wenn auch überwiegend theoretische, Neues gelernt. Insbesondere die Geschichte wird ausführlich dargestellt, sodass sich mir vieles an fundiertem Hintergrundwissen neu erschlossen hat, wofür im eher praktisch ausgelegten Alltag oftmals die Zeit und evtl auch die entsprechende Ausbildung der Lehrenden fehlt.

Die Gestaltung des Buches wirkte auf mich jedoch stellenweise verbesserungswürdig und etwas 'oldschool'. Eine bessere Gliederung hätte das Lesen, insbesondere bei den Fließtexten, etwas vereinfacht.

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Veröffentlicht am 02.01.2026

Sehr spannend

Blutwild
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Ich habe Blutwild mit wachsender Beklemmung gelesen. Von der ersten Seite an liegt eine düstere, kalte Stimmung über der Geschichte, die mich sofort gepackt hat. Anka ist keine typische Thrillerheldin, ...

Ich habe Blutwild mit wachsender Beklemmung gelesen. Von der ersten Seite an liegt eine düstere, kalte Stimmung über der Geschichte, die mich sofort gepackt hat. Anka ist keine typische Thrillerheldin, sondern eine verletzte, glaubwürdige Figur, deren Angst und innere Zerrissenheit sehr spürbar sind. Gerade das macht die Geschichte für mich so intensiv. Die Rückkehr zu ihrem Trauma fühlt sich brutal und unausweichlich an, ohne reißerisch zu wirken.

Besonders eindrücklich fand ich die Wald- und Hüttenszenen – sie erzeugen eine klaustrophobische Atmosphäre, die lange nachhallt. Die makabren Funde sind nichts für schwache Nerven, werden aber sinnvoll eingesetzt und dienen der Spannung, nicht dem Selbstzweck. Der Thriller lebt weniger von Tempo als von psychologischem Druck, was mir gut gefallen hat.

Blutwild ist kein leichter Krimi für zwischendurch, sondern ein harter, emotionaler Thriller über Angst, Überleben und die Frage, ob man seiner Vergangenheit je entkommen kann. Mich hat das Buch noch eine ganze Weile beschäftigt.

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Veröffentlicht am 02.01.2026

Sehr hilfreich

Deinen Selbstwert bestimmst nur du
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Ich habe dieses Buch gelesen, weil ich gemerkt habe, wie stark mein eigenes Wohlbefinden davon abhängt, was andere über mich denken. "Deinen Selbstwert bestimmst nur du" ist ruhig, klar und wohltuend unaufgeregt ...

Ich habe dieses Buch gelesen, weil ich gemerkt habe, wie stark mein eigenes Wohlbefinden davon abhängt, was andere über mich denken. "Deinen Selbstwert bestimmst nur du" ist ruhig, klar und wohltuend unaufgeregt geschrieben. Dr. Yoon Hong Gyun erklärt verständlich, wie Selbstwert entsteht und warum wir ihn so oft an Leistung, Anerkennung oder Erwartungen knüpfen. Besonders gefallen hat mir, dass er nicht belehrt, sondern Zusammenhänge erklärt und kleine, umsetzbare Denkanstöße gibt.

Das Buch ist kein schneller Motivationsratgeber, sondern eher eine Einladung, die eigene Haltung zu sich selbst ehrlich zu hinterfragen. Vieles wirkte vertraut, manches hat mich innehalten lassen. Die Beispiele sind alltagsnah und lassen sich gut auf das eigene Leben übertragen.

Ich habe aus der Lektüre keine Patentlösung mitgenommen, aber mehr Verständnis für mich selbst – und das Gefühl, dass Selbstwert etwas ist, das wachsen darf, statt ständig bewiesen werden zu müssen.

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Veröffentlicht am 02.01.2026

Sehr spannend

Minnesota
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„Minnesota“ hat mich von der ersten Seite an in eine kalte, harte Stimmung gezogen, die gut zur inneren Verfassung von Ermittler Bob Oz passt. Er ist kein Held, sondern ein gebrochener Mann, dessen Trauer ...

„Minnesota“ hat mich von der ersten Seite an in eine kalte, harte Stimmung gezogen, die gut zur inneren Verfassung von Ermittler Bob Oz passt. Er ist kein Held, sondern ein gebrochener Mann, dessen Trauer über den Tod seiner Tochter in jeder Szene spürbar ist. Das macht ihn für mich glaubwürdig und nahbar, auch wenn er oft abweisend und ruppig handelt.

Der Fall selbst ist spannend aufgebaut: Ein Täter, der gezielt Verbrecher jagt, wirft moralische Fragen auf, ohne einfache Antworten zu liefern. Ich mochte besonders, dass Nesbø sich Zeit nimmt, um Atmosphäre und Figuren zu entwickeln, statt nur auf schnelle Action zu setzen. Minneapolis wirkt dabei fast wie eine eigene Figur – kalt, rau und voller Schatten.

Nicht alles ist überraschend, manches wirkt vertraut für Nesbø-Leser*innen, aber genau das hat für mich auch den Reiz ausgemacht. „Minnesota“ ist ein düsterer, intensiver Thriller, der weniger durch Tempo als durch psychologische Tiefe überzeugt und lange nachhallt.

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