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Veröffentlicht am 09.02.2026

Potzblitz - Wo steckt der große Magier Hokus van Pokus?

Herwig und Elsie – Wo ist der große Zauberer?
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Vielleicht gleich eines vorweg, Ute Krauses aktuelles Kinderbuch "Herwig und Elsie – Wo ist der große Zauberer?" traf bei uns als Lesefamilie praktisch mitten ins Schwarze.

Wir kannten die Autorin und ...

Vielleicht gleich eines vorweg, Ute Krauses aktuelles Kinderbuch "Herwig und Elsie – Wo ist der große Zauberer?" traf bei uns als Lesefamilie praktisch mitten ins Schwarze.

Wir kannten die Autorin und ihre sehr kreative Ader zuvor leider noch nicht und sind bereits jetzt nach dem spannenden Abenteuer rund um Herwig und Elsie große Fans.

Die Konzeption des Buches mit großer Schrift, bunten Illustrationen sowie durchweg kurzen und abgeschlossenen Kapiteln kommt uns dabei sehr entgegen.

Den beiden sehr liebenswürdigen Charakteren Herwig und Elsie kommt man schnell sehr nahe und lässt sich in den spannenden, abenteuerlichen und vor allem kindgerechten Plot einfach fallen.

Das weiße Kaninchen Herwig, das sonst aus dem Hut gezaubert wird, sucht nach seinem Herrn, dem großen Magier Hokus van Pokus, der urplötzlich wie vom Erdboden verschluckt erscheint.

Unsere beiden Lütten blieben dabei stets am Ball und tauchten durch die genialen Illustrationen noch tiefer in das spannende Abenteuer ein. Einige für uns unvorhersehbare Wendungen in der Geschichte haben es dann auch wirklich in sich.

Summa summarum haben wir eine richtig schöne Familienlesezeit verbracht und werden uns auch nach den anderen Werken der Autorin aktiv umsehen.

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Veröffentlicht am 08.02.2026

Den eigenen Ahnen auf der Spur - Zurück zu den eigenen Wurzeln

Ich möchte zurückgehen in der Zeit
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Der kurze Roman "Ich möchte zurückgehen in der Zeit" mit nur knapp über 150 Seiten von Judith Hermann hinterlässt bei mir persönlich leider ein sehr zwiegespaltenes und vor allem nachdenkliches Gefühl.

Hermanns ...

Der kurze Roman "Ich möchte zurückgehen in der Zeit" mit nur knapp über 150 Seiten von Judith Hermann hinterlässt bei mir persönlich leider ein sehr zwiegespaltenes und vor allem nachdenkliches Gefühl.

Hermanns Werk ist insbesondere geprägt von den leisen Tönen, die sie bei ihrer Suche nach dem Menschen hinter dem Bild ihres Großvater und dessen mutmaßlichen Kriegsverbrechen in Polen anschlägt.

Ich selbst bin auch einer dieser Suchenden, mit kaum verwertbaren Ansätzen meiner beiden Großväter, die ich so leider nie persönlich kennenlernen durfte. Mir bleiben wenige schwarzweiße Aufnahmen von ihnen, auf denen sie mir ehrlich gesagt einfach nur fremd sind.

Genau dies ist auch der Ausgangspunkt des Romans von Judith Hermann, deren Großvater im NS-Regime in Polen gedient hat und dort vielleicht sogar auch an den damaligen Verbrechen beteiligt war. Ein einprägsames Foto ihres stolz posierenden Großvaters in Uniform auf einem großen Platz in Polen soll sie dabei auf die richtige Fährte führen. Sie, die Suchende möchte Licht ins Dunkel bringen und folgt den wenigen bekannten Spuren ihres Großvaters nach Polen vor Ort.

Nach diesem "Ausflug" nach Polen verschlägt es sie nach Italien zu ihrer Schwester. Hier hätte ich mir persönlich mehr gewünscht, diese wenigen Spuren in Polen besser und intensiver zu verfolgen, als diese andere innerfamiliäre Perspektive zu thematisieren.

Die Geschichte selbst ist wenig spektakulär geschildert. Vielmehr sind es die leisen Bilder, die Judith Hermann von der Stilistik her bemüht. Wie auch im echten Leben gestaltet sich solch eine Suche quasi wie ein Riesenpuzzle, bei dem man noch nicht mal alle Teile beisammen hat.

Im Plot selbst geht es vielmehr auch um die innerfamiliären Beziehungen zu anderen Mitgliedern (z.B. Mutter und Schwester), wie jeder seine eigene Sicht auf die Dinge hat und diese individuellen Erinnerungen pflegt.

Jeder von uns hat einen eigenen Blickwinkel auf die unterschiedlichen Facetten seiner Beziehungen und genau dies macht diesen Roman auch aus.

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Veröffentlicht am 09.12.2025

Die Magie der Pflanzenwelt, wie wir sie vielleicht noch nie vorher gesehen haben

Flora Magica (Band 1) - Das Geheimnis der Nachtschatten
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Die Autorin Vanessa Walder ist für uns in der Familie keine Unbekannte mehr. Wir waren bereits mit ihr schon auf so vielen Streifzügen in der Natur. Vor allem die Wälder mit den darin lebenden TIeren haben ...

Die Autorin Vanessa Walder ist für uns in der Familie keine Unbekannte mehr. Wir waren bereits mit ihr schon auf so vielen Streifzügen in der Natur. Vor allem die Wälder mit den darin lebenden TIeren haben wir bis dato mit ihr immer gerne durchstreift.

So lag es für uns nahe mal den Blick ein klein wenig zu weiten und mehr auf die Botanik bzw. Flora zu achten.

Wie bei Walders Büchern und Geschichten gewohnt fiel es uns auch hier sehr leicht uns ins Thema fallen zu lassen. Walder bringt auch hier wieder ihr gnadenloses Talent ein, den Leser fast förmlich von Beginn an mit der Storyline verschmelzen zu lassen. Die Charakteren sind gut greif- und vor allem auch nachvollziehbar gestaltet. Dies ist gerade bei Kinderbüchern immer ein großer Pluspunkt, um die Lesekinder ans Buch zu fesseln. Alles wirkt, wie aus einem Guss. Die eingestreuten Illustrationen vertiefen dann die Bindung zur Story und lassen das Gelesene noch viel kurzweiliger wirken.

Die Grundidee des Plots mit den magischen Pflanzen, dem geheimnisvollen Familienerbe und dem mächtigen Counterpart gefiel uns von Anfang an durchweg gut. Insbesondere die sehr charmante und vor allem spannende Umsetzung tut dann ihr Übriges. Auch hier werden wieder, wie bereits in vorangegangenen Büchern auch, fast spielerisch und unterschwellig besonders wichtige Werte, Wissen rund um Pflanzen und Verhaltensweisen in die Geschichte eingewebt, die dann das Leseerlebnis noch steigern.

Vanessa Walder liefert hier, wie gewohnt, wieder ein sehr ausgeklügeltes tolles Kinderbuch ab. Alles andere hätte uns, als mittlerweilen große Fans der Autorin, aber auch enttäuscht und irritiert. Im Bereich der Kinder/Jugendbücher kann man fast schon blind zu Walders Werken greifen, da hier neben der eigentlichen unterhaltsamen Story auch immer viel Wissen, Werte, Ethik und Moral mit vermittelt werden.

Summa summarum stößt Vanessa Walder hier eine neue magische Pflanzenwelt auf, die es gilt zu erobern und vor allem für die Handelnden im Buch dann zu bewahren.

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Veröffentlicht am 08.12.2025

Das finale Duell zweier gegensätzlicher Welten - Kann Robin mit seinen Gefährten Serera und unsere Welt noch retten?

Serera - Zweites Buch
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Ich möchte vielleicht eines gleich voraus schicken. "Serera - Die zwei Kriege" ist der zweite Band der Serera-Dilogie und ich kann nur empfehlen, vorher bereits den ersten Band gelesen zu haben. Ohne die ...

Ich möchte vielleicht eines gleich voraus schicken. "Serera - Die zwei Kriege" ist der zweite Band der Serera-Dilogie und ich kann nur empfehlen, vorher bereits den ersten Band gelesen zu haben. Ohne die Hintergründe aus dem ersten Band wird es dann vielleicht eher schwer werden, den roten Faden zu finden, da die Welt mit ihren Handelnden, die Bruno Hof hier beschreibt sehr vielfältig ausgestaltet ist.

Mit einem Zeitversatz von über zwei Jahren las ich diesen zweiten Band, ohne vorher nochmals den vorherigen durchgesuchtet zu haben. Das erneute Ankommen in die ganz besondere Welt von Hofs Romandebüt gelang mir ohne Umschweife. Für mich war es sogar fast so, als wäre Serera nie wirklich weg gewesen.

Am Ende des ersten Bandes merkte man bereits, dass Großes Ungemach auf Robin und seine Gefährten zukommen wird. Bruno Hofs Stil würde ich als ausführlich und opulent in der Ausgestaltung bezeichnen. Dies merkt man alleine schon am Buchumfang. Er entwirft sehr akribisch die Geschichte, die Welten und auch die Handelnden, so dass man sich fast schon in einem Film wähnt. Laufen die Bilder einmal an, so ist es eher schwer oder fast schon ausweglos, die Finger vom Buch zu lassen.

In diesem zweiten Band spitzt Hof dann gekonnt zu, erschafft nochmals sehr viel düstere Welten und die Übermacht des sprichwörtlich Bösen ist rundherum immer sehr greifbar. Ich hatte ehrlich gesagt genau mit solch einem Szenario dann gerechnet und wurde Gott sei Dank nicht enttäuscht. Man muss bei einigen Szenerien schon auch hart im Nehmen sein. Aber genau dies macht für mich den Plot erst unheimlich realistisch sowie rund.

Robin, der eher auserkorene Antiheld, muss sprichwörtlich über sich hinaus wachsen, will er den Einen/Seelenlosen und seine Schergen noch aufhalten. Dieses fast schon epische Finale war für mich persönlich absolut lesenswert und auf jeder einzelnen Seite ein richtiger Hochgenuss.

Man muss im deutschsprachigen Raum wohl lange suchen, um einen solchen tiefgründigen Plot mit Anspruch, Haltung und ganz viel Fantasy zu finden. Die Weltenarchitektur wirkt insgesamt wie aus einem Guss und ist richtig gut ausgeklügelt. Ich hatte bereits bei Band eins Parallelen zum Großmeister der Fantasy J.R.R. Tolkien gezogen und auch beim Lesen von Band zwei war ich hier und dort auch wieder sehr angetan und stark geflasht. Bruno Hof vereint wohl sehr vielfältige Talente, die er dann in einem solchen Werk wirklich grandios kanalisiert und sehr vorzüglich arrangiert. Ich würde mir vielleicht auch wünschen, die beiden Werke verfilmt zu sehen. Potenzial wäre auf alle Fälle mehr als genug da.

Die Story selbst für sich ist bereits ein richtiges Brett. Beginnt man dann zwischen den Zeilen zu lesen, wirken die Handelnden sehr real und erwachen zum Leben, die Szenerien sind gar nicht mal so unähnlich zu unserer Welt und insgesamt lässt mich diese Dilogie auch sehr nachdenklich zurück, wenn ich mir die Weltlage aktuell so ansehe.

Fans von Band eins werden hier ihre helle Freude an diesem Grande Finale haben. Allen anderen rate ich dazu, erst mal bei Band eins zu schmökern, ob das Mixed-Genre hier auch den eigenen Geschmack treffen wird. Den Autor Bruno Hof muss man sich auf alle Fälle merken. Ich persönlich wünschte mir noch mehr solcher oder ähnlicher Werke. Ich hoffe dem Autor gehen die Ideen und vor allem das Papier nie aus.

Mir bleibt hier zum Schluss einfach ein GROSSES CHAPEAU an den Autor für dieses einzig(und manchmal gar nicht so)artige Werk auf Bestsellerniveau. Für mich ist das Buch deshalb, wie auch bereits der erste Band, auch wieder ein echte Buchperle in meinem Lesejahr 2025.

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Veröffentlicht am 07.12.2025

Mister O’Lui und Rupert feiern Weihnachten

Mister O'Lui feiert Weihnachten
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Wir waren Neulinge der Mister O’Lui-Reihe und doch fühlte es sich für uns zumindest so an, als wären wir bereits länger untereinander bekannt.

Look & Feel sind mal wieder echt top umgesetzt. Das Buch ...

Wir waren Neulinge der Mister O’Lui-Reihe und doch fühlte es sich für uns zumindest so an, als wären wir bereits länger untereinander bekannt.

Look & Feel sind mal wieder echt top umgesetzt. Das Buch wirkt bei unseren Lütten insbesondere durch seine tollen Illustrationen, welche die übersichtlichen Texte dann gut ergänzen. So gelang es uns sehr schnell in den Weihnachtskosmos ein- und auch darin tief abzutauchen-

Die (Kurz)Geschichte selbst ist auch für Lesemuffel ein Genuss, da die Textpassagen dann nicht allzu lang ausfallen und die Lesekinder aufmerksam am Ball bleiben. Wir hätten uns vielleicht den Umfang der Geschichte dann doch noch etwas länger gewünscht.

Für uns war es aber dennoch ein tolles kurzweiliges Erlebnis und wir müssen und ganz einfach mal die ganzen anderen Abenteuer von Mister O’Lui und seinen Freunden ansehen.

Uns gefällt vor allem die Tonalität des Buches und die ganzen Emotionen und bei uns Erwachsenen die Erinnerungen, welche durch die Geschichte geweckt werden.

Beim Lesen wurden eben diese eigenen Kindheitserinnerungen wieder wach, wie schön doch die Weichnachtsfeste aus Kinderaugen wirklich waren.

Diese kindliche Leichtigkeit sollten wir uns auch im Erwachsenenalter bewahren. Das ist allerdings, wir sprechen hier leider aus Erfahrung, gar nicht mal so leicht.

Das Buch reduziert dann hier sehr schön auf den eigentlichen Geist der Weihnacht. Genau darauf kommt es nämlich an.

Außerdem gefällt uns natürlich Mister O’Lui in seiner Rolle als Biberbär. Hier in der Geschichte wird Inklusion wirklich (vor)gelebt. Jeder Charakter ist einzigartig und wird genau so respektiert.

Das "Zuckerl" am Schluss des Buches mit dem Plätzchenrezept finden wir eine coole Idee, sehr passend für die Adventszeit.

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