Rüdiger Marmulla rückt in seinem Roman "Lars' Diary - Das Geheimnis meiner großen Liebe" Stephan Krönleins Sohn Lars in den Mittelpunkt des Geschehens.
Dieser steckt gerade mittendrin in der Pubertät ...
Rüdiger Marmulla rückt in seinem Roman "Lars' Diary - Das Geheimnis meiner großen Liebe" Stephan Krönleins Sohn Lars in den Mittelpunkt des Geschehens.
Dieser steckt gerade mittendrin in der Pubertät und dem Erwachsenwerden.
Da dürfen dann natürlich auch die erste große Liebe wie auch andere teenierelevante Themen nicht fehlen, die hier im Fokus der Erzählung stehen.
Die Handlung kommt unheimlich authentisch rüber und setzt sich dann eben beispielsweise auch mit dem Thema Drogenmissbrauch kritisch auseinander.
Man begleitet Lars quais hautnah, wie er langsam aber sicher flügge wird und seine eigenen Wege beschreitet Dabei taucht man tief in die Gefühlswelt des Teenies ein. Quasi eine richtige Achterbahnfahrt der unterschiedlichsten Emotionen.
Was Matthias Hübener hier mit seinem Roman "Die indische Kugel" abliefert sucht meiner Meinung nach seinesgleichen.
Für mich ist es wirklich schwierig das Buch eindeutig nur einem einzelnen Genre zuzuordnen, ...
Was Matthias Hübener hier mit seinem Roman "Die indische Kugel" abliefert sucht meiner Meinung nach seinesgleichen.
Für mich ist es wirklich schwierig das Buch eindeutig nur einem einzelnen Genre zuzuordnen, am ehesten passt vielleicht Belletristik, wird allerdings diesem tiefgründigen und sehr facettenreichem Buch dann auch wieder nicht vollumfänglich gerecht. Es vereint so viele Facetten in sich, wie eben diese schillernde Kugel im Sonnenlicht, die dann auch ja nach Blickwinkel immer wieder einen neuen Einblick gewährt.
Am Anfang prasselten für mich fast zu viele verschiedene Eindrücke auf mich ein. Ich persönlich brauchte dann doch etwas Zeit, bis ich mit den Charakteren, den wechselnden Handlungsorten sowie den Zeitsprüngen warm geworden bin. Insbesondere die Zeitsprünge machten mir dann fast am meisten zu schaffen. Gerade wenn es spannend wurde wechselte die Szene und ein kleiner Cliffhanger verzweigte in die nahe Zukunft des Buches. Irgendwie gemein, wie ich fand, aber so entstand ein unheimlicher Lesesog in die Geschichte hinein, dem man sich kaum entziehen konnte. Quasi wie ein großes Mandalapuzzle, das aus 1.000 Teilen besteht und die einzelnen Teile zunächst gefunden, sortiert und zusammengesetzt werden müssen - genau so offenbarte sich mir persönlich das Buch.
Es gab für mich allerdings nie so richtig eine Abneigung gegenüber den oft unterschiedlichsten Szenerien. Dafür hat die indische Kugel, die auch im Roman vorkommt eine unglaubliche Sogwirkung und Anziehungskraft - auch auf die Lesenden.
Die indische Kugel nimmt quasi schnell Fahrt auf und ist dann eigentlich auch kaum mehr zu stoppen. Man muss nur sehr vorsichtig sein, dass man ihrer Anziehungskraft nicht komplett verfällt, denn ansonsten könnten richtig schlimme Ereignisse eintreten. Ich empfinde die in der Geschichte befindliche Kugel als gute Parabel von Verführung, Macht etc.
Der Stil des Buches ist recht lebhaft, obwohl es auch leise bzw. nachdenkliche Töne anschlägt, und bei mir liefen sehr schnell Bilder im Kopf dazu an - quasi Kopfkino gratis. Durch die unheimliche Magie der Kugel kommt auch ein Hauch von Esoterik und Spiritualität mit auf. Die spirituellen bzw. esoterischen Elemente fügen sich dabei sehr harmonisch ins gewählte Setting ein und machen die Storyline perfekt.
Wer sich auf den Roman einlässt, wird mit einer unglaublich facettenreichen und vor allem tiefgründigen Story belohnt, die einer Kugel gleich nie zum Erliegen kommt.
Dass Zugfahrten das eigene Leben beeinträchtigen und vielleicht auch etwas verändern können wissen Reisende der Deutschen Bahn nur zu gut.
Im aktuellen Buch "Die Reise deines Lebens 1 - Wien" von Jule ...
Dass Zugfahrten das eigene Leben beeinträchtigen und vielleicht auch etwas verändern können wissen Reisende der Deutschen Bahn nur zu gut.
Im aktuellen Buch "Die Reise deines Lebens 1 - Wien" von Jule Pieper geht es aber nicht um die Klassiker der Bahnfahrt wie beispielsweise überfüllte Abteile oder Bahnsteige, umgekehrte Wagenreihungen, ausgefallene Klimaanlagen oder auch extreme Verspätungen sondern vielmehr ist es ein tiefgründiger Roman mit sehr vielen Impulsen, Erkenntnisgewinnen und Aha-Momenten der Hauptprotagonistin Betty, die dann eine Reise zu sich selbst eher unfreiwillig angtritt.
Mir war Betty gleich vom Start Weg sympathisch, schließlich spiegelt sie einen Charakter wieder, der in der heutigen Zeit wohl mittlerweilen zur Normalität gehört. Ich gesellte mich einfach rotzfrech ins Zugabteil dazu ohne überhaupt reserviert oder auch eine gültige Fahrkarte gelöst zu haben. Ich hoffe, ihr verpfeift mich nicht.
Mir fiel es ungeheuer leicht mich auf die Story und die Protagonistin einzulassen. Ich erkannte mich teils auch in den geschilderten Mustern dann auch hier und da wieder. Eigentlich müsste das Zugfenster auf dem Cover wohl mit Spiegelfolie beklebt sein, da mich die Handlung dann schnell mit meinem eigenen Leben konfrontiert hatte und mir so quasi gekonnt den Spiegel vorhielt.
Welche Erkenntnisgewinne Betty, aus ihrer Fahrt ins Blaue hinein, dann für ihr zukünftiges Leben zieht möchte ich hier gar nicht weiter vorweg nehmen.
Das Buch hat ja nominell gerade einmal 348 Seiten.
Wer dann beginnt, zwischen den Zeilen zu lesen, kommt wohl auf noch einige mehr davon.
Ein, wie ich finde, tiefgründiges Buch, das extrem zum Nachdenken über die eigene Person, das eigene Handeln und die ganzen täglichen Verhaltensmuster anregt. Ich mag solche Literatur dann ab und an ganz gerne zur Selbstreflexion.
In diesem Buchgenre lockt ja auch in weiter Ferne immer wieder "Das Café am Rande der Welt" mit all seinen Auskopplungen. Wem der Weg bis dorthin vielleicht zu weit vorkommt, der kann getrost mit Betty in den Zug steigen und abwarten was bei dieser außergewöhnlichen Reise dann passiert.
Ich persönlich wäre auf alle Fälle hoch erfreut, wenn mir Betty ein kleines Zeichen gibt, wenn sie sich dann hoffentlich bald wieder auf ein neues Abenteuer begibt.
Diesen ganz besonderen Anlass nimmt David Wagner her und konstruiert ein heiteres Telefonat zwischen der mittlerweile erwachsenen Tochter und ihrem Vater.
Beide ...
"Alle Jahre wieder" kommt das Christuskind.
Diesen ganz besonderen Anlass nimmt David Wagner her und konstruiert ein heiteres Telefonat zwischen der mittlerweile erwachsenen Tochter und ihrem Vater.
Beide Parteien tauschen sich dabei zum Fest der Feste aus, schwelgen dabei in Erinnerungen und bringen ihre Sichtweise auf das ach so heilige Weihnachtsfest zur Sprache.
Wer vielleicht bei manchen Dialogfetzen sich selbst oder seine Mitmenschen darin erkennt, dem geht dann vielleicht auch das heilige Friedenslicht aus Bethlehem auf.
Die kurze Geschichte dient gut zur Selbstreflexion der eigenen Gedanken, was das Weihnachtsfest dann überhaupt ausmacht. Vielleicht kommen dann auch beim Lesen eigene Erinnerungen aus der Kindheit hoch und man kann quasi dem Streitgespräch dann mit seinen eigenen Rückblenden beiwohnen.
Wem bereits vielleicht immer schon die emotionsgeladene und bedeutungsschwangere Advents- und Weihnachtszeit auf den Keks ging, für den hält Gregor Müller ein 80-seitiges Büchlein bereit das "Unheimlich ...
Wem bereits vielleicht immer schon die emotionsgeladene und bedeutungsschwangere Advents- und Weihnachtszeit auf den Keks ging, für den hält Gregor Müller ein 80-seitiges Büchlein bereit das "Unheimlich weihnachtlich! Böse Geschichten aus Leipzig" präsentiert.
Insgesamt ein richtig kurzweiliges Werk, dass so ganz anders daherkommt als der Lichterglanz und Glühweintaumel, den viele von uns in der Advents- und Weihnachtszeit dann zu schätzen wissen.
Müller hat meiner Meinung nach eine unheimliche Auffassungsgabe, da eine Szenerien richtig real wirken. Manche Episoden sind dann natürlich auch überspitzt und pointiert dargestellt. Insgeheim, wenn nur ausführlich in sich selbst hineinhorcht trifft aber auch dieses Buch dann vielleicht des Pudels Kern und hält uns hier und da gekonnt den Spiegel vor.